biken, knarren und quitschen

Bin heute nochmals mit dem Bike zur Arbeit gefahren und auf dem Nachhauseweg prompt in einen Regenschauer geraten. Dabei ging es mir wie man es halt nicht mag. Es beginnt zu regnen und man wartet mit Umziehen in der Hoffnung, dass es gleich wieder aufhört. Nichts, also unter ein Vordach fahren, Rucksack ausziehen und Regenjacke hervorkramen. Umziehen, Regenhülle um den Rucksack montieren und wieder aufsteigen. Und siehe da, zwei Minuten später ist fertig mit Regen, ein paar Kilometer später sind die Strassen sogar trocken... na ja ;-) man kennt es ja. Der Tacho sagt: 32 km., 1:30 Std., 380Hm

PS: Die Geräusche an meinem Mountainbike nehmen wieder zu. Das ist nervig. Wirklich. Ausserdem lassen sie sich nur schwer orten. Ich habe zwei Dinge im Verdacht. Erstens wieder das Innenlager (wo ich auch etwas Spiel feststelle) und zweitens die Kassette. Klar ist, dass die Geräusche nur beim kurbeln auftreten. Werde morgen abend wohl mal das Bike putzen und versuchen der Sache auf den Grund zu gehen.

Nachferienmontag

Heute war mein erster Arbeitstag nach den Ferien. Da der Wetterbericht ab Mitte Woche eine drastische Wetterverschlechterung hervorsagte, entschloss ich mich, heute mit dem Bike zur Arbeit zu fahren. (Na ja, ein klein wenig wollte ich auch noch die Oktoberkilometerstatistik aufpolieren). Dank der Winterzeit konnte ich morgens ohne Licht fahren und einen schönen Sonnenaufgang erleben. Im Büro angelangt, dann ein normaler Nachferienarbeitstag. Ich brauchte den ganzen Morgen um die nahezu 100 EMails zu lesen, sortieren und die Wichtigsten gleich zu beantworten. Am Nachmittag dann begann das normale Arbeitsleben. Nach dem Feierabend dunkelte es rasch ein und nun war wirklich die Beleuchtung angesagt. Trotzdem entschied ich mich, den Heimweg durch den Wald anzutreten. Nachtfahrten sind irgendwie speziell und ich freue ich schon auf die Fahrten im Winter, bei Dunkelheit und Schnee. Nie ist biken mystischer, ruhiger, einsamer, konzentrierter. Der Tacho sagt: 32 km., 1:35 Std., 380Hm

Sonntagsausfahrt

Der Morgen begann regnerisch und kühl; genauso wie es der Wetterbericht angekündigt hatte. Zeit also, etwas im Internet zu stöbern und über ein eventuell neues Bike zu träumen... oder über wirkungsvolle Winterschuhe. Nachdem ich mir letzten Winter fast die Zehen abgefroren habe, will ich mir das im Kommenden nicht mehr antun. Ich habe das Jahr über immer wieder das Internet nach gebrauchten Winterschuhen durchforstet, doch in Grösse 46 etwas Entsprechendes zu finden war mir nicht möglich. Da nun der Winter vor der Türe steht, werde ich mir wohl doch ein paar neue Winterbikeschuhe leisten. Mal sehen...

Nach all der Surferei merkte ich, dass sich das Wetter besserte oder dass es zumindest zu regnen aufgehört hatte. Soll ich doch noch kurz auf's Bike?

Nachdem ich mich noch etwas rumgedrückt habe, entschloss ich mich gegen drei Uhr mittags doch noch, eine kurze Runde zu drehen. Die Luft war kühl und frisch. Der Waldboden nass und es roch erstmals etwas modrig. Vielleicht mag ich solche Herbsttage deshalb so gut weil ich im Oktober geboren wurde; wer weiss. Es ist diese Mischung aus der Melancholie sterbender Blätter und der Schönheit, mit der sie von den Bäumen fallen. Irgendwie ohne Trauer, einfach so. Ganz natürlich. Sie lösen sich und lassen los.

So in Gedanken versunken liess ich mich treiben, locker, ohne grosse Anstrengungen, ohne Blick auf den Tacho, ohne Eile. Solche Ausfahrten mag ich ganz besonders. Es hilft mir die Gedanken zu ordnen oder... wegzulegen, abzustreifen, loszulassen, wie Blätter, die nicht mehr an den Baum gehören. Der Tacho sagt: 32 km., 1:39 Std., 300 Hm

lange Herbsttour

Auch hier in der Schweiz war das Wetter in den letzten Tagen hervorragend und da der Wetterbericht auf Sonntag Regen ankündigte war rasch klar, dass ich heute noch eine Biketour durch die herrlich schönen Wälder der Umgebung machen wollte. Nach einem kurzen Telefonat mit Jürg verabredeten wir uns auf 11:00 Uhr. Auch Geri, Pino und Thomas waren mit von der Partie. Zu fünft starteten wir in Richtung Irchel mit dem Ziel, möglichst viele Singletrails mitzunehmen. Es war einfach unbeschreiblich schön. Zeitweise fielen die farbigen Blätter von den Bäumen wie Schneeflocken im Winter und es knisterte dauernd unter den Reifen (was zum Glück meine Knarz- und Quitschgeräusche des Bikes übertönte). Das Wetter war zwar wolkig, doch mit 18 Grad konnte man nochmals ungeniert in kurzen Hosen radeln. Wir waren alle bester Stimmung und so war es kaum verwunderlich, dass unsere Tour länger und länger wurde. Natürlich merkte ich, dass ich in den letzten zwei Wochen keine sportlichen Aktivitäten unternahm sondern vorwiegend gut und reichhaltig gegessen habe... es war ganz schön anstrengend. Kurz vor Tourende kehrten wir in ein Gartenrestaurant ein und genehmigten uns eine Fleisch- und Käseplatte und schlossen das Ganze mit einem Latte Macchiatto ab. Das war richtig lecker und gab Kraft für die letzten Kilometer. Als ich zuhause ankam, war ich ganz schön platt. Es war einfach SUPER! Danke an Alle, die mitgefahren sind. Der Tacho sagt: 61 km, 3:40 Std., 970 Hm.

back again

Gestern sind wir wohlbehalten aus Sizilien zurückgekehrt. Es waren sehr schöne Ferien mit viel Kultur, gutem Wetter und bestem Essen. Vor allem die vielfältige Kultur mit den historischen Bauten war ein auf's andere Mal atemberaubend. Infolge eines schweren Erdbebens Ende des 17. Jahrhunderts wurden ganze Innenstädte im Barockstil aufgebaut, die noch heute weitestgehend erhalten sind. Dazu kommen Bauwerke von Arabern, Griechen, Römer, Spaniern, Franzosen und allen Anderen, welche die zentral gelegene Mittelmeerinsel einmal ihr Eigen nannten. Etwas ganz Spezielles war natürlich die Autofahrt hoch zum Ätna, dem grössten europäischen Vulkan. So etwas habe ich noch nie gesehen. Schwarze Lavaströme über Dutzende von Kilometern. Skurill und faszinierend zugleich. Es war eine wirklich schöne Reise und ich danke meiner Frau für die wunderbaren Tage.

und tschüss

So. Alles ist organisiert und eingepackt, die Katzen sind im Tierheim und die Alarmanlage überprüft. Die nächsten zwei Wochen sind wir auf Sizilien. Ohne Bike und ohne Internetaccess. Richtig Ferien. Ich wünsche allen eine schöne Zeit und: bis dann.

das letzte Mal in kurzen Hosen

Ja, vermutlich dürfte es wirklich eines der letzten Male gewesen sein, wo ich dieses Jahr in kurzen Radhosen aufs Bike steigen konnte. Es war heute so zwischen 15 und 19° Grad. Zugegeben, viele andere Biker trugen lang und meine Knie waren nach etwa drei Stunden Outdoor auch ziemlich kalt. Es war heute selten wirklich sonnig. Ein Gemisch aus Nebel, Hochnebel und Dunst aus der die Sonne so jede halbe Stunde mal hervorlugte und man dachte: "Ah, jetzt!". Aber nein. Schon war da die nächste Wolke. Wie auch immer, es war natürlich ideales Bikewetter und deshalb wollte ich auch eine etwas ausgedehntere Tour fahren. Ich entschloss mich, von zuhause aus auf die Lägern Hochwacht zu fahren und dann wieder zurück. Die gewählte Strecke bin ich im Frühling schon ab und zu mal gefahren. Es ist eine schöne Route mit vielen flachen Rollstrecken, unterbrochen durch drei Steigungen. Es geht "von hinten" auf die Hochwacht, was den Vorteil hat, da es auf der Nordseite des Hügels fast keine Wanderer hat und man so ungestört hochradeln kann.

Oben auf der Hochwacht war dann Grossbetrieb. Wanderer ohne Ende und bestimmt 20 andere Biker. Ich ass nur kurz eine Banane, denn die Aussicht war heute eh nix besonderes und wechselte dann vom Kurzarm- zum Langarmtrikot. Die Abfahrt war dann "na ja". Ist ja klar. Sonntag Nachmittag. Zuviele Wanderer. Deshalb wollte ich gleich bis zum Flughafen durchfahren und da an der Wurstbude hinter der Landebahn etwas Essen. Als ich da ankam, war ich vom Menschenandrang schon beeindruckt. Der ganze Parklplatz war voll belegt. In und um die Wurstbude tummelten sich bestimmt an die 200 Motorradfahrer, Rollerblader, Biker, Rennradfahrer, Wanderer und sportliche Autofahrer. Anstehen für eine Kalbstbratwurst... dafür gabs auch echt etwas zu sehen.... einfach cool. Der Tacho sagt: 56km., 2:51 Std., 790 Hm.

Schlussspurt gepackt

 Es ist geschafft!

 F E R I E N !

 Den heutigen Berufstag habe ich gut überstanden. Schön!
  Der Tacho sagt: 32km., 1:30 Std., 420 Hm