biken, knarren und quitschen

Bin heute nochmals mit dem Bike zur Arbeit gefahren und auf dem Nachhauseweg prompt in einen Regenschauer geraten. Dabei ging es mir wie man es halt nicht mag. Es beginnt zu regnen und man wartet mit Umziehen in der Hoffnung, dass es gleich wieder aufhört. Nichts, also unter ein Vordach fahren, Rucksack ausziehen und Regenjacke hervorkramen. Umziehen, Regenhülle um den Rucksack montieren und wieder aufsteigen. Und siehe da, zwei Minuten später ist fertig mit Regen, ein paar Kilometer später sind die Strassen sogar trocken... na ja ;-) man kennt es ja. Der Tacho sagt: 32 km., 1:30 Std., 380Hm

PS: Die Geräusche an meinem Mountainbike nehmen wieder zu. Das ist nervig. Wirklich. Ausserdem lassen sie sich nur schwer orten. Ich habe zwei Dinge im Verdacht. Erstens wieder das Innenlager (wo ich auch etwas Spiel feststelle) und zweitens die Kassette. Klar ist, dass die Geräusche nur beim kurbeln auftreten. Werde morgen abend wohl mal das Bike putzen und versuchen der Sache auf den Grund zu gehen.

Sonntagsausfahrt

Der Morgen begann regnerisch und kühl; genauso wie es der Wetterbericht angekündigt hatte. Zeit also, etwas im Internet zu stöbern und über ein eventuell neues Bike zu träumen... oder über wirkungsvolle Winterschuhe. Nachdem ich mir letzten Winter fast die Zehen abgefroren habe, will ich mir das im Kommenden nicht mehr antun. Ich habe das Jahr über immer wieder das Internet nach gebrauchten Winterschuhen durchforstet, doch in Grösse 46 etwas Entsprechendes zu finden war mir nicht möglich. Da nun der Winter vor der Türe steht, werde ich mir wohl doch ein paar neue Winterbikeschuhe leisten. Mal sehen...

Nach all der Surferei merkte ich, dass sich das Wetter besserte oder dass es zumindest zu regnen aufgehört hatte. Soll ich doch noch kurz auf's Bike?

Nachdem ich mich noch etwas rumgedrückt habe, entschloss ich mich gegen drei Uhr mittags doch noch, eine kurze Runde zu drehen. Die Luft war kühl und frisch. Der Waldboden nass und es roch erstmals etwas modrig. Vielleicht mag ich solche Herbsttage deshalb so gut weil ich im Oktober geboren wurde; wer weiss. Es ist diese Mischung aus der Melancholie sterbender Blätter und der Schönheit, mit der sie von den Bäumen fallen. Irgendwie ohne Trauer, einfach so. Ganz natürlich. Sie lösen sich und lassen los.

So in Gedanken versunken liess ich mich treiben, locker, ohne grosse Anstrengungen, ohne Blick auf den Tacho, ohne Eile. Solche Ausfahrten mag ich ganz besonders. Es hilft mir die Gedanken zu ordnen oder... wegzulegen, abzustreifen, loszulassen, wie Blätter, die nicht mehr an den Baum gehören. Der Tacho sagt: 32 km., 1:39 Std., 300 Hm

lange Herbsttour

Auch hier in der Schweiz war das Wetter in den letzten Tagen hervorragend und da der Wetterbericht auf Sonntag Regen ankündigte war rasch klar, dass ich heute noch eine Biketour durch die herrlich schönen Wälder der Umgebung machen wollte. Nach einem kurzen Telefonat mit Jürg verabredeten wir uns auf 11:00 Uhr. Auch Geri, Pino und Thomas waren mit von der Partie. Zu fünft starteten wir in Richtung Irchel mit dem Ziel, möglichst viele Singletrails mitzunehmen. Es war einfach unbeschreiblich schön. Zeitweise fielen die farbigen Blätter von den Bäumen wie Schneeflocken im Winter und es knisterte dauernd unter den Reifen (was zum Glück meine Knarz- und Quitschgeräusche des Bikes übertönte). Das Wetter war zwar wolkig, doch mit 18 Grad konnte man nochmals ungeniert in kurzen Hosen radeln. Wir waren alle bester Stimmung und so war es kaum verwunderlich, dass unsere Tour länger und länger wurde. Natürlich merkte ich, dass ich in den letzten zwei Wochen keine sportlichen Aktivitäten unternahm sondern vorwiegend gut und reichhaltig gegessen habe... es war ganz schön anstrengend. Kurz vor Tourende kehrten wir in ein Gartenrestaurant ein und genehmigten uns eine Fleisch- und Käseplatte und schlossen das Ganze mit einem Latte Macchiatto ab. Das war richtig lecker und gab Kraft für die letzten Kilometer. Als ich zuhause ankam, war ich ganz schön platt. Es war einfach SUPER! Danke an Alle, die mitgefahren sind. Der Tacho sagt: 61 km, 3:40 Std., 970 Hm.

das letzte Mal in kurzen Hosen

Ja, vermutlich dürfte es wirklich eines der letzten Male gewesen sein, wo ich dieses Jahr in kurzen Radhosen aufs Bike steigen konnte. Es war heute so zwischen 15 und 19° Grad. Zugegeben, viele andere Biker trugen lang und meine Knie waren nach etwa drei Stunden Outdoor auch ziemlich kalt. Es war heute selten wirklich sonnig. Ein Gemisch aus Nebel, Hochnebel und Dunst aus der die Sonne so jede halbe Stunde mal hervorlugte und man dachte: "Ah, jetzt!". Aber nein. Schon war da die nächste Wolke. Wie auch immer, es war natürlich ideales Bikewetter und deshalb wollte ich auch eine etwas ausgedehntere Tour fahren. Ich entschloss mich, von zuhause aus auf die Lägern Hochwacht zu fahren und dann wieder zurück. Die gewählte Strecke bin ich im Frühling schon ab und zu mal gefahren. Es ist eine schöne Route mit vielen flachen Rollstrecken, unterbrochen durch drei Steigungen. Es geht "von hinten" auf die Hochwacht, was den Vorteil hat, da es auf der Nordseite des Hügels fast keine Wanderer hat und man so ungestört hochradeln kann.

Oben auf der Hochwacht war dann Grossbetrieb. Wanderer ohne Ende und bestimmt 20 andere Biker. Ich ass nur kurz eine Banane, denn die Aussicht war heute eh nix besonderes und wechselte dann vom Kurzarm- zum Langarmtrikot. Die Abfahrt war dann "na ja". Ist ja klar. Sonntag Nachmittag. Zuviele Wanderer. Deshalb wollte ich gleich bis zum Flughafen durchfahren und da an der Wurstbude hinter der Landebahn etwas Essen. Als ich da ankam, war ich vom Menschenandrang schon beeindruckt. Der ganze Parklplatz war voll belegt. In und um die Wurstbude tummelten sich bestimmt an die 200 Motorradfahrer, Rollerblader, Biker, Rennradfahrer, Wanderer und sportliche Autofahrer. Anstehen für eine Kalbstbratwurst... dafür gabs auch echt etwas zu sehen.... einfach cool. Der Tacho sagt: 56km., 2:51 Std., 790 Hm.

Herbst vom Feinsten

Zugegeben: Morgens um 07:00 Uhr war es kalt und neblig und die ersten Meter auf dem Bike bei 7° Grad waren wenig angenehm. Die Ausblicke jedoch, welche solche Morgenfahrten verschaffen, lohnen jede Überwindung. Nach der 130 Höhenmeter Steigung war ich aus dem Nebel herausgefahren und sah die Täler in Richtung Stadt Zürich vor mir. Einige nebelfrei, andere noch dick in weisse Suppe eingepackt. Da, wo ich hin musste war Nebel und das bestätigte sich dann auch. Der Nebel verzog sich vor unserem Büro erst gegen Mittag und es wurde danach auch nicht ganz so sonnig, wie in den letzten Tagen.

Trotzdem startete ich kurz nach fünf in kurzen Hosen und kurzem Trikot. Die lange Jacke nahm ich mit, die langen Hosen liess ich im Büro. Wir trafen uns um halb sechs Regensdorf. Zu Jürg und Thomas kam noch René hinzu, welcher vor ein paar Wochen schon mal mit uns gefahren ist. Bis dann alle startklar waren, war es schon viertelvor sechs. Wir wollten auf die Lägern-Hochwacht fahren und nach den Singletrails bergrunter den schönen Herbstabend im Restaurant Bergwerk ausklingen lassen. Und es lief alles nach Plan.  

Man klicke auf die Bilder und versuche das Alpenpanorama im Abendrot nachzufühlen...

Kurz vor Sieben machten wir uns auf den Rückweg. Trotz Einsetzen der Dunkelheit entschieden wir uns für die Singletrails, was dann aber schon recht schwierig wurde. In dichtem Wald war es schon bedenklich finster. Erhöhtes Risiko. Zum Glück kenne ich die Strecke sehr gut. Wir vergewisserten uns noch kurz, dass das Bergwerk auch wirklich offen hat und fuhren dann zurück zu den Autos. Rasch die Bikes in den Kofferraum verstauen und dann nichts wie ran, an die Käse- Spinat- oder Früchtekuchen! Dazu frischen Traubensaft aus eigenen Reben mit Mineralwasser gemischt. Super! Ich esse zuerst ein heisses Stück Käsekuchen und danach noch eine Zwetschgenwähe. Zum Schluss einen Kaffee. Mensch, was willst Du mehr? Wir unterhielten uns blendend, es war ein rundum gelungener Abend. Wunderbar! Vielen Dank.
Der Tacho sagt: 43km., 2:19 Std., 640Hm.

montäglich positiv

Mir ist eine positive Grundstimmung gegeben und meine bisherige Geistesbildung zielte auch in die Richtung zur Erreichung eines "gleichmütigen Geistes". Als ich heute Morgen vor der Eingangstüre der Firma stand suchte ich meinen Zutrittsbadge. Mist, zuhause vergessen. Was soll's. Ich rufe einen Arbeitsollegen an, der mich dann reinlässt (verbotenerweise). Jacke abklopfen, in alle Taschen greifen, wo ist mein Handy? Zuhause, im Bikerucksack. Sch.... ade! Ich musste also zum Haupteingang und mir einen Tagesbatch ausstellen lassen. Immerhin beruhigt das korrekte Vorgehen mein Gewissen etwas.

Dann der Arbeitstag... ärgerliche Punkte auf der Agenda... unangenehm... ich eigne mich schlecht für negative Kommunikation und sehe jedoch ein, dass sie geführt werden muss. Interner Knatsch über die Kontinente hinweg. Grossfirmenzeugs. Ich packte es an wie immer: zuerst drückte ich mich etwas herum, dann machte ich etwas anderes (was ich interessanterweise plötzlich für Dringender hielt) und dann, später, näherte ich mich doch noch der Aufgabe. Phu... und dann noch englisch... das ist heikel. Den Druck auf's amerikanische Mutterhaus erhöhen ist schon schwierig genug, dazu in sprachliche Fettnäpfchen treten muss ja auch nicht noch sein. Zum Schluss vereinbarte ich noch eine kurze Besprechung mit meinen Vorgesetzten um sie über mein Vorgehen zu informieren. Das wird morgen stattfinden. Klug gelöst. Abends dann den Badge wieder zurückgeben und ab nach Hause.

Da ich mich morgen Abend mit Jürg und Thomas zum biken verabredet habe, musste ich das Arrow mal wieder putzen und den Knarzgeräuschen nachgehen. Ich habe das Innenlager festgezogen und die Kurbelgarnitur vor dem Festschrauben neu gefettet. Auch die Steuerlager habe ich frisch gefettet. Dann noch der übliche Reinigungs- und Schmier-Kram. Mal sehen, ob das Rad morgen geräuschfrei fährt.

Sonntagsfahrt

Morgens um 10:00 Uhr -als ich Jürg und Geri für eine Biketour traf- war es es noch ziemlich neblig und nur gerade knapp über 10° Grad warm. Wir planten eine "Altherrenrunde" was einfach soviel heisst, dass wir eher gemütlich fahren und den Herbst zu geniessen versuchen. Auf halber Strecke trafen wir Pino und nach einer kurzen Pause nahmen wir zu viert den Schlussteil unter die Stollen. Es war eine schöne Tour, auch wenn ich (wie so oft in letzter Zeit) nicht übermässig motiviert war. Gegen Tourende war es richtig sonnig und auch recht warm. Zuhause angekommen, genoss ich nach einer Dusche, den Mittag auf dem Gartensitzplatz. Ein richtig schöner Herbstsonntag. Der Tacho sagt: 36km., 2:14Std., 840Hm.