goldener Oktobertag

Schon am Freitag prognostizierte der Wetterbericht drei sonnige und schöne Herbsttage, bevor es dann ab Dienstag etwas kühler wird. Und da ich gestern Sonntag etwas zusammen mit meiner Frau unternehmen wollte war rasch klar, dass ich mir heute nochmals einen freien Tag für eine schöne Biketour gönne.

Am Morgen war es noch leicht neblig und so nutzte ich die Morgenstunden für E-Mails. Gegen halb zwölf Uhr war es dann aber soweit und ich schwang mich in den Sattel. Mein heutiges Ziel war, möglichst viele Singletrails/Wanderwege/Waldwege zu fahren um die neuen Reifen richtig zu testen. Vor der Fahrt senkte ich den Luftdruck auf 0,75 bar. Davon versprach ich mir optimalen Grip und Komfort.

Nach einem herrlichen Biketag, mit etwas über 50 Kilometer und 1'100 Höhenmetern, kann ich die Bontrager XR4 wirklich positiv bewerten. Es mangelte mir nie an Traktion. Bevor der Reifen durchdreht, geht mir die Luft oder die Kraft aus. Da habe ich jetzt wirklich keine Ausrede mehr. :shame:. Wirklich frappant ist jedoch der Unterschied, wenn es sehr steil bergrunter geht und die Bremswirkung entscheidend wird. Mit dem XR2 begann das Hinterrad rasch zu Rutschen, weil die kleinen Stollen keinen Halt mehr fanden. Die weit auseinander stehenden und bedeutend höheren Stollen des XR4 beissen sich energischer in den Untergrund und so kann man besser und kontrollierter bremsen. Das ist wirklich ein grosser Unterschied und vermittelt viel Sicherheit.

Als Fazit kann ich ganz einfach festhalten: Der Bontrager XR2 ist ein leichtrollender Tourenreifen, für festen Untergrund. Der Bontrager XR4 ist ein echter Offroad-Reifen, der abseits befestigter Wege seine Stärke ausspielt. Dafür rollt der XR4 auf Asphalt aber zäh wie Kaugummi. Jedes Modell hat also sein ganz spezielles Einsatzgebiet. Somit ist auch klar, dass ich die kommenden Wintermonate mit den XR4 fahre und dann vor der geplanten Sizilien-Tour wieder die XR2 aufziehen werde.

mehr Grip

Mein TREK 1120 ist original mit leichten und kleinem Profil versehenen Reifen ausgerüstet. Die Bontrager XR2 sind gute Sommerreifen mit geringem Rollwiderstand. Für die nun kommenden Herbst- und Wintermonate wollte ich aber einen griffigeren Pneu, mit grösseren Stollen, der auch im Matsch noch gut funktioniert. Natürlich habe ich mich in verschiedenen Bikeforen schlau gemacht und zum Schluss standen noch der Maxxis Minion DHR und der Bontrager XR4 zur Auswahl. Oben sieht man nun, welcher es geworden ist.

Die Reifen sind heute angekommen und als erstes legte ich sie auf die Waage. Jeder wiegt 1'120 Gramm. Im Vergleich zu den XR2 mit 860 Gramm, wird also mein Bike nun gleich ein halbes Kilo schwerer :-O. Egal. Mehr Grip ist mir das wert und mehr Gewicht steigert zudem den Trainingseffekt ;-).

Am Nachmittag verzog ich mich in die Werkstatt und wechselte die Reifen. Links sieht man die blaue Tubeless-Sauce, die nach 9 Monaten Gebrauch im Vorerreifen übrig geblieben ist. Natürlich musste ich alles zuerst mal sauber putzen und da vertraute ich dem Herstellerhinweis "umweltschonend und biologisch abbaubar". Also habe ich Reifen und Felgen mit Wasser und Geschirrspüler ausgewaschen. Die neuen Reifen habe ich danach auch wieder Tubeless montiert.

Diesmal verwende ich jedoch eine andere Dichtflüssigkeit. Das blaue Zeug war Finish Line Tubeless Tire Sealant. Die Flasche war sowieso leer und weil ich doch einige negative Erfahrungsberichte darüber gelesen habe, wechselte ich nun zu Effetto Mariposa Caffélatex. Während Finish Line mit "hält ein Reifenleben lang" Werbung macht, soll/muss man Latex-basierende Dichtmilch nach etwa 6 Monaten wechseln, da sie auszutrocknen beginnt. Das spielt bei mir keine wirkliche Rolle, da ich spätestens im Frühling die Reifen wieder zurück auf die XR2 wechsle.

Nach der erfolgreichen Montage wollte ich natürlich noch eine kleine Testrunde drehen. Das hat auch den Vorteil, dass sich die neue Dichtmilch gleich gut im Reifen verteilt. Das grobe Profil erzeugt auf Asphalt doch deutlich höhere Abrollgeräusche. Doch für Asphalt sind Stollenreifen ja auch nicht gedacht :shame:. Ich wählte absichtlich eine ziemlich steile und matschige Auffahrt durch den Wald, wo ich früher schon mal Probleme hatte um den nötigen Halt zu finden. Diesmal ging es viel besser. Heute ist wirklich spürbar mehr Grip vorhanden, das Profil beisst sich fest und ich kann den ganzen Anstieg in einem Zug hochfahren. Der erste Eindruck ist also wirklich gut. Ich freue mich deshalb schon auf weitere, kommende Touren. :heart:

kurze Runde

Heute war ich vorwiegend am PC und kümmerte mich um die Bike Butler Homepage. Da ist noch einiges zu tun...

Am späteren Nachmittag wollte ich aber trotzdem noch etwas nach Draussen und so startete ich auf eine kurze Bikerunde. Nichts Spezielles oder Aussergewöhnliches. Es ging einfach darum, frische Luft zu schnappen und den Körper etwas zu bewegen. Das kostet nichts und tut einfach gut. ;-) Im Vergleich zu letzter Woche sieht man schon mehr braun gefärbte Bäume. Noch ist Herbstbeginn und dunkles Grün dominiert. Das wird sich nun nach und nach ändern. Dabei stelle ich fest, dass ich innerlich noch gar nicht auf Herbst und Winter eingestellt bin. Die Aussicht auf dunkle und kalte Wintertage stimmt mich eher traurig :-(

Edeltuning...

Rational kann ich das nicht wirklich begründen. Doch ist das bei einem Hobby wirklich nötig? Da spielen Emotionen eine wichtige Rolle. Man kann sich an Kleinigkeiten erfreuen, die für Andere völlig bedeutungslos sind. So ist das auch beim heutigen Thema.

Nachdem ich die schwarzen Gepäckträger ans TREK 1120 schraubte fiel mir sofort auf, dass die silbernen Befestigungsschrauben nicht wirklich passen. Besser wären schwarze oder blaue Schrauben. Perfekt wären dementsprechend farbige Titanschrauben. Der einzige Nachteil: Titanschrauben sind ziemlich teuer. Eigentlich unverschämt teuer. Doch das hat natürlich auch seine Gründe. Titan ist sehr zäh und fest, korrodiert nicht und ist vergleichsweise leicht. Das sind wichtige Gründe, weshalb vor allem in der Medizinaltechnik Titanschrauben eingesetzt werden. Diese exklusiven Eigenschaften braucht es an einem Velo nicht. Es ist also reiner Luxus...

Zum heutigen Geburtstag schenke ich mir jedoch diesen Luxus. Der Verstand liess bei der Online-Bestellung den Finger über dem Bestell-Button zwar noch etwas zucken, die Unvernunft Leidenschaft hat sich dann aber doch durchgesetzt. ;-)

Vorgeburtstag

Geburtstag habe ich erst morgen. Weil ich dann aber Rikscha-Buchungen in der Stadt habe, feierte ich heute mit einem freien Tag so quasi meinen Geburtstag vor. 8-)

Hauptgrund war der Wetterbericht. Für heute wurde nochmal schönes und warmes Wetter angesagt, während es dann in der Nacht kippen soll und die kommenden Tage eher durchzogen, regnerisch und kühl ausfallen würden. Wenn ich also nocheinmal in kurz-kurz Velofahren wollte, dann wohl heute.

Am Morgen holte ich unseren alten Rasenmäher vom Service ab und klarerweise musste ich dann erstmal Rasen mähen. Mit einem frisch geschliffenen Mäherblatt macht das gleich viel mehr Spass. Dann noch etwas Mail- und Bürokram und so gegen 14 Uhr startete ich dann auf eine Biketour.

Der Wetterbericht hatte nicht zu viel versprochen. Es war ein herrlicher Tag und es war sogar etwas über 20° Grad warm. Ideal um nocheinmal auf die Lägern zu fahren. Die Aussicht von der Plattform war grandios. Dank Föhn sah man ein tolles Bergpanorama. Das hat sich wirklich gelohnt. Auf der Abfahrt nahm ich natürlich alle bekannten Singletrails unter die Stollen und hatte mächtig Spass dabei. Beim Kaffeehalt am Pistenende schoss ich dann noch das nebenstehende Foto, welches ich noch ganz witzig fand. Unterwegs sah man immer wieder Kürbis-Verkaufsstände und natürlich machte ich von einem davon auch noch ein Bild. Heute war wirklich ein super Vorgeburtstag. Danke!  Das GPS sagt: 55 km, 3:09 Std., 890 Hm.

Fotosession

Die neu schwarzen Gepäckträger sind schon am Freitag mit der Post gekommen. Somit war klar, dass ich sie gleich montieren werde um ein paar Fotos zu machen. Nun ist das Umfärbeprojekt wirklich abgeschlossen.

Das Foto vom letzten Mittwoch hat mir so gut gefallen, dass ich gleich nocheinmal zur Tössegg gefahren bin um dort Aufnahmen zu machen. Diesmal einfach mit den Gepäckträgern dran. Hier nun das ganze Foto, ohne Beschnitt. Leider habe ich die Perspektive nicht mehr so gut getroffen. Etwas mehr von oben, damit Sattel und Lenker vor dem Wasserhintergrund liegen, wäre besser gewesen. Später dachte ich mir, dass ich noch ein Bild mit einem ruhigeren Hintergrund möchte. Ich habe es vor zwei Hauswänden und einer Hecke versucht, doch beides hat mich nicht überzeugt. Wirklich sehr gut gefallen hat mir dann die Aufnahme von tief unten, mit dem blauen Himmel als Hintergrund. Deshalb ist das auch das heutige Bild des Tages.

Zum direkten Vergleich hier das Bike in Originalfarbe, gleich nach dem Kauf (14.11.18)

etwas biken

Das Wetter war heute sehr veränderlich, Sonne wechselte sich ab mit Wolken und Regen. Im Laufe des Nachmittags wollte ich doch noch eine Runde mit dem Bike fahren und als ich losfuhr, schien auch noch schön die Sonne. Das sollte aber nicht allzu lange so bleiben. Schon nach einer Viertelstunde verdichteten sich die Wolken und kurze Zeit später begann es auch schon wieder zu regnen. Kein Problem. Man sah, dass es nur einen kurzen Schauer geben würde und so suchte ich Schutz unter einem grossen Baum und kaum 10 Minuten später war der Spuk dann auch schon wieder vorbei.

Unterwegs habe ich das heutige Titelbild gemacht und beim obligaten Kaffeehalt am Pistenende bei Oberglatt habe ich etwas auf dem Handy rumgespielt. Erstaunlich, was mein Handy alles kann... Bild zuschneiden, Bildrauschen entfernen, Label anbringen und beschriften... alles ganz easy. Ich finde, das Bild sieht richtig gut aus!

TREK 1120 - Gepäckträger

Original waren die Gepäckträger orange lackiert. Falls ich das Bike einheitlich blau hätte lackieren lassen (was der anfängliche Plan war), dann hätten die orangen Träger als Komplementärfarbe recht gut gepasst. Als ich mich dann aber für purple/violett als Haupt-Rahmenfarbe entschieden habe war klar, dass orange dazu wie die Faust aufs Auge wirkt.

Zuerst dachte ich daran, die Träger ebenfalls purple/violett pulvern zu lassen. So quasi aus einem Guss (wie der Rahmen). Wobei, vorne an der blauen Gabel wäre der violette Träger dann etwas inkonsequent gewesen. Letztendlich habe ich mich für ein diskretes matt schwarz entschieden. Ich wollte, dass der farbige Rahmen als Blickfang im Zentrum stehen bleibt. Ausserdem sind praktisch alle Anbauteile am Rahmen bereits schwarz und das sieht ganz gut aus.

Heute habe ich nun das obige Bild der schwarzen Träger erhalten und diese werden wohl in der kommenden Woche per Post hier eintreffen. Natürlich werde ich die Träger dann für ein paar Fotos montieren. Danach kommen sie wieder runter und werden wohl erst Anfang des nächsten Jahres zu einem Praxiseinsatz kommen.

Recherche

Heute bin ich einfach nicht richtig in die Gänge gekommen und habe vorwiegend rumgetrödelt oder Sport am Fernseher geguckt. Erst gegen Abend war dann das schlechte Gewissen gross genug, so dass ich mich doch noch aufraffen konnte um eine kurze Sonntags-Bikerunde zu fahren. Das Wetter dazu war nochmals prächtig schön und etwa 25° Grad warm.

Unterwegs machte ich mir ein paar Gedanken zu der Velotour auf Sizilien, welche ich Ende Februar 2020 plane. Grosse Teile der Strecke habe ich bereits am PC geplant und gezeichnet, doch irgendwie bin ich mit dem Streckenverlauf noch nicht wirklich zufrieden. Im Vergleich zu der diesjährigen Tour von Rom nach Genua wird es wohl deutlich mehr Asphalt geben, dazu etwas Schotterstrassen, doch fast keine Wanderwege oder Singletrails. Das hätte ich doch gerne etwas "anspruchsvoller".

Nach der Bikerunde habe ich im Internet dann die gängigsten GPS-Portale nach MTB-Strecken auf Sizilien abgesucht. Rund um den Ätna und in den Bergen im Norden findet man ein paar Strecken, doch im Süden und Südwesten bleiben die Karten vorwiegend leer. Hmmm... über die Gründe kann ich nur spekulieren. Viel Privatgrund, im Sommer zu heiss... wieso auch immer. Terra incognita.

Historisch und kulturell ist der Süden Siziliens sicher eine Reise wert. Vielleicht muss da halt der Anspruch auf eine Mountainbiketour etwas runtergeschraubt werden. Mal sehen. Es bleibt bis dahin ja noch viel Zeit und so kann ich noch etwas weiter recherchieren.

Frühherbstausfahrt

War heute Nachmittag eine Runde biken. Das Wetter war zwar sonnig, doch gegenüber gestern war es mit etwa 18° Grad doch merklich kühler, zumal ein steter Biswind zu spüren war.

Ich fuhr so quasi meine Standardtour. Via Irchel und Rhinsberg nach Oberglatt um da am Pistenende einen Kaffee zu trinken. Bis ich dann wieder zuhause bin kommen gut 50 Kilometer und etwa 1'000 Höhenmeter zusammen. Das heisst etwa 3 Stunden Fahrzeit, mit Pausen etwa 4 Stunden draussen in der Natur sein. Dabei fiel mir auf, dass erstes Herbstlaub von den Bäumen fällt. Noch ist der Wald vorwiegend dunkelgrün, der Übergang zu braun kommt erst noch. Wie nicht anders zu erwarten war, war ich an diesem Mittwochnachmittag völlig alleine unterwegs. In den Wäldern bin ich noch nicht mal Hunde-Spaziergängern begegnet. Das war sehr angenehm, beruhigend und es tat -wie immer- der Seele gut.