endlich wieder eine normale Arbeitswoche

Nach der Chef-Stellvertreterei war diese Woche nun wieder die erste "normale". Schön. Natürlich gibt es noch ein paar Nachwehen, einige offene Punkte, die ich sinnvollerweise noch fertig bearbeite und nicht wieder abgebe. Die häufigen Telefonkonferenzen, Managementbefriedigungen und die Finanzzahlenschieberei, das alles ist nun glücklicherweise wieder von mir abgefallen und ich kann wieder vermehrt produktive Aufgaben übernehmen.

Was ich nun daraus gelernt habe?.... schwierig....   als Abteilungsleiter benötigt man eine Ärgerzulage.... Man kann sich eine unabhängige, eigene Meinung noch weniger leisten als als Indianer (dies trifft vor allem in Grosskonzernen zu). Wobei, das hat mich schon erstaunt.... an Managementmeetings ist Stromlinienförmigkeit viel mehr angesagt als kritisches Hinterfragen und Überdenken. Und gerade das hat mir auch zu schaffen gemacht... so werden Kriege in die Praxis umgesetzt... indem Kritik nicht erwünscht ist sondern fragloses Umsetzen der Direktiven... diese "Befehl ist Befehl"-Mentalität...

Und dieses Verhalten zeigen meiner Meinung nach viele Manager deshalb, weil sie bestrebt sind, ihrem Chef zu gefallen und so ihre eigene Position zu festigen. Sie verdienen gut, müssen selbst nicht viel  können (denn sie lassen es von unten erarbeiten) und wenn sie nicht über persönlich-berufliche Netzwerke verfügen, sehen für Viele die  Perspektiven im heutigen Stellenmarkt eher düster aus... Viele sind schon Jahrzehnte in der gleichen Firma (nicht mehr wirklich jung, nicht mehr wirklich dynamisch und flexibel)... so entseht in der Firma ein eigenes Machtnetzwerk, wo jeder seinen eigenen Stuhl und die Stühle der anderen Mitmanager festhält....

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