Top of Zürcher Oberland

Die heutige Tour ist sozusagen die Krönung der verschiedenen Zürich Oberland Touren, die ich dieses Jahr mit Peter und mit Anderen gefahren bin. Bachtel - Schnebelhorn - Hörnli. Drei beliebte Aussichtpunkte und mit dem Schnebelhorn,  der höchste Punkt im Kanton Zürich. Geplant habe ich diese Tour zusammen mit Peter an einen verregneten Sonntag im September. Er sass mit Wanderkarte und Singletrailmap am Tisch und bestimmte die Strecke und ich übertrug diese am PC in die GPS-Software, so dass ich sie heute Morgen nur noch aufs Gerät laden musste.

Für eine solche Prachtstour muss man früh aufstehen, damit man auf nicht zu viele Wanderer trifft und so war ich schon um halb neun Uhr morgens bei Jürg um ihn abzuholen. Pino, Geri und Peter trafen wir dann gegen halb zehn Uhr, direkt am Bahnhof Steg, im Tösstal. Als wir dort auf die Bikes stiegen, war es mit etwa 6° Grad noch richtig kalt und in der Talsohle fuhren wir in dichtem Herbstnebel. Wir waren deshalb nicht unglücklich, dass schon bald die erste Steigung in Richtung Bachtel auf dem Programm stand. Das steigerte die Betriebstemperatur im nu und die Chance auf Stonne stieg mit jedem Höhenmeter. Und wirklich, die Nebeldecke lag auf etwa 900 Metern über Meer und schon bald konnten wir in herrlichster Herbstsonne biken.

Auf dem Bachtel machten wir dann eine erste Verpflegungspause und gönnten uns einen Kaffee im Restaurant. Danach folgte dann ein erstes Singletrail-Sahnestückchen. Ein kniffliger, steiler Wanderweg mit vielen Wurzeln und Holztreppen führte runter nach Gibswil, wo wir die Hauptstrasse überquerten um gleich auf der Gegenseite die Steigung in Richtung Wolfsgrueb, Schindelberg und Schnebelhorn in Angriff zu nehmen. Mit etwa 600 Höhenmeter ist dies die längste Steigung des Tages und weil es darin immer wieder sehr steile Wegabschnitte gibt, zerrt dieser Streckenteil so richtig an den Kräften.

Wir entschieden uns im Bergrestaurant Schindelberg unseren Mittagshalt einzulegen. Zu fünft verputzten wir drei Liter Rivella, vier Suppen, zwei geräucherte Bauernschüblinge und eine Portion Käse  ;-) Wir brauchten neue Energie weil wir ja bereits wussten, dass wir nachher auf das Schnebelhorn unsere Bikes die letzten 100-150 Höhenmeter hochschieben/tragen müssen. Oben machten wir dann noch kurz ein Gipfelfoto, bevor wir uns in den Downhill und die nachfolgenden, sehr schönen  Singletrails via Roten bis zur Hulftegg stürzten.

Der letzte Anstieg des Tages, hoch auf das Hörnli war dann richtig knackig. Zuerst wird der Wanderweg immer steiler und die kleine Asphaltstrasse, auf die man für den letzten Kilometer einbiegt, wird auch nicht wirklich flacher. Ich muss in den allerkleinsten Gängen fahren, Puls über 170, doch immerhin konnte ich alles fahren und musste nicht schieben. Da war ich schon sehr zufrieden. Gute Leistung. Oben machten wir dann unsere letzte Pause, denn von da weg geht es nur noch bergrunter bis zum Startort. Wie man am letzten Foto erkennt, freuen sich Jürg und Pino bereits auf diese Schlussfahrt. ;-)

Diese Tour ist wirklich ein Highlight. Es verbindet drei schöne Aussichtspunkte zu einer knackigen und anspruchsvollen Runde. Der heutige Tag war auch nahezu ideal dafür. Leicht feuchter doch immer gut griffiger Boden, an einem wunderschönen Spätherbsttag. Ja, das war wirklich ein schönes Bikeerlebnis. Der Tacho sagt: 49 km., 3:57 Std., 1'660 Hm

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