(57) Arrivederci bella Italia

Bilder im Fotoalbum (Nr. 944-969)

Strahlend blauer Himmel begrüsste mich für meine heutige Velotour in Richtung Berge. Ich folgte dem Ostufer des Comersees auf seiner ganzen Länge und geniesse immer wieder tolle Aussicht auf die gegenüberliegende Seeseite und die dahinterliegenden Berge. Nach dem Comersee folgt der kleine Lago di Mezzola und danach beginnt die Strasse bis nach Chiavenna leicht anzusteigen, wo ich ziemlich genau um zwölf Uhr nachmittags eintraf. Es war noch immer sehr schön und 25 Grad warm.

Ideal um am Nachmittag, nach einer feinen Portion Spagetti Carbonara, den Anstieg zum Splügenpass in Angriff zu nehmen. Gleich am Ortsausgang von Chiavenna wird klar, wie das Streckenprofil der nächsten drei Stunden aussieht, denn es geht gleichmässig und stetig nach oben. Ich fühlte mich gut und lernte in den letzten Wochen ziemlich konsequent nach Puls zu fahren. So entscheide ich mich Puls 140 als Obergrenze zu wählen und deshalb kommt auch das kleine Kettenblatt häufig zum Einsatz. Zudem mache ich alle 300 Höhenmeter eine kurze Pause, wo ich etwas esse und trinke. So klappte das ganz gut.

Bei Madesimo wollte ich entscheiden, ob ich dort ein Hotel suche oder ob ich ganz über den Splügen fahre. Madesimo liegt auf etwa 1´750 Meter über Meer und da ich mich noch immer fit fühlte, fuhr ich an der entsprechenden Abzweigung vorbei. Mein neues Ziel war nun das von Andre vor zwei Tagen empfohlene Hotel Weiss Kreuz in Thusis.

Je höher ich kam, desto stärker wurde der Wind, welcher von Norden über die Berge trieb und so musste ich auf den letzten 200 Höhenmetern doch ziemlich beissen. Auf über 2´100 Metern über Meer war es dann ziemlich kalt und deshalb musste ich für die Abfahrt eine Jacke hervorkramen, die ich nun fast zwei Monate nicht gebraucht hatte.

Die vielen Serpentinen bis runter nach Splügen machten richtig Spass und so freute ich mich auf die letzten Kilometer bis nach Thusis. Die Freude währte aber nicht lange, denn schon kurz nach Splügen kam ich in einen heftigen Regenschauer. Das gibt es doch nicht! Da fahre ich bei Regen aus der Schweiz, sehe in über sieben Wochen nur einmal eine Stunde Regen und kaum kehre ich in die Schweiz zurück, fahre ich wieder in den Regen. Dabei wollte ich doch die Sonne mitnehmen...

Doch auch dieser Regen war auch nur von kurzer Dauer und anfangs der Via Mala Schlucht war alles schon wieder vorbei. Gerade richtig um nicht tropfend nass das schöne Hotel WEISS KREUZ zu betreten. Leider war der Chef nicht anwesend, so konnte ich keine Grüsse ausrichten, doch seine Mitarbeiter bereiteten mir einen schönen Abend mit einem leckeren Vier Gänge Menü. So konnte ich diesen erlebnisreichen Tag wunderbar abschliessen. Das GPS sagt : 137 km., 7 :44 Std., 2´120 Hm.

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Jesolo hotels am :

Was für ein aufregendes Erlebnis! Ich hatte tolle Zeit darüber zu lesen.
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