schlechtes Karma

Nachdem ich die letzten zwei Tage mit der Rikscha in der Stadt unterwegs war, stand heute ein etwas aussergewöhlicher Auftrag auf dem Programm. In Kurzform ging es darum, dass ich bedruckte Radabdeckungen für ein Glacévelo verkaufte, die heute zu montieren waren.

Die Langform geht so: Anfang Juni wurde ich von einer Werbeagentur angefragt, ob ich bedruckte Radabdeckungen für ein Glacévelo herstellen und montieren könne. Klar, wieso nicht? Die Abmessungen sind zwar anders als an unseren Rikschas, doch prinzipiell sollte das problemlos machbar sein. Damals dachte ich, das wird eine kurze Sache sein, weil ja der Sommer direkt vor der Tür steht und ein Glacévelo wohl schon bald zum Einsatz kommen soll. Doch weit gefehlt...

Es zog sich hin und eigentlich hatte ich die Sache schon vergessen, als dann im August erneut ein E-Mail aufschlug. Es werde jetzt konkret und ich solle doch bitte ein Angebot unterbreiten. Kein Problem. Obwohl ich keine Massangaben hatte, offerierte ich die Geschichte (ist ja schnell gemacht). Danach wieder Funkstille.

Dann folgte im September eine Massangabe und ich zeichnete rasch eine Druckvorlage auf, welche ich umgehend zurückschickte. Zwei Wochen später kamen dann die Druckdaten mit ein paar Zusatzfragen. Alles kein Problem. Nur: Ich sollte langsam aber sicher auch einen Auftrag dazu erhalten. Das brauchte dann nur zwei Wochen. O.K. Die Radabdeckungen wurden produziert und trudelten schon bald bei mir ein. Ich fragte also mal nach, wann und wo diese Abdeckungen denn zu montieren sind. Es brauchte nur drei Termin- und Standortverschiebungen bis endlich klar war, heute, am 18.10.2019, soll es endlich soweit sein. Ich wurde in eine Messehalle bestellt.

Am kommenden Wochenende findet die VeggieWorld - Die Messe für den veganen Lebensstil in Oerlikon statt und da wird das Glacévelo an einem Stand zu sehen sein. Ich musste etwas schmunzeln... VeggieWorld... Karma... das passt!

Mir, als Fleischfresser, wird also gleich ein schlechtes Karma angehängt, weil ich Tiere eben nicht nur streichle sondern auch esse. Das ist genau einer der Punkte, die mich an dieser Esskultur stört. Da wird gleich ge- und verurteilt: Vegan = gut, alles Andere = böse. Von mir aus soll jeder essen, was er will. Ich finde einen vegetarischen oder veganen Lebensstil interessant und sinnvoll. Es sind einfach diese halb-sektiererischen Ansichten, die mich nerven. Nur weil man keine tierischen Produkte isst oder verwendet, ist man nicht zwangsläufig ein besserer Mensch mit viel positivem Karma...

Es ist halt wie überall: Man will etwas verkaufen und dafür braucht es knackige Aussagen und tolles Marketing. Und der Produktname "Karma" transporiert in einem einzigen Wort ein ganzes Konzept und eine Weltanschauung in der jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Und weil Tiere töten und essen hier als böse, unethisch und verantwortungslos angesehen wird, sieht es also nicht gut aus für mich... ziemlich schlechtes Karma...

zu verkaufen

Anfang Monat führte ich den Menüpunkt Verkaufe ein und platzierte auf die Schnelle ein paar Beiträge. Dies geschah vorwiegend aus dem Gedächtnis heraus, war unvollständig und auch entsprechende Bilder fehlten, Es war einfach mal ein erster Wurf um aufzuzeigen, worum es gehen soll.

Heute hauchte ich der Geschichte mal etwas Leben ein und dokumentierte die Verkaufsgegenstände entsprechend. Dabei fiel mir auf, wieviel verschiedene Lenker bei mir herumliegen. Nebst den drei Stück die jetzt zu sehen sind, fand ich bestimmt noch drei Weitere... Natürlich tauchten auch noch andere Dinge auf, die ich in die Verkaufsrubrik einbringen kann. Es wird also in naher Zukunft noch weitere Teile zu sehen und zu kaufen geben. Stay tuned! :wave:

goldener Oktobertag

Schon am Freitag prognostizierte der Wetterbericht drei sonnige und schöne Herbsttage, bevor es dann ab Dienstag etwas kühler wird. Und da ich gestern Sonntag etwas zusammen mit meiner Frau unternehmen wollte war rasch klar, dass ich mir heute nochmals einen freien Tag für eine schöne Biketour gönne.

Am Morgen war es noch leicht neblig und so nutzte ich die Morgenstunden für E-Mails. Gegen halb zwölf Uhr war es dann aber soweit und ich schwang mich in den Sattel. Mein heutiges Ziel war, möglichst viele Singletrails/Wanderwege/Waldwege zu fahren um die neuen Reifen richtig zu testen. Vor der Fahrt senkte ich den Luftdruck auf 0,75 bar. Davon versprach ich mir optimalen Grip und Komfort.

Nach einem herrlichen Biketag, mit etwas über 50 Kilometer und 1'100 Höhenmetern, kann ich die Bontrager XR4 wirklich positiv bewerten. Es mangelte mir nie an Traktion. Bevor der Reifen durchdreht, geht mir die Luft oder die Kraft aus. Da habe ich jetzt wirklich keine Ausrede mehr. :shame:. Wirklich frappant ist jedoch der Unterschied, wenn es sehr steil bergrunter geht und die Bremswirkung entscheidend wird. Mit dem XR2 begann das Hinterrad rasch zu Rutschen, weil die kleinen Stollen keinen Halt mehr fanden. Die weit auseinander stehenden und bedeutend höheren Stollen des XR4 beissen sich energischer in den Untergrund und so kann man besser und kontrollierter bremsen. Das ist wirklich ein grosser Unterschied und vermittelt viel Sicherheit.

Als Fazit kann ich ganz einfach festhalten: Der Bontrager XR2 ist ein leichtrollender Tourenreifen, für festen Untergrund. Der Bontrager XR4 ist ein echter Offroad-Reifen, der abseits befestigter Wege seine Stärke ausspielt. Dafür rollt der XR4 auf Asphalt aber zäh wie Kaugummi. Jedes Modell hat also sein ganz spezielles Einsatzgebiet. Somit ist auch klar, dass ich die kommenden Wintermonate mit den XR4 fahre und dann vor der geplanten Sizilien-Tour wieder die XR2 aufziehen werde.

am Bodensee

Heute hatte ich einen anstrengenden (aber lohnenden) Arbeitstag. Zuerst standen in Zürich drei Stadtrundfahrten auf dem Programm und dann fuhr ich mit der Rikscha im Transporter nach Kreuzlingen für eine Hochzeitsfahrt.

An solchen Tagen bin ich innerlich etwas angespannt, denn es muss alles so ablaufen wie geplant. Meist ist diese Anspannung unbegründet, denn ich bin ein guter Planer und Erfahrungswerte habe ich auch, denn ich war dieses Jahr bereits einmal in Kreuzlingen und wusste deshalb ziemlich genau, wie lange der Transport braucht und wo ich parken kann. Die einzige Unbekannte war also das Verkehrsaufkommen und ob ich irgendwo im Stau stecken bleibe.

Es hat dann alles wunderbar und reibungslos funktioniert. Die Hochzeitsfahrt wurde sehr geschätzt und alles war gut. Nach solchen Tagen fühle ich mich irgendwie beschützt und gesegnet. Ich muss nicht mit bösen Überraschungen rechnen... Solange ich locker und mit positivem Geist an die Sache herangehe, werden sich auch die Umstände entsprechend richten.

mehr Grip

Mein TREK 1120 ist original mit leichten und kleinem Profil versehenen Reifen ausgerüstet. Die Bontrager XR2 sind gute Sommerreifen mit geringem Rollwiderstand. Für die nun kommenden Herbst- und Wintermonate wollte ich aber einen griffigeren Pneu, mit grösseren Stollen, der auch im Matsch noch gut funktioniert. Natürlich habe ich mich in verschiedenen Bikeforen schlau gemacht und zum Schluss standen noch der Maxxis Minion DHR und der Bontrager XR4 zur Auswahl. Oben sieht man nun, welcher es geworden ist.

Die Reifen sind heute angekommen und als erstes legte ich sie auf die Waage. Jeder wiegt 1'120 Gramm. Im Vergleich zu den XR2 mit 860 Gramm, wird also mein Bike nun gleich ein halbes Kilo schwerer :-O. Egal. Mehr Grip ist mir das wert und mehr Gewicht steigert zudem den Trainingseffekt ;-).

Am Nachmittag verzog ich mich in die Werkstatt und wechselte die Reifen. Links sieht man die blaue Tubeless-Sauce, die nach 9 Monaten Gebrauch im Vorerreifen übrig geblieben ist. Natürlich musste ich alles zuerst mal sauber putzen und da vertraute ich dem Herstellerhinweis "umweltschonend und biologisch abbaubar". Also habe ich Reifen und Felgen mit Wasser und Geschirrspüler ausgewaschen. Die neuen Reifen habe ich danach auch wieder Tubeless montiert.

Diesmal verwende ich jedoch eine andere Dichtflüssigkeit. Das blaue Zeug war Finish Line Tubeless Tire Sealant. Die Flasche war sowieso leer und weil ich doch einige negative Erfahrungsberichte darüber gelesen habe, wechselte ich nun zu Effetto Mariposa Caffélatex. Während Finish Line mit "hält ein Reifenleben lang" Werbung macht, soll/muss man Latex-basierende Dichtmilch nach etwa 6 Monaten wechseln, da sie auszutrocknen beginnt. Das spielt bei mir keine wirkliche Rolle, da ich spätestens im Frühling die Reifen wieder zurück auf die XR2 wechsle.

Nach der erfolgreichen Montage wollte ich natürlich noch eine kleine Testrunde drehen. Das hat auch den Vorteil, dass sich die neue Dichtmilch gleich gut im Reifen verteilt. Das grobe Profil erzeugt auf Asphalt doch deutlich höhere Abrollgeräusche. Doch für Asphalt sind Stollenreifen ja auch nicht gedacht :shame:. Ich wählte absichtlich eine ziemlich steile und matschige Auffahrt durch den Wald, wo ich früher schon mal Probleme hatte um den nötigen Halt zu finden. Diesmal ging es viel besser. Heute ist wirklich spürbar mehr Grip vorhanden, das Profil beisst sich fest und ich kann den ganzen Anstieg in einem Zug hochfahren. Der erste Eindruck ist also wirklich gut. Ich freue mich deshalb schon auf weitere, kommende Touren. :heart:

kurze Runde

Heute war ich vorwiegend am PC und kümmerte mich um die Bike Butler Homepage. Da ist noch einiges zu tun...

Am späteren Nachmittag wollte ich aber trotzdem noch etwas nach Draussen und so startete ich auf eine kurze Bikerunde. Nichts Spezielles oder Aussergewöhnliches. Es ging einfach darum, frische Luft zu schnappen und den Körper etwas zu bewegen. Das kostet nichts und tut einfach gut. ;-) Im Vergleich zu letzter Woche sieht man schon mehr braun gefärbte Bäume. Noch ist Herbstbeginn und dunkles Grün dominiert. Das wird sich nun nach und nach ändern. Dabei stelle ich fest, dass ich innerlich noch gar nicht auf Herbst und Winter eingestellt bin. Die Aussicht auf dunkle und kalte Wintertage stimmt mich eher traurig :-(

Blog-Politur

An einem kühlen und regnerischen Sonntag kann ich schon mal ein paar Stunden investieren um diesen Blog noch etwas aufzupolieren ;-). Da gab es noch so ein paar Kleinigkeiten, die ich gerne anders/schöner wollte.

Die auffälligste Änderung ist wohl die eingeführte Grafik im Kopfbereich. Zuerst musste ich überhaupt mal herausfinden, wie ich da ein Bild oder eine Grafik als Hintergrund einfügen kann. Als das dann klappte merkte ich, dass bei Bildern die Titelzeilen -je nach Hintergrund- ziemlich schlecht lesbar waren. Nicht schön. Ich suchte also ein paar Bilder, die links im Titelbereich ziemlich hell sind, doch nichts konnte mich wirklich überzeugen. Die nächste Idee war dann die der Grafik. Die gewählte "Rad-Evolution"-Grafik habe ich mal auf einem T-Shirt gesehen und die passt doch ziemlich gut zu meinem Blog. Also Grafik im Internet suchen, auf die richtige Grösse trimmen und die Farben entsprechend meinem Blogdesign anpassen. Es brauchte dann bestimmt 10 Versuche, bis die Grafik die richtige Grösse hatte und auch am richtigen Ort platziert war. Vor allem nachdem man merkt, dass je nach Bildschirmauflösung die Grafik verschieden positioniert wird und eine unterschiedliche Grösse ausgibt. Da habe ich doch ein paar Stunden gebastelt... 8-)

Unter jedem Beitragstitel stand bisher "Geschrieben von Beat am ...". Da ich in diesem Blog der einzige Autor bin, kann das auch weg (weil immer gleich). Hier fand ich relativ schnell heraus wie ich es bewerkstelligen muss, dass diese Felder nicht mehr angezeigt werden.

Am jedem Beitragsende waren bisher zwei Zeilen. Zuerst mit der Angabe der jeweiligen Kategorie und dann die Anzahl Kommentare. Auf der zweiten Zeile dann die vergebenen Stichworte. Ich würde es schöner finden, wenn alles in einer einzigen Zeile dargestellt wird und wenn es unter dieser Zeile dann eine Linie anzeigen würde, damit klar ersichtlich ist, dass dieser Beitrag nun abgeschlossen ist und der nächste folgt. Die kurze Version: Das dauerte an die zwei Stunden, bis ich die richtigen Schrauben fand, an denen ich zu drehen hatte. Aber...

... mit Geduld lässt sich auch als Laie einiges bewerkstelligen. :th_up:

Blog-Erweiterung

Hast Du den Cookie-Hinweis akzeptiert? ;-)

Es hat auch drei neue Menüpunkte gegeben. Eine Linkliste wollte ich schon lange mal integrieren. Cookie-Hinweis, Impressum und Datenschutzerklärung waren dann eher ein "sollte ich mal machen" Ding. Eine wirklich gute Idee fand ich den Menüpunkt "Verkaufe". Da werde ich meine Biketeile anbieten, die ich nicht mehr brauche und wovon ich denke, dass es schade ist, wenn sie nur bei mir rumliegen. Wenn jemand anderes Freude daran findet, wäre das ja super.

Natürlich ist das mal ein erster Wurf. Es wird sich noch weiterentwickeln...

Edeltuning...

Rational kann ich das nicht wirklich begründen. Doch ist das bei einem Hobby wirklich nötig? Da spielen Emotionen eine wichtige Rolle. Man kann sich an Kleinigkeiten erfreuen, die für Andere völlig bedeutungslos sind. So ist das auch beim heutigen Thema.

Nachdem ich die schwarzen Gepäckträger ans TREK 1120 schraubte fiel mir sofort auf, dass die silbernen Befestigungsschrauben nicht wirklich passen. Besser wären schwarze oder blaue Schrauben. Perfekt wären dementsprechend farbige Titanschrauben. Der einzige Nachteil: Titanschrauben sind ziemlich teuer. Eigentlich unverschämt teuer. Doch das hat natürlich auch seine Gründe. Titan ist sehr zäh und fest, korrodiert nicht und ist vergleichsweise leicht. Das sind wichtige Gründe, weshalb vor allem in der Medizinaltechnik Titanschrauben eingesetzt werden. Diese exklusiven Eigenschaften braucht es an einem Velo nicht. Es ist also reiner Luxus...

Zum heutigen Geburtstag schenke ich mir jedoch diesen Luxus. Der Verstand liess bei der Online-Bestellung den Finger über dem Bestell-Button zwar noch etwas zucken, die Unvernunft Leidenschaft hat sich dann aber doch durchgesetzt. ;-)

Vorgeburtstag

Geburtstag habe ich erst morgen. Weil ich dann aber Rikscha-Buchungen in der Stadt habe, feierte ich heute mit einem freien Tag so quasi meinen Geburtstag vor. 8-)

Hauptgrund war der Wetterbericht. Für heute wurde nochmal schönes und warmes Wetter angesagt, während es dann in der Nacht kippen soll und die kommenden Tage eher durchzogen, regnerisch und kühl ausfallen würden. Wenn ich also nocheinmal in kurz-kurz Velofahren wollte, dann wohl heute.

Am Morgen holte ich unseren alten Rasenmäher vom Service ab und klarerweise musste ich dann erstmal Rasen mähen. Mit einem frisch geschliffenen Mäherblatt macht das gleich viel mehr Spass. Dann noch etwas Mail- und Bürokram und so gegen 14 Uhr startete ich dann auf eine Biketour.

Der Wetterbericht hatte nicht zu viel versprochen. Es war ein herrlicher Tag und es war sogar etwas über 20° Grad warm. Ideal um nocheinmal auf die Lägern zu fahren. Die Aussicht von der Plattform war grandios. Dank Föhn sah man ein tolles Bergpanorama. Das hat sich wirklich gelohnt. Auf der Abfahrt nahm ich natürlich alle bekannten Singletrails unter die Stollen und hatte mächtig Spass dabei. Beim Kaffeehalt am Pistenende schoss ich dann noch das nebenstehende Foto, welches ich noch ganz witzig fand. Unterwegs sah man immer wieder Kürbis-Verkaufsstände und natürlich machte ich von einem davon auch noch ein Bild. Heute war wirklich ein super Vorgeburtstag. Danke!  Das GPS sagt: 55 km, 3:09 Std., 890 Hm.