kurze Runde zum Bike Park Bülach

Das heutige Wetter lud förmlich zu einer kleinen Biketour ein und da Peter nur noch heute in der Schweiz weilte, wollte ich ihm noch kurz die Brettertrails des Bikeparks Bülach zeigen. Auf dem Weg dahin, nahmen wir es recht gemütlich und quatschten ausgiebig. Peter wird bald in der Schweiz eine Arbeitsstelle antreten und da gibt es natürlich einiges zu bereden.

Beim Bikepark versuchten wir uns an den Brettertrails und Peter machte da eine richtig gute Figur. Er hat die Trails super gepackt und zur Bestätigung hier ein Foto davon. Danach fuhren wir noch die Singletrailstrecke ab und machten uns dann auf den Heimweg. Die Zeit drängte etwas und deshalb mussten wir etwas mehr Druck aufs Pedal geben und dadurch wurde die Konversation etwas einsilbiger ;-) Der Tacho sagt: 31 km., 1:57 Std., 560 Hm

Es war ein schöner Tag und und langsam aber sicher geht es mir auch körperlich wieder besser. Der Schnupfen hat deutlich nachgelassen und es plagt mich nur noch ein ziemlich ekliger Reizhusten, doch auch der wird wohl demnächst verschwinden.

Hometrails

Peter, ein langjähriger Bikefreund aus Deutschland ist derzeit bei uns und so war natürlich klar, dass wir heute eine Tour in meinem Heimrevier fahren werden. Egal, dass es den ganzen Morgen regnete und egal, dass ich noch immer stark erkältet und leicht krank war... Wir nutzten den Morgen für einen Männerbesuch bei Veloplus und als wir am frühen Nachmittag nach Hause fuhren, hörte der Regen dann auch wirklich auf. Also los, Schutzbleche montieren und ab auf's Bike.

Leider konnten wir nicht alle Singletrails abklappern, denn dafür war der Waldboden einfach zu nass und zu glitschig. Ausserdem wollten wir ja auch nicht zu heftige Spuren im Wald hinterlassen (save the trails). Oben beim Irchelturm schoss ich dann das obligate Foto mit Selbstauslöser und wir machten uns dann auf den Weg in Richtung Hochwacht und Tössegg. Von da dann hoch auf den Rhinsberg und über die Wagenbreche nach Eschenmosen. Da zweigten wir links ab und nahmen den Wanderweg runter zur Haumüli Embrach. Zuhause anerbot sich Peter auch mein INTENSE zu putzen, dass ich selbst gleich unter die Dusche konnte um nicht noch auszukühlen und meiner Erkältung weiter Vorschub zu leisten. Danke dafür.

Ich weiss, dass es vermutlich nicht sehr klug war mit einer kräftigen Erkältung eine mehrstündige Tour zu fahren, doch es musste einfach sein ;-) . Wir fuhren deshalb eher gemütlich und das stetig besser werdende Wetter hat uns doch voll entschädigt. Ja, schön war's. Der Tacho sagt: 36 km., 2:42 Std., 930 Hm.

neue 29er Reifen

Mit dem kommenden Herbst werden wohl auch wieder die Touren auf nassem Untergrund zunehmen. Zeit also, sich die richtigen Reifen zuzulegen, denn die aktuellen Bontrager Jones XR sind bei Trockenheit zwar ganz gut und rollen auch sehr leicht, doch das minimalistische Profil ist nicht für nasse Bedingungen geeignet. Deshalb habe ich mir zwei WTB Exiwolf in 2,35 Zoll bestellt, die ich heute abholen konnte.

Zuhause packte ich sie aus und legte sie auf die Waage. 770 Gramm pro Reifen (gegenüber 620 Gramm der Bontrager). Das Bike wird also nochmals 300 Gramm schwerer. Das ist mir egal. Mehr Grip und dadurch mehr Sicherheit sind mir das allemal wert. Meine Frau war erstaunt wir gross ein solcher Reifen ist und nach ein paar Testversuchen stellten wir fest, dass sie durchaus 29er kompatibel ist ;-) Zwei, drei Mal durch das Wohnzimmer gerollt und ja, der Grip stimmt ;-)

Samstagsbiken

Meine Bikefreunde sind entweder in den Ferien oder hatten heute sonstwie keine Zeit und deshalb fuhr ich seit längerem wieder einmal alleine los. Morgens um 10:00 Uhr war das Wetter recht gut, sonnig mit ein paar Wolken und etwa 18° Grad warm. Ich hatte nicht sehr viel Zeit, weil ich am Nachmittag noch ein paar andere Dinge geplant hatte.

Ich fuhr eine Bikerunde mit dem Ziel, bei meinem Bikehändler in Bülach vorbei zu sehen, weil da der DT-Swiss 210L Dämpfer des ARROW aus dem Service zurückkam und ich ihn abholen konnte. Auf dem Weg dahin fuhr ich wiedereinmal am Bikepark Bülach vorbei und entschloss mich spontan, zwei Singletrailrunden zu fahren um die Federungseinstellungen bei dieser Gelegenheit zu überprüfen. Das INTENSE macht nun maximal Spass. Ich mag das softe Ansprechen der Federelemente und die Balance von vorne zu hinten kriege ich immer besser in den Griff. So konnte ich die Strecke zügig abfahren und hatte auch bei holprigen Wurzelpassagen stets ein gutes Gefühl. All die vielen Kurven, Hügel und Senken fordern bei schneller Fahrt wirklich viel Konzentration und mit Druck auf dem Pedal sinkt mein Puls kaum mehr unter 160. Eigentlich eine ideale Test- und Trainingsstrecke. Irgendwann beginne ich hier die Rundenzeiten zu messen...

Nachdem ich beim Bikehändler war stellte ich fest, dass ich ziemlich direkt nach Hause fahren sollte, um nicht in Zeitnot zu geraten. Ich suchte mir den steilsten Weg über den Eschenmoser raus, denn ich wollte auch die uphill-Tauglichkeit nochmals tasten. Das INTENSE klettert exzellent und interessanterweise muss man sich dabei kaum sorgen, dass das Vorderrad am Boden bleibt. Da hatte ich mit dem ARROW jeweils deutlich mehr zu kämpfen. An sehr steilen Rampen musste ich jeweils ganz nach vorne auf  die Sattelspitze rutschen und das Gewicht weitest möglich nach vorne bringen um das Vorderrad unten halten zu können. Beim INTENSE ist das wirklich ganz anders. Ich frage mich natürlich warum und ohne viel von Technik zu verstehen finde ich eigentlich nur zwei mögliche Antworten: 1.) Die längeren Kettenstreben oder 2.) Der steilere Lenkwinkel. Ich tippe eher auf die längeren Kettenstreben, denn bei Uphill-Motorradrennen sieht man viele Motorräder mit überlangen Schwingen die nur deshalb so gebaut wurden, damit sie sich nicht so schnell aufbäumen. Durch den längeren Hebel verändern sich die Kräfte. Wie auch immer: Das Bike klettert wirklich prächtig. Meine Lunge und meine Muskeln sind definitiv der limitierende Faktor. Der Tacho sagt: 35 km., 1:56 Std., 560 Hm

Zuhause nahm ich mich dann noch dem ARROW an. Ich wollte es einem Freund ausleihen und deshalb musste ich es noch in Stand setzen. Der Dämpfer war schnell eingebaut und mit dem richtigen Druck versorgt. Danach wechselte ich noch die Pedale (kein Klick) und den Sattel. Zum Schluss stellte ich den VRO-Vorbau noch nach oben/hinten um die Sitzposition etwas zu verkürzen. Mein Freund ist etwa 10cm kleiner als ich und darauf wollte ich das Bike noch etwas anpassen. Auf der kurzen Probefahrt stellte ich dann fest, dass die hintere Bremse noch etwas rumzickt und das Kabel zum vorderen Umwerfer recht streng läuft. Das Kabel hängte ich kurz aus und ölte die Kabelseele - funktioniert wieder tiptop. Bei der hinteren Scheibenbremse wurde es schon etwas komplizierter. Die Beläge waren fast runtergefahren und deshalb konnte ich die Bremse nicht mehr richtig justieren. Als Rad ausbauen, alte Beläge rausfummeln, Bremskolben zurückdrücken, neue Beläge einbauen und alles wieder montieren. Natürlich musste ich den Bremssattel neu auf die Scheibe ausrichten, damit wieder alles (nahezu) schleiffrei läuft. Noch ein kurze Probefahrt: prima.

Als gegen Abend dann unsere Freunde zu Besuch kamen, mussten wir nur noch ein paar Kleinigkeiten einstellen, bis sich mein Kumpel halbwegs wohl auf dem ARROW fühlte. Sattelhöhe und -neigung, Winkel der Lenkerhörnchen, eh voilà. Danach genossen wir zu viert den schönen Abend auf dem Gartensitzplatz und grillierten uns ein paar zünftige Farmersteaks. Dazu baked patatoes, Süssmais und Tomaten/Mozarella-Salat. Lecker. Das war ein richtig schöner Samstag.

Feierabendtour

Heute abend traf ich Jürg für eine Abendtour. Es war fast 30° Grad warm. Wir fuhren ein paar Singletrails in der Umgebung und stellten dabei fest, dass der viele Regen der letzten Woche den Wegen stark zugesetzt hat. Teils spülte es richtige Rinnen heraus. Erosion live.

Man merkt auch, dass die Tage schon wieder kürzer werden. Als wir zum Nachtessen bei einem Restaurant Halt machten, begann es bereits einzudunkeln. Wir sind eine nette Feierabendrunde gefahren und konnten uns dabei auch gut unterhalten. Ein richtig schöner Abend. Der Tacho sagt: 34km., 2:02 Std., 710 Hm.

Fotosession

Heute abend fuhr ich das INTENSE noch etwas spazieren. Herrliche 26° Grad, Sonnenschein. Der ideale Abend für eine Fotosession. Ich radelte ganz gemütlich durch die Gegend. Das Bike fährt sich wirklich Klasse. Die hintere Federung ist nun super aktiv und trotzdem wippt da nichts. Wenn ich berghoch die Vordergabel blockiere und in den Wiegetritt übergehe, fährt es sich fast wie ein Hardtail.

Ich habe viele Fotos gemacht und etwas mit den Einstellungen am Fotoapparat rumgespielt. Das bedeutete dann jedoch, dass ich aus etwa 30 Bildern am PC die besten 4, 5, aussortiere und den Rest lösche weil es ja schlicht keinen Sinn macht, soviele Bilder zu behalten. Es werden ja dauernd neue hinzukommen. Rechts noch eine Detailaufnahme des Beat-Aufklebers, welcher mir Thomas geschenkt hat. Das gefällt mir gut. Klein und dezent. Habe ich beidseitig angebracht. Danke Thomas.

Biketour über den Lachengrat

Morgens, kurz vor 08:00 Uhr traf Thomas mit seiner Familie bei mir ein. Wir planten eine Biketour im Kanton Glarus und deshalb machten wir uns nach dem Bikeauflad gleich auf den Weg quer durch Zürich. Rund um den Hauptbahnhof waren noch viele Raver der gestrigen Streetparade unterwegs. Einige schliefen am Strassenrand, ein skuriles Bild, wenn man die letzte Nacht so ganz anders verlebt hat und vermutlich vom heutigenn Tag eine andere Erwartung hat. Da huschen verschiedene Welten aneinander vorbei...

In Näfels angekommen machten Thomas und ich uns fahrfertig und ich erklärte der Frau von Thomas wie Sie am besten zum Klöntalersee kommt. Dort will sie mit den Kindern nach Möglichkeit etwas baden oder spazieren, bis wir von unserer Tour zurückkehren.

Gleich bei den letzten Häusern ausgangs Näfels steigt die schmale Teerstrasse hin zum Obersee kräftig an und wir versuchen unseren Rythmus zu finden. Interessanterweise werden wir immer wieder von Autos überholt und wir fragen uns schon, was die alle da oben wollen. Als wir dann die Anhöhe erreichen sehen wir den Grund.Um 10:45 Uhr beginnt in einer Kapelle ein katholischer Gottesdienst und davor standen all die Autos. Am Obersee machten wir einen ersten Verpflegungshalt und von da das Bild links.

Danach ging der Weg hoch zum Lachengrat links vor dem Berg im Hintergrund vorbei und wurde nach und nach steiler. Wir wussten, dass wir die letzten Höhenmeter schieben und tragen müssen und teilten uns deshalb die Kräfte ein. Oben auf dem Grat angekommen setzten wir uns ins Gras und genossen die Aussicht auf den nahen Glärnisch.

Der Downhill war im orbersten Teil unfahrbar, doch nach und nach wurde es besser und es machte Spass, die erstrampelten Höhenmeter wieder zu vernichten. ;-) . Unten am Klöntalersee telefonierte Thomas kurz seiner Frau und wir verabredeten uns am unteren Ende des Sees. Die Asphaltstrasse auf der linken Seite des Sees kannte ich und deshalb überredete ich Thomas heute die rechte Seite zu testen. Da führt bestimmt ein schöner Wanderweg entlang. Tatsächlich. Der Weg war meist gut fahrbar, schmal wie ein Singletrail und die Strecke führte entlang des Seeufers immer etwas nach oben und unten. Super! Natürlich waren heute viele Wanderer unterwegs und so mussten wir das eine oder andere Mal anhalten und kurz warten, bis man gekreuzt hatte. Mit unserer überfreundlichen Art konnten wir böse Worte vermeiden und das friedliche nebeneinander von Wanderern und Bikern hat heute recht gut funktioniert. In Rhodannenberg sind wir dann ins Aussichtsrestaurant gegangen und warteten auf Daniela mit den Kindern. Dabei genehmigten wir uns einen guten Apfelstrudel mit Vanillesauce und genossen noch etwas die warme Sonne. Es hatte mehr Wolken am Himmel als erwartet. Es war insgesamt jedoch schon schön und auch um 25° Grad warm.

Als Dessert folgte dann noch der 400Hm Downhill dem Wanderweg entlang runter nach Netstal. Ein super Tricky Trail mit kleinen Brücken, Absätzen, Treppen, Wurzeln und vielen grossen Steinen. Ein- zweimal mussten wir kurz absteigen schieben, doch 99% war supergenial und 100% Fun. Das war wirklich Spitzenklasse und zauberte uns das bekannte SIngletrailgrinsen ins Gesicht. Am Bahnhof Netstal wartete dann Thomas Familie mit dem Auto auf uns und wir konnten schon bald die Rückfahrt antreten. Der Tacho sagt: 40km., 3:14 Std., 1'420 Hm. 

29er Artikel in der bike

Ich kaufte heute die September 2007 Ausgabe der deutschen Zeitschrift bike. Dies deshalb, weil darin ein mehrseitiger Artikel über 29er Bikes abgedruckt ist. Darin werden zwei Stumpjumper-Bikes mit verschiedenen Radgrössen miteinander verglichen. Zum Schluss wurde folgende +/- Bilanz für die Tentyniner gezogen:

+ rollt leichter über Hindernisse
+ Spurstabiler als 26 Zoll
+ Niedrigerer Rollwiderstand

- Etwas träger in Kurven
- Schwache Laufradsteifigkeit
- Begrenzte Auswahl an Komponenten
- Nur wenig Federweg möglich

Interessant fand ich, dass im ganzen Artikel kein Bezug zur Grösse des Fahrers hergestellt wurde. Ich persönlich denke nämlich, dass für Biker unter z.B. 1,75m ein 29er schlicht unnötig ist. Da passt ein herkömmliches MTB mit 26 Zoll Rädern ganz ausgezeichnet und das Mehrgewicht der grösseren Räder frisst wohl viele Vorteile eines 29er wieder weg.

Wie auch immer. Der Bericht an sich war positiv und so wie es aussieht, werden in den nächsten Jahren wirklich mehr 29er Bikes und Ersatzteile verfügbar sein. (Es soll ja nicht jeder 7 Monate auf einen Rahmen warten müssen...). Vor allem im Reifenbereich würde ich mir mehr Auswahl wünschen. Das scheint schon bald besser zu werden.