Ausblick

Heute Nachmittag war ich mit Freunden verabredet um noch Details für die Italien-Radreise zu besprechen. In einer Woche geht es ja schon los. Deshalb montierte ich am Morgen auch wieder die Original-Gepäckträger ans Rad.

Zum Treffpunkt machte ich eine gemütliche Sonnenscheinrunde und genoss das frühlingshafte Wetter mit etwa 9° Grad. Es wäre natürlich super, wenn wir dann in Italien so gutes Wetter hätten. Dann wird es perfekt.

Wir quatschen dann länger über unsere Packlisten und minimierten etwas, weil ja nicht unbedingt jeder Werkzeug und Ersatzteile mitführen muss. Dann legten wir noch fest wie wir den Radtransport und das Checkin am Vorabend anpacken wollen. Es war eine angenehme und entspannte Atmosphäre und ich bin guter Dinge, dass wir gut harmonieren werden und uns schöne Erlebnisse bevorstehen. Ja, die Vorfreude ist schon recht gross. Sehr schön.

Tallboy-Runde

Konnte nicht warten und bin heute Morgen bereits vor neun Uhr mit dem SANTA CRUZ Tallboy zu einer Standard-Trainingsrunde gestartet. Es kündigte sich ein prächtiger Tag an und zu der Zeit waren die Trails noch gefroren und trocken. Gute Bedingungen um das frisch geputzte Bike nicht gleich wieder total einzusauen.

Der neue Lenker macht sich sehr gut. Noch finde ich 780mm Breite ungewohnt, doch das passt schon. Trotz der 50mm Erhöhung fand ich den Lenker immer noch etwas tief, das liegt aber vor allem daran, dass eben meine anderen zwei Bikes nicht so viel Sattelüberhöhung haben.

Auf technischen Singletrails ist das Tallboy-Fully sicher das schnellere Bike als das starre TREK 1120. Es macht Spass mit Speed zwischen den Bäumen durchzuzirkeln und das Limit zu suchen. Ja, mir wurde schon wieder klar, weshalb ich früher so gerne mit diesem Bike gefahren bin. Nur, mit zunehmendem Alter reizt mich Geschwindigkeit gar nicht mehr so sehr. Es ist mir weniger wichtiger geworden um schnell und fokussiert vorwärts zu kommen. Heute mag ich mehr die Umgebung und die Situation als Ganzes wahrnehmen...

Aber: Wenn ich wiedereinmal mit Freunden auf eine Trainingstour gehe werde ich bestimmt das SANTA CRUZ nehmen. Da ich als grosser und schwerer Fahrer berghoch mehr Mühe bekunde als die kleineren, leichteren Kollegen, nützt die Effizienz und das geringe Gewicht des Bikes schon. Ja, ich werde das Bike wirklich behalten. Ich mag es immer noch sehr.

Am Nachmittag war ich dann nochmals mit dem TREK 1120 unterwegs und konnte die Unterschiede so ganz direkt erfahren. Mit seinen weichen Monsterreifen ist das TREK ganz prinzipiell ein gemütliches Rad. Fahren im Wiegetritt ist ohne Federung viel einfacher. Es klingt vielleicht etwas blöd, doch das simple Starrbike ist irgendwie ursprünglicher, direkter und ehrlicher. Aber auch langsamer. Für den ganzen Tag sagt das GPS: 62km., 4:03 Std., 1'150Hm.

hoch und breit

Montagabend einen neuen Lenker über Internet in Deutschland bestellt und bereits heute fertig verzollt erhalten. Schöne neue Welt.

Der neue Lenker hat eine Erhöhung von 5cm und so reduzierte sich die Sattelüberhöhung von vorher 8cm auf nun noch 3cm. Zum Vergleich, am TREK 1120 beträgt die Sattelüberhöhung noch 1cm und am KISH Tourenrad sind Sattel und Lenkergriffe auf genau gleicher Höhe. Klar ist, je höher der Lenker (im Vergleich zum Sattel), desto aufrechter sitzt man.

Moderne MTB-Lenker sind im Vergleich zu früher auch viel breiter geworden. Der alte Lenker war 66cm breit und der neue misst nun satte 78cm. Damit man sich wegen der breiteren Griffposition nicht stärker nach vorne neigen muss, baut man kürzere Vorbauten an. So reduzierte ich die Vorbaulänge von 10cm auf nun noch 6cm.

Wie man sieht, habe ich die neuen Teile gleich angebaut und mal grob eingestellt. Dann habe ich noch beide Reifen ausgetauscht. Ich fand noch ein paar neue Schwalbe Nobby Nic, die ich mir vor Jahren mal als Ersatz beschafft habe. Die sind nun sicher gut gelagert. Ich erinnere mich gar nicht mehr daran, wann ich sie gekauft habe. Die lagen nun schon bestimmt über 8 Jahre in einer Schublade. Ich hoffe einfach einmal, dass der Gummi nicht spröde geworden ist. Sie liessen sich zumindest anstandslos aufziehen und laufen auch erstaunlich rund. Natürlich war ich auf das Ergebnis sehr gespannt, doch für mehr als etwas ums Haus rollen und Lenker und Griffpositionen einstellen hat die Zeit nicht gereicht. Aber: Morgen oder übermorgen werde ich ganz sicher eine Tallboy-MTB-Runde drehen. Da freue ich mich drauf!

Strassenrunde

Gestern war ich kurz mit dem KISH-Tourenrad unterwegs und da war ich doch verblüfft, wie gut das rollt. 42mm breite Reifen mit 4 bar Druck rollen auf Asphalt um Welten besser als 78mm breite Reifen mit 0,8 bar Druck. Das war mir schon vorher klar, doch verblüfft war ich trotzdem. Dies vor allem vor dem Hintergrund der zwei langen Tagesetappen der Italienreise mit etwa 80 Kilometern. Ich denke mir: 80km mit dem TREK 1120 werden sich dann wohl wie etwa 120km mit dem KISH anfühlen... das braucht ganz schön Körner...

Mit diesen Gedanken im Kopf und auch weil ich am Samstag das TREK lange und pingelig sauber geputzt habe, wollte ich heute damit eine Asphaltrunde drehen. Ich fuhr in die Stadt Zürich um in der Rikscha-Garage zum rechten zu sehen und um ein paar Bekannte zu treffen und etwas zu tratschen. Wie man auf dem Bild sieht, was das Wetter perfekt. Etwa 7° Grad und strahlender Sonnenschein.

Auf dem Rückweg baute ich noch ein paar Hügel ein, damit auch ein gewisser Trainingseffekt erzielt wird. Wieder zuhause habe ich dann das GPS ausgewertet. Durchschnitt = 17 km/h, mit dem KISH liege ich da meist um 19 km/h. Das ist also der zahlenmässige Unterschied... Egal. Für die Tagesplanung der Italienreise rechne ich ohne Pausen mit 15 km/h und mit Pausen mit 10 km/h. Das heisst: Für 80 Kilometer rechne ich mit 8 Std. Gesamtdauer (vom Hotel 1 zum Hotel 2) bei knapp 6 Std. reiner Fahrzeit. Wenn wir also um etwa 17:00 Uhr beim Hotel ankommen wollen, müssen wir an den langen Tagen spätestens um 09:00 Uhr losfahren. Ja, das scheint realistisch und machbar. Und so bleibt auch hintenheraus noch etwas Reserve, denn Tageslicht sollte bis etwa 18:00 Uhr reichen. Das GPS sagt: 61km, 3:33 Std. 660 Hm

behalten

Nachdem ich das neue TREK 1120 nun öfters als Mountainbike einsetze dachte ich ja, dass ich das SANTA CRUZ Fully verkaufen werde. Um in etwa eine Preisvorstellung zu erhalten, habe ich einige Internetseiten abgesurft, auf denen gebrauchte MTBs angeboten werden. Das war ziemlich ernüchternd... Mein Tallboy ist nun fast neuen Jahre alt. Damals, 2010, habe ich das Bike mit dem besten Material aufgebaut was verfügbar war und letztendlich kostete das Bike etwas mehr als 7'500 Franken. Heute muss ich wohl froh sein, wenn ich noch 1'500 Franken dafür kriege... ein Drama!

Um das Bike verkaufsfertig zu machen, musste ich es erst einmal gründlich putzen und schmieren. Die letzten 6 Jahre ist es ja vorwiegend dreckig im Schuppen gestanden und hat zusätzlich Staub gefangen.

Schon während dem putzen hat mir das Bike leid getan. Ich verbinde doch ein paar schöne Erinnerungen daran und nur weil es älter geworden ist, wurde es ja nicht einfach schlechter. Viele schöne und funktionale Teile sind dran, die alle irgendwie eine Geschichte haben. Und während ich den Antrieb reinigte und ölte, kam ich langsam zur Erkenntnis, dass ich es doch nicht verkaufen will. Es frisst ja kein Heu... Ich machte eine kurze Probefahrt um alles zu testen... ist schon ein klasse Bike! Nur die vornüber geneigte Sitzposition ist nicht mehr meins. Wenn ich es behalten will, muss ich zumindest einen höheren Lenker anbauen, damit ich etwas aufrechter sitze. Man wird ja auch nicht jünger... ansonsten: Alles tip top!

Ich habe also festgestellt, dass dieses Bike in der aktuellen Marktlage nicht mehr viel Wert ist und der emotionale Wert, den ich dem Tallboy zumesse übersteigt diesen Marktwert. Also kann ich das Rad auch noch behalten... vor sich selbst kann man alles irgenwie schönreden und rechtfertigen... ;-)

auf die Lägern

Nach über zwei Wochen "sun, fun and nothing to do" war es an der Zeit um wieder einmal aufs Bike zu steigen. In zwei Wochen geht es ja schon nach Rom für die 14tägige Radreise und da kann etwas Training nicht schaden. ;-)

Schon am frühen Morgen zeigte sich die Sonne und deshalb fackelte ich nicht lange und schwang mich schon kurz vor neun Uhr aufs Bike. Die Richtung war klar, denn ich wollte wieder auf die Lägern-Hochwacht fahren und etwas in die Sonne blinzeln. Nachdem es gestern öfters regnete, die Nacht aber ziemlich kalt war, waren zu Beginn die Wege gefroren. Das Schnee-Eis-Gemisch knisterte heftig unter den Rädern. Doch so war es zumindest trocken. Es war nämlich klar, dass es im Tagesverlauf deutlich über Null Grad geben würde und dann wird es nass und dreckig.

In der Auffahrt zur Hochwacht war ich erstaunt, wie viel Schnee lag. Auf über 800m.ü.M. waren es geschätzte 30cm und somit war klar, dass ich auch bergrunter auf der festgefahrenen Waldstrasse bleibe, denn Singletrails waren so schlicht nicht fahrbar. Egal. Zuerst galt es oben anzukommen und die Aussicht zu geniessen. Auf der Aussichtsplattform war es dann aber ziemlich windig und kalt, was dann doch nicht zu einer längeren Pause motivierte. Ich machte dann noch das nebenstehende Bild, welches in Blickrichtung Zürich aufgenommen wurde. Vorne sieht man das Furttal, dahinter links den unteren Zürichsee, rechts den Üetliberg und im Hintergrund die Glarner Alpen. Sehr schön!

Auf dem Rückweg machte ich bei einem Baumarkt noch ein paar kleine Besorgungen und danach stattete ich dem freundlichen Bikehändler noch einen kurzen Besuch ab. Ich kaufte mir Ersatz-Bremsbeläge, die ich dann auf die Italienreise mitnehme.

Mittlerweile war es schon nach ein Uhr Mittag, die Sonne schien warm und die Waldstrassen waren wie erwartet nass und dreckig. Es war also klar, dass ich zuhause noch das Bike waschen und pflegen musste. So kann und will ich es nicht in den Schuppen stellen. Das hat dann noch fast eine Stunde gebraucht und dabei stellte ich auch fest, dass mich diese Tour doch ziemlich geschlaucht hat. Meine Beine fühlten sich ziemlich schwammig an... Das GPS sagt: 61km, 4:05 Std., 980Hm

Thailand-Ferien

Gestern, kurz nach Mitternacht, sind wir in Bangkok bei über 30° Grad ins Flugzeug eingestiegen und heute Morgen in Zürich bei -4° Grad dann wieder ausgestiegen. Das sind Gegensätze! Und das ist gut so. Ferien sollen einen Gegenpol zum normalen Alltagsleben bilden und sich vom Gewohnten unterscheiden.

Wir waren nun schon zum fünften Mal in Thailand und nur schon das zeigt, dass wir sehr gerne da hin reisen, das Land, die Natur und die Menschen lieben gelernt haben. Auch wenn es -zumindest in Bangkok- auch oft hektisch und laut zu und her geht, so empfinden wir Thailand als sehr friedlich, freundlich und angenehm.

Diesmal waren wir zuerst 10 Tage in Krabi (zum entspannen) und danach noch 6 Tage in Bangkok (zum einkaufen). Krabi hat uns sehr gut gefallen. Eine unglaublich malerische Landschaft mit unzähligen, vorgelagerten Inseln. Sehr saubere Strände, klares Meerwasser und teils tolle Schnorchelmöglichkeiten. Wir haben während der ganzen Zeit einen Motorroller gemietet, so dass wir auch das Hinterland erkunden konnten. Es ist in der Gegend sehr hügelig und dadurch sehr interessant. Ja, das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Jetzt muss ich mich erst mal wieder an Minustemperaturen und Schnee gewöhnen...

etwas Anderes

Thailand, Krabi, 32° Grad Luft, 25° Grad Wasser, ideale Schnorchel-Bedingungen... tolle Ferien!

Trainingsrunde

Es ist ein Privileg, wenn man ziemlich frei über seine Zeit verfügen kann. Bei mir sind es die Monate Januar und Februar, wenn das Rikschageschäft offiziell geschlossen ist und ich die nötigsten allgemeinen Arbeiten gemacht habe. Dann kann ich den Wetterbericht studieren und mir den schönsten Tag unter der Woche für eine längere Biketour aussuchen. Letzte Woche war es der verschneite Donnerstag und diese Woche war es eben heute, ein recht schöner Tag, mit Temperaturen leicht über Null Grad. Dazwischen hat es oft geregnet und der damals gefallene Schnee ist in der Zwischenzeit wieder vollständig verschwunden. Das heisst dann: Im Wald ist es sehr nass und dreckig.

Die heutige Tour erinnerte mich stark an frühere Zeiten, als ich vorwiegend mit dem MTB unterwegs war. Nachdem ich das TREK 1120 kaufte und damit wieder MTB-Touren zu fahren begann verspürte ich grosse Freude. Weg von der Strasse, mitten in der Natur und mit allen Sinnen diese Situation erleben und aufnehmen. Heute merkte ich wieder, dass ich vor Jahren eine gewisse Sättigung erfahren habe. Und diese Sättigung kommt vor allem davon, dass man sehr oft die absolut gleichen Runden fährt. Wenn man direkt von der Haustüre weg startet, dann sind die Möglichkeiten halt begrenzt. Und durch Wiederholung verliert das Meiste seinen Reiz, wird das Spezielle normal.

Unter diesen Eindruck verwandelte sich das spezielle MTB-Erlebnis in eine Trainingsrunde. Der Fokus lag weniger auf einer Naturerfahrung und somit mehr auf einer körperlichen Ertüchtigung um meinen Fitnessstand zu erhalten. Das ist an sich auch nicht schlecht. Einfach ohne das gewisse Etwas. Das GPS sagt: 57.1km, 3:46 Std., 1'020Hm

basteln mit IKEA

Neben unserem Esstisch steht ein ziemlich altes und windschiefes IKEA-Gestell/-Regal. Das hat bestimmt schon 20 Jahre und ein paar Reparaturen auf dem Buckel und genau so sieht es auch aus. In der Vergangenheit haben wir schon das eine oder andere Mal darüber nachgedacht um das Gestell zu ersetzen, doch so richtig dazu durchgerungen haben wir uns bisher noch nicht.

Kurz nach dem Jahreswechsel erwischte meine Frau einen dieser seltenen Momente, an dem Sie mich für einen Besuch bei IKEA überreden konnte. Und wenn ich das dann schon auf mich nehme, dann will ich auch gleich Nägel mit Köpfen machen und etwas kaufen. Hier ein kleiner Einschub. Vermutlich war ich vor 10 Jahren das letzte Mal bei IKEA. Die gehen schon auch mit der Zeit. Da kann man sich an PCs mit grossen Monitoren seine Wunschkombination zusammenklicken und in 3D von allen Seiten betrachten. Respekt! Wir haben also ein paar mögliche Musteraufbauten angesehen und uns dann unsere Vorstellung virtuell zusammengestellt. Zum Schluss kann man sich die sich daraus ergebende Teileliste ausdrucken und den ganzen Krempel dann im Lager zusammensuchen. Nett!

Natürlich ist unser Auto zu klein um all die Teile zu transportieren und so musste ich zuerst unseren Nachbarn fragen, ob ich seinen Kombi ausleihen dürfe. Wir sind also eine Woche später nochmal hingefahren und haben alle Teile gekauft, eingeladen und nach Hause gebracht. Dann galt es zuerst das alte Möbel auszuräumen und zu zerlegen, damit ich es bei der nächsten Sperrgut-Sammlung entsorgen kann. Danach ging es dann an den Neuaufbau.

Man macht das ja nicht zum ersten Mal und weiss deshalb, dass man jedes Möbelteil zuerst auspacken, alle Einzelteile auf dem Tisch ausbreiten, und den Lieferumfang penibel kontrollieren muss, bevor man mit dem Aufbau beginnt. Auch da sollte man kreative Lösungen gleich vergessen. Es gilt, sich haargenau an die Aufbauanleitung zu halten, ansonsten endet die Sache in einem Fiasko. Man geht das am besten ganz ruhig an, liest die Bauanleitung lieber noch einmal durch, bevor man zu murksen beginnt. Mit der richtigen, meditativen Geisteshaltung klappt es dann ganz gut. ;-)

Das neue Möbel besteht aus drei Teilen. Es beinhaltet 2 Schubladen, 2 Holztüren und 2 Glastüren. Diverse Holz- und Glastablare und geschmückt wird das Ganze mit 2 innenliegenden Beleuchtungen. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen haben wir auch gleich noch unsere alte Stereoanlage durch etwas Neues, Kleines ersetzt, welches natürlich auch untergebraucht und verkabelt werden musste. Also tief durchatmen... Nach geschätzten acht Arbeitsstunden war es dann vollbracht und das neue Gestell konnte in Position geschoben und die drei Teile dann miteinander verschraubt werden. Ganz zum Schluss dann alles wieder einräumen und Freude herrscht!