Edelweiss

Jürg hat mir ein paar Fotos seines Weihnachtsgeschenks zugeschickt, welche ich hier zeigen möchte. Es ist sein neues Angeberbike ;-) . Der Rahmen ist ein Checker Pig Shadow aus 2001. Original war das Bike schwarz, mit einer alufarbenen Hinterradfederung. Nun ist der Rahmen, der Hinterbau, die Federgabel, die Felgen und Naben in einheitlichem perlweiss lackiert. Nicht perlweiss, sondern EDELweiss.

Um den Wert dieses Bikes zu verstehen, muss man folgende Geschichte kennen. Jürg kaufte 1999 oder 2000 sein erstes Checker Pig Shadow. Sein erstes vollgefedertes Mountainbike. Damals war der futuristische Carbonrahmen eine Sensation. Zusammen mit dem damals gebauten Carbonhinterbau sah das Rad einfach spitzenklasse aus. Er hat sich sofort verliebt in das Bike und ist trotz der Probleme stets dabei geblieben. Mit der Zeit verschleisste jeweils die Schwingenlagerung und die Befestigung im Carbonrahmen begann auszuschlagen, bis das Bike dann zunehmend unfahrbar wurde. Weil sich das nicht wirklich reparieren liess, kaufte er günstig weitere Rahmen dazu, bis er irgendwann 3 Rahmen und zwei Hinterbauten rumliegen hatte. Das war dann der Grund, weshalb er im Frühling das Bergamont Evolve Bike gekauft hat. Nun konnte er sich überlegen, was er mit all den alten Checker Pig Teilen machen wollte... und das Edelweiss ist nun das Resultat. Er hat mir nicht viel davon erzählt und ich bin ab dem Resultat wirklich überrascht. Ich finde es SUPER schön! Porno! Die goldenen Magura Scheibenbremsen passen sensationell. Ich persönlich denke, dass Lenker und Vorbau noch etwas humaner positioniert werden müssen, aber mal sehen, wie es Jürg behagt. Das ist wirklich eine schöne Bescherung! Wie ein Phönix aus der Asche... von der karierten Sau (Checker Pig) zum EDELWEISS.

Samstagsbiken

Strahlend blauer Himmel, Sonne, minus 2 Grad, gefrorener Boden, Schnee, Raureif an den Bäumen - traumhafte Bedingungen um eine schöne Fitnesstour zu fahren. Unsere prallen Bäuche konnten nach den vielen Schlemmermenues der letzten Tage sehr wohl noch etwas Bewegung gebrauchen. ;-)

Um 11:00 Uhr startete ich mit Jürg und Pino für eine letzte "Standardrunde" in diesem Jahr. Es war wirklich wunderschön draussen. Wir fuhren so langsam, dass wir uns an Anstiegen noch gut unterhalten konnten. Es gab ja auch noch einiges zu erzählen. Was man so zu Weihnachten kriegte, verschenkte, wen man traf und noch treffen wird, was man zu Silvester geplant hat, und, und und. Das war wirklich von eigentümlicher Schönheit. Das kann man genau so nur zu dieser Jahreszeit erleben. Die Kälte, die Sonne, der Schnee, die Vorsicht, die man auf den rutschigen Trails benötigt...

Die Heizsohlen habe ich heute gleich von Beginn weg auf Stufe 2 eingestellt. Das war dann auch wohlig warm, so wie ich mir das vorstelle. Ganz sicher eine Stunde lang war alles wunderbar. Nach 1 1/2 Stunden wurde es langsam kühl und als ich nach etwa 2 Stunden auf Stufe 3 hochschalten wollte stellte ich fest, dass die Akkus schon leer sind. Bis ich dann nach etwa 3 1/2 Stunden zuhause war, hatte ich wieder eiskalte Füsse. Schade. Enttäuschend, denn in der Anleitung steht: Stufe 1= 4-6 Std., Stufe 2= 3-4 Std., Stufe 3= 1-2 Std. Ich habe den Eindruck, dass die Kälte den Akkus zusetzt, die ich aussen an den Schuhen befestige. Darauf komme ich, weil ich später feststellte, dass die Akkus wieder Leistung hatten, als sie eine Stunde in der 20°Grad warmen Küche lagen und ich sie später wieder aufladen wollte. Plötzlich leuchtete die Anzeige wieder...

Ich hoffe, dass sich die Leistung der Akkus durch ein paar Lade-/Entladezyklus noch verbessert. Ansonsten müsste ich versuchen, die Akkus mal unter der Kleidung zu tragen (ist aber eigentlich umständlich und unpraktisch). Wir bleiben dran. Der Tacho sagt: 36 km., 2:32 Std., 920 Hm

after-fress biken

Nachdem in den letzten zwei Tagen vorwiegend essen, ja schlemmen, auf dem Programm stand war es höchste Zeit um mal wieder auf's Bike zu steigen und ein paar Kalorien zu verbrennen.

Ich traf mich mit Geri und Pino bei Jürg, wo wir alle sein Weihnachtsgeschenk bewundern durften. Er hat sich sein letztes Bike neu lackieren und aufbauen lassen und passend zu Heiligabend ist es fertig geworden. Ein Traum! Fotos werden bestimmt noch folgen.

Draussen war es auch heute neblig und kalt, stets so um Null Grad. Wir entschlossen uns, eine Singletrailtour in Richtung Winterthur zu starten. Ich trug meine neuen Heizsohlen, die mir meine Frau schenkte, und Pino hatte sein Weihnachtsgeschenk ebenfalls dabei. Ein brandneues Gary Fisher HiFi Carbon Pro. Sehr schön anzusehen und sehr leicht.

Wir wollten den steilen Downhill von Brütten runter nach Dättnau fahren doch wie man anhand der Bilder erkennen kann, war das alles andere als leicht. Der Boden war gefroren, darauf viel Frost und Laub. Ziemlich rutschig das Ganze. An der steilsten Stelle bin ich dann auch kurz abgestiegen und habe das Bike runtergeschoben. Ich wollte nicht unnötig stürzen. Unten überlegten wir dann kurz, ob wir die Runde Richtung Kyburg ausdehnen sollen, doch wir waren alle nicht so super motiviert und deshalb beschlossen wir, die Tour kürzer zu halten und auf der anderen Talseite via Neuburg und Multberg nach Pfungen zu fahren. Zum Schluss wollten wir noch einen Kaffe mit Schnaps trinken um uns etwas aufzuwärmen und zu tratschen. Das war gar nicht so einfach heute, weil am zweiten Weihnachtstag doch viele Restaurants geschlossen hatten. Doch wo ein Wille, da ein Weg. ;-)

Zuhause angekommen konnte ich ein erstes Fazit bezüglich der Heizsohlen ziehen.

  1. Ich muss das nächste mal auf Heizstufe 2 starten. Heute wähte ich Stufe 1 und ganz langsam kühlten die Zehen doch aus. Später stellte ich auf Stufe 3 und dann zurück auf 2.
  2. Die Akkus benötigen wohl ein paar Lade-/Entladezyklusse, bis sie die volle Kapazität erreichen. Kurz nach 2 Stunden Einsatz war es heute Schluss mit herrlich.

Ich denke schon, dass das noch besser kommt. Mal sehen. Der Tacho sagt: 35km., 2:30 Std., 780 Hm.

gleichen

Die Trainingsfahrten der letzten Samstage gleichen sich ziemlich. Meist war es kalt aber trocken. Gut zu fahren und schön anzusehen. Heute sind wir zuerst lange im Nebel rumgefahren, bevor wir dann in der Höhe den blauen Himmel zu sehen bekamen. Die Bäume sind mit Frost überzogen, die Sonne steht schon tief und durchdringt die letzten Nebelfelder. Sehr schöne Stimmungen zeigten sich uns und deshalb gibt es heute auch ein paar Fotos mehr als sonst üblich.

Wir waren heute recht gemütlich unterwegs. Kurz nach den Start zwang ein Plattfuss zu einer ersten Pause und danach gab es noch manchen Fotohalt oder ein Stopp um einen Becher heissen Tee aus der Thermosflasche zu trinken. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt war das recht angenehm. Man konnte dabei auch die kalten Füsse etwas anders bewegen um somit die Blutzirkulation ein wenig anzuregen.

Bei der Hochwacht auf dem Irchel haben wir dann dieses Gruppenfoto mit Selbstauslöser geknipst. Schön. Sieben unentwegte Biker, die auch im Winter ihre Form halten wollen. Von links nach rechts: Remi, Rolf, Jürg, ich, Geri, Beat, Peter

Hier nun noch ein paar andere, schöne Bilder der heutigen Tour:

Der Tacho sagt: 42 km., 2:57 Std., 1'130 Hm.

Grundlagenausdauer

Heute wollte ich eigentlich mit Peter eine Bikerunde fahren. Als er dann absagt überlegte ich mir, was ich nun mache und entschied mich, mit dem KISH eine Strassen-/Trekkingrunde nach Frauenfeld zu fahren. Dort hilft meine Frau einer Freundin Kerzen am Weihnachtsmarkt zu verkaufen. Auf die Idee hat mich Peter gebracht, als wir letzte Woche telefonierten und den Sonntag kurz vorbesprachen.

Ich schätze mal, dass es auf direktem Weg von hier nach Frauenfeld etwa 35 Kilometer sind. Macht hin und zurück etwa 70, bei etwa 20km/h im Schnitt ungefähr 3 1/2 Stunden Fahrzeit. Ja, o.k. Nur. Ich wollte das KISH fahren und nicht das NÖLL-Crossrennrad. Ich konsultierte die Karte und sah, dass ich mit dem Bike alles der Thur entlang bis nach Frauenfeld fahren könnte. Es war ein durchgängiger Wanderweg am Ufer eingezeichnet. O.K. Dafür lohnt es sich, das KISH (mit Federgabel) zu nehmen.

Der Wanderweg war Spitze. Oft Singletrail, oft Forststrasse. Viele Kurven, Wurzeln, Schotter, kleine Schläge. Man muss sich konzentrieren, es ist anstrengend, die Geschwindigkeit hoch zu halten. Ein dauerndes schütteln. Ich wünschte mir zeitweise echt, das INTENSE-Fully genommen zu haben. Zudem blies mir der Wind meist direkt entgegen. Das braucht zusätzlich Kraft. -> Zum Glück gibt es später auf dem Rückweg gut Rückenwind!

Irgendwie habe ich die Distanz etwas unterschätzt und ich hatte das Gefühl, die Strecke entlang der Thur nimmt kein Ende... Am Ziel, in der Innenstadt von Frauenfeld angekommen, habe ich 40 km auf dem Tacho. Ich habe Hunger und lasse mir das kulinarische Angebot dieses Wheinachtsmarkts erklären. Ich entscheide mich für Schnitzelbrot und Jagertee. Warm muss es sein! Im Verkaufsstand setze ich mich direkt neben den Ofen um mich während des Essens noch etwas aufzuwärmen. Es war mir klar, dass ich bald wieder los muss, sonst wird es von der Helligkeit knapp. Zwischen 16:00 und 17:00 Uhr nachtet es ein und wenn ich nochmals fast zwei Stunden brauche, dann muss ich bald wieder los.

Den Heimweg wollte ich so einfach und so direkt wie möglich fahren. Auf Asphalt nach Winterthur, quer durch die Stadt und via Wülflingen und Pfungen zurück nach Embrach. Das war dann noch ein wirklicher Genuss! Nun hatte ich wirklich super Rückenwind! Ich konnte lange locker zwischen 30 und 35 km/h fahren und leichte Anstiege sogar auf dem grossen Kettenblatt hochrollen. - So macht Wind Spass!

Bis ich dann wirklich zu Hause war, war ich dann ziemlich abgekämpft. Auch heute war es wohl kaum über Null Grad und den Wind habe ich ja schon beschrieben. Das zehrt schon ganz schön. Als Belohnung eine warme Dusche und ein heisser Kaffee. Schön. Auch die 14 Punkte für den Winterpokal nehme ich gerne mit. Der Tacho sagt: 77 km., 3:34 Std., 470 Hm.

Oh! Ich habe gerade gemerkt, dass heute der siebentausendste Kilometer gefahren wurde. O.K. geschafft!

fucking cold!

Beim Start um 9:45 Uhr zeigte das Aussenthermometer -2°Grad. Dazu blies ein gemeiner Biswind. Gefühlte Temperatur ca. -10° Grad (Windchill). Man muss wirklich gerne Radfahren, um bei diesen Temperaturen auf's Bike zu steigen. So ohne Not - so zum Spass ;-)

Und Spass hat es dann auch wirklich gemacht. Der Boden war leicht gefroren, kompakt und griffig. Super. Auf Singletrails war es überhaupt nicht dreckig. Die Wälder in der Umgebung sind jetzt völlig entlaubt und der Wind hat die Blätter von den Wegen geweht. Der Wald ist so durchsichtig wie selten. Man kann die Topografie viel besser erkennen und weit voraus sehen. Sonderbar schön.

Wir sind wieder in etwa die selbe Route gefahren, wie am letzten Samstag, nur dass wir heute beim Bikepark Bülach noch etwas rumgespielt haben. Wir versuchten uns an der kurzen Downhillstrecke mit drei eingebauten Sprüngen. Uns allen mangelte es etwas am Mut um wirklich abzuspringen und nicht einfach nur über die Rampen zu rollen. Nicht bremsen! Das muss man üben! Also nochmals hoch und ein nächster Versuch. Und nochmals. Na ja, wir älteren Herren -über 40- sind halt schon etwas vorsichtiger geworden...

Den Titel habe ich so gewählt, weil ich nach etwa 1 1/2 Stunden wieder furchtbar an die Füsse fror. Trotz Thermosohle und Skisocken. Ich muss zwischendurch absteigen und ein paar Meter gehen, nur um die Durchblutung wieder etwas anzuregen. Unangenehm! Der Tacho sagt: 50 km., 3:02 Std., 970 Hm.

restart

Es geht nun die zweite Woche vorbei, wo ich kein einziges Mal mit dem Bike zur Arbeit gefahren bin. Zuerst lag's an der Gesundheit, danach am Wetter heute war's mir zu früh und zu kalt. Das ist nicht gut für meinen Punktestand im Winterpokal und mittlerweile bin ich da an die vierte Stelle abgerutscht. Das ist nicht wirklich schlimm, denn Radfahren ist Hobby und keine Pflicht und manchmal drängen halt einfach auch andere Dinge in den Vordergrund.

Für die nächsten zwei Tage habe ich jedoch jede Menge Zeit und auch der Wetterbericht passt. Es soll schön (kalt) werden. Kein Regen oder Schnee, höchstens am Morgen ein paar Nebelfelder, sonst blauer Himmel und schön, ist angesagt. Super. Da habe ich mich gleich mit ein paar Freunden für morgen Samstag um 10:00 Uhr verabredet.

doch noch - Testrunde

Heute sind wir wieder einmal richtig lange im Bett geblieben. Draussen regnete es oft und der Wind zog um die Häuser. Lieber die Nase nochmals unter die Decke ziehen und etwas schlafen, dösen, träumen... schön.

Als wir dann brunchten war es stark wolkig, doch der Regen hatte aufgehört und die Strassen begannen langsam abzutrocknen. Man wusste nicht so genau, wie es sich entwickeln würde, ob es ein paar Stunden trocken bleibt oder der nächste Regenschauer gleich losbricht. Abwarten. Gegen zwei Uhr mittags wurden die sonnigen Abschnitte doch mehr und so entschloss ich mich, eine KISH-Runde zu fahren um die zentrierten Räder mal zu testen. Ich war gespannt, ob ich einen Unterschied bemerken würde. Ich packte die Regenjacke in den Rucksack und zog mich winterbikemässig an. Meine Idee war, die gleiche Strecke wie bei meiner ersten Nachtfahrt zu fahren. Also etwa 2 Std. Fahrzeit, alles auf Asphalt.

Es windete stark und für Anfang Dezember war es mit etwa 9° Grad doch recht mild. Die Räder rollen gut. Es ist ein angenehmes Dahinkurbeln. Die Wolken schichten sich beeindruckend. Die Luft ist sauber und angenehm zu atmen. Berghoch fühle ich mich schwach und ich schalte deshalb oft auf kleine Gänge. Ich behalte die Pulsuhr im Auge und will ganz bewusst nicht zu stark forcieren. Lieber langsam und mit Genuss. Es ist schon gut, überhaupt zu fahren.

Nach etwa einer Stunde Fahrzeit zieht es rasch zu und es wird immer dunkler. Der nächste Regenschauer kommt immer näher und schon bald fallen auch die ersten Tropfen. Also abkürzen und möglichst direkt nach Hause fahren. Ich will nicht anhalten und die Regenjacke hervorkramen; lieber werde ich auf den letzten Kilometern noch nass. Ich gehe danach sowieso duschen und die Bikekleider in die Wäsche. - So kommt es dann auch. Auf den letzten Kilometern regnet es richtig und das Wasser (und der Dreck) spritzt auf.

Nachdem ich selbst geduscht habe, putzte ich gleich noch kurz das KISH.

Die Laufräder machen nun richtig Freude. Vorallem schnell bergab und in schnellen Kurven fühle ich mich wohler. Die Räder sind deutlich steifer als zuvor. Das merkt man wirklich. Das zeitweise Streifen des hinteren Reifens am der linken Kettenstrebe ist nun auch weg. Sehr gut. Das macht wirklich Freude. Generell: Das KISH ist einfach ein Superbike und macht immer wieder viel Spass! Es ist ungeschminkt schön, edel und ehrlich. Die Geometrie sitzt, der Antrieb funktioniert einwandfrei, die Bremsen sind wahre Anker. Alles passt. Super! Der Tacho sagt: 28 km., 1:25 Std., 520 Hm.