INTENSE Spider29 - erste Fahreindrücke

Auf der heutigen Pizoltour fuhr ich die ersten Kilometer mit dem neuen INTENSE Spider29. Hier der erste Eindruck:

positiv:

  • Sitzposition. Das passt wirklich gut. Der 7° Grad abgewinkelte Lenker fährt sich sehr angenehm. Mitte Sattel bis Mitte Lenker messe ich 77cm.
  • Hintere Federung. Der VPP-Hinterbau und der SPV-Dämpfer bringen berghoch Stabilität und bergrunter Komfort. Das funktioniert wirklich hervorragend. Wenn ich berghoch auf Asphalt die Gabel blockiere und aus dem Sattel gehe fährt sich das INTENSE fast wie ein Hardtail. Superb.
  • Schaltung. Nach einer kurzen Justage funktionierte alles immer tadellos. Die Griphshift Drehgriffe liegen gut in der Hand.
  • Bremsen. Die 185mm Bremsscheiben halten auch langen Abfahrten stand. Die Carbonhebel sind sexy und beide Bremsen lassen sich mit einem Finger bedienen.

negativ:

  • Federgabel. Die Reba gibt nur 75mm Federweg her. Das ist zuwenig. Ich will die erwarteten 100mm. Ich hoffe doch, dass der Händler die Gabel auf 100mm umbauen kann.
  • Steuersatz. Mein Händler kriegte einen falschen Chris King Steuersatz angeliefert und hat deshalb einen billigen noname Steuerstatz montiert, welcher sich nicht richtig einstellen lässt. Ohne Spiel am Steuersatz geht die Lenkung schwergängig und sobald etwas Spiel da ist spürt man das beim bremsen gleich deutlich. Das Problem löst sich jedoch, sobald der richtige Steuersatz da ist und eingebaut wird.

Das Bike fährt sich in der aktuellen Konfiguration ziemlich unausgewogen. Vorne ist einfach zu wenig Federweg da. Die Front ist zu tief und zu unkomfortabel. Berghoch zwar nett, doch bergrunter verschenktes Potential. Der Hinterbau fährt sich perfekt und würde locker mehr Speed vertragen. Das Gabelthema werde ich also als Nächstes angehen müssen.

Grosse Räder. Heute hatte ich enorm Mühe um berghoch zu fahren. Ich fuhr schon lange im kleinsten Gang und hätte gerne noch weiter runtergeschaltet, doch ich konnte halt nicht mehr. Die 10% mehr Radumfang merkt man berghoch schon. Hilfreich wäre ein 20er Kettenblatt anstelle des original 22er Kettenblatts, doch so wie ich das sehe, geht das nicht. An der Truvativ Stylo Kurbel sind die Befestingsschrauben den kleinsten Kettenblatts schon ganz nahe an der Kette. Ein 20er wird es dafür wohl nicht geben.

Overall. Der Rahmen hat ein super Potential und funktioniert auch sehr gut. Eine passende Federgabel muss vorne aber bestimmt 100mm Federweg bieten um entsprechend mithalten zu können. Mal sehen, wie sich die Sache optimieren lässt.

Pizoltour

Pünktlich um 07:00 Uhr holte ich Jürg zuhause ab und wir machten uns gleich auf den Weg nach Bad Ragaz, zum Start und Ziel der heutigen Tour. Verkehrstechnisch lief es reibungslos und um 08:30 Uhr sassen wir auf unseren zwei neuen Bikes und starteten zur Jungfernfahrt. Die Pizoltour hat es wirklich in sich. Man durchquert die kleine Ortschaft und nach den letzten Häusern startet gleich die erste echte Härteprüfung. Es folgt ein übler Schotterweg mit dauerhaften 15% Steigung. 400 Höhenmeter am Stück, der steilste fahrbare Teil der ganzen Tour. Der kleinste Gang, 22-34, bleibt nicht in Position  und die Kette springt wieder aufs zweite Ritzel. Wir halten kurz an um am hinteren Wechsel die innere Position etwas zu justieren. Mir läuft der Schweiss in Strömen, der Plus liegt stetig über 165. Insgesamt 3x muss ich in der Steigung kurz anhalten und den Puls beruhigen, jeweils etwa 3 Minuten. Die Anstrengung ist gewaltig. Danach folgt eine kurze Asphaltabfahrt, bevor dann die 1'100 Höhenmeter am Stück hoch zur Alp Lasa anstehen. Wir machen einen Essenshalt, ca. 10 Minuten und nehmen dann die Steigung in Angriff. Etwa in der Mitte der Steigung liegt die Alp Branggis, ein idealer Halt um nochmals etwas zu essen. Hier genehmige ich mir ein Squezzy Energie Gel. Das hat nicht viel genützt, denn ich fühlte mich nach wie vor matt und leer. Die Strasse steigt zur Alp Lasa so steil an, dass ich auch da mal einen Zwischenstop brauchte.

Am Ende der Asphaltstrasse beginnt ein schotteriger Alpweg, der bald in einen engen und steilen Wanderweg übergeht. Bald schon ist Schluss mit fahren und die letzten etwa 300 Höhenmeter muss man das Bike tragen und der Weg wird sehr ausgesetzt und anstrengend. Noch fehlt mir die Routine beim tragen des INTENSE, mit dem ARROW finde ich eine bessere Position auf Schultern. So wie auf dem Bild trage ich auch das ARROW, doch das INENSE liegt nicht so gut im Nacken und deshalb ist so wie abgebildet für Arme und Hände sehr kräfteraubend.

Am höchsten Punkt der Tour dann das obligate Gipfelfoto und zur Belohnung dann ein Kaffee mit Nussgipfel. Und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Der Tacho sagt bei derPizolhütte: 18 Kilometer, 1850 Höhenmeter -> macht 10% Steigung im Schnitt! Nicht übel. Etwa 2:20 Std. immer berg hoch, was knapp 800 Höhenmeter pro Stunde entspricht.

Für die Abfahrt auf der anderen Bergseite ziehen wir die Jacken über, kontrollieren noch kurz die Bremsen und testen dann die Downhill-Qualitäten unserer Bikes. Die ersten 3-400 Höhenmeter sind ziemlich anspruchsvoll, mit Bergbachüberquerungen und einem noch kleinen Schneefeld. Das macht alles richtig Spass. Bald schon treffen wir jedoch auf die ersten Häuser rund um eine Bergbahnstation und von da weg werden noch über 1'000 Höhenmeter auf einer Asphaltnebenstrasse vernichtet. Die hinteren Scheibenbremsen beginnen zu glühen, und meine beginnt zu quitschen, doch sobald sie sich wieder abkühlt, ist das quitschen auch wieder weg. Damit kann ich gut leben. Im Talgund angekommen folgten wir einem Wanderweg für die letzten Kilometer zurück nach Bad Ragaz. Der Tacho sagt: 39 km., 3:28 Std., 1'920 Hm.

Diese Tour ist kurz aber richtig hart. Das kann man am gefahrenen Durchschnitt von 10,8 km/h gut erkennen. Was den Formtest für den Gigathlon anbelangt bin ich etwas zwiespältig. Einerseits brauchten wir dieses Jahr etwa 20 Minuten weniger lange für die ganze Tour als letztes Jahr, was als solches ein gutes Zeichen ist. Andererseits fühlte ich mich die ganze Tour kraftlos und matt und musste wieder Verschnaufpausen einlegen um die langen Anstiege zu packen. Ehrlich gesagt hätte ich eine bessere Bergleistung erwartet, doch so ist nun mal die Realität. Die 4'000 Kilometer 2007 bis jetzt, hin oder her.

INTENSE Spider 29 is born

Hier ist es nun:

 Heute abend konnte ich das neue Mountainbike beim Händler abholen und zuhause angekommen musste ich im Garten natürlich gleich noch ein, zwei Bilder schiessen. So sauber wie jetzt wird es nie mehr sein. Leider war es ziemlich stark bewölkt und es begann bereits etwas einzudunkeln, also nicht wirklich gute Lichtverhältnisse. Danach verzog ich mich in die Garage und studierte die Bedienungsanleitungen von der Reba-Luftgabel und des Manitou-Luftdämpfers. Ich befolgte alle Einstellschritte und pumpte die Federelemente gemäss Angaben für 95kg Fahrergewicht. Nicht dass dies der Händler nicht schon gemacht hätte,doch ich wollte es selbst tun um später zu wissen, was wofür ist. Dann montierte ich die Tachoelemente vom KISH ans INTENSE, damit ich die morgige Tour aufzeichnen kann. Zum Schluss pumpte ich die Reifen auf 2,7 bar, fuhr eine kurze Testrunde vor dem Haus und bestaunte das schöne Rad noch etwas.

PS: Das fertige Bike in Grösse L wiegt an der Digitalwaage 13,4 Kilo
PPS: Jürgs neues Bergamont 26-Zoll wiegt in Grösse XL 11,8 Kilo
PPPS: Morgen wird es bestimmt ein paar schöne Bilder mit echten Bergen geben.

Vorfreude

Angedacht war eine Feierabendtour mit Jürg und deshalb packte ich schon gestern Abend das ARROW und alle nötigen Kleider und Utensilien ins Auto.

Gegen abend rief dann Jürg an und erzählte, dass sein am Dienstag bestelltes Bike bereits heute beim Händler eingetroffen ist und dass er es natürlich gerne sehen möchte. Ich war beruflich abgekämpft und deshalb auch schnell bereit, mich mit ihm beim Händler zu treffen und nachher gemeinsam Essen zu gehen. Ich war ja auch ganz gespannt zu sehen, wie weit mein INTENSE schon aufgebaut ist.

Kurz vor Ladenschluss betraten wir dann BIKERS HEAVEN !

Zwei superdupermegaoberaffenturbotittengeile Mountainbikes!

Das Bergamont ist sehr schön gemacht, das rot und weiss des Rahmens, zusammen mit der weissen Reba-Gabel sieht klasse aus. Die Farbübergänge sind mit blauen Filets sehr schön gestaltet. Die goldige Scheibenbremse (Magura Martha SL) ist das Tüpfelchen auf dem i einer sehr guten Ausstattung. Die kurze Testrunde auf dem Parkplatz machte schon richtig Laune.

Daneben dann das fast fertige INTENSE mit diesen grossen 29-Zoll Rädern... Boah ey! Die weisse Gabel und der weisse Specialized Sattel passen super. Auch die schwarze Truvativ Stylo Kurbel stimmt. Es fehlt eigentlich nur noch der Steuersatz, dann ist es fertig. Morgen abend kann ich beide Bikes abholen und dann werden hier auch ganz sicher erste Bilder zu sehen sein.

Der Wetterbericht für Samstag ist ansprechend bis gut und Jürg und ich wollen dann die neuen Bikes gleich einer ersten ernsthaften Prüfung unterziehen. Wir wollen auf den Pizol (wie genau vor einem Jahr). Da ist schon klar, dass ich Vorfreude verspüre...

7 Monate und 10 Tage

7 Monate und 10 Tage habe ich nun auf den Rahmen meines neuen INTENSE Spider 29, Large, pearlwhite Mountainbikes gewartet. Am 17. November 2006 bestellt. Und heute abend konnte ich nun endlich den richtigen Rahmen in meinen Händen halten.

     

Ich hatte keine Digicam dabei, deshalb leider keine Bilder. (Es werden bestimmt noch genug Bilder folgen). Die weisse Pulverbeschichtung ist sehr schön und schimmert auch wirklich leicht perlfarben. Die grauen Beschriftungen sind diskret. Gleichmässige Schweissnähte zeugen von guter Handarbeit made in USA. Der Rahmen wirkt solide und dennoch edel. Dann habe ich Sitzrohr und Oberrohr nachgemessen. Es stimmt, wirklich Grösse L. Zum Schluss noch an die elektronische Waage damit: 3,16 Kilo (100g schwerer als Grösse M). Oder über 300g schwerer als in meiner Exceltabelle. Da steigt das Gesamtgewicht am Ende wohl über die 13 Kilo Marke... egal. Mein Händler fotografiert morgen den Rahmen und baut ihn dann auf. Am Wochenende sollte eine erste Tour damit möglich sein. Unglaublich... ich kann es noch gar nicht so richtig glauben.

noch schnell gebloggt

Dies ist wiedereinmal eine furchtbar anstrengende Arbeitwoche. Als Stv. des Abteilungsleiters muss ich klarerweise in dessen Abwesenheit zusätzliche Aufgaben übernehmen und so wird es immer anstrengend und spät. Zum Glück ist das Wetter nicht besser... Wäre es herrliches Bikewetter und ich sässe bis 19:00 Uhr im Büro... da würde ich die Krise kriegen. So geht es ja noch ;-) Bei Regen spielt es dann auch keine Rolle, wenn ich -so wie vorhin- noch eine Stunde Sitzungsvorbereitung abends zu Hause erledigen muss, weil unter tags keine Zeit dafür blieb.

Generell nimmt der Druck im Job dieses Jahr stetig zu. Ich rudere zwar immer heftig um nicht unter zu gehen, doch so mal richtig Luft kriegte ich bisher noch nicht. Es reicht nur immer grad so. Na ja, wie auch immer. Ich versuche es als Herausforderung zu sehen. Es kann fast nur besser werden ;-)

den Durchblick

Heute abend habe ich nochmals an meinem Gigathlon-Zeitplan gearbeitet und nun endlich ist mir der Ablauf der ganzen Veranstaltung in etwa transparent. Es hat nun doch einige Stunden gedauert bis ich alle sieben Tage sowie An- und Abreise beisammen hatte. Doch wenn ich nun den ausgedruckten Zeitplan vor mir liegen sehe denke ich, es hat sich gelohnt.

Bikemässig sieht der Wetterbericht für die nächsten Tage nicht vielversprechend aus. Doch am nächsten Samstag will ich eine Tour mit kräftig Höhenmeter fahren um zumindest einmal vor dem Gigathlon einen Anstieg mit über 1'000 Hm am Stück zurückgelegt zu haben. Dafür plane ich mal proforma die Pizol-Tour (knapp 40km und 2'000 Hm) ein. Meine Frau hat dann tagsüber ein eigenes Programm und so kann/soll ich den Tag auch zum Training nutzen.

sonniger Sonntag

Heute stand unsere Grillparty für 14 Personen auf dem Programm und deshalb begannen wir schon bald mit den Vorbereitungsarbeiten dafür. Da galt es Tische und Stühle für alle herbei zu schaffen, Sitzkissen auszuteilen, Tischdecken aufziehen, die Apérosnacks vorzubereiten, die Nudeln für den Nudelsalat abkochen, und, und, und... schon bald trudelten die ersten Gäste ein.

Es wurde ein schöner Nachmittag und Abend, an dem wir alle gut gegessen und uns -zumindest nach meinem Empfinden- gut unterhalten haben. Hanspeter hat mich am Grill unterstützt, Lucia brachte das Dessert mit. Alles war wunderbar. Heute hatten wir auch Wetterglück, war es doch noch lange sonnig und warm. Nun soll es ja kippen und unbeständig und kühl werden. Der Vorteil von Freunden mit Kindern ist der, dass sie sonntags nicht allzu lange bleiben, da die Kids am Montag zur Schule müssen. So bleibt noch etwas Zeit um alles wieder aufzuräumen und Normalbetrieb wieder herzustellen. Dazu gesellt sich dann noch dieser Blogeintrag und die Welt ist wieder in Ordnung... Es war ein schöner Sonntag. Ganz ohne Velokilometer...