motivierender Winterpokal

Dieser Winterpokal stachelt mich ganz schön an. Ich finde es cool, wie alle mitmachen und wie ausgeglichen wir bisher sind. Heute abend -nachdem ich meine Daten eingegeben habe und noch etwas im Forum rumgeklickt habe- habe nun auch ich gemerkt, dass Urs schon Ende Oktoker einen Gesprächsfaden zu unserem Team gestartet hat. Da können wir uns bezüglich Winterpokal etwas austauschen.

(Letzten Winter war ich in einem Team, wo der Spitzenreiter über 40% und der Schwächste unter 5% der Punkte beisteuerte. Ah, sehe gerade, dass es das Team Swiss Cycling auch dieses Jahr wieder gibt und es sich wieder ähnlich entwickelt).

So wie wir dieses Jahr aufgestellt sind, finde ich es doch angenehmer und spannender. Es spornt wirklich an. Es ist zwar nicht wirklich wichtig doch ich bin schon gespannt, ob wir es noch unter die ersten 100 schaffen. Derzeit liegen wir auf Platz 115. Es macht mir echt Spass, in dieser Gruppe mit dabei zu sein. Dass wir alle auch bloggen macht die Sache noch zusätzlich interessant.

und los

Ich stellte gestern den Wecker auf 06:20 Uhr und nahm mir vor: "wenn es am Morgen nicht regnet, fahre ich mit dem Bike zur Arbeit." Und siehe da, es regnete nicht. Natürlich wäre ich auch gerne noch einmal eine halbe Stunde im Bett geblieben, doch beides geht halt nicht.

Die Strassen waren vom gestrigen Regen noch stellenweise nass und da konnte ich mir gut vorstellen, wie dreckig die Waldwege sein würden, die ich normalerweise fahre. Ich habe gestern zu lange geputzt um das Bike nun gerade wieder einzusauen, darum entschied ich mich, auf der Strasse zu bleiben. Lieber locker und sauber kurbeln - nicht gleich am Montagmorgen in den Dreck ;-)

Abends musste ich dann noch zum Zahnarzt. Das erledigte ich per Tram, da ich nicht in Bikeklamotten auf dem Zahnarztstuhl sitzen wollte. Bis ich dann wieder im Büro war und mich dort umgezogen hatte, war es schon stockfinster bis ich aufs Bike steigen und den Heimweg antreten konnte. Die kühle Luft tat meiner strapazierten Backe gut. Als ich dann zuhause eingetroffen bin, war der Schmerz so gut wie weg und der Hunger aufs Nachtessen war auch schon da. Sehr gut. Auch heute hat sich das früher Aufstehen gelohnt. Der Tacho sagt: 32 km., 1:31 Std., 400 Hm.

Sonntagsputz

Nach der gestrigen Biketour war das INTENSE ziemlich dreckig und das KISH stand ja ebenfalls noch eingesaut in der Garage. Deshalb war heute putzen angesagt. Ich musste das Aussenwasser wieder anstellen denn es war rasch klar, dass ich heute zuerst mit Schlauch und Wasser den Dreck von den Bikes abspritzen muss. Dann mit dem Eimer mit Schwamm und Bürste die Feinarbeit rundherum, bevor ich mit dem Schlauch noch einmal alles abspüle. Dann etwa eine Stunde abtrocknen lassen.

- Weihnachtsbeleuchtung an Dachkante montieren -

Auf dem Montageständer widme ich mich dann jedem Bike noch einmal gründlich. Ich schütze die Bremsscheiben mit Duschhauben, sprühe etwas Kriechöl (Brunox) auf den Rahmen und einen Putzlappen, mit dem ich dann alle Teile abreibe und einöle. Die Dichtungen an Gabel und Dämpfer öle ich gezielt, wie auch Umwerfer und Schaltwerk. Zum Schluss wende ich mich dann jeweils dem dreckigsten Teil, der Kette, zu. Mit einem Lappen reibe ich die Kette sauber, bevor ich sie neu einöle. Noch die Führungsrollen am Schaltwerk reinigen und fertig. Einmal alles durchschalten, wunderbar.

Als beide Bikes wieder glänzend in der Garage standen, nahm ich noch das ARROW hervor. Ich habe gestern Rolf die NOBBY NIC Reifen verkauft, die am ARROW dran sind. Da wollte ich wieder die roten Michelin Reifen montieren, die ich im Keller rumliegen hatte. Weil dieses Bike ja schon sauber geputzt war, war der Reifenwechsel eine kurze Geschichte. Und ja: Das ARROW sieht mit den roten Reifen noch immer spitze aus.

Samstagstraining

Heute hatten wir uns mit Peter, in der Nähe von Uster, auf 10:30 Uhr verabredet. Rolf, Jürg und ich fuhren mit dem Auto zum Startpunkt und bis wir alle fahrbereit waren, brauchten wir dann noch ein paar Minuten. Das Wetter war mässig. Nass, trüb, Hochnebel, etwa 4 oder 5 Grad über Null; nicht wirklich perfekt.

Zuerst fuhren wir etwas dem Greifensee entlang und bogen dann nach links ab um die Steigung hoch zum Pfannenstiel anzugehen. Stellenweise war es heftig steil und heute konnte ich das 20er Kettenblatt einige Mal einsetzen und wirklich gut gebrauchen. Die kleineren Gänge sind einiges wert und mit 20-34 lassen sich nun auch steile Rampen meistern. Auf den rutschigen Singletrails haben sich auch die WTB Exiwolf Reifen bewährt.

Der Downhill durch das Meilemer Tobel ist wirklich vom Feinsten! Wunderbare Wanderwege mit viel Flow wechseln sich mit technisch anspruchsvollen Passagen ab und das Beste: Weil das Wetter heute so schwach war, waren keine Wanderer unterwegs und wir konnten zügig runter rauschen. Super.

Auch der schönste Downhill nimmt mal ein Ende und danach geht es dann meistens wieder bergauf. Wir kurbelten gemütlich wieder auf den vorderen Pfannenstiel und kehrten dort im Restaurant ein. Die warme Gaststube, Nussgipfel und Kaffee wärmten uns da wieder auf, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Schon bald waren wir wieder bei Peter zu Hause und irgendwie hatte ich noch Lust um etwas weiter zu fahren. Ich entschied mich, auf dem Rückweg nicht mit Rolf und Jürg im Auto zurück zu fahren, sondern dass ich die knapp 20 Kilometer mit dem Bike zurücklege. Das habe ich dann auch gemacht und dabei einfach noch etwas rund gekurbelt. So gegen halb vier Uhr mittag war dann auch ich zuhause und zufrieden. Das Wetter war immer noch gleich bescheiden. Irgendwie wurde es heute gar nie richtig hell. Immerhin: es hat nie geregnet. Biken war mit Abstand das Beste, was ich an einem Samstag wie diesem unternehmen konnte. Der Tacho sagt: 57 km., 3:34 Std., 1'000 Hm.

PS: Habe heute leider den Fotoapparat zuhause liegen gelassen, deshalb keine Bilder.

Nightride

Das habe ich vorher noch nie gemacht.

Nach 20:00 Uhr entschied ich mich noch eine Bikerunde zu fahren. Ich musste mich unbedingt noch etwas bewegen und joggen, nein, das wollte ich mir nicht antun. Auf gar keinen Fall wollte ich den ganzen Abend vor dem TV und/oder dem PC verbringen.

Schnell habe ich mich umgezogen und zum Beweis vor dem losfahren noch dieses Foto geschossen ;-) . Ich nahm das KISH aus der Garage und machte mich auf den Weg. Die Nacht war noch hell und der Mond schien kräftig. Die Temperatur war mit etwa 4° Grad durchaus noch im angenehmen Bereich, die Strassen waren trocken und nur noch wenige Autos waren unterwegs. Ideale Bedingungen also um etwas auszulüften.

Ich wählte die Strecke rund um den Irchel und weil es mir so gut gefiel, hängte ich noch zwei Zusatzsteigungen an. In der Nacht radfahren ist für mich schon sehr speziell. Ich sehe generell schlecht im Dunkeln und so hätte ich immer gerne noch mehr Licht am Fahrrad. Je schneller es wird umso mehr Licht müsste man haben. Meine Beleuchtung ist im Volllichtmodus wirklich gut, nur hält dann der Akku nur knapp über eine Stunde. Das Abblendlicht ist an Steigungen ja noch o.k., doch schon in der Ebene ist es einfach zu wenig. Ich habe noch eine Notleuchte im Rucksack, sodass ich heute immer mit ausreichend Licht gefahren bin.

In der Nacht beginnt mein Hirn während des fahrens zu singen. Wenn ich längere Zeit mit gleichbleibender Belastung trete, langweilt sich mein Geist scheinbar und beginnt Lieder einzuspielen. Heute waren es zwei Lieder von "Zucchero" die mich lange begleiteten und witzigerweise summte ich an der letzten Steigung den "Kriminaltango"... ;-) etwas ganz anderes.

Nachts ist es besonders wichtig, dass das Bike möglichst geräuschlos funktioniert. Man bewegt sich in einem dunklen Tunnel, spürt seinen Körper und lässt den Gedanken Auslauf. Da können Knack- oder Knirschgeräusche ziemlich nervig werden. Heute knackte an Steigungen jeweils der linke Schuh auf dem Pedal. An einer Steigung habe ich angehalten und bin mit dem Fuss in den matschigen Feldboden getreten um die Sohle zu verdrecken. Und das hat gewirkt. Das Knacken war weg. Manchmal sind Lösungen ganz einfach.

Ich bin fast zwei Stunden gefahren und so gegen 22:30 Uhr nach Hause gekommen. Es war ein  perfekter Abend für eine Strassenrunde wie die heutige. Schön; ich habe es wirklich genossen und das eigentliche Ziel erreicht: meine Stimmung ist nun deutlich besser, als zu Beginn des Abends. Der Tacho sagt: 37 km., 1:54 Std., 640 Hm

wärmer

Heute war es deutlich wärmer als in den letzten Tagen und der letzte Schnee im Wald verwandelte sich zu spritzigem Matsch und Dreck. Abends habe ich mich auf dem Rückweg ziemlich eingesaut. Unschön. Das KISH ist vermutlich ein Kilo schwerer als sauber geputzt. Eigentlich wollte ich morgen gleich nochmals mit dem Bike ins Büro fahren, doch mittlerweile hat es leicht zu regnen angefangen und somit habe ich eher keine Lust mehr. Mal sehen. Der Tacho sagt: 32km., 1:35 Std., 400 Hm.

Schuhheizung

Winter für Winter friere ich mir beim Radfahren die Füsse ab und ich wundere mich deshalb ein wenig, dass ich noch alle Zehen dran habe. Ich habe mir richtig teure Winterschuhe gekauft, darin Thermonuklearschafwollsohlen eingelegt, die bereits erfolgreich auf dem Mond getestet wurden, doch bisher hat nichts wirklich geholfen. Am letzten Samstag trug ich zwei paar Socken und legte dazwischen ein Wärmepad (einer dieser schüttelbaren Wärmebeutel, die per chemischer Reaktion bis zu 50 ° Grad warm werden und bis zu 8 Stunden Wärme abgeben sollten - die Betonung liegt auf "sollten"). Zwar hatte ich kaum mehr Platz im Schuh und die erste halbe Stunde war es auch warm, doch nach etwa einer Stunde Fahrzeit war es wieder wie immer... Ich durfte nach dem Absteigen nicht zu schnell gehen, sonst wären mir ein paar Zehen abgebrochen. Es scheint dass ich machen kann was ich will, nichts hilft gegen kalte Füsse beim radeln.

Letzte Weihnachten kriegte der Aargauer der unterwegs ist ein paar Heizsohlen geschenkt und ich muss gestehen, dass mich seine positiven Berichte schon etwas neidisch gemacht haben. Doch: 200 Franken für ein paar Einlegesohlen ?!?! Nein, dazu konnte ich mich doch nicht durchringen. Irgendwie bin ich dafür dann doch zu geizig ;-)

Nun hat mir ein Geschäftskollege erzählt, dass es bei Tchibo ähnliche Heizsohlen für knappe 70 Franken geben soll. Natürlich habe ich gleich das Internet abgesurft und siehe da, wahrhaftig! Kurz darauf telefonierte ich gleich der nächstgelegenen Filiale wo mir mitgeteilt wurde, dass diese Artikel erst am Dienstagmittag eintreffen werden.

70 Franken bin ich gewillt auszugeben. 200 nicht. Ich bin natürlich nicht so naiv um zu glauben, dass die Kaffee-Sohle gleich gut ist wie die Veloplus-Sohle, doch ein Versuch scheint es mir wert zu sein. Ich werde also am Mittwoch nach der Arbeit gleich mal einen Tchiboladen aufsuchen und die Teile beäugen und ev. auch gleich kaufen. Mal sehen. Warme Füsse würden mir den Bikespass im Winter erheblich vergrössern.

(fast) wie geplant

Es hat heute alles geklappt und der Tag ist sozusagen plangemäss verlaufen. Der Zahnarzt hat geschmerzt, der Berufstag war zum vergessen und abends auf dem Bike fand ich's schweinekalt... ein klassischer Montag. Je länger der Tag dauerte, desto schlechter wurde meine Laune und ich hätte wohl noch ein paar Stunden länger biken müssen, bis ich meinen Montagsblues rausgeschwitzt hätte. Na ja, nun ist der Tag so gut wie vorbei, ich kuschle mich noch etwas ins Sofa, lese etwas und gehe dann früh zu Bett. Morgen wird es besser sein. Neuer Tag, neues Glück. Der Tacho sagt: 16km., 0:50 Std., 200 Hm.