doppelter Pfannenstiel

Um 11:00 Uhr war ich mit Peter verabredet. Normalerweise bin ich ziemlich pünktlich doch heute, war ich etwa 10 Minuten zu spät. Er wartete schon draussen in der Kälte und das nur, weil  ich zu Hause zu lange rumtrödelte, weil ich in der Küche noch etwas zusammen mit Luciano Pavarotti singen wollte... Ich hörte mir ziemlich laut einige traumhaft schöne Lieder an und während ich meinen Rucksack, die Kleider und Schuhe zusammenpackte, versuchte ich ungehemmt mitzusingen, . "Non ti scordar di me" ... phua... was für eine Liebeshymne, welch beschwingte Streichmusik... was für eine Stimme, welch wunderbare Atemübung... da drücke ich "Replay" und vergesse  ein paar Minuten...

Uster lag dann noch ziemlich im Nebel, es war vielleicht 5, 6° Grad, nicht gerade prickeldes Bikewetter. Es war auch nicht klar, ob wir 400 Höhenmeter weiter oben, auf dem Pfannenstiel, über die Nebeldecke gelangen können. Unser Plan für heute war ziemlich einfach. Wir wollten den schönen Wanderweg durch das Meilemertobel runter fahren, dann entlang des Zürichsees bis nach Küsnacht und von da das Küsnachtertobel bergoch, bis wir wieder auf den Pfannenstiel kommen. Von da zurück, wie gekommen. Das Höhenprofil der aufgezeichneten Strecke sieht noch interessant aus.

Das mit dem Nebel hat nur so halbwegs geklappt. Am höchsten Punkt konnte man zwar nach oben den blauen Himmel erkennen, die Sonne zeigte sich aber auch nicht wirklich. Interessanterweise hatte es  dann aber an der Südseite bedeutend weniger Nebel und unten am Zürichsee war es dann ziemlich sonnig. Wir durchfuhren das Meilemertobel ziemlich zügig. Wie sagt man so schön: "Das hatte ganz schön Flow"! Da kann man Trailsurfen vom Feinsten! Nur nicht anhalten! Zufahren und geniessen, am besten alles an einem Stück! Das macht phänomenal Spass! Glückshormone werden ausgeschüttet. Man kann gar nicht anders als lächeln.

Am Ufer des Zürichsees konnten wir uns dann etwas beruhigen und flach bis nach  Küsnacht rollen, wo wir  einen Verpflegungshalt bei einem super ausgerüsteten Caffee einlegten. An den Aussentischen waren die Stühle mit Schaffellen belegt und über der Stuhllehne lag jeweils eine zusätzliche Microfaserdecke, die man über sich legen konnte  um sich warm zu halten. Schön und einladend gemacht, genau richtig für uns. Wir tranken Latte Macchiato und Tee und genossen dazu ein vorzügliches Stück Apfelstrudel mit warmer Vanillesauce. Feiner Luxus! Die Sonne schien zwar milchig, doch sie schien  und wir konnten uns  nett unterhalten. Super schön! (Da hätte ich ein Foto machen sollen). Die Decken waren ideal damit wir nicht zu stark auskühlten, denn wirklich wärmer ist es kaum geworden. Das Ganze hatte schon irgendwie einen gewissen Wintercharme.

Als wir uns dann auf den Rückweg machten, war mir ziemlich kalt und so gesehen freute ich mich auf die Auffahrt durch das Küsnachtertobel in Richtung Pfannenstiel. Auch dieser Wanderweg ist herrlich entlang eines Bachs angelegt, den man öfters mal  über kleine Brücken überquert. Eine sehr malerische Genussstrecke die auch berghoch stets fahrbar bleibt. So macht biken Spass! Nur das mit dem Pfannenstiel und der Sonne, das war heute eine schwierige Sache. Auch als wir zum zweiten Mal am höchsten Punkt vorbeikamen, war es nicht wirklich sonnig und  noch immer hängten Nebelschwadel in den Bäumen. Eine eigentümliche Stimmung vor der Abfahrt zum Greifensee.

Auf den letzten Kilometern, unten in der Fläche um den See, drückte dann doch noch die Sonne durch letzte Nebelschwaden und krönte unsere heutige Tour mit ein paar abendlichen Sonnenstrahlen. Klar, dass man da ein Schmunzeln im Gesicht hat. Schön war's! Danke, für den schönen Tag.  . Der Tacho sagt: 50 km., 3:25 Std., 1'050 Hm

Kommentare

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Peter am :

Dank auch Dir, Beat - das war wirklich ein schöner Biketag, in vielerlei Hinsicht. Schönen Sonntag
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