Rikscha-Operation

Heute war es nun soweit, dass die gebrochene Rikscha geschweisst werden konnte. Ich habe also einen Transporter gemietet, damit die Rikscha in Zürich abgeholt, eingeladen und bin mit ihr zu einer mechanischen Werkstätte gefahren. Interessanterweise gehört die einem ehemaligen Schulfreund aus der Primarschule (ja, ja, lang ist's her und die Welt ist klein).

Es hat sich gelohnt, dass ich mir die Mühe nahm, den Lack zu entfernen, denn so konnten wir gleich loslegen. Zuerst galt es, den verzogenen Rahmen zu richten und dann wurde geschweisst. Zur Verstärkung wurden noch zwei zusätzliche Bleche eingeschweisst und nun dürfte die Rikscha ewig halten (oder sie bricht zumindest nicht mehr an dieser Stelle).

Wir hatten noch etwas Zeit und so richteten wir auch noch das Dach und überschweissten mehrere angerissene Schweissnähte. Ich kann ganz ehrlich sagen, dass ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin. Das ist wirklich professionell repariert! Und das alles zu einem Freundschaftspreis! Super und VIELEN DANK!

Danach die ganze Transportgeschichte wieder zurück und nun wartet die Rikscha darauf, wieder gestrichen zu werden, damit man letztendlich nichts mehr vom Schaden sieht. Kommt gut.

vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr bin ich auf meine Deutschland-Veloreise gestartet. Damals war es etwa 10° Grad kälter als heute, dafür deutlich trockener und windarmer. Es ist schön, über das Seitenleisten-Plugin "vor einem Jahr" darauf hingewiesen zu werden und ich werde wohl in den nächsten fünf Wochen öfters mal einen der damals geschriebenen Beiträge anklicken.

Diesen Winter bleibe ich zuhause. Obwohl ich verschiedentlich daran dachte, die Rikscha-freie Zeit wieder für eine Radreise zu nutzen, so lasse ich es -zumindest dieses Jahr- doch sein. Ich fand kein Reiseziel, für das ich mich wirklich wirklich begeistern konnte und in meinem Kopf schwirren noch ein paar Dinge rum, die ich von zuhause aus besser in Angriff nehmen oder erledigen kann.

ein kurzer Moment

Derzeit ist typisches Winterwetter. Grau, neblig oder hochneblig und nur mit etwas Glück kriegt man hier im Unterland für kurze Momente die Sonne zu sehen. Heute was es gegen Abend soweit und ich nutzte die Gunst der Stunde für einen kurzen Spaziergang. Hat gut getan, die Tastatur zu verlassen und frische Luft zu atmen...

entlacken

Heute fuhr ich wieder mit dem Velo in die Stadt um den mit Abbeizer vorbehandelten Rikscharahmen weiter zu bearbeiten. Nachdem ich die Frischhaltefolie entfernt hatte, sah ich wie an vielen Stellen die Pulverbeschichtung aufgequollen war und deutete dies als gutes Zeichen. Ich begann mit dem Spachtel die Farbe abzukratzen und musste aber schon bald feststellen, dass ich heute wohl noch nicht zum Ziel kommen werde. Ich kratzte und schabte etwa ein Stunde und entfernte die Farbe so gut es eben ging. Wie man auf dem Bild gut sehen kann, gibt es noch einige Farbflecken, die ich trotzdem nicht weggekriegt habe. Das ist noch nicht gut genug und deshalb schmierte ich das Ganze nocheinmal mit Abbeizer ein und lasse es wieder einwirken. Wenn ich das nächste mal in die Garage fahre, werde ich noch Schleifpapier mitnehmen, damit ich die Farbflecken, die dann noch übrig bleiben runterschleifen kann.

Nach dieser Aktion besuchte ich Katrin Barth in Ihrem Nähatelier im Kries 4. Dazu eine kurze Vorgeschichte: Katrin lernte ich 2012 kennen. Sie war die erste Kundin, welche die Hochzeitsrikscha für ihre beste Freundin buchte. Darüber habe ich diesen Blogbeitrag geschrieben. Letztes Jahr, ich glaube es war im September oder Oktober buchte dann die besagte Freundin die Hochzeitsrikscha um zusammen mit Karin von zu Hause zum Standesamt zu fahren (zu Katrins Hochzeit). So sahen wir uns wieder. Auf der Fahrt zum Standesamt fragte ich Katrin, ob Sie immer noch Rucksäcke schneidert und ob sie sich auch vorstellen könnte Dachverkleidungen und Regenverdecke für Rikschas herzustellen. So kam es dann zu der lockeren Verabredung für "kommenden Winter".

Nach im Schnitt fünf Jahren sind die Dachverkleidungen der Rikschas teilweise ramponiert und die Regenverdecke zerkratzt und nicht mehr wirklich transparent. Es ist also an der Zeit, dass ich mich um Ersatz kümmere. Die Originalteile aus Deutschland kosten fast 600 Euro pro Rikscha. Mal 4 Rikschas = teuer. Für so viel Geld kann man durchaus darüber nachdenken, diese Teile hier fertigen zu lassen. Und als Kleingewerbler ist es ratsam, andere lokale Kleingewerbler zu unterstützen. Wir besprachen die Sache nocheinmal gründlich und kamen überein, dass ich ihr Anfang nächster Woche alle Teile einer Rikscha mitbringe, damit sie ein konkretes Angebot machen kann. Es würde mich sehr freuen, wenn das klappt.

Nach diesem Treffen fuhr ich mit dem Velo auf direktem Weg nach Hause. Das Wetter war heute kalt/feucht/neblig/hochneblig, etwa 4° Grad und nicht so prickelnd um Rad zu fahren. Zudem wirkten die Kilometer und Höhenmeter von gestern noch etwas nach. Aufgefallen ist mir, dass man bei Nebel die Abgase der Autos deutlich besser riecht, als wenn es trocken ist. Ich glaube das liegt daran, dass die Stink-Moleküle an den feinen Nebel/Wasser-Molekülen anhaften und man sie deshalb deutlicher wahrnimmt. Nur so ein Gedanke... Das GPS sagt: 1:59 Std., 37,5 km, 300 Hm.

geh raus!

Ich finde einfach und problemlos Gründe um in dieser Jahreszeit lieber in der warmen Stube und vor dem PC zu sitzen, als nach draussen zu gehen und mich etwas zu bewegen. Mein innerer Schweinehund ist da sehr erfindungsreich. Das Problem dabei ist, dass mir Bewegungsarmut auf Dauer auf das Wohlbefinden und die Moral schlägt. Tage und Wochen vor dem PC machen mich unzufrieden.

Seit Anfang Dezember, seit wir aus den Ferien zurückgekehrt sind, sank der Umfang an körperlicher Bewegung langsam gegen Null. Vor Weihnachten hatte ich noch ein paar Rikschafahrten, doch danach wurde ich faul. Zur Entschuldigung sage ich nun, dass ich noch viel Arbeit an der neuen Bike Butler Homepage hatte und die Blog-Aktualisierung mit all den Fotoalben auch viel Zeit benötigte. Zudem habe ich die Betriebsbuchhaltung für 2017 bereits abgeschlossen und gestern dem Treuhänder geschickt. Soweit so gut, doch wie gesagt: zuviel im Büro sitzen schlägt mir auf's Gemüt.

Letztes Jahr bin ich ja von Mitte Januar bis Mitte Februar einen Monat lang mit dem Velo durch Deutschland gereist. Langfristig machte sich das bezahlt, denn ich war danach geistig frisch und körperlich gut in Form um Anfang März in die Rikschasaison zu starten. Da ich für diesen Winter keine Velotour vorgesehen habe muss ich also schauen, dass ich bis Anfang März nicht ganz ausser Form gerate und dass nicht nur die Personenwaage zur Höchstform aufläuft. Ich habe mir deshalb vorgenommen, dass ich die wettermässig schönen Tage nutzen werde um hier in der Gegend etwas Rad zu fahren. Damit das dann nicht ganz so sinnfrei passiert, kann ich das mit offenen Themen verknüpfen, die ich eh in diesen Wintermonaten zu erledigen habe.

Eines dieser Themen ist die Reparatur der gebrochenen Rikscha. Gestern bin ich mit dem Velo zu der Werkstatt eines ehemaligen Schulfreunds gefahren um abzuklären, ob er die Rikscha reparieren kann. Ja, kann er. Wir haben dann auch gleich einen Termin abgemacht, an dem ich mit der Rikscha bei ihm in der Werkstatt vorbeikomme. Um die Kosten tief zu halten, sollte ich die Rikscha entsprechend vorbereiten, damit er die nötigen Schweissarbeiten ohne grosse Vorarbeit erledigen kann. Es geht vor allem darum, dass rund um die Bruchstelle alle Farbe entfernt wird, damit das blanke Aluminium dann geschweisst werden kann. Weil wir zusätzliche Verstrebungen anschweissen wollen, muss der Rahmen also ziemlich grossflächig entlackt werden. Zudem muss die Fahrgastkabine abgebaut werden, damit er gut an die entsprechende Stelle hinkommt.

Heute morgen habe ich dann kurz gegoogelt wie man pulverbeschichtete Alurahmen am besten entlackt. Dann nahm ich das KISH aus der Garage und machte mich auf den Weg zu einem Baumarkt. Da kaufte ich chemischen Abbeizer, Pinsel, Spachtel, Schleifpapier und Frischhaltefolie. Damit machte ich mich dann auf den Weg in die Garage. Der Abbeizer ist richtig aggressiv und giftig! Auf der Verpackung steht: Tragen Sie Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz... hätte ich wohl schon im Baumarkt lesen sollen. Gummierte Handschuhe hatte ich, eine normale Brille trage ich, Atemschutz fällt aus...

Zuerst habe ich die Pulverbeschichtung so gut es ging etwas angeschliffen. Dann mit einem Lappen geputzt und danach den Abbeizer mit dem Pinsel aufgetragen. Zum Schluss wickelte ich alles so gut es ging in Frischhaltefolie ein. Die soll dazu dienen, dass die aggressiven Chemikalien des Abbeizers nicht so rasch ausdünsten und gut einwirken können. Das kann nun einen Tag brüten und morgen schaue ich mal, ob ich die Farbe dann wirklich ab kriege.

Danach stieg ich wieder auf's Velo, fuhr auf die Rathausbrücke um dort einen Kaffee zu trinken (wie ich es während der Rikschasaison täglich mache). Dann machte ich mich auf den Heimweg. Ich nahm mir Zeit und kreuzte die Gegend noch etwas auf. In einem Neubauquartier kam ich an einer Stelle vorbei, wo ich vor vermutlich über 10 Jahren Jahren schon mal ein Foto vom KISH gemacht habe. Links sieht man nun das Bild vom 3. Oktober 2008 und rechts dasjenige von heute. Fast 10 Jahre Zeitdifferenz. Nicht nur das KISH hat sich verändert. Wenn man die Bilder genau vergleicht sieht man, dass auf der linken Seite heute 5 Zeilen neue Häuser stehen (die neusten sind noch im Bau). Innert 15 Jahren entsteht hier ein neuer Stadtteil. Auffallend ist auch, wie stark verschmutzt der Betonboden im Vordergrund mittlerweile ist. Tja, alles ist im Fluss... so ändern sich die Zeiten.

Die Hochnebeldecke lichtete sich zusehens und so konnte ich ruhig noch einen Hügel auf dem Nachhauseweg einbauen. Eine letzte Pause machte ich dann bei Gerlisberg, bei einem Baum, den ich früher auch schon oft fotografierte (da führte einst mein Velo-Arbeitsweg durch, als ich in Zürich Seebach arbeitete). Dann fuhr ich gemütlich nach Hause. Angekommen stellte ich zufrieden fest, dass ich a) 3 Std. Rad gefahren bin und b) über 50 Kilometer zusammen gekommen sind. Sehr gut! Morgen werde ich wieder mit dem Velo in die Stadt fahren und mal schauen, wie weit ich mit dem entlacken komme. Das GPS sagt: 3:08 Std., 57,3 km, 560 Hm.

Daten aufräumen

alle Jahre wieder...

Ein neues Jahr beginnt und somit stehen diverse Daten-Anpassungen und -Aufräumaktionen auf dem Programm. Hier im Blog ist es noch einfach. Eine neues Verzeichnis für die Mediendatenbank ist alles was es braucht. Privat gilt es die Daten von 2017 durchzusehen, Unnützes löschen und was übrig bleibt auf dem NAS zu speichern/backupen. Dann im Outlook die PST-Datei von 2017 archivieren und eine Datenstruktur für 2018 anlegen. Testen, o.k.

Für das Geschäft wird es dann aber einiges aufwändiger. Alle Finanzdaten sind zu sortieren und zu archivieren. Dann diverse Jahresstatistiken ebenfalls speichern und für 2018 vorbereiten (das braucht schon ziemlich Zeit). Die Buchhaltung soweit nachtragen, dass man sie dem Treuhänder für den Jahresabschluss zusenden kann. Lohnausweise 2017 erstellen. Quellensteuer und Mehrwertsteuer abrechnen. Dann ist das Gröbste gemacht und der Tag ist um. ;-)

Silvesterfahrt

Das Wetter war heute unglaublich. Über 10° Grad warm, sonnig und mit einer tollen Fernsicht in die verschneiten Berge. Da musste ich ganz einfach nocheinmal aufs Rad steigen um das alte Jahr zu verabschieden.

2017 war ein gutes Jahr, welches ich in positiver Erinnerung behalten werde. Schon bald treffen wir uns mit Freunden um gemeinsam zu feiern und auf das neue Jahr anzustossen. Ich wünsche allen einen schönen Abend und einen guten Rutsch in ein möglichst glückliches und erfolgreiches 2018!

Nichts hält ewig

Bei meinem letzten Rikscha-Einsatz ist mir während der Fahrt das Gestänge des Sattels gebrochen.

Na ja, nichts hält ewig... dennoch bin ich etwas überrascht, denn gerade von BROOKS-Sätteln sagt man ja, einmal kaufen - ein Leben lang fahren. War wohl nichts. Der Sattel war ganz nach hinten montiert und brach direkt hinter der Befestigungsschelle. Ich kann mir schon vorstellen, dass meine 90kg eine grosse Belastung bringen, wenn ich ganz hinten sitze. Vielleicht war auch die Klemmung zu fest angezogen und hat das Gestänge eingekerbt. Wie auch immer... dieser Sattel, BROOKS PROFESSIONAL, hat das zeitliche gesegnet. Nach fünf Jahren Einsatz und geschätzten 30'000 Kilometern.

Als Ersatz nehme ich den Sattel vom KISH. Das ist ein BROOKS Cambium C17. Den habe ich mir letztes Jahr gekauft und finde ihn nicht unbequem, aber eher etwas breit. Da ich auf der Rikscha aufrechter sitze als auf dem KISH, dürfte er gut passen. Am KISH habe ich den alten Sattel, mit dem ich die Italienreise gefahren bin, wieder montiert. Das ist ein VeloPlus-Sattel, den es mittlerweile aber nicht mehr gibt. Null Kult-Status, doch immer noch ganz. :-)