Vorbereitung

Heute habe ich die Startnummer abgeholt und mich zumindest materialmässig vorbereitet. Eigentlich dachte ich, dass ich gleich im erhaltenen Langarmtrikot starten werde, weshalb ich da schon mal die Startnummer befestigte. Nun regnet es aber ziemlich.... hoffentlich ist es Morgen dann besseres Wetter. Der Wetterbericht meinte, dass es morgens noch trocken sein soll und erst im Laufe des Nachmittags zu regnen beginnt. Mal sehen.

Zudem habe ich für's Nachtessen absichtlich zuviel Teigwaren gekocht, damit ich Morgen um 06:00 Uhr nochmals eine Portion Kohlenhydrate essen kann. Soweit läuft also alles planmässig. Auch die Nervosität steigt langsam. Bald gehe ich in's Bett und hoffe, dass ich gut schlafen kann. daumendrück...

Nebelfahrt

Um 08:20 Uhr startete ich am Utoquai. 12°Grad, leicht neblig, Knie- und Armlinge an. Die ganzen 67 Kilometer waren mehr oder weniger neblig bis hochneblig, deshalb machte ich heute kein Foto. Wieder hatte ich zum Schluss 850 Höhenmeter und nicht die ausgeschriebenen 750. Egal. Kurz vor dem Bergpreis auf dem Pfannenstiel bauten Monteure eine Zuschauertribüne für Sonntag auf. Ich musste 3 oder 4x bei einem Rotlicht anhalten, sonst machte ich keine Pause. Zweimal drückte ich mir unterwegs eine Banane rein. Ohne etwas zu essen kann ich die zweieinhalb Stunden im Sattel nicht machen. Fahren und gleichzeitig essen ist eigentlich nur bergab machbar und auch da lediglich Funktion ohne Genuss. Die 7dl Wasser sind eigentlich zu wenig. Am Rennen gibt es einen Verpflegungsstand und da werde ich dann vermutlich nachtanken. Nachdem ich am Samstag 2:40 Std. brauchte, waren es heute nur 3 Minuten weniger, 2:37 Std. Ich denke, dass auf abgesperrter Strecke etwa 2:30 Std. drin sind, viel weniger wohl nicht.

Mit zunehmender Distanz kamen auch leichte Schmerzen. Druck am Schambein, den Händen und vor allem Schmerzen im Kreuz. Als ich vom Rad gestiegen bin, musste ich mich erstmal 5 Minuten dehnen und lockern, ich konnte kaum aufrecht stehen. Glücklicherweise verschwinden die Schmerzen dann jeweils rasch. Unterwegs ist das aber nicht nett. Ich denke, dass ich bisher noch gar nie zweieinhalb Stunden am Stück radgefahren bin. Normalerweise mache ich etwa jede Stunde Fahrzeit ein paar Minuten Pause. Zudem bewegt man sich auf dem MTB viel mehr und wechselt häufig die Position, steigt vielleicht auch mal ab und schiebt. Auf dem Rennrad jedoch, sitze ich nach meinem Empfinden zu lange ich der gleichen Position und verspanne mich dadurch mit der Zeit. Na ja, ist nicht tragisch das Ganze. Nach dem kommenden Sonntag werde ich das auch nicht mehr tun.

Inklusive Hin- und Rückfahrt vom Büro zum Start-/Zielplatz sagt der Tacho: 83km, 3:20Std., 1'050Hm

noch eine Trainingsfahrt

Plötzlich kriegte ich einen Arbeitstag geschenkt... mein Kalender zeigt für morgen Donnerstag "out of office"...

ich denke, es sollen beide Seiten gewinnen: ich nehme einen halben Tag frei und einen halben Tag arbeite ich. Genau! Gute Idee! So will ich also am Morgen die Zürimetzgete-Strecke nocheinmal abfahren, dann im Geschäft duschen und am Mittag arbeiten. Ich will erstmals seit Jahren wieder einmal ohne Rucksack radfahren. Deshalb habe ich eine Satteltasche montiert (Multitool, Ersatzschlauch, Reifenheber), die Pumpe am Rahmen befestigt und einen Flaschenhalter montiert. Dann füllte ich die Flasche voll und hängte das Rad an die Waage: 12,5 Kilo Startgewicht. Das heisst, dass ich die 1,5 kg Zusatzgewicht normalerweise im Rucksack mitführe. Mal sehen, ob ich einen Unterschied merke.

Nachdem ich am letzten Samstag auf der Tour noch eine kurze Pause eingelegt hatte, will ich morgen die ganze Strecke an einem Stück durchfahren. Ich freue mich drauf!

pfff...

Bin ziemlich geschafft. Die letzten drei Abende musste ich immer noch den ITIL-Theoriestoff aufarbeiten und Hausaufgaben machen. Das ist wie eine Fremdsprache. Zu Beginn muss an halt vorwiegend büffeln und auswendig lernen; mit der Zeit ergibt das Ganze dann auch einen Sinn.

Anstrengend (aber bestimmt hilfreich) war halt auch, dass wir nur zwei Kursteilnehmer waren und ich so dauernd präsent sein musste. Die Vergangenheitsform soll hier darauf hindeuten, dass der Kursteil 1 bereits heute Nachmittag zu Ende gegangen ist. Wir bewältigten den 4-Tages-Stoff in 3 Tagen, weil natürlich die Präsentation von Gruppenarbeiten in so kleinen Rahmen nur wenig Zeit in Anspruch nahm. Nächste Woche folgt ein ITIL Repetitionstag des "Practitioner Release & Control"-Lehrgangs und die zweite Prüfung. Darauf muss ich noch kräftig lernen. Diesmal sollte muss ich das packen.

los geht's: ITIL Service Manager

Heute startete der Ausbildungslehrgang zum ITIL Service Manager. Das heisst: Viel graue Theorie, die einem oftmals zwingt die gelebte berufliche Realität auszublenden, weil man es sonst bestimmt nicht versteht... das ist nicht immer leicht.

Interessant finde ich jeweils "Hausaufgaben". Das bin ich mich nun überhaupt nicht mehr gewohnt. Generell: Aufmerksam und aufnahmefähig zu sein, den ganzen Tag, das ist schwierig. Immerhin. Ich bin älter und reifer geworden und weiss, dass auch ich lernen muss, Zusammenfassungen schreiben und gewisse Themen nochmals gesondert nachlesen. Einfach so, geht das nicht. Und es ist wie mit allem: setzt man sich erstmal damit auseinander, wird es auch irgendwie spannend. Hoffentlich finde ich es spannend bis zum Schluss (und bestehe dann auch die Zertifizierung).

ruhiger Sonntag

Nachdem wir spät (oder eben früh) nach Hause gekommen sind, gönnten wir uns ein richtiges Ausschlafen. Schön. Es war schon fast Mittag als wir aufstanden und gemütlich brunchten. Das Wetter war gut, sonnig und warm. Wir entschieden uns zuhause zu bleiben und einfach einen Erholungssonntag zu machen. Etwas auf dem Gartensitzplatz sitzen und lesen, dann mal das Nöll putzen, Zahlungen machen, wieder etwas lesen... Rad-WM im Fernseher gucken... und jetzt noch kurz bloggen. Das war wirklich ein schöner, ruhiger Sonntag, an dem ich Kraft für die kommende Woche tanken konnte.

Abstimmungsresultate

An der heutigen Volksabstimmung bin ich kräftig überstimmt worden... Ich stimmte 3x Nein und das Wahlresultat heisst nun Nein, Ja, Ja. Die Verschärfung der Ausländer- und Asylgesetzte fanden eindeutige Mehrheiten von fast 70%... was soll ich dazu noch sagen.

Probefahrt

Ich habe mich heute für's Rennrad entschieden und eine Testfahrt der Zürimetzgete stand auf dem Programm. Um möglichst vergleichbare Bedingungen anzutreffen, stand ich schon zeitig auf, packte das Nöll in Auto und fuhr zum Startort nach Zürich. Kurz nach 9:00 Uhr war ich bereit und merkte mir aus der Karte die ersten paar Abzweigungen. Das war jedoch nicht nötig, denn schon von der ersten Verzweigung sah ich einen Wegweiser. Die ganze Strecke ist ausgeschildert und ich musste nie auf die Karte sehen sondern konnte ganz einfach den Pfeilen folgen. Auf dem Weg zur Forch hoch hat es einen kurzen steilen Anstieg, das meiste lässt sich jedoch recht angenehm hochkurbeln. Die nachfolgende Abfahrt nach Egg, Grüningen und Bubiken ist schön zu fahren. Einfache Strassenführung, Kette rechts, meist über 40km/h. Es folgt ein coupierter Abschnitt bis Jona und von da nehmen die Steigungen wieder Überhand. In drei Etappen geht es über Oetwil am See über Egg auf den Pfannenstiel. Hat man dieses Hinderniss gepackt, ist es eigentlich geschafft. Die letzten 15 Kilometer gehen fast nur noch bergab ans Zürichseeufer und von da zurück in die Stadt. Die Rampe von Wetzwil müssen nur die Profis packen, die Volksmetzgete fährt (zum Glück) dran vorbei. Wieder zurück beim Auto war ich natürlich auf die Fahrdaten gespannt. Der Tacho sagt: 67km., 2:40Std., 840Hm, Durchschnittsgeschwindigkeit: 24,9km/h. O.K. das passt. Berücksichtige die Rotlichter, an denen ich heute anhalten musste, so denke ich, dass bei trockenen Verhältnissen am Renntag eine Zeit um 2:30Std. machbar ist.

Heute abend besuchen wir Freunde im Toggenburg. Ich mag nicht nur die Freunde, sondern auch die malerische Umgebung.