letzter Arbeitstag 2006

Die drei Arbeitstage dieser Woche nutzte ich vorwiegend für administrativen Kram und auch um mich auf die kommende neue Funktion vorzubereiten. Ich schätze diese "toten Tage", wo eigentlich wenig läuft und man in Ruhe arbeiten kann. Noch tue ich mich etwas schwer damit, meinen Arbeitsplatz zu zügeln und mich in die neue Rolle zu schicken. Ich muss meine Komfortzone verlassen und Neuland betreten. Zumal ich weiss dass es nicht nur mir so geht, sondern den 12 Mitarbeitern denen ich jetzt als neuer Chef vorgesetzt werde, geht es genau gleich. Und man kann sich ja auch vorstellen, dass nicht alle diesen Wechsel begrüssen und mir wohl skeptisch und zurückhaltend begegnen werden. Wie auch immer. Ich habe nun meine Unterlagen gepackt und alles soweit zusammen gestellt, dass ich am 3. Januar in diese neue Rolle schlüpfen kann. Ich gehe positiv an die Sache ran, werde mir Mühe geben und alles andere wird sich dann zeigen. Soweit so gut. 2006 kann nun gehen und 2007 kommen.

Festtagsschmausen ohne Ende...

Ab heute beginnt unser "auswärts-essen-Marathon". Bis nach Sylvester sind wir jeden Abend verabredet und werden wohl Kalorien bis zum umfallen bunkern... da werde ich mir die Zeit zum bloggen also irgendwo rausschneiden müssen. Wie alles haben auch diese Tage ihre zwei Seiten. Einerseits freue ich mich natürlich wieder einmal mit Freunden zusammen zu sitzen und Zeit für interessante Gespräche zu finden. Andererseits ist die Ballung solcher Termine dann schon etwas heftig. Na ja, so ist es nun mal. Man redet das ganze Jahr davon und effektiv Zeit findet man dann halt erst zwischen Weihnachten und Neujahr. Zur Kalorienbekämpfung werde ich mich morgen wohl in den Sattel schwingen und mit dem Bike zur Arbeit fahren.

Sonntagssquash

Wie vereinbart trafen wir uns für eineinhalb Stunden Squash. Irgendwie waren wir alle etwas schlapp. Christian war heute schon biken, ich war von der gestrigen Radtour noch etwas müde und Jürg passte sich uns einfach an ;-) . Trotzdem hat es Spass gemacht und der Schweiss floss wie immer in Strömen.

über dem Nebelmeer

Seit Tagen liegen wir im Einfluss eines stabilen Hochdruckwetterlage was für uns im Winter soviel heisst wie "unten grau, oben blau". Die Nebelgrenze lag heute auf etwa 1'000 Meter über Meer und genau darüber wollten wir heute. Die höchste Erhebung im Kanton Zürich ist der Bachtel mit 1'115 M.ü.M. Gegen 10:00 Uhr machten wir uns auf den Weg und nach knapp 45 Minuten Autofahrt waren wir am Parkplatz angelangt, von wo die letzten 200 Höhenmeter zu Fuss zurückgelegt werden mussten. Der Nebel war wirklich dicht und es war nicht wirklich sicher, ob es reichen wird um über die Nebeldecke zu gelangen. Doch schon bald sah man den blauen Himmel durchschimmern und siehe da, tatsächlich kam man in herrlichsten Sonnenschein.

Hier ein Bild direkt an der Nebelobergrenze. Natürlich war dieser Spaziergang ideal um die neuen Digitalkameras auszuprobieren. So knipste ich mit der kleinen DSC-T10 und meine Frau mit der neuen digitalen Spiegelreflexkamera Alpha100. Einstellungen wurden getestet und Speicher genutzt ;-) Oben am Restaurant Bachtel-Kulm war die Aussicht dann wirklich fantastisch. Über dem Nebel zeigte sich ein herrliches Alpenpanorama und auf der Aussichtsterrasse des Restaurants fanden wir auch noch zwei Plätze um gemütlich Kaffe zu trinken.

 Es war zwar kalt und etwas windig, aber trotzdem superschön. Es hat sich wirklich gelohnt, dem tristen grau zu entfliehen. Wir genossen die Sonne und beinahe kam eine Art Winterferienstimmung auf. Es kamen laufend neue Wanderer und schon bald wimmelte es nur so von Menschen, die die gleiche Idee hatten wie wir. Zeit also um unsere Plätze für nächste Gäste frei zu geben.

Nun mache ich mich bereit um mit Jürg und Christian noch zwei Lektionen Squash zu spielen. Etwas Sport rundet für mich einen gelungenen Tag noch super ab.

beschenkt

Ich bin zu alt um jedes Weihnachtsgeschenk aufzuzählen und zu bewerten ;-) . Ich denke, alles kam von Herzen und das ist es ja, was letztendlich zählt. Für diesen Blog von Interesse dürfte jedoch sein, dass mir meine Frau eine neue Digitalkamera geschenkt hat. Eine kleine, schnucklige SONY DSC-T10. Vielen, vielen Dank. Das wird mein zukünftiger Begleiter sein und hoffentlich von vielen Biketouren und anderen Erlebnissen Bilder für den Blog liefern. Nun muss ich nur noch das 120seitige Handbuch studieren, dann kann's losgehen...

es bewegt sich doch...

Irgendwie kostete es mich etwas Überwindung den gestrigen Zeitungs-Bashing Eintrag zu schreiben, doch Frust ist zeitweise ein guter Motivator. Und siehe da: Heute fand ich eine EMail vom Tagesanzeiger in meinen Posteingang. Zufall oder Reaktion? Egal. Werde am kommenden Mittwoch mal telefonischen Kontakt aufnehmen und sehen, ob was geht... um mich mal etwas modisch auszudrücken.

längste Nacht

Nach der heutigen längsten Nacht, folgt morgen der kürzeste Tag. Natürlich nicht in Bezug auf die Uhrzeit, sondern auf das Tageslicht. Das ist Positiv. Nämlich deshalb, weil es nun wieder aufwärts geht. Sozusagen in Richtung Frühling. Gerade als Radfahrer schätzt man natürlich lange, helle Tage.

Was den morgigen Tag anbelangt heisst das für mich: den Akku der Velobeleuchtung voll aufladen. Ich werde zur Arbeit und zurück Licht brauchen. Der Wetterbericht verspricht wieder Temperaturen unter Null und nach meinem Sturz am Montag muss ich mich doch etwas überwinden. Bestimmt werde ich vorsichtig fahren und vor Glatteis auf der Hut sein. Immerhin war es die letzten Tage immer trocken und so sollten eisige Stellen rar sein. Wird schon klappen.

ergreifende Trauerfeier

Heute war die Bestattungsfeier des Vater meines Freundes. Es war beeindruckend. Ich schätze mal, dass fast 200 Trauernde anwesend waren. Viele oder fast die meisten der Leute kannte ich, da ich ja auch den Verstorbenen mein ganzes Leben lang kannte und wir im selben kleinen Dorf lebten. Die Trauerfeier war sehr ergreifend, hoch emotional und dennoch schön und würdevoll. Man spürte förmlich, wieviel dieser liebe Mensch in uns allen hinterlassen hatte und dass die wahren Werte des Lebens wirklich immateriell sind.

Meine Eltern waren natürlich auch da und ich fand, dass mein Vater durch die Ereignisse gezeichnet wirkte. Verständlich. Der Verstorbene war nur drei Jahre älter und sie kannten sich sehr, sehr lange (ich schätze mal, über 45 Jahre). Klarerweise gibt einem so etwas zu denken. Und irgendwie ist es schade, dass wir in unserer Familie gefühlsmässig nicht so ausdrucksstark sind. Ich war ihm heute im Geiste sehr nahe, hätte ihn aber auch gerne an mich gedrückt und ihm so gezeigt, dass ich für ihn da bin und immer da sein werde, genau so, wie er in meiner Kindheit und Jugend immer für mich da war. Ich konnte es nicht, war gehemmt und hätte selbst auch nicht gewusst, wie ich damit umgehen sollte. Doch im Geiste war ich bei ihm und fühlte mich stark verbunden. Ich empfand tiefe Liebe und Dankbarkeit meinen Eltern gegenüber.

Wenn man Positives aus einer Abdankungsfeier schöpfen will, so sind es sicher die Gefühle von Nähe und Zusammengehörigkeit, die die Hinterbliebenen verbindet.

Leider musste ich mich kurz vor dem Leichenmahl verabschieden, da ich mittags noch im Büro erwartet wurde. Das war kein einfacher Mittag, denn der Morgen kostete wirklich Energie und mein Kopf war voll mit anderen Dingen als geschäftlichem Kram. Aber so ist es nun mal. Man geht weiter und weiter...

Weihnachtseinkäufe

Heute hatten meine Frau und ich einen Tag frei, den wir für Weihnachtseinkäufe reserviert hatten. Für Männer meines Bautyps gibt es wohl nicht viel grausamere Vorstellungen, als einen ganzen Tag durch die Konsumtempel unserer Zeit zu rennen und irgendwelche Materie zu kaufen, die wir dann anderen als Zeichen unserer Sympathie aufs Auge drücken. Vor allem in Zeiten wie diesen, wo in unseren Breitengraden schon fast jeder alles hat und die wirklichen Defizite oder Bedürfnisse im nichtmateriellen Bereich liegen. Na ja, vielleicht sehe ich das zu eng und irgendwie habe ich auch aufgehört das zu diskutieren. Meine Frau hat sich mit meinen verschrobenen Ansichten arrangiert und erledigt das Meiste alleine und ohne dass es mich tangiert.

So konnten wir uns heute also vorwiegend darauf konzentrieren, was wir uns gegenseitig schenken wollen. Mein Wunsch war klar. Nachdem ich ja hier meine Digitalkamera verloren hatte und seither mein Blog fast ohne Bilder auskommen musste, war das natürlich mein Nummer eins Wunsch. Nachdem ich dutzende verschiedener Modelle befummelt hatte, konnte ich mich endlich entscheiden und freue mich nun natürlich auf Weihnachten, wenn ich sie auspacken und benutzen kann. Mehr will ich hier nun nicht verraten, denn auch ich muss mich ja noch gedulden. ;-)

na ja...

Das mit dem Squash spielen war dann wohl doch nicht so eine gute Idee. Da die Rippenprellung rechts ist, spürte ich als Rechtshänder bei jedem Schlag einen Stich im Brustkasten und richtig übel waren schnelle Sprints nach rechts, gefolgt von einem tiefen Vorhandschlag. Da habe ich echt gelitten und deshalb liess ich meinen Squashfreunden ein paar Partien mehr und schaute öfters zu als sonst.

Ein zweites, eher enttäuschtes  "na ja" betrifft meine EMailaktion an Tageszeitungen von letzter Woche. Vier Zeitungen habe ich angeschrieben und nicht eine einzige fand es bisher nötig ein Re-Mail zu schicken oder anzurufen. Ich kann fast nicht ausdrücken, wie schwach ich das finde. Medienunternehmen scheinen nicht in der Lage zu sein, auf EMails innert Wochenfrist zu antworten. Nicht mal so eine automatisierte Standardmail wie "Besten Dank für Ihre Nachricht. Wir werden Ihr Anliegen prüfen und Sie zu gegebener Zeit informieren". Nein, einfach gar rein nichts! Und wohlverstanden: Ich habe nichts gefordert, nicht um Sponsoring  angefragt oder irgend eine Entschädigung erhofft. Nein, ich wollte nur, dass Sie mein EMail lesen und mir mitteilen, was Sie über meinen Vorschlag, über ein lokales Gigathlon-Team zu berichten,  denken. Doch das war scheinbar schon zuviel verlangt. Es scheint, dass EMailadressen die mit Redaktion@... beginnen schwarze Löcher sind, die Materie verschlucken und nichts mehr heraus kommt. Das finde ich einfach nur sackschwach und mega enttäuschend!