(31) Erholung am Meer

Nach einer kurzen und heissen Nacht spazierte ich am schon kurz nach sechs Uhr dem schönen Sandstrand von "African Beach" entlang und genoss die Ruhe vor dem Tag.

Für den Sonnenaufgang war ich schon zu spät, dennoch war es eine schöne und ruhige Frühmorgenstimmung und es war klar, dass es einen heissen Tag geben wird. Auf dem Rückweg spazierte ich quer durch die grosse Anlage und sah, dass gerade eines der Restaurants öffnete, was mich natürlich gleich zu einem Cappuccino verleitete.

Später widmete ich mich wieder einmal meinem Velo. Nachdem ich die letzten zehn Tage immer nur gefahren bin, hat sich eine Schweiss, Staub und Sandkruste auf vielen Teilen gebildet, die ich mal wegputzen wollte. Dann wechselte ich die Reifen. Der leicht abgefahrene Hinterreifen kam nach vorne und der noch fast neue Vordere nach hinten. Nun sieht das Kish wieder toll aus und ist bereit für den zweiten Teil meiner Reise bis nach Florenz. Der dritte Teil, von Florenz nach Hause, der ist noch weit weg und wird auch erst da geplant.Danach ging ich zu den Anderen ans Meer baden...

Heute ist genau ein Monat verstrichen, seit ich von zuhause gestartet bin. Bisher machte ich insgesamt (nur) vier Ruhetage, wovon ich einen mit Zugfahren verbrachte. Das heisst also, dass ich an 27 Tagen auf dem Velo sass. Insgesamt legte ich 2´850 Kilometer und 38´000 Höhenmeter zurück. Reine Fahrzeit total 163 Stunden. Pro gefahrenen Tag macht das im Schnitt 105 Kilometer, 1´400 Höhenmeter, 6 Stunden Fahrzeit. Dabei profitierte ich natürlich vom sehr schönen Wetter. Nach drei Tagen mit zeitweisem Regen zu Beginn, blieb es seither immer trocken und es wurde je länger je wärmer. Klar, ich komme ja auch immer weiter in den Süden und nun kommt wahrlich die heissetste Zeit meiner Reise.

Erwähnenswert finde ich auch, dass ich immer gesund blieb und auch nicht von grösseren Sitzbeschwerden geplagt wurde. Ich bin (zum Glück) nie gestürzt und hatte ausser der angerissenen Seitentasche wirklich keinen Defekt, nicht mal einen Plattfuss, wirklich gar nichts. So ist es natürlich schön zu reisen. Ich weiss das sehr zu schätzen und bin auch dankbar dafür.

Abends waren wir dann alle gemeinsam in Manfredonia, schlenderten durch die durchaus hübsche Altstadt und assen sehr gut im Restaurant "PapaNonno". Als wir danach aus dem Restaurant traten und via Strandpromenade zum Auto zurück schlenderten war ich wiedereinmal überrascht, wie viele Leute (und auch kleinste Kinder) hier nachts um elf Uhr unterwegs sind. Vor den meisten Gelaterias bildeten sich um diese Zeit Warteschlangen und viele Süsigkeitenstände hatten Hochbetrieb. Hier im Süden spielt sich die Abendunterhaltung und das gemütliche Zusammensein im Freien ab. Man trifft sich, es wird geschwatzt und gegessen, während die Kinder munter umherrennen. So kann es sein, wenn es die Hälfte des Jahres angenehm warm bis heiss ist. Von einem Autodach machte ich noch das letzte Bild des Tages. Lustig, wie sich das Castello im Dach wiederspiegelt...

Morgen geht nun meine Reise weiter. Ich bin noch immer motiviert und freue mich auf weitere spannende Erlebnisse und Begegnungen.

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