Bikers Heaven

Heute abend kaufte ich mir wiedereinmal eine Mountain Bike Zeitschrift und schon vor dem Nachtessen habe ich eine halbe Stunde darin geschmökert. Gegen abend zeigte sich hier nocheinmal schön die Sonne. Nach dem Essen wollte ich noch etwas mit meinen Bikes ausfahren. Nichts Ernsthaftes, ohne schwitzen, ohne Bikekleider, einfach etwas spazieren fahren. Posen ;-) , nur für mich.

Zuerst nahm ich das INTENSE. Ich stecke mir die Dämpferpumpe hinten in die Hose, weil ich am Dämpfer noch etwas rumspielen wollte. Ich will mich mit den verschiedenen Funktionen (Luftdruck, Dämpfung, SPV) etwas vertraut machen um so dann zu der besten Einstellung zu finden. Momentan: 13 bar, -12 Klick, Stufe 2. Nun federt das Bike ausgewogen, vorne wie hinten etwas eingetaucht (Sag), komfortabel. Die 1. Augusttour werde ich in dieser Einstellung einmal fahren und sehen, wie es sich bewährt.

Am Samstag habe ich den Sattel gewechselt. Der weisse Specialized Toupe Sattel drückt mich aufs Schambein und die Selle Italia SLR Gel Flow Sättel, welchen ich an allen anderen Bikes fahre, tun das nicht. Also schraubte ich den schwarzen Sattel vom KISH ans INTENSE und testete am Samstag. Ja, dieser Sattel passt einfach besser zu meinem Hintern. Ich bin damit bequemer unterwegs und ehrlich gesagt sieht das Bike mit dem schwarzen Sattel noch fast besser aus, als mit dem weissen. Das war irgendwie "too much!"

Ich stellte das INTENSE in die Garage und nahm das KISH zur Hand. Da musste nun zuerstmal ein Sattel drauf. Ich nahm den schwarz/gelben SLR vom Nöll. Nun steht dieses Bike halt ohne Sattel da.

Auf der kleinen Testfahrt habe ich die Federgabel gleich eingestellt wie am INTENSE. +9 bar, -9,5 bar. Das passt auch da. Das KISH ist wirklich ein Spassbike. Es ist leicht und wendig. Schnell, direkt und kompromisslos. Der Lenker dürfte etwas schmaler sein. Im Wiegetritt fehlen mir die Hörnchen.

Diese zwei Bikes sind wirklich der Hammer! Da werden das ARROW und das Nöll harte Zeiten vor sich haben... es ist der volle Luxus.

Heimattrails

Morgens um neun Uhr traf ich Jürg und Pino für eine Bikerunde. Das Wetter war perfekt. Noch 18° oder 19° Grad, mit etwas Bewölkung, doch bald schon schön und mit 24° Grad auch angenehm warm. Wir kombinierten verschiedene Singletrails entlang unserer Standardrunde. Der Boden war ideal griffig. Nur wenige Stellen waren noch nass oder rutschig. Jürg und Pino sind gut in Form. In den Steigungen hängen sie mich regelmässig ab. Das kenne ich ja. Vor dem Irchelturm versuche ich nochmals "Sprungbilder" zu machen und die beste Aufnahme ist von Pino. Genauso wie rechts, auf einer steilen Abfahrt. Er hat heute das Leadertrikot der Tour de France ausgeführt. ;-)

Bei der kleinen Beiz an der Tössegg machten wir einen längeren Halt und liessen uns 3 Servelats auf dem Grill braten. Wir hatten uns viel zu erzählen und unterhielten uns blendend. Nach der Stärkung am Flussufer folgte dann die Steigung hoch auf den Rhinsberg und von da via Wagenbreche nach Eschenmosen. Es war eine superschöne Runde an einem idealen Biketag. Der Tacho sagt: 48 km., 2:58 Std., 1'180 Hm.

Ich habe im TwentyNiner-Forum eine 1. Augusttour angekündigt und die heutige Runde wäre in etwa die Runde, die ich dann fahren würde. Ev. mit noch einem Trail mehr.

ein Dank an Veloplus

Am Freitag habe ich von Veloplus den reparierten HAC4 plus Computer wieder zurück erhalten. Das Gehäuse wurde getauscht und neue Dichtungen eingesetzt. Nun sollte er wasserdicht sein. Das hat nur knapp eine Woche gedauert. Das finde ich wirklich super. Schon oft war ich erstaunt wie schnell die Onlinebestellungen ausgeführt werden und die Ware schon nach ein paar Tagen im Briefkasten liegt.

Veloplus ist nicht wirklich günstig, doch sie haben ein sehr gutes und grosses Sortiment und der Service ist in Sachen Beratung oder wie jetzt erlebt, Garantieabwicklung, wirklich top. Immer sehr kompetent, hilfsbereit und freundlich.

gut genutzter Tag

Heute Morgen bin ich wieder mit dem INTENSE zur Arbeit gefahren. Ich bin nicht Vollgas, doch ziemlich zügig gefahren, weil ich mit den gestrigen 44 Minuten für die Strecke nicht wirklich zufrieden war. Heute schaffte ich es in 42 Minuten. Nicht schlecht, doch wenn ich mich recht erinnere, liegt der Rekord bei etwas mehr als 40 Minuten. Es liegt also noch etwas drin.

Arbeitsmässig hatte ich einen guten Tag. Man merkt deutlich, dass viele Leute derzeit in den Ferien sind und so hat man auch mal Zeit um konzentriert eine Arbeit zu erledigen, ohne dass man dauernd durch Telefonate oder Mails unterbrochen wird. So konnte ich gegen abend sogar ein paar "alte" Pendenzen anpacken. Gut so.

Nach Feierabend hatte ich mich mit Jürg und Thomas auf eine Feierabend-Bikerunde verabredet und so machte ich mich kurz vor 17:30 Uhr auf den Weg. Draussen war es schön und herrlich warm. Mein Tacho zeigte 26° Grad - ideales Bikewetter also. Als ich bei Jürg im Geschäft vorfuhr, wartete er bereits auf mich und auf dem Weg zu Thomas machte er gleich klar, dass er heute gut motiviert und zügig unterwegs ist. So war es dann nicht verwunderlich, dass er zusammen mit Thomas an der Steigung zur Lägern-Hochwacht davonzog und ich die beiden schon bald aus dem Blickfeld verlor. Das machte mir nicht sonderlich viel aus. Ich kenne diese Situation ja und fuhr deshalb ganz ruhig mein eigenes Tempo. Oben auf der Aussichtsplattform trafen wir uns wieder und besprachen die möglichen Downhills. Da das Restaurant Bergwerk jeden Donnerstag geschlossen ist, können wir locker wiedereinmal die Abfahrt nach Boppelsen unter die Stollen nehmen. Stellenweise war es noch ziemlich feucht und rutschig, doch wir hatten mächtig Spass und liessen es richtig krachen. Nachdem ich gestern abend noch etwas Luft aus der Positivluftkammer der Federgabel abgelassen habe passt das Setup nun super. Gabel und Hinterbau sprechen nun feinfühlig an, ohne bei groben Schlägen durchzuschlagen. So gefällt es mir.

Wir entschieden uns im Restaurant Waldhaus Katzensee ein Häppchen zu essen und machten uns direkt auf den Weg dorthin. Die grosse Gartenterasse war sehr gut besucht und eine grosse Dixieband (mehr als 10 Mann) spielte gute Musik. Jürg und ich verdrückten eine Wurst vom Grill um für die letzten Kilometer zu Jürgs Auto nochmals etwas Kraft zu tanken.

Als es langsam einzudunkeln begann verabschiedeten wir uns von Thomas und machten uns auf den Weg. Ich fühlte mich noch gut und so entschied ich mich, direkt mit dem Bike nach Hause zu fahren und mich nicht von Jürg chauffieren zu lassen. Um nicht von der Dunkelheit verschluckt zu werden musste ich mich noch ziemlich ranhalten und als ich gegen 21:45 Uhr vor die Garage fuhr war die Sicht schon etwas grenzwertig.

Das hat dann doch noch ziemlich Kilometer gegeben. Schön. Für eine Feierabendtour sogar: sehr schön! Der Tacho sagt: 76km., 3:42 Std., 1'040 Hm

Zuhause dann duschen, etwas trinken, diesen Blogeintrag schreiben und nachher noch etwas Bike-Foren abklappern und surfen. Diesen Tag konnte ich wirklich voll ausnutzen. Schade, gibt es nicht mehr solche durchs Band positive Tage... (meist stehe ich mir dafür selbst im Weg)...

heute schon gedopt?

Als begeisterter Fahrradfahrer komme ich natürlich auch nicht um das Thema Tour de France und Doping herum. Es ist wirklich traurig, was sich da derzeit abspielt. Fast täglich neue Dopingsünder und Teams die aus dem Rennen aussteigen. Der Führende steht im Zwielicht weil er sich im Training nicht kontrollieren liess und der Zweite darf nur deshalb mitfahren, weil er vom Zeugenschutzprogramm um die Affäre Fuentes profitiert. Traurig, traurig.

Was soll ich dazu sagen?

Meiner bescheidenen Meinung nach ist Sport ein Abbild unserer Gesellschaft, unserer Leistungsgesellschaft. Für Ruhm, Ehre und Geld werden alle Bedenken über Bord geworfen. Ellenbogen zeigen, sich mit erlaubten und auch unerlaubten Mitteln zum Erfolg bringen, denn nur das Resultat zählt, so wird heute in sehr vielen Bereichen vorgegangen. Ob nun der unter Druck stehende Banker kokst, kifft oder säuft ist so lange egal, wie er sich nicht erwischen lässt. Um erfolgreich zu sein und sich besser konzentrieren zu können werden heute schon Kinder in der Schule gedopt (Ritalin) und selbst Pensionierten wird suggeriert, dass Sie allzeit leistungsfähig und aktiv sein müssen (Vitaminpräparate usw.)... weshalb soll es denn im Spitzensport, wo es um viel Geld und Ruhm geht anders sein? Und wer glaubt, dass es sich hier um ein reines Radsportproblem handelt ist wohl etwas naiv. Im Radsport sind die Kontrollen einfach am umfangreichsten weil bei Anlässen wie der TdF halt auch unmenschliche Anforderungen gestellt werden und Doping deshalb nahe liegt.

Wie kann dem Problem begegnet werden? Eine Dopingfreigabe ist keine Lösung. Den Profiradsport auszutrocknen (keine Medienpräsenz = keine Sponsoren = kein Geld, kein Ruhm) wäre eine Möglichkeit, doch auch nicht wirklich eine gute Lösung. Bleibt also nur, eine Pause einzulegen und ernsthaft nachzudenken. Ich wäre dafür, dass 2008 keine Etappenrennen wie TdS, TdF, Giro, Vuelta, etc. durchgeführt werden und an Eintagesrennen noch stärker kontrolliert wird (wieso nicht jeweils alle Profis testen?). Während des Jahres 2008 muss dann ein neues Dopingreglement ausgearbeitet werden. Es geht nicht ohne drastischere Strafen und Bussen. Wieso nicht auch z.B. die Betreuer und Teams bestrafen oder sperren? Wieso nicht 3 Jahre Sperre für Ersttäter und lebenslange Sperre für Wiederholungsdoper? Das ist natürlich nur so ein unausgereifter Gedankenfurz, doch irgendwas muss nun geschehen.

PS: Ich fuhr heute das erste Mal mit dem INTENSE zur Arbeit. Überhaupt: Seit dem 19. Juni bin ich nun nicht mehr per Bike ins Geschäft gefahren. Es wurde also allerhöchste Zeit. Der Tacho sagt: 33km., 1:32 Std., 400 Hm

Gigathlonberichte fertig

Heute habe ich den letzten Tag des Gigathlons beschrieben und schliesse damit meine Nacherzählungen dazu ab. Es fehlen nun noch ein Online-Fotoalbum sowie eine Art Zusammenfassung. Mit zwei, drei Wochen Abstand kann ich dann das Erlebnis Gigathlon für mich eher bewerten und ein Fazit ziehen.

Ansonsten habe ich mich heute darauf vorbereitet um Morgen wiedereinmal mit dem Bike zur Arbeit zu fahren. Ich habe frische Kleider in der Firmengarderobe platziert und die Bikekleider für morgen früh liegen auch schon parat. Da freue ich mich nun drauf. Gute Nacht.

Palfris-Tour

Morgens um 07:30 Uhr verabredete ich mich mit Jürg, Geri und Remi für eine Biketour. Wir fuhren mit dem Auto nach Sargans und starteten da zur Tour Nr.33 Palfris, aus dem Buch Mountainbike Erlebnis Ostschweiz und Vorarlberg, die 40 schönsten Rundtouren, von Vital Eggenberger. Das Wetter war mässig. Als wir durch Zürich fuhren regnete es nochmals ziemlich stark, doch ein paar Kilometer später tropfte es nur noch etwas. Am Bahnhof Sargans bauten wir unsere Räder zusammen und machten uns fahrfertig. Es tropfte noch leicht. Jürg und Remi fuhren in Regenjacke, Geri trug eine Windweste nur ich fuhr kurz-kurz los.

Wir wussten zu Beginn der Tour nicht so genau wo durch es ging und so kam es, dass wir irgendwann etwa 200 Höhenmeter oberhalb des eingezeichneten Wegs lagen. Das beunruhigte uns nicht sonderlich, weil die Wanderwegweiser stets auch mit Kurhaus Alvier angeschrieben waren und die Strecke dorthin sehr schön zu fahren war. Beim Kurhaus traffen wir dann auf die eingezeichnete Asphaltstrasse und konnten so die letzten 700 Höhenmeter bis zum Berghaus Palfris relativ einfach erkurbeln. Das Wetter besserte sich ganz langsam. Regenwolken wurden über die Gebirgsketten geschoben. Der Tacho sagte: 12° Grad. Durch den Wind fühlte es sich jedoch kühler an. Wir wollten noch eine Gaststätte weiterfahren und im Berghaus Strahlrüti eine Essenspause machen. Leider war nichts mit "auf der Terasse sitzen". Stetig trieben Wolken vom Tal nach oben. Wir machen es uns deshalb lieber drinnen, in der kleinen Stube gemütlich. 1l. Rivella, 4x Gerstensuppe, 4x Nussgipfel, 4x Biberli, 4x Kaffee-Schnaps. So einfach werden wir glücklich ;-) . Nach dem Essen folgt noch eine kurze Auffahrt und danach die lange und schöne Strecke runter bis nach Heiligkreuz. Die Strecke ist wirklich vom Feinsten. Zuerst führt der Weg über Hochwiesen, zwischen Kühen hindurch, mit traumhaften Ausblicken runter zum Walensee oder nach rechts zu den Churfirsten. Dann geht der Trampelpfad in eine Schotterstrasse über und schon bald folgt Asphalt. Bei einem Wanderwegabzweiger halte ich an und erkläre den anderen die Ausgangslage. Man kann entweder gemütlich und gefahrlos die Strasse runterrollen oder die Wanderwegabkürzungen wählen und dafür einiges geboten erhalten. Der Boden ist aufgeweicht und rutschig. Auf dem Singletrail gilt es also vorsichtig zu fahren. Remi fährt Strasse, Jürg Geri und ich wählen die Wanderwegvariante. Wir müssen ein paar mal absteigen und runterschieben, doch 95% der Strecke ist fahrbar und macht mächtig Spass. Die guten Juicy-Bremsen vermittelten jederzeit viel Sicherheit, die Federung ist nun viel besser eingestellt. Das INTENSE fährt sich nun überzeugend gut. Einzig bei ganz steilen Abfahrten überkommen mich zeitweise Überschlagsgefühle. Ob das nun mit dem steilen Lenkwinkel des Bikes zusammen hängt oder eher von meiner generellen Angst vor solchen Abschnitten herrührt, kann ich nicht wirklich beurteilen. Egal. Das Bike macht nun richtig Freude.

Am Ende des Singletrailgenusses trafen wir kurz nach Heiligenkreuz auf die Strasse zurück nach Sargans. Die letzten Kilometer rollen wir noch etwas aus und bei den Autos angekommen waren wir mit der Tour zufrieden. Der Tacho sagt: 38km., 3:30 Std., 1'460 Hm.

Es ist kurz nach zwei Uhr mittags. Wir machen uns auf den Rückweg und kurz nach drei Uhr packe ich meinen Pluder aus Jürgs Auto in unsere Garage. Zuerst mal duschen. Mittlerweile ist es richtig sonnig... Statt nun faul rumzuhängen entschied ich mich, das INTENSE auch gleich zu duschen und wieder sauber zu putzen. Beim reinigen stellte ich fest, dass sich eine Schraube an einem der Umlenkhebel gelöst hatte und zog diese wieder fest. Das machte mich natürlich etwas unsicher und so überprüfte ich gleich alle Schrauben. Kein Problem. Danach die obligaten Fotos des aktuellen Aufbaus. (Nun mit der RaceFace-Sattelstütze des ARROWs).

shopping

So ein, zwei Mal im Jahr mache ich mich auf Shoppingtour um Kleider zu kaufen. Diesmal brauchte ich zwei Anzüge, Schuhe, Hemden. Ich bin schnell in der Entscheidung und wenn mir etwas gefällt kaufe ich rasch. Ein Anzug in schwarz und einer in silbergrau ist es geworden. Für meine Frau geht das irgendwie zu rasch. Ich müsste viel länger vergleichen und aussuchen ;-) . Ich gehe einkaufen und nicht shoppen. Dafür fehlt mir irgendein Gen.