Bestzeit?

Heute abend war ich spät dran und so musste ich wohl oder über auf dem Heimweg auf die Tube drücken. Meist "gondle" ich mit dem Bike nach Hause und geniesse die Fahrt, heute wollte/musste ich einmal schnell sein und eine erste Richtzeit für 2007 aufstellen. Der Schnee ist zu 80% Prozent weg, nur im Wald machten die tagsüber +3° Grad aus Schnee Matsch und vereiste Stellen besonders rutschig. Hier war Vorsicht geboten, ansonsten war ich alleine der limitierende Faktor. Mein Puls kam vermutlich selten unter 150, an den zwei Steigungen aber immer über 160. Ich fuhr wo möglich nicht am Anschlag, doch meist kurz davor. ;-)

Zuhause angekommen machte ich es wie immer. Vor die Garage fahren, den Code für das Öffnen des Garagentors eintippen, absteigen und dann die Aufzeichnung des Bikecomputers stoppen. Doch was merke ich da? Nein! Mist! Ich hatte beim Wegfahren vergessen die Aufzeichnung zu starten. Das alleine wäre ja noch kein Problem, denn die Fahrzeit wäre einfach zu den 49 Minuten der Hinfahrt hinzu addiert worden. Ich könnte von der Gesamtzeit also 49 Minuten abziehen und wüsste wie viele Minuten ich für den Heimweg gebraucht habe. Theoretisch... Durch das Drücken der Start/Stop-Funktion habe ich jedoch die Aufzeichnung nicht gestoppt, sondern gestartet und dadurch alle Tourdaten auf Null zurück gesetzt. Weg war die Gesamtfahrzeit! Sch..... ade. Ich schätze mal... ich war wirklich schnell.. 44 Minuten? Ja, ich war bestimmt 5 Minuten schneller, eher noch mehr. So ein Käse... Der Tacho macht sich über mich lustig und ich schätze deshalb 32 km., 1:33 Std., 400 Hm

Trainingswoche

Habe mich nun endlich entschlossen und relativ spontan eine Trainingswoche auf Mallorca gebucht. Vom 3. bis 10. März will ich eine Woche Rennrad fahren um eine solide Grundlagenausdauer für die kommende Saison aufzubauen. Zusätzlich werde ich wohl im April noch eine Woche MTB-Training zu Hause einlegen.

Ich habe mir in der grössten Radstation von Alcudia ein Zimmer gebucht und werde ein Rennrad vor Ort mieten. Das reduziert den Reisestress doch ganz erheblich.

Sattel Fetisch

Das ist der Sattel für mein neues Intense Spider29... ein weisser Sattel zu einem weissen Bike. Das sieht bestimmt super aus. Seit ich am Arrow den roten Selle Italia SLR Gelflow fahre, stehe ich auf "nicht schwarze" Bikesättel. Ich sehe es als Möglichkeit zu zeigen dass es nicht nur gut, sondern auch gut und schön geht. Zu signalisieren, dass man sich auch um kleine Dinge kümmert. Habe den Sattel natürlich auf die Küchenwaage gelegt: 198 Gramm. (Der rote SLR wiegt 225 Gramm).

ein paar Nöll-km

In meiner Kilometerstatistik des Januars fehlten noch immer erste Nöll-Kilometer und lange dauert der Monat ja nicht mehr. Also nutzte ich die freie Zeit am Nachmittag um mit einer Strassenrunde dies zu ändern. Schon bald musste ich feststellen, dass ich zumindest hinten wohl besser ein Schutzblech montiert hätte. Die Temperatur war knapp über Null und der schmelzende Schnee am Strassenrand spritzte dauernd hoch, wirklich unangenehm. Und ehrlich gesagt, ich hatte auch nicht richtig Lust auf eine Strassenfahrt. 

Doch schon nach ein paar Kilometern war die Unlust verflogen. Es lässt sich wirklich viel einfacher nach Puls fahren als mit dem Bike und das Strassenrad rollt natürlich um Welten besser. Als ich langsam an die Füsse zu frieren begann machte ich mich auf den Heimweg. Diese Tour war "so so, la la"... im Vergleich zu gestern einfach nur schnöde und langweilig... trotzdem bin ich zufrieden. Ich habe etwas gemacht, ein paar Kilometer der Statistik hinzugefügt und überhaupt... Der Tacho sagt: 37 km., 1:41 Std., 430 Hm.  

biky friday

Morgens auf dem Weg zur Arbeit war es erstmals in diesem komischen Winter richtig kalt, so um minus 6° Grad. Da verschaffte die warme Dusche und der erste Kaffee am Arbeitsplatz dann einen richtig guten Start in den Tag.

Abends stand dann der Nightride auf die Lärgern auf dem Programm. Es war der perfekte Abend für einen Anlass wie diesen. Es war kalt, die Wege verschneit aber schön griffig und gut befahrbar. Je höher man fuhr, desto weisser wurde die Umgebung. Im Schwarz der Nacht, erhellt durch die Scheinwerfer an den Bikes. Spannende, einmalige Augenblicke. Der Atem wird sichtbar. Auch die Geräusche sind speziell. Das Knistern des trockenen Schnees unter den Reifen ist einzigartig.

Auf dem Anstieg zum Bergrestaurant konnte ich mich mit Vazifar etwas austauschen und das gelingt leicht, wenn man schon zwei gemeinsame Hobbies hat (biken und bloggen). Oben dann dieses Bild. Leichter Schneefall, -8° Grad. Nichts wie rein ins Restaurant. Wir waren über 20 Biker und die Stimmung war gleich angenehm heiter und gesellig. Ich kenne fast niemand wirklich gut, die meisten sehe ich jeweils ausschliesslich an diesem Anlass und die letzten 2 Jahre war ich ja nicht dabei. Und doch kommt man sofort miteinander ins Gespräch. Ganz unkompliziert. Das Fondue war gut (nicht spitze, aber gut) und die Zeit verging wie im Flug. Als ich mal auf die Uhr sah, war es schon halb elf Uhr nachts. Ich wusste, dass ich noch etwa eine Stunde brauchen werde um von der Hochwacht nach Hause zu fahren. So schloss ich mich der ersten Welle von Bikern an, die sich für den Heimweg rüsteten. Jemand, der rein kam erzählte, dass es jetzt -10° Grad kalt sei. Es war also klar, dass der Downhill richtig kalt werden wird. Ich zog alle Kleider an, die ich mit hatte. Oben trug ich zuunterst ein Funktionsshirt mit Windstopper, darüber zwei langärmlige Trikots, dann die Winterjacke und zu äusserst noch die Regenjacke. Das war genau richtig. Ich hatte zwar zeitweise kalt, doch ich fror nicht. Unten in der Fläche dann, war es richtig angenehm warm ;-) . Die Fahrradwege waren meist schneefrei und natürlich hatte es sehr wenig Verkehr. Super schön so eine Nachtfahrt. Ich konnte ganz easy und ruhig kurbeln und dabei durch die kühle Nachtluft frische Energie einatmen (tanken). Als ich zuhause ankomme, schlägt die Kirchtumuhr gerade Mitternacht und ich bin zufrieden und müde. So schön können Freitagabende sein. Der Tacho sagt: 58 km., 3:30 Std., 800 Hm.

genussvoll schneebiken

Bereits um 6:30 Uhr stieg ich gut eingepackt aufs Bike und machte mich auf den Weg zur Arbeit. Schon auf den ersten Metern war klar: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste gesunder Knochen. Der Untergrund ist hart gefroren und unter dem frischen Flaum Schnee sieht man vereiste Stellen nur sehr schlecht. Also nicht zu schnell und nur mit der Ruhe. Das lässt mir Zeit um die verschneiten Bäume zu bewundern und vor allem die Ruhe vor dem kommenden Tag wahrnehmen. Das finde ich immer wieder einzigartig... Schnee dämpft und verschluckt Geräusche und das (unschuldige) weiss überdeckt allen Schmutz. Es verbreitet sich ein Gefühl von Friede.

Abends auf der Heimfahrt schneite es dann ganz leicht und eine steife Brise wehte mir entgegen. Der Bikecomputer mass minus 4 Grad doch -wie heisst dieses Ding?- der Chillfaktor liess das Ganze kälter anfühlen. Trotzdem wollte ich am höchsten Punkt meiner Fahrt kurz halten und ein Foto schiessen. Es ist die gleiche Position wie am Montag... diesmal einfach mit Schnee. ;-) Der Tacho sagt: 32 km., 1:57 Std., 400 Hm

Nachtbiken

Wenn ich weiterhin so viel arbeite, muss ich noch lange mit Beleuchtung ins Geschäft und zurück fahren... Heute war ich um 07:45 Uhr frisch geduscht am Arbeitsplatz und um 18:30 Uhr knipste ich das Bürolicht aus.

Ich fahre gerne nachts im Dunkeln. Aber nur mit gutem Licht am Rad. Berghoch ist Licht meist kein Problem, doch ab etwa 25-30 km/h wird es -zumindest meiner Ansicht nach- gefährlich schnell. Ich bezweifle, ob ich auf grosse Äste oder Steine auf der Fahrbahn rechtzeitig reagieren könnte und dieser Gedanke macht mich vorsichtig. (Ist halt alles eine Frage der Akkus). Aber an sich ist nachtbiken schön, meist sehr ruhig und meditativ. Heute wollte ich die Lichter des Zürcher Flughafens fotografieren  .

Duschhauben

Immer wenn ich in einem Hotel übernachte sehe ich im Badezimmer nach ob Duschhauben zur Verfügung stehen und wenn ja, nehme ich sie jeweils mit. Nicht weil ich zuhause damit duschen möchte, sondern weil ich in biketechnischer Hinsicht zwei gute Anwendungsmöglichkeiten kennen gelernt habe.

Nachdem ich jeweils das Bike geputzt habe will ich es ölen. Bei den Scheibenbremsen ist dabei aber immer grösste Vorsicht geboten, denn Öl auf der Scheibe versaut im Nu die Beläge und damit die Bremsleistung. Und ein Satz neuer Bremsbeläge kostet doch 37 Franken. Die Duschhauben kann man gut um die Bremsscheibe und den -sattel spannen, so dass alles vor öligem Sprühnebel geschützt ist. Das ist wirklich sehr einfach und praktisch. Seit ich das so mache, habe ich keine Probleme mehr mit quitschenden oder stotternder Bremsen und muss mit dem sprühen von bike shine nicht mehr so aufpassen.

Die zweite Anwendung kommt bei anhaltendem Regen zur Anwendung. Dabei spannt man die Duschhaube so gut es geht über den Helm, damit der Regen nicht direkt über die Lufteinlässe auf den Kopf trifft. Das macht längere Regenfahrten deutlich erträglicher.