responsive Design

Wenn ich schon mal dran bin, kann ich den Blog auch gleich etwas auffrischen und vor allem Mobile-ready machen. Mit dem bisherigen Template konnte man den Blog nämlich nicht am Handy lesen. Der Text wurde viel zu klein dargestellt und man hätte deswegen immer hineinzoomen und die Ansicht verschieben müssen, wenn man etwas lesen wollte. Das macht kein Mensch.

Ich probierte ein paar Templates durch, die für mobile User vorbereitet sind und habe mich dann für diese schlichte Variante entschieden. Gefällt mir recht gut. Vermutlich werde ich mit den statischen Seiten noch etwas aufräumen und vielleicht intergriere ich noch ein Hintergrundbild in der Kopfzeile. Weiss ich noch nicht, eilt auch nicht.

Freude habe ich an einem neu entdeckten Plugin mit dem Namen "Erweiterte Einstellungen für Kategorien". Damit ist es möglich, die Kategorien beliebig zu sortieren und so habe ich die beiden Radreisen nun chronologisch richtig, vom Anfang bis zum Schluss sortiert. Das ist in dieser Form einfach viel angenehmer zu lesen. Gefällt mir wirklich gut.

BLOG-Update

Nachdem die neue Bike Butler-Homepage am 1. Dezember online geschaltet wurde, verfasste ich einen ersten Newsletter und räumte all den Daten-Gerümpel auf, der die Neugestaltung so mitsich brachte. Das Kapitel war also geschafft.

Als nächter Punkt stand der Umzug des Blogs auf die neue Hostig-Plattform und von http auf https auf dem Programm. Das verlief eigentlich ganz gut und reibungslos. Einfach noch zwei Zahlen zum Vergleich: Die Bike Butler Homepage umfasst Daten von knapp 150 MB. Der 10 Jahre alte Blog beinhaltet Daten im Umfang von 2.2 GB... also fast 15x mehr...

Heute nun nutze ich den kalten Wintersonntag um die BLOG-Software von V1.7.3 auf V2.1.1 upzugraden. Dafür habe ich ganz vorschriftsgemäss zuerst einen Voll-Backup gemacht und dann die neue Version auf den Server aufgespielt. Ich gestehe, ich war doch etwas verblüfft, dass alles ganz easy und reibungslos funktionierte. Null Problem. Super!

Mit der neuen Version ist nun eine Funktion wieder im Programm, die unter V1.7.3 leider nie richtig funktioniert hat und die mir persönlich immer etwas fehlte. Die Funktion ist ein Seitenleisten-Plugin mit dem Namen "Geschichte". Man kann sich dabei alte Beiträge mit einem vorbestimmten Zeitrahmen anzeigen lassen. Und nun: man siehe an den rechten Rand: Ta ta ta! Da ist es wieder. Wunderbar! Das gefällt mir.

Ich habe noch nicht alles ausgetestet, doch der Wetterbericht verspricht, dass ich dafür in den nächsten Tagen noch etwas Zeit finden werde...

neue Webseite

Seit etwa einem Monat beschäftige ich mich mit dem Aufbau einer neuen Webseite für Bike Butler. Natürlich soll alles schöner, moderner und mehr interaktiv werden - wie immer, wenn man ein solches Projekt startet ;-)


Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf "responsive Design" oder "Mobile first". Das heisst in Deutsch: Das Erscheinungsbild der Webseite soll nach Möglichkeit immer gleich sein, egal ob mit PC, Tablet oder Smartphone darauf zugegriffen wird. Die Darstellung soll sich also automatisch an die verschiedenen Grössen (Auflösung) der Displays anpassen. Weil immer mehr Menschen mit Handys im Internet surfen liegt der Fokus also auf der Darstellung für kleine Displays.

Zusätzlich möchte ich eine Newsletter-Funktion integrieren und ab nächstem Jahr dann jeden Monat ein E-Mail an Kunden und Interessierte versenden, in dem auf Neuigkeiten hingewiesen wird. Das soll dann wiederum mehr Besucher auf die Webseite bringen.

Es gibt also viel zu tun und deshalb verbrachte ich in den letzten Wochen viel Zeit vor dem PC. Den aktuellen Stand meiner Arbeiten kann man sehen, wenn man auf das obige Bild klickt. Der Aufbau der neuen Seite passiert also parallel zur bestehenden Webseite. Wenn dann mal alles fertig ist, wird die alte Seite durch die Neue ersetzt. Klarerweise ist derzeit noch nicht alles fertig (und bis jetzt alles nur in deutsch). Trotzdem würde ich mich über Kommentare dazu freuen.

Rikscha-Rahmenbruch

Heute ist an Arjun's Rikscha der untere Hauptträger der Rikscha gebrochen, was einen ziemlichen Totalschaden darstellt. Natürlich werden wir eine Reparatur versuchen, doch so einfach wird das nicht. Zuerst müssen wir mal jemanden finden, der Aluminium schweissen kann. Dann muss die Stelle zusätzlich verstärkt werden, denn sonst wird der nächste Riss/Bruch -direkt neben der Schweissnaht- nicht lange auf sich warten lassen. Es wird also etwas Zeit und Aufwand brauchen, bis diese Rikscha wieder einsatzfähig sein wird.

Zum Glück neigt sich die Saison dem Ende entgegen und es sind keine Buchungen mit 4 Rikschas mehr anstehend. Arjun wird also die 3. Rikscha fahren, bis eine Lösung gefunden und umgestzt ist. Es zeigt sich, dass es durchaus wichtig ist, Ersatz zu haben.

Test mit Google Maps

Ich beschäftige mich derzeit mit Überlegungen zu der neuen Bike Butler Homepage. Eine wichtiger Teil dabei ist, dass unsere Standard-Touren vernünftig darstellt und beschrieben werden. Heute ist mir die Idee gekommen, dies mit Google Maps auszuprobieren. Dafür suchte ich mir zuerst eine kleine Anleitung und danach zeichnete ich mal eine kleine 30 Minuten-Tour auf. Nachfolgend nun das Ergebnis.

-> Bild entfernt, weil später auf Google Maps gelöscht <-

Der erste Wurf gefällt mir schon mal recht gut. Die Zoom-Möglichkeiten sind Spitze und dass man Zusatzinformationen durch Klicks auf verschiedene Kartensymbole abrufen kann, erachte ich als einen echten Mehrwert.

In einem zweiten Schritt versuchte ich, mehrere Touren in einer Karte darzustellen (z.B. alle 30 Min. Touren). Hier das Ergebnis:

Hmmm... Überlappende Linien werden zum Problem. Immerhin, wenn man auf eine Linie/Tour klickt, sieht man sie vollständig und erhält die Zusatzinformationen. Noch überzeugt mich das noch nicht wirklich. Da muss ich noch etwas rumtüfteln.

ein paar Worte

Ich sitze auf dem Gartensitzplatz. Es ist kühl geworden. Die heissen Sommertage sind wohl vorbei. Mit Beginn des Septembers kam kühleres Wetter mit viel Regen und so bin ich in den letzten Tagen nur wenig Rikscha gefahren. Ich habe mich um Bürokram gekümmert, die Buchhaltung aktualisiert und mir Gedanken über die Neugestaltung der Bike Buter Homepage gemacht. Und natürlich über den kommenden Winter. Über die geplanten Ferien im November und über die Monate Januar und Februar.

Dieses Jahr unternahm ich ja eine Winterradreise und das hat mir wirklich gut gefallen. Wobei gefallen nicht der richtige Ausdrruck ist. Es war kalt und unwirtlich, keine wirklich angenehme Zeit um in Europa mit dem Rad zu reisen, doch mental und emotional hat mir diese Auszeit aus dem gewohnten Leben gut getan. Dieses reduzierte und einfache Leben, mit der einzigen Aufgabe "unterwegs zu sein" lässt geistig einfach sehr viel Freiraum. Und dieser Freiraum bietet Erholung, schafft Platz für neue Motivation.

Natürlich überlege ich mir deshalb öfters, ob ich im kommenden Winter ein ähnliches Vorhaben angehen will. Angedacht war mal, dass ich mit dem Flugzeug nach Madrid reise und von da mit dem Velo eine Runde nach Portugal, via Lissabon und Porto fahre. Das wären etwa 1500 Kilometer, also gut in einem Monat zu schaffen. Aus mehreren Gründen habe ich mich -zumindest bisher- aber nicht wirklich dazu entschlossen. Es dürfte zwar etwas wärmer sein als in Deutschland, doch in diesen Monaten regnet es doch recht häuffig und auch intensiv auf der iberischen Halbinsel. Kalte Regentage empfinde ich als echte Spasskiller. Hinzu kommt die Flugreise (ökologischer Fussabdruck). Und natürlich die zu erwartenden Kosten.

Eine andere Idee war, dass ich für drei oder vier Wochen eine Alphütte in den Bergen miete, um von dort aus Schneeschuhtouren zu unternehmen. Das finde ich auch eine schöne Idee, doch so richtig dafür begeistern konnte ich mich noch nicht.

Bleibt noch die Idee zu Hause zu bleiben und mich selbst um die neue Homepage zu kümmern. Wieder einmal etwas Neues lernen, das Hirn etwas zu fordern und gleichzeitig Kosten zu sparen. Das hätte auch Vorteile.

Schön... ich habe keinen Plan. Was gibt es denn Besseres, als eine Zukunft voller Möglichkeiten? Es besteht keine Notwendigkeit um rasch zu entscheiden. Noch folgen zwei Monate Rikscha-Saison.

Identität verloren

Am letzten Mittwoch machte ich auf einer Parkbank an der Bahnhofstrasse eine Pause und spielte etwas auf dem Handy herum. Etwas später schaute ich auf die Uhr und bemerkte, dass in ein paar Minuten ein Ausflugschiff am Bürkliplatz ankommt und dadurch Chancen auf eine Taxifahrt entstehen. Ich setzte mich also auf die Rikscha und machte mich auf den Weg. Ich stand etwa 10 Minuten am Bürkliplatz -leider ohne Gäste zu finden- und plötzlich bemerkte ich, dass ich meine Lenkertasche auf der Parkbank stehen liess. Ich machte mich also schnell auf den Weg zu der Parkbank, doch mein Täschchen war schon weg. Mist! Darin war meine Brieftasche, Bargeld, Identitätskarte, Bankkarte, Kreditkarten, Führerschein, Fahrzeugausweis und eine kleine Digicam. Alles weg!

Am späten Nachmittag fuhr ich zum Fundbüro um nachzufragen, ob schon etwas abgegeben wurde. Fehlanzeige! Also Bank-Notnummer anrufen um die Bank- und Kreditkarten sperren zu lassen. Was nun? Da ich an das Gute im Menschen glaube und hoffte, dass noch jemand meine Lenkertasche beim Fundbüro abgibt, wollte ich nicht überreagieren und erst ein paar Tage warten, bis ich mich um neue Ausweise und Bankkarten kümmere.

Am Freitag durchsuchte ich die Gebüsche in der Nähe der Parkbank. Meist klauen Diebe nur das Bargeld und schmeissen den Rest dann weg. Auf meiner Suche fand ich zwar nicht mein Lenkertäschchen, doch ein anderes Portemonnaie. Bargeld weg, doch ID und Bankkarten waren noch da. Ich brachte es zum Fundbüro und konnte so gleich nochmals nachfragen, ob meine Lenkertasche abgegeben wurde. Nein, immer noch nicht. Mein Täschchen wurde also nicht von einem ehrlichen Finder mitgenommen, sondern von einem Dieb, der klaute was er brauchen konnte und den Rest vermutlich in einen Abfalleimer warf. Ich muss mich also doch darum kümmern, alle Ausweise zu ersetzen...

Interessant an der ganzen Geschichte fand ich zwei Dinge. Erstens: Ich war plötzlich ohne Identität. Ich konnte mich nicht mehr ausweisen. Würde ich auf dem Motorrad von der Polizei angehalten, hätte ich ein Problem. Kein Fahrzeugausweis, kein Führerschein, keine ID, nichts - der Mann ohne Identität! Ein interessanter Gedanke. Zweitens: Ich regte mich gar nicht sonderlich auf. Das fand ich doch auch interessant.

Es war meine Schuld. Ich habe die Lenkertasche liegen lassen. Es kostet mich nun einiges an Energie und vermutlich auch Geld, bis alle Papiere wieder ersetzt sind. Das ist doch ein klassischer Fall, bei dem normalerweise folgendes Programm abläuft: Zuerst ärgert man sich über die Tatsache, dass einem so etwas passiert. Dann ärgert man sich über den Finder/Dieb. Und dann ärgert man sich am allermeisten über sich selber, weil man so doof war... Ärger, Ärger, Ärger...

Diesmal war und ist es irgendwie anders. Es ist halt einfach passiert. Shit happens! Solche Dinge passieren einfach... ohne Grund und deshalb auch ohne Schuld und ohne die Notwendigkeit sich zu ärgern. Man kann sich ärgern, man muss aber nicht. Mir war sofort klar, dass es sich dabei nur um Dinge, um tote Materie, handelt. Ich habe nichts verloren, mir wurde nichts genommen, ich bin jetzt genauso komplett wie vorher. Natürlich muss ich nun ein paar Dinge unternehmen, die ich ohne diesen Vorfall nicht hätte tun müssen, doch was soll`s?

Das finde ich schon bemerkenswert. Ich musste den Ärger nicht mal loslassen, denn ich identifizierte mich nicht mit ihm. Ärger kam auf und verschwand wieder. Einfach so...

ich werde alt...

Gestern war wiedereinmal Streetparade in Zürich. Um die 900'000 Menschen strömten ans Zürcher Seebecken um "Love never ends" zu zelebrieren. Das ist naturgemäss eine der umsatzstärksten Nächte als Rikschafahrer und deshalb ein absolutes MUSS.

Kurz vor zwei Uhr nachmittags machte ich mich auf ins Getümmel. Zu Beginn ist die Bahnhofsregion ein guter Fang-Standort um Leute möglichst nahe ans Seebecken zu bringen, wo die eigentliche Parade zwischen etwa drei und sechs Uhr stattfindet. Dieses Jahr war es mit etwa 20° Grad relativ kühl. Schnell stellte ich fest, dass die Sicherheitsmassnahmen der Polizei nochmals deutlich erhöht wurden und es schwierig war überhaupt in die Nähe des Sees vorzustossen. Nach den Terroranschlägen der letzten Jahren in Europa habe ich dafür auch durchaus Verständnis.

Schnell wird einem klar, wie viel Streetparade mit hemmungslosem Alkohol- und Drogenkonsum zu tun hat. Leere Alkflaschen werden auf die Strasse geschmissen und so werden viele Scherben zum Spasskiller für Rikschafahrer (und Fussgänger). Kurz vor sechs Uhr hatte ich dann erstamals einen platten Vorderreifen. Nach etwa 15 Minuten Reparatur ging es dann weiter. Kaum eine Stunde später dann ein platter Hinterreifen. Langsam beginnt es mich zu ärgern...

Die angetrunkenen Leute nehmen stetig zu. Die Müllberge wachsen. Dauernd heulen Sirenen von Polizei und Krankenwagen. Leute kotzen an den Strassenrand oder pinkeln an parkierte Autos. In was für einer Welt leben wir? Anstand und Hemmungen gehen verloren. Jeder will einfach PARTY, ohne Rücksicht auf Verluste. So sieht also "Love never ends" aus...

Natürlich ist das Ganze eine Altersfrage. Es gibt noch einige alte Raver, doch vermutlich ist 80% des Publikums unter 30 Jahren. Für Viele bedeutet Streetparade nichts anderes als Party machen und wieder einmal richtig die Sau rauslassen. Ich bin nun schon deutlich über 50 und habe auch wenig (oder keine) Beziehung zum jungen Partyvolk. Vieles ist mir zu laut, zu hektisch, zu abgedreht. Schlicht eine schwierige Beziehung...

Ich nahm mir vor, mindestens bis um Mitternacht durchzuhalten. Wenn ich gut drauf bin, bis 02:00 Uhr und sollte es spitzenmässig laufen, so gerne auch noch länger. So der Plan... Um 21:00 Uhr hatte ich dann Hunger und erste Motivationsprobleme. Ich machte eine halbe Stunde Essenspause, dann ging es weiter. Die betrunkenen Fahrgäste nahmen zu. Je länger je mehr ging mir die ganze Sache auf die Nerven. Ich schaute vermehrt auf die Uhr.

Kurz vor Mitternacht stiegen dann Gäste zu, die ganz in die Nähe unserer Garage wollten. Das war dann wie ein Zeichen. Schon während der Fahrt war mir klar, dass ich danach die Segel streiche. Ich hatte genug. Das Ganze ist einfach nicht meine Welt. Modern ausgedrückt: " Ich bin zu alt für diesen Scheiss!" Auch wenn die anderen Rikschafahrer vermutlich noch lange unterwegs waren und einiges mehr verdienten als ich, darum geht es gar nicht. Das ist nicht die Art von Rikschageschäft wie ich es mir vorstelle. Das entspricht mir einfach nicht und nur für diesen Tag (oder für diese paar Franken mehr) will ich mich auch nicht verstellen. Jeder hat so seine Stärken und Schwächen. Das Nachtgeschäft ist nicht mein Ding und das kann ich auch so akzeptieren.