München - Isarauen - Oktoberfest

Heute Morgen bin ich kurz nach halb acht Uhr mit dem Auto nach München losgefahren. Der Verkehr lief recht flüssig und so ging mein Zeitplan sehr gut auf. Kurz vor elf Uhr war ich dann am Ziel, bei Matthias. Wir konnten also noch etwas plaudern und eine Tasse Kaffee trinken, bevor wir uns dann für die Biketour fertig machten.

Vor dem Haus trafen wir auf Philipp, für den ich das Kish 29er zum Probefahren mitgenommen habe. Ein kurzes Hallo, Sattelhöhe einstellen und los gings. Matthias führte uns quer durch die Münchner Innenstadt zum Treffpunkt an der Bavaria, bei der Theresienwiese. Dort traffen wir auf Ellen, Tom, Axel und Daniel. Alle auch mit 29er-MTBs. So waren wir für die Mittagstour eine angenehm grosse Gruppe von sieben Leuten.

Ellen führte und den Isarauen entlang flussaufwärts bis nach Wolfratshausen. Dort wechselten wir die Uferseite und fuhren auf immer neuen Singletrails zurück nach München. Ich kannte viele Wegabschnitte bereits von früheren Touren mit Matthias, doch diese Landschaft ist immer wieder atemberaubend schön. Ellen nannte ein Gebiet "Klein-Kanada", das fand ich noch nett und irgendwie entspricht dies auch in etwa meiner Vorstellung von Kanada...

Abends wollte ich dann ja unbedingt einmal ans Münchner Oktoberfest. Nach einer Dusche machte ich mich mit Matthias mit der U-Bahn auf den Weg "auf die Wiesn". Das war dann wirklich sehr speziell. Schon in der U-Bahn sah man dutzende von Dirndl und Männern in Lederhosen. Wer als Münchner etwas auf sich hält, geht also in der lokalen Tracht ans Oktoberfest. Auf dem Festgelände selbst war dann der Teufel los. Menschen aus aller Welt. Meist in Gruppen und meist sehr laut und oft schon ziemlich betrunken. Man hört alle Sprachen und es ist ein dichtes Gedränge. Die Festzelte sind schon wegen Überfüllung geschlossen und vor den Sicherheitsleuten haben sich schon überall wieder lange Schlangen von Wartenden gebildet. Da fanden wir nirgends einen Platz. Auch die Vergnügungsbahnen waren stark besucht, ich schätze mal, dass an diesem Abend etwa 20'000 Leute auf der Wiesn waren. Enorm. Das wohl weltweit grösste Besäufnis. Immer wieder wird man von torkelnden Mitmenschen angerempelt. Sanitäter führen Weggetretene auf Rollbahren davon. Das ist unglaublich.

Wir beschliessen, uns ausserhalb des offiziellen Festgeländes ein feines Abendessen zu suchen und Matthias schlägt den Augustinerkeller vor. Ebenfalls ein typisch bayrisches Brau- und Wirtshaus. Dort kriegten wir dann auch promt einen schönen Tisch auf der Dachterasse. Das war wirklich schön. Am Tisch nebenan, acht Enländer/innen, hinter uns eine Gruppe Holländer. Alle in bester Bierlaune. Ich bestellte mir auf Empfehlung von Matthias den herzhaften Schweinebraten mit Kartoffelknödel und dunker Biersauce. Ja, das hat wirklich sehr gut geschmeckt. Das war ein guter Tipp.

Nach dem Essen, so gegen halb elf Uhr nachts, machen wir uns auf den Rückweg und durchqueren dabei nochmals das Festgelände. Noch immer hatte es sehr viele Leute, doch der Anteil Betrunkener ist in der Zwischenzeit bedenklich angestiegen. Gute Stimmung! ;-) . Wir schauen uns noch ein paar spektakuläre Vergnügungsbahnen an und lassen den Tag gemütlich ausklingen, bevor wir dann wieder mit der U-Bahn zu Matthias nach Hause fahren. Kurz nach Mitternacht löschen wir das Licht. Das war ein schöner Tag. Das neue GPS-Gerät sagt: 72 km., 4:20 Std., 650 Hm.

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