erste Velokilometer 2011

Das tolle Wetter hatte sich ja bereits gestern angekündet und so plante ich für heute eine erste Velotour. Gestern Nachmittag war ich in der Umgebung etwas spazieren und bemerkte dabei, wie nass und morastig hier alles ist. Der Regen und die Schneeschmelze durch die warmen Temperaturen haben alles gut aufgeweicht und deshalb dachte ich von Anfang an an eine Strassenrunde mit dem Kish.

Kurz nach elf Uhr stieg ich aufs Rad. Der Himmel war nur leicht bewölkt und das Thermometer zeigte unglaubliche +10° Grad. Perfekt. So startete ich also gut gelaunt und weil im Osten mehr Sonne als Wolken zu sehen waren fuhr ich ostwärts, immer der Nase nach. Ich kenne da einige schöne und verkehrsarme Strassen, auf denen man eine solche Frühjahrestour gut geniessen kann. Schon bald war ich in Uster und überlegte ob ich "nur" um den Greifensee fahren wollte oder ob ich über den Pfannenstiel Richtung Zürichsee und via Stadt Zürich nach Hause fahren soll. Es war erst kurz vor ein Uhr Mittags und das Wetter war wirklich so herrlich, dass ich gut noch etwas fahren konnte. Deshalb entschied ich mich für die längere Variante über den Pfannenstiel.

Auf der Abfahrt vom Pfannenstiel hat man eine fantastische Aussicht über den Zürichsee, die Albiskette und die dahinterliegenden Berge. Als ich die zwei Fähren (Meilen-Horgen) auf dem See sah hielt ich kurz an um ein erstes Foto zu schiessen. Die Strecke via Herrliberg und Erlenbach nach Zollikon geht meist leicht bergab und man kann da herrlich rollen, geniessen und sich entspannen. Ausserdem führt der Veloweg durch tolle Villenquartiere und dabei wird einem schnell klar, weshalb man hier von der Goldküste spricht. Die Population von SUVs, hohen Zäunen, Videoüberwachungskameras und Gärtnern die die Umgebung pflegen ist echt beeindruckend.

Vom Zürcher Seefeldquartier entschliesse ich mich der Uferpromenade entlang bis zur Quaibrücke zu fahren. Natürlich wimmelt es nur so von Spaziergängern was mir nichts ausmacht, denn ich habe ja keine Eile und fahre deshalb langsam und vorsichtig. Auf der Quaibrücke halte ich dann nochmals um ein Foto zu wiederholen. Dieses Sujet gab es bereits 2007, 2008, 2009 und auch 2010. Danach verspürte ich leichten Hunger und deshalb fuhr ich nicht mehr weit bis zu einer Imbissbude, wo ich mir einen Falafel mit einem Red Bull einverleibte.

Den Heimweg fuhr ich dann wie gewohnt und ich muss wirklich sagen, dass mir die heutige Tour sehr gut gefallen hat. Fast einen Monat Veloabstinenz, da war ich doch schon fast etwas auf Entzug. Und auch wenn ich es schon dutzendmal geschrieben habe, so geniesse ich auf solchen Strassentouren immer wieder die Gleichmässigkeit, das stille dahinrollen und gleichmässige kurbeln, das atmen der frischen Luft, die immer wieder tollen Ausblicke und die innere Ruhe, die mich dabei überkommt. Ja, diese erste Velotour hat mir wirklich gut getan. Das GPS sagt: 75 km., 3:40 Std., 700 Hm.

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