tschüss 2007

So! Der letzte Arbeitstag ist vollbracht und schon bald treffen wir Freunde um gemeinsam Silvester zu feiern. Noch kurz den letzten Blogeintrag basteln, das war's dann! Das Jahr 2007 werde ich in guter Erinnerung behalten.

Ich wünsche allen Lesern von Herzen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles nur erdenklich Gute für 2008!

DigiFrame

Gestern abend hatten wir zwei befreundete Familien zu Gast und wir feierten quasi ein zweites Mal Weihnachten. Nach Familienweihnachten am 24. nun Freundesweihnachten. Im Vorfeld machte meine Frau schon Andeutungen, dass Sie noch ein Weihnachtsgeschenk für mich bereit hält, welches ich dann auspacken dürfe... so war ich also schon mal gespannt.

Zu meiner grossen Freude und Überraschung war es dann ein elektronischer Bilderrahmen. Dieser zeigt Digitalbilder als Diaschau und man kann bestimmen, wie lange die Anzeigedauer pro Bild ist und wie die Bildübergänge stattfinden sollen. Damit wir dann alle gleich sehen konnten, wie das funktioniert, hatte Sie sich schon ein paar Stunden hinter den PC geklemmt und über 160 Bilder auf die Speicherkarte kopiert, die nun vom elektronischen Bilderrahmen angezeigt werden. Sie durchforstete alle meine digitalen Bikebilder und hat die aus ihrer Sicht besten Bilder der verangenen Jahre zusammenkopiert. Super. Da folgt Highlight auf Highlight. Und darunter natürlich auch das Zielfoto des Gigathlon 2007.

Das ist wirklich ein sehr schönes Geschenk. Die Bilder leuchten einem förmlich entgegen und jedes weckt beim Betrachten Erinnerungen an schöne Touren, traumhafte Berge und erlebnisreiche Tage. Sehr schön. Danke dafür. Wenn ich die Bilder so durchsehe wird mir natürlich bewusst, wie privilegiert ich leben kann, was ich nicht schon alles Sehen und Erleben durfte und wie glücklich ich mich doch schätzen darf, ein solches Schicksal zu erfahren.   

Edelweiss

Jürg hat mir ein paar Fotos seines Weihnachtsgeschenks zugeschickt, welche ich hier zeigen möchte. Es ist sein neues Angeberbike ;-) . Der Rahmen ist ein Checker Pig Shadow aus 2001. Original war das Bike schwarz, mit einer alufarbenen Hinterradfederung. Nun ist der Rahmen, der Hinterbau, die Federgabel, die Felgen und Naben in einheitlichem perlweiss lackiert. Nicht perlweiss, sondern EDELweiss.

Um den Wert dieses Bikes zu verstehen, muss man folgende Geschichte kennen. Jürg kaufte 1999 oder 2000 sein erstes Checker Pig Shadow. Sein erstes vollgefedertes Mountainbike. Damals war der futuristische Carbonrahmen eine Sensation. Zusammen mit dem damals gebauten Carbonhinterbau sah das Rad einfach spitzenklasse aus. Er hat sich sofort verliebt in das Bike und ist trotz der Probleme stets dabei geblieben. Mit der Zeit verschleisste jeweils die Schwingenlagerung und die Befestigung im Carbonrahmen begann auszuschlagen, bis das Bike dann zunehmend unfahrbar wurde. Weil sich das nicht wirklich reparieren liess, kaufte er günstig weitere Rahmen dazu, bis er irgendwann 3 Rahmen und zwei Hinterbauten rumliegen hatte. Das war dann der Grund, weshalb er im Frühling das Bergamont Evolve Bike gekauft hat. Nun konnte er sich überlegen, was er mit all den alten Checker Pig Teilen machen wollte... und das Edelweiss ist nun das Resultat. Er hat mir nicht viel davon erzählt und ich bin ab dem Resultat wirklich überrascht. Ich finde es SUPER schön! Porno! Die goldenen Magura Scheibenbremsen passen sensationell. Ich persönlich denke, dass Lenker und Vorbau noch etwas humaner positioniert werden müssen, aber mal sehen, wie es Jürg behagt. Das ist wirklich eine schöne Bescherung! Wie ein Phönix aus der Asche... von der karierten Sau (Checker Pig) zum EDELWEISS.

Samstagsbiken

Strahlend blauer Himmel, Sonne, minus 2 Grad, gefrorener Boden, Schnee, Raureif an den Bäumen - traumhafte Bedingungen um eine schöne Fitnesstour zu fahren. Unsere prallen Bäuche konnten nach den vielen Schlemmermenues der letzten Tage sehr wohl noch etwas Bewegung gebrauchen. ;-)

Um 11:00 Uhr startete ich mit Jürg und Pino für eine letzte "Standardrunde" in diesem Jahr. Es war wirklich wunderschön draussen. Wir fuhren so langsam, dass wir uns an Anstiegen noch gut unterhalten konnten. Es gab ja auch noch einiges zu erzählen. Was man so zu Weihnachten kriegte, verschenkte, wen man traf und noch treffen wird, was man zu Silvester geplant hat, und, und und. Das war wirklich von eigentümlicher Schönheit. Das kann man genau so nur zu dieser Jahreszeit erleben. Die Kälte, die Sonne, der Schnee, die Vorsicht, die man auf den rutschigen Trails benötigt...

Die Heizsohlen habe ich heute gleich von Beginn weg auf Stufe 2 eingestellt. Das war dann auch wohlig warm, so wie ich mir das vorstelle. Ganz sicher eine Stunde lang war alles wunderbar. Nach 1 1/2 Stunden wurde es langsam kühl und als ich nach etwa 2 Stunden auf Stufe 3 hochschalten wollte stellte ich fest, dass die Akkus schon leer sind. Bis ich dann nach etwa 3 1/2 Stunden zuhause war, hatte ich wieder eiskalte Füsse. Schade. Enttäuschend, denn in der Anleitung steht: Stufe 1= 4-6 Std., Stufe 2= 3-4 Std., Stufe 3= 1-2 Std. Ich habe den Eindruck, dass die Kälte den Akkus zusetzt, die ich aussen an den Schuhen befestige. Darauf komme ich, weil ich später feststellte, dass die Akkus wieder Leistung hatten, als sie eine Stunde in der 20°Grad warmen Küche lagen und ich sie später wieder aufladen wollte. Plötzlich leuchtete die Anzeige wieder...

Ich hoffe, dass sich die Leistung der Akkus durch ein paar Lade-/Entladezyklus noch verbessert. Ansonsten müsste ich versuchen, die Akkus mal unter der Kleidung zu tragen (ist aber eigentlich umständlich und unpraktisch). Wir bleiben dran. Der Tacho sagt: 36 km., 2:32 Std., 920 Hm

locker arbeiten

Ich arbeite -wie eigentlich immer- zwischen Weihnachten und Neujahr. Das mag ich. Am Morgen, im Auto, fragte ich mich ob ich zu früh bin oder am falschen Tag unterwegs; es hatte fast kein Verkehr auf der Strasse, kein Stau, nichts... Ganz locker.

Fast niemand arbeitet jetzt und weil deshab businessmässig nicht viel läuft, habe ich endlich einmal Zeit um liegengebliebenen Papierkram nachzubearbeiten oder abzulegen. In diesen Tagen kann ich jeweils mein Arbeitsjahr einordnen und abschliessen. Das brauche ich irgendwie für meinen inneren Frieden. Das hilft mir, um in der Silvesternacht von der Vergangenheit loszulassen und die Erinnerungen wie Luftballons in den dunklen Himmel steigen zu lassen. Ich möchte dieses Jahr dankbar entlassen um dann eine Sekunde nach Mitternacht auch wirklich Platz für 2008 zu finden. ;-)

Der Tag ist dann auch wirklich perfekt gelaufen. Im Geschäft war Minimalbetrieb, es war ruhig und angenehm, nur ein paar wenige eMails und zwei, drei Anrufe. Ich konnte richtig viel erledigen, doch vom Ziel bin ich noch ein rechtes Stück entfernt. Es kommen ja 2007 noch eineinhalb Arbeitstage. - Ich habe mich schon lange nicht mehr so darauf gefreut. ;-)

after-fress biken

Nachdem in den letzten zwei Tagen vorwiegend essen, ja schlemmen, auf dem Programm stand war es höchste Zeit um mal wieder auf's Bike zu steigen und ein paar Kalorien zu verbrennen.

Ich traf mich mit Geri und Pino bei Jürg, wo wir alle sein Weihnachtsgeschenk bewundern durften. Er hat sich sein letztes Bike neu lackieren und aufbauen lassen und passend zu Heiligabend ist es fertig geworden. Ein Traum! Fotos werden bestimmt noch folgen.

Draussen war es auch heute neblig und kalt, stets so um Null Grad. Wir entschlossen uns, eine Singletrailtour in Richtung Winterthur zu starten. Ich trug meine neuen Heizsohlen, die mir meine Frau schenkte, und Pino hatte sein Weihnachtsgeschenk ebenfalls dabei. Ein brandneues Gary Fisher HiFi Carbon Pro. Sehr schön anzusehen und sehr leicht.

Wir wollten den steilen Downhill von Brütten runter nach Dättnau fahren doch wie man anhand der Bilder erkennen kann, war das alles andere als leicht. Der Boden war gefroren, darauf viel Frost und Laub. Ziemlich rutschig das Ganze. An der steilsten Stelle bin ich dann auch kurz abgestiegen und habe das Bike runtergeschoben. Ich wollte nicht unnötig stürzen. Unten überlegten wir dann kurz, ob wir die Runde Richtung Kyburg ausdehnen sollen, doch wir waren alle nicht so super motiviert und deshalb beschlossen wir, die Tour kürzer zu halten und auf der anderen Talseite via Neuburg und Multberg nach Pfungen zu fahren. Zum Schluss wollten wir noch einen Kaffe mit Schnaps trinken um uns etwas aufzuwärmen und zu tratschen. Das war gar nicht so einfach heute, weil am zweiten Weihnachtstag doch viele Restaurants geschlossen hatten. Doch wo ein Wille, da ein Weg. ;-)

Zuhause angekommen konnte ich ein erstes Fazit bezüglich der Heizsohlen ziehen.

  1. Ich muss das nächste mal auf Heizstufe 2 starten. Heute wähte ich Stufe 1 und ganz langsam kühlten die Zehen doch aus. Später stellte ich auf Stufe 3 und dann zurück auf 2.
  2. Die Akkus benötigen wohl ein paar Lade-/Entladezyklusse, bis sie die volle Kapazität erreichen. Kurz nach 2 Stunden Einsatz war es heute Schluss mit herrlich.

Ich denke schon, dass das noch besser kommt. Mal sehen. Der Tacho sagt: 35km., 2:30 Std., 780 Hm.

Christmas shopping

Meine Frau wollte heute in ein grosses Einkaufzentrum in der Region fahren, um noch etwas Ausschau nach möglichen Weihnachtsgeschenken zu halten. Vielerorts sind an diesem Sonntag die Verkaufsgeschäfte offen, so dass zum Schluss keiner sagen kann, er hätte keine Zeit gehabt um etwas zu kaufen... Ich war froh, dass Sie gar nicht damit rechnete, dass ich mitkommen würde. Sie weiss, dass nur schon der Gedanke an die vielen Leute, die mit Dollarzeichen in den Augen auf Jagd sind, für mich ein Greuel ist. Ausserdem wollte ich schon noch ein bestimmtes Geschenk kaufen, doch genau dafür sollte ich nicht mit Ihr unterwegs sein.

Kaum war Sie aus dem Haus, durchstöberte ich das Internet um festzustellen, wo in meinem Bikeumfeld die Geschäfte offen haben ;-) So kann ich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und noch ein paar Kilometer Radfahren. Gute Idee. Draussen war es dann grau in grau. Zäher Nebel und Hochnebel bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt wirkten nicht wirklich angenehm. Da ich heute jedoch in Zivilkleidern mit dem KISH unterwegs war, konnte ich guten Gewissens bummeln und schön gemütlich etwas rollen. Im ersten Geschäft fand ich dann leider nicht was ich wollte und so verlängerte sich meine kurze Einkaufstour doch noch um ein, zwei Dörfer und so kam noch über eine Stunde Velofahren zusammen. Das war ganz angenehm ;-)

Wieder zuhause nutzte ich das leere Haus um die Geschenke gleich fertig zu machen und einzupacken. Super, hat alles bestens geklappt! Nun bin auch ich bereit für einen fröhlichen Weihnachtsabend (und habe erst noch ein paar Winterpokalpunkte gesammelt). Der Tacho sagt: 20 km., 1:12 Std., 290 Hm.

gleichen

Die Trainingsfahrten der letzten Samstage gleichen sich ziemlich. Meist war es kalt aber trocken. Gut zu fahren und schön anzusehen. Heute sind wir zuerst lange im Nebel rumgefahren, bevor wir dann in der Höhe den blauen Himmel zu sehen bekamen. Die Bäume sind mit Frost überzogen, die Sonne steht schon tief und durchdringt die letzten Nebelfelder. Sehr schöne Stimmungen zeigten sich uns und deshalb gibt es heute auch ein paar Fotos mehr als sonst üblich.

Wir waren heute recht gemütlich unterwegs. Kurz nach den Start zwang ein Plattfuss zu einer ersten Pause und danach gab es noch manchen Fotohalt oder ein Stopp um einen Becher heissen Tee aus der Thermosflasche zu trinken. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt war das recht angenehm. Man konnte dabei auch die kalten Füsse etwas anders bewegen um somit die Blutzirkulation ein wenig anzuregen.

Bei der Hochwacht auf dem Irchel haben wir dann dieses Gruppenfoto mit Selbstauslöser geknipst. Schön. Sieben unentwegte Biker, die auch im Winter ihre Form halten wollen. Von links nach rechts: Remi, Rolf, Jürg, ich, Geri, Beat, Peter

Hier nun noch ein paar andere, schöne Bilder der heutigen Tour:

Der Tacho sagt: 42 km., 2:57 Std., 1'130 Hm.