1'000ster Kilometer 2007

Also ich konnte es nun doch nicht sein lassen. Ich zog mich nach dem Schreiben des letzten Eintrags um und umrundete noch den Zürcher Flughafen mit dem Nöll s6cross. Natürlich wollte ich nicht nur gerade 15 Kilometer bis zur 1'000er Marke fahren aber das war sicher die Hauptmotivation für den heutigen Bikeausflug. Letztes Jahr fuhr ich den 1'000sten Kilometer am 22. Februar. So gesehen bin ich ziemlich auf gleichen Niveau wie letztes Jahr. Nicht ganz, aber fast. Der Tacho sagt: 36 km., 1:34 Std., 230 Hm.

0km-Wochenende?

Gestern und heute bin ich noch keine Minute auf einem Fahrrad gesessen. Meist war auch das Wetter zu schlecht, doch hauptsächlich war ich einfach mit anderen Dingen beschäftigt und nächsten Samstag fliege ich ja schon ab nach Mallorca und werde dann die Woche darauf genügend Zeit im Sattel verbringen. Also nicht wirklich schlimm.

Doch halt! Die Km-Statistik sagt 985km??? also nur noch 15 bis 1'000? Das wäre doch schon noch eine Anstrengung wert... und gerade jetzt zeigt sich noch kurz die Sonne... (und: das letzte Wochenende ohne einen Velokilometer erlebte ich im Oktober letzten Jahres auf Sizilien)...

das lange Warten...

Die Lieferung des INTENSE Spider 29 Rahmens verögert sich immer mehr. Nachdem zu Beginn Ausfälle an den CNC-Fräsmaschinen Verzögerungen brachten, ist es nun so, das INTENSE schlicht die Rohstoffe fehlen. Easton, der Rohrlieferant, kann nicht liefern. Es herrscht Mangel an hochwertigen Alu-Legierungen. Und was bei Easton derzeit produziert wird, geht zuerst natürlich an grosse Abnehmer. Da kann INTENSE lange warten, bis sie dran sind. Und wenn INTENSE dann die Rohre kriegt, werden auch hier zuerst die Modelle gebaut, wo die grössten Bestelleingänge vorliegen und da dürfte dann das Spider29 in Grösse L wohl auch wieder weit hinten stehen...

Derzeit hofft man, bis Ende April den Rahmen in der Schweiz zu haben... (das wird Mai)...

Natürlich bin ich etwas enttäuscht, denn sobald man bestellt hat beginnt man zu warten und ein halbes Jahr Lieferfrist finde ich dann schon mehr als üppig. Vor allem, wenn man bei Bestellung von einer Lieferfrist von zwei Monaten ausgegangen ist. Andererseits ist es für mich gar nicht so wichtig. Das ARROW ist nach wie vor ein gutes Bike und wenn es denn sein müsste, würde es auch die ganze Saison 2007 noch durchstehen. Das neue, weisse Bike soll dann im Sommer, bei schönem Wetter in den Einsatz kommen ;-) .

Referenzsteigung

In einer der Bikezeitschriften las ich, dass man seinen Formstand am besten an einer Referensteigung ablesen kann. Dazu soll man sich warmfahren und danach einen Anstieg von ca. 10 Minuten so schnell wie möglich hochfahren.

Die von mir gewählte Steigung bewältigte ich heute auf dem Nachhauseweg in 11 Minuten 20 Sekunden. Der Weg vom Geschäft bis zum "Start" ist ein ideales Aufwärmen. Dann die etwa 140 Höhenmeter auf einer Asphaltnebenstrasse, mit einer durchschnittlichen Steigung so um 10% Prozent. Die erste Hälfte der Strecke ist wirklich steil, ich fuhr lange auf dem kleinen Kettenblatt, drittkleinster Gang. Gegen oben wird es zunehmend flacher und zum Schluss kann man aufs mittlere Kettenblatt schalten und wenn man fit ist zum "Ziel" sogar sprinten. Ein Vorteil dieser Strecke ist, dass ich danach nur noch bergrunter nach Hause rollen und mich dabei schnell erholen kann. Heute bin ich zurückhaltend gefahren und wollte die Steigung einfach mal testen. Dafür habe ich aber schon ganz kräftig geschwitzt. Ich denke die Strecke ist gut und ich bin gespannt zu sehen, wie sich die Zeiten zukünftig entwickeln werden. Unter 10 Minuten sollte für mich möglich sein. Guten, leichten Bergfahrern traue ich aber Zeiten um 7, 8 Minuten zu (vermutlich fahren die alles im mittleren Kettenblatt, mit viel Wiegetritt). Der Tacho sagt: 36 km., 1:45 Std., 560 Hm.

erste Erfahrungen mit Juicy7

Am Donnerstagabend habe ich die neue AVID Juicy7 Scheibenbremse an mein ARROW-MTB angebaut und bin von Freitag bis Sonntag dann um die 150 km damit gefahren. Zeit also, eine erste Bilanz zu ziehen.

Ich muss bei aller Liebe zu der ersetzten HOPE C2 gestehen, dass die Juicy7 ein echter Anker ist. Sehr bissig und im Vergleich zur C2 ist eindeutig weniger Handkraft nötig um das Rad zum blockieren zu bringen. Es ist sogar so, dass ich mich erst noch etwas daran gewöhnen muss, damit ich nicht permanent überbremse. Man kann es auch anders sagen: Die C2 war eine zwei Finger Bremse, bei der Juicy7 reicht ein Finger allemal aus. Ich glaube, dass dies mit dem Übersetzungsverhältnis am Hebel zu tun hat. Bei gleich viel Hebelweg bewegt die Juicy vermutlich mehr Bremsflüssigkeit im System - nur eine Annahme. Die Bewegung des Hebels selbst ist noch etwas gewöhnungsbedürftig. Der Hebel der C2 verlief mehr parallel zum Lenker, während der Juicy-Hebel eine deutliche Kreisbewegung macht. Das ist aber wirklich nur eine Frage der Gewohnheit und nicht als Kritik zu verstehen (ich kann's halt sehr gut vergleichen, weil ich vorne ja nach wie vor die HOPE C2 fahre). Die Bremsgeräusche sind etwas deutlicher wahrnehmbar als bei der HOPE, doch quitscht sie bisher (zum Glück) nicht. Ich werde wohl die Originalbeläge runterfahren, bevor ich auf Swissstop-Beläge wechsle, die in Testberichten viel Lob geerntet haben.

Meine anfängliche Skepsis ist also verflogen und ich hoffe, dass diese Bremse mir auch längerfristig Freude bereiten wird. Ausserdem bin ich etwas beruhigt, was die Bremsen am bestellten INTENSE Bike anbelangt. Da es ja ebenfalls Juicy7 sein werden, denke ich jetzt, dass das schon passt.

Sonntagstour

Heute war das Wetter noch besser als gestern. Richtig sonnig und bis zu 12° Grad warm.

Ich verabredete mich auf 14:00 Uhr mit Jürg für eine Biketour und schon auf dem Weg zu ihm merkte ich, dass ich schwere Beine hatte und die 110 Kilometer von Freitag und Samstag langsam anzuhängen begannen. Deshalb musste ich etwas langsamer zu Werke gehen und so wie die unzähligen Spaziergänger etwas mehr das Wetter geniessen. Jürg kam das entgegen, denn nachdem er am letzten Sonntag eher etwas hinterher hinkte, konnte er heute an Steigungen davonziehen und das tat ihm bestimmt gut.

Das Problem am "müde biken" ist jeweils, dass es mir auch die Lust an der sportlichen Betätigung nimmt. Ich beginne mich dann jeweils zu fragen weshalb ich mir das antue und nicht auch wie viele Andere am Waldrand auf eine schöne Aussichtsbank sitze und die Welt an mir vorbeiziehen lasse. Doch genau diese Momente muss ich auch überwinden lernen. An den 7 Tagen des Gigathlons werden mir bestimmt mehrere solcher Momente begegnen und dann heisst es nichts anderes als auf die Zähne beissen und durchhalten.

Trotzdem war ich froh, als wir zum Schluss in einem nahegelegnen Restaurant einen Halt einlegten und uns für unsere Tour mit Kaffe und Kuchen belohnten. Für mich war es heute wirklich zäh, doch meine Sommerform wird es mir bestimmt danken ;-) Der Tacho sagt: 40 km., 2:16 Std., 680 Hm.

ohne Bilder

Nach ein paar Besorgungen und einem ausgiebigen Brunch, testete ich das Wetter. Kurz vor Mittag war es noch immer leicht neblig und nur knapp über Null Grad. Also keine Eile. Bis ich angezogen war und losfuhr, war es kurz vor halb ein Uhr am Mittag. Die Hügelkuppen lagen im Sonnenschein und die Wege waren meist trocken, nur an schattigen Stellen war es teilweise noch spritzend nass.

Ich fuhr heute zum wiederholten Mal den Kyburgloop und hängte noch den Irchel an. Eine lange, heftige Tour. Entsprechend müde bin ich nun. Der Tacho sagt: 64 km., 4:09 Std., 1'500 Hm. Ich hatte den Fotoapparat immer dabei, doch ich hatte keine Lust um zu fotografieren. Irgendwie wollte ich einfach nur biken. Das Wetter wurde stetig besser, obwohl es mit 4 - 9° Grad recht kühl blieb.

Während des Fahrens dachte ich lange darüber nach, ob ich einen MP3-Player kaufen soll um dann auch mal mit Sound im Ohr 3, 4 Stunden im Sattel zu kurbeln. Das ist gross in Mode gekommen und natürlich reizt auch mich das Thema. Obwohl ich bisher immer besonderen Wert auf das Naturerlebnis legte und mit allen Sinnen biken will. Wenn man alleine fährt, wäre Musik im Ohr aber schon unterhaltend. Vor allem auf der Strasse, wo die Monotonie grösser ist. Ich habe mich (noch) nicht entschieden. Noch summe ich Lieder, die sich in meinen Gedanken verfangen und höre die Geräusche des bikens offenen Ohres.

Freitagsbiken

An einem Tag wie heute sollte man nach dem Mittagessen auf's Mountainbike können und eine schöne Grundlagentour fahren. Blauer Himmel, Sonnenschein, so 7 bis 10° Grad. Herrlich! Na ja, heute war ein Arbeitstag und ich hätte eher noch länger arbeiten können, als früher abschleichen.

Als ich mich dann auf den Heimweg machte, verschwand gerade die Sonne am Horizont und so radelte ich in die Dämmerung und die kommende Nacht hinein. Ich fuhr dem Glattuferweg entlang bis zum Bahnhof Glattfelden und von da über die Weiler Nussbaumen und Eschenmosen nach Hause. Das Bike funktioniert einwandfrei, auch die Beleuchtung. Die neue Bremse zieht schon sehr gut. Da bin ich positiv überrascht. Nichts quitscht oder schleift.

Der Wetterbericht für das kommende Wochenende ist richtig nett. Am Morgen noch kalt und neblig, gegen Mittag Auflösung des Nebels und dann Sonnenschein bei etwa 10° Grad. Geradezu prädestiniert für eine längere Trainingstour. Morgen hole ich nach, wonach ich mich heute sehnte. Der Tacho sagt: 51 km., 2:14 Std., 420 Hm.