Sylvestertour bei 7-12°Grad

Solch ein Wetter zu Sylvester habe ich überhaupt noch nie erlebt. Sonnenschein und über 7° Grad "warm". Da muss man einfach eine Bikerunde drehen! Auf halb zwölf Uhr hatten wir uns verabredet und alle waren pünktlich. Zu viert entschieden wir via Rhinsberg und Laubberg nach Rheinsfelden zu biken und alle schönen Trails dieser Hügel mitzunehmen. In der letzten Nacht hat es kurz geregnet, so waren Schutzbleche angesagt und stellenweise war es ziemlich rutschig. Von Rhinsberg in Richtung Eglisau runter versuchten wir eine neue Variante und dabei habe ich mich kräftig hingelegt. Es war sehr steil und unter dem Laub sah ich nicht, dass ich direkt auf einen Baumstumpf auffahre und dann eine volle Rolle vorwärts über den Lenker hinlege. Ich bin hart auf die linke Schulter geprallt und der Überschlag hat mir die Luft abgedrückt. Ich musste mich erst mal etwas hinkauern und ruhig atmen. Ich tastete das Schlüsselbein ab (ja, das habe ich mir 2002 auf Fuerteventura schon einmal gebrochen). Scheint noch alles ganz zu sein. Doch ich habe starke Schmerzen, direkt auf der Schulter. Es fällt schwer, den Arm anzuheben. Die Knochen sind vermutlich noch in Ordnung, doch die Muskulatur ist stark geprellt. Ich brauche 10 Minuten...

Das Vorderrad am ARROW hat eine richtige Beule. Ein Seitenschlag von mehreren Zentimetern, doch es sind noch alle Speiche drin und die Scheibenbremse schleift nicht einmal. Also weiterfahren kann ich. Ich habe zwar Schmerzen, doch den Lenker halten geht erstaunlich gut. Leider ist dann das Restaurant in Rheinsfelden auch noch geschlossen. Wir fahren also weiter und Pino zeigt uns noch schöne Trails in Richtung Stadel und dann über den Strassberg nach Höri. Ich bin immer der Hinterste und doch kann ich es irgendwie geniessen. Das Wetter, die Freunde, der Sport, es war einfach super! Da störte auch eine schmerzende Schulter oder ein schlackerdes Vorderrad nur wenig. Auf dem Flachstück hin zur Wurstbude bei Oberglatt zog ich dann sogar das Tempo noch etwas an ;-) . Da war dann Full-House. Die Menschen standen Schlange, bestimmt 15 Personen warteten. Nein, nein, das ist nichts für uns. Wir fahren weiter und kehren später im "Stützli-Füfzg" ein.

Fazit: Das war eine sehr schöne Biketour mit vielen schönen Singletrails und teils auch sehr heftigen Downhillpassagen. Der Sturz musste wie immer nicht sein und ist ärgerlich. Das wird mich vermutlich noch länger beschäftigen. Mal sehen, wie es sich weiterentwickelt. Der Tacho sagt: 50 km., 3:11 Std., 960 Hm

Standardrunde

Zum Jahresabschluss nochmals die Trainingsrunde, die ich dieses Jahr am meisten gefahren bin, das war mein Plan für heute. Da meine Frau den Einkauf übernahm, konnte ich am Nachmittag eine Abschieds-2006-Tour fahren. Mit plus 4°Grad war es auch gar nicht so kalt. Natürlich kein Vergleich zu den Junifotos, die ich an gleicher Stelle gemacht habe. Guck hier + hier.

Es ist eigentlich mitten im Winter, doch die Wiesen sind grün und die Waldböden trocken, das Laub knistert noch immer. Letztes Jahr war es ganz anders. Da war Schneegestöber angesagt. Heute jedoch zog ich in der Auffahrt zum Irchelturm Stirnband und Jacke aus, damit ich nicht zu stark schwitze... Sie Singletrails nach vorne zur Hochwacht sind staubtrocken und superschnell fahrbar, das macht richtig Spass! An der Hochwacht angekommen entscheide ich mich für den schweren, steilen Downhill nach Teufen runter. Die Bedingungen waren wirklich ideal. Also Sattel runter und mutig runterfahren. Das klappt perfekt! Cool!

Dann an der Tössegg vorbei und via Tössriederen auf den Rhinsberg hoch. Von der Ruine auf dieser Hochwacht fahre ich die Trails in Richtung Wagenbreche, alles super im "Flow". Mittleres Kettenblatt, hinten auch mittig. Locker treten, etwas hinten sitzend, das Vorderrad über Wurzeln heben, links, rechts, eine Kuppe, kurz aus dem Sattel gehen und weiter... das ist es einfach! Dann entdecke ich plötzlich rechts abgehend einen mir noch nicht bekannten Fusspfad. o.k. bremsen, wenden, und austesten. Und ja, das ist eine gute Alternative bei tiefen Bodenverhältnissen. Da werde ich bestimmt wiedereinmal entlang fahren.

Danach fahre ich in Richtung Eschenmosen und entscheide dort, die Tour heute nicht länger auszudehnen. Deshalb nehme ich den direkten Wanderweg runter nach Embrach und rolle locker heim. Schön war's! Der Tacho sagt: 36 km., 2:16 Std., 860 Hm.

nimm's ruhig...

Als der Wecker heute früh klingelte und ich eigentlich aufstehen sollte um per Rad zur Arbeit zu fahren, änderte ich kurzfristig den Plan. Nein, heute nicht. Zu viel gegessen, zu wenig geschlafen, zu kalt, zu neblig. Lieber nochmals 45 Minuten unter die kuschelig warme Decke und den Tag kommen lassen. Die 8’000er Marke ist ja auch schon geschafft, also kann ich auch ohne schlechtes Gewissen am letzten Arbeitstag des Jahres bequem das Auto (mit Heizung) nehmen. Ich bin schon gespannt darauf, in den nächsten Tagen mal meine Bikestatistik auszuwerten und nachzuzählen, wie oft ich im Wochenschnitt per Bike zur Arbeit gefahren bin und wie viele Kilometer ich so relativ locker mitgenommen habe.

Während ich das so niederschreibe merke ich auch, dass mir das ein gutes Stück Lebensqualität gebracht hat. Wie oft ich diese ¾ Stunde Frühsport genossen habe und wie manches mal ich abends dankbar den Büroalltag auf dem Heimweg aus dem Kopf strampeln konnte. Wer das nicht kennt, kann das vermutlich kaum verstehen und verbindet mit dem Gedanken „per Rad zur Arbeit“ nur Mühe und Anstrengung. Doch so ist es nicht. Zumindest nicht für mich.

erste 29er Tücken

An Alle, die sich nur zufällig hier hin geklickt haben: Dieser Beitrag hat nichts mit Türken oder mit Segeln zu tun. Es geht hier um Mountainbikes und neumodischerweise müssen die jetzt grössere Räder haben. Man kennt das ja: "grösser ist immer besser!" und "ich habe eh den Grössten"...

Das hat man dann davon:

Ich habe da so ein Weihnachtsgeschenk gekriegt. Eine Tasche, in die man einen Satz Laufräder einpacken und so besser und geschützt transporieren kann. Das fand ich supernett und eine klasse Idee.

Nun dachte ich mir: Ich besitze aktuell gar keine Zweitlaufräder, weder fürs Arrow-MTB, noch fürs Nöll S6cross. Wirklich nutzen könnte ich die Tasche, wenn ich mir für das neue INTENSE Spider29 mal einen zweiten Laufradsatz gönnen würde, z.B. mit Strassenbereifung. Oder ein Satz Rennradräder für das Nöll. Das bedeutet also: Es müssen 28 bis 29 Zoll grosse Laufräder in die Tasche. Am besten gleich ausprobieren...

Na ja... schade halt. Die Tasche ist für 26 Zoll MTB Räder gedacht und ein Rad des INTENSE hat da unmöglich Platz drin. Wirklich schade...

... und ungünstig. Wie verhalte ich mich nun (korrekt)? Ich fand das Geschenk wirklich total lieb und gelungen doch ich kann es nicht wirklich gebrauchen... wirklich ungünstig sowas..

Hat jemand ein Jubelbild?

Heute habe ich die 8'000 Velokilometer voll gemacht!  Unglaublich! Was soll ich dazu nur sagen... Letztes Jahr jubelte ich bei 6'000 und dachte, dass ich das kaum mehr überbieten kann oder will. Und nun... von da aus gesehen ist das im Jahr 2006 ein Drittel mehr.  Wirklich unglaublich!

Also: wer ein Bild einer coolen Siegerpose auf der Festplatte findet, soll mir das doch bitte zusenden an beat[at]bbbeat.ch ... so für ein Beitrag zu Sylvester oder jubeln und feiern.

 
Der Tacho sagt: 32 km., 1:32 Std., 400 Hm

biken gegen den Winterspeck

Die Festtage sind natürlich die Tage der üppigen Essen, in netter Gesellschaft, mit Dessert und allem was so dazugehört. Und so verleibt man sich manche Kalorie zuviel ein, die man später vielleicht wieder bereut. Nicht so schlimm, denn ich erinnere mich immer wieder an folgendes Zitat: "Es sind nicht die Tage zwischen Weihnacht und Neujahr die dick machen, sondern die zwischen Neujahr und Weihnacht." Das stimmt wohl und doch überkommt halbwegs sportliche Naturen angesichts der Schlemmereien ab und an mal das schlechte Gewissen. Ich entschied mich deshalb, heute mal wieder eine Tour mit dem Nöll S6cross Rennrad zu unternehmen und meine Fettverbrennung dadurch etwas anzukurbeln. Das Wetter war zwar bescheiden, grau in grau, doch es war knapp über Null Grad und die Strassen waren meist trocken. Zudem waren nur wenige Automobilisten unterwegs, was das Strassenfahren auch etwas angenehmer machte. Es hat sich gelohnt! Ich bin jetzt zufrieden, leicht müde und der 8'000er Grenze sehr nahe. Der Tacho sagt: 66 km., 2:43 Std., 720 Hm

schöne Wintertour vor dem Festessen

Heute morgen waren wir -wie tausende andere auch- unterwegs um Lebensmittel für die nächsten vier Tage einzukaufen. OOOMMM - ruhig bleiben... lächeln...

Da fand ich es natürlich Spitze, dass Jürg anrief und fragte, ob ich am Nachmittag mit ihm eine Runde biken komme. Na klar! Glücklicherweise war auch meine Frau damit einverstanden und so legten wir gegen halb zwei Uhr los. Die Sonne schien und wäre es etwas wärmer gewesen, hätte man locker von einem Herbsttag sprechen können. Trockener Boden, knisterndes Laub, wenig ander Leute, einfach herrlich. So konnten wir das Zürcher Unterland gemütlich durchkämmen und uns dabei noch etwas unterhalten. Irgendwann hatten wir aber dann doch so kalte Füsse, dass ein Kaffeehalt angesagt war. Wir wählten die Imbissbude an der Landepiste Nord des Zürcher Flughafens. Ein Stück Kuchen, dazu ein Kaffee oder Punsch. Genau richtig. Zuhause angekommen kurz unter die Dusche hechten, danach das Notebook zücken und diesen Blogeintrag schreiben. In ein paar Minuten kommen Freunde und ein erstes Festessen steht an. Wunderbar. Welch ein Leben wurde mir da beschert. Danke.  Der Tacho sagt: 44 km., 2:32 Std., 870 Hm

Veloendspurt 2006

Heute fuhr ich mit dem MTB zur Arbeit. Natürlich mache ich das gerne und geniesse es auch, doch eine gewisse Kilometergeilheit kann ich nicht verschweigen. Minustemperaturen, Nebel und Glatteis sind ja nicht unbedingt meine bevorzugten Konditionen, doch ohne Fleiss kein Preis. Jetzt fehlen mir noch 130 Kilometer bis zur 8'000er Marke und das Jahr bietet noch 9 Tage. Da muss ich also dranbleiben. Im Wiegetritt schmerzen die Rippen nach dem Sturz vom Montag noch etwas, sonst ist alles o.k.. Der Tacho sagt: 32 km., 1:35 Std., 400 Hm