auf den Bachtel

Heute war ich wieder einmal mit Peter verabredet und wir wollten die Wetterbesserung und den warmen und sonnigen Tag etwas geniessen. Als ich mir Bikeklamotten aus dem Schrank holte, dachte ich an die 4 Tage Top of Graubünden, startend heute in einer Woche, und deshalb wollte ich die vier beliebtesten Trikots mir lieber aufsparen und stöberte unter den Übriggebliebenen herum. Die Auswahl war noch immer recht gross. Ich bin dabei beim Trikot von der Cima Coppi (Stilfserjoch) vom letzten Jahr hängengeblieben. (hier der Link zum damaligen Beitrag). Dieses Shirt nehme ich nicht mit nach Graubünden, weil es mir etwas zu eng ist und deshalb meine Killerplautze unschön durchdrückt . Zudem ist der Stoff recht dünn und man kann die Träger der Radhose erkennen. Wie auch immer. Ich habe es seit dem Kauf nur noch einmal getragen und deshalb konnte ich ihm heute ruhig wiedereinmal die Ehre geben.

Ich fuhr mit dem Auto zu Peter und als er die Türe öffnete, musste ich gleich lachen. Er hatte sich für das genau gleiche Trikot entschieden, wie ich. So ein Zufall! So konnten wir heute locker als www.stelviobike.com -Team auftreten.

Peter hat sich eine Tour mit dem Ziel Bachtel ausgesucht und anfänglich dachte ich noch, dass dies wohl eine eher lange Tour geben würde und ich mich doch eigentlich mehr auf eine kurze Rekonvaleszenz-Tour eingestellt hatte. Doch nun wars zu spät. Das Wetter war toll, Peter war gut motiviert, ich hatte Zeit. Also keine Ausreden.

Und es war dann wie so oft. Der Unmut und Unwille verfliegt schon auf den ersten Kilometern und nach einer halben Stunde weiss man genau, dass es gut war, sich aufzuraffen und das Blut etwas in Wallung zu bringen. Wenn der Organismus etwas gefordert wird, kann er auch besser Schadstoffe abtransportieren und so reinige ich mich beim biken quasi von innen heraus. . Trotzdem fand ich die Tour richtig hart und anstrengend. Über 25° Grad und Sonne liess mich kräftig schwitzen und dass ich noch etwas geschwächt bin merkte ich auch. Ich war richtig froh, als wir endlich am höchsten Punkt der Tour angekommen sind und uns im Aussichtsrestaurant verpflegen konnten.

Trotz des herrlichen Wetters und dem Zeitpunkt, Sonntagnachmittag, waren gar nicht die üblichen Mengen an Ausflugstouristen unterwegs und so konnten wir später auf dem Rückweg völlig problemlos noch zwei Wanderwege entlang von Bachtobeln fahren, ohne jemanden zu stören. Auf dem Rückweg waren wir beide ziemlich platt und so beschlossen wir, bei Seegräben, direkt am Ufer des Pfäffikersees, nochmals einen Halt einzulegen und uns mit einem Zucker- und Kohlensäurehaltigen Getränk für die letzten Kilometer aufzupushen. Das hat genützt.

Während der Tour haben wir natürlich über den Starttag von Top of Graubünden geredet (Peter fährt die 7-Tages-Tour). Da stehen satte 2'150 Höhenmeter bei nur 46 Kilometern auf dem Programm. Heute waren es gerade einmal etwas über 1'200 Höhenmeter, bei fast 60 Kilometern und wir waren schon ziemlich geschlaucht. Das wird wohl ein richtig harter Tourstart. Na, ja, ruhig angehen, sich Zeit lassen, das eigene Tempo fahren, genügend Pausen, essen und trinken und dann klappt das schon. Der Tacho sagt: 59 km., 3:52 Std., 1'250 Hm.

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