Bikezeugs

Auch wenn es keine Bilder gibt. Ich musste mich heute Nachmittag noch meinen Bikes widmen. Das INTENSE knarzte und auch das KISH begann gestern zunehmend zu knacken. Mal sehen, was man da machen kann. Ausserdem sind am KISH die hinteren Bremsbeläge ziemlich runtergefahren und da wollte ich auch noch ein paar Neue montieren.

Also packte ich das KISH zuerst auf dem Montageständer. Hinterrad raus, Bremsbeläge raus, neue rein, o.k. Nun demontierte ich die Kurbel und mit einer grossen Zange konnte ich auch die Innenlagerschalen demontieren. Ich putzte alles feinsäuberlich, schmierte alle Teile und baute es wieder zusammen. Eine kurze Testfahrt... Das Knacken ist weg. Gut. Die hintere Bremse schleift ein wenig. Ich entscheide mich, den Bremsattel neu auf die Scheibe auszurichten und das bringt dann auch den gewünschten Erfolg. Nun funktioniert das KISH wieder bestens.

Beim INTENSE kriege ich die Lagerschalen nicht weg. Ich reinige also nur die Kurbelarme und schmiere die Lager von aussen. Doch das Knacken ist nicht weg. Ich drücke am Bike herum um das Geräusch besser orten zu können. Irgendwie scheint es mit der hinteren Federung zusammen zu hängen. Das Bike kommt nochmals auf den Ständer und ich kontrolliere alle Befestigungen. Und siehe da: die Befestigungsschraube am untersten Gelenk sitzt nicht ganz fest, während alle anderen ganz fest gezogen sind. Ich ziehe die Schraube fest... é voila: Das Knacken ist weg. O.K. Wieder etwas gelernt.

erster 100er

Meine Bikekumpels hatten dieses Wochenende schon andere Pläne, doch der Wetterbericht war so gut, dass ich mich locker alleine auf den Weg mache. Gegen halb elf Uhr zeigte das Aussenthermometer schon 10° Grad und es sollte noch gegen 16, 17 Grad warm werden. Bombenwetter - für Ende Februar!

Ich nahm das INTENSE aus der Garage, weil ich auf den Pfannenstiel und dann das Meilemer-Tobel herunter wollte. Ausserdem hatte ich Lust auf Komfort. Doch: Schon auf den ersten Metern begann das Tretlager zu knacken. Widerlich. Sobald der Druck aufs Pedal zunimmt, knarzt und knistert es. Nach ein paar Kilometer drehe ich um. So geht das nicht. Das raubt mir die Nerven. Ich fahre wieder zurück und will in der Garage kurz die Kurbeln demontieren und das Innenlager neu schmieren. Doch: Aus das geht nicht. Für diese Art von Innenlager fehlt mir das entsprechende Werkzeug...

Nicht lange fackeln. Den Tacho vom INTENSE ans KISH stecken und einfach umsteigen. Fahre ich halt Hardtail und nicht Fully. Das ist der Luxus von mehreren Bikes! :-) Unterwegs komme ich durch ein Wohngebiet mit vielen neuen, modernen Einfamilienhäusern. Fand ich noch spannend.

Ich fahre auf vielen Radwegen bei herrlich mildem Wetter in Richtung Uster, von da nach nach Egg und dann hoch auf den Pfannenstiel. Das letzte Stück zum Aussichtsturm ist knackig steil, doch dann folgt das Objekt meiner Begierde, der Wanderweg runter bis nach Meilen am Zürichsee. Das Meilemer Tobel ist ein Traum-Wanderweg-Singletrail. Oben schnell und steil, dann auf einem super präparierten Wanderweg und unten mit vielen Treppen und Stufen. Cool! das hat sich wirklich gelohnt!

Unten angekommen, fahre ich dem Seeufer entlang in Richtung Zürich, bevor ich dann beim Bahnhof Tiefenbrunnen an einer Bäckerei vorbei fahre. STOP! Umdrehen. Das ist der ideale Ort für eine grössere Pause. Ich kaufe ein kleines Sandwich, ein Berliner und einen Kaffe und setzte mich draussen an ein Tischchen in die Sonne. Sehr schön! Mittlerweile war es über 15° Grad. Der Imbis schmeckte mir so gut, dass ich gleich noch einen zweiten Berliner und einen zweiten Kaffee holte. :-)

Ich entschloss mich dann, quer durch die Stadt zu fahren und via Käferberg (Foto links) und Hönggerberg zum Katzensee zu fahren. Dort stellte ich fest, dass ich hinten langsam Luft verliere. Ich habe aber keine Lust um zu reparieren und deshalb entschliesse ich mich, bei einer Garage nachzupumpen und dann zu sehen, wie lange es dauert, bis der Druck wieder nachlässt. Ein paar Kilometer hat es dann auch gereicht, doch kurz vor Dielsdorf habe ich mich dann doch entschieden, anzuhalten und den Schlauch zu wechseln. Was sein muss, muss sein.

Mittlerweile war es späterer Nachmittag und ich war auch schon ziemlich müde. Genau richtig, um den Tag mit gemütlichem nach Hause rollen zu beenden. Nur keine Eile. Geniessen. Als ich dann bei tiefstehender Sonne vor der Garage den Bikecomputer durchklickte, war ich positiv überrascht: 103 Kilometer! Supercool! Das ist der erste Hunderter dieses Jahr. Der Tacho sagt: 103km., 5:03 Std., 1'080 Hm

erste Konsequenzen

O.K. Ich habe mich heute also zum Kurs angemeldet. Dadurch musste ich natürlich auch gleich das Gespräch mit meinem Arbeitgeber suchen um die kommenden Freitage auch wirklich frei zu kriegen. Das war zum Glück kein Problem.

Abends traf ich dann meine Bikekumpels für die Vorbesprechung der geplanten Tessinferien Ende März. Wir werden 8-9 Personen sein, wobei zwei Teilnehmer gute lokale Kenntnisse haben und viele schöne Singletrails in der Umgebung von Lugano kennen. Zur Debatte stand eine Mehrtagestour, wie die von Jürg vorgeschlagene Top of Ticino Route, oder die Variante Hotel mit sternförmigen Tagestouren. Es gibt für beide Varianten Vor- und Nachteile. Liegt Ende März im Tessin auf 1'800m.ü.M. noch Schnee?

Ich geb's zu... Ich habe erst ganz zum Schluss erzählt, dass ich nicht die geplanten 4 Tage biken kann, weil ich am Freitag ja nun zur Schule muss. Es bleiben für mich also nur 2 Tage, Samstag und Sonntag. Und wenn ich Anschluss an die Gruppe finden will, ist die Variante Hotel für mich natürlich einfacher. Deshalb bin ich froh, dass es zum Schluss auch so herausgekommen ist. Vielen Dank an Alle.

29er Frühstück

Heute, zwischen 12:00 und 14:00 Uhr, war das erste 29er Frühstück bei Singlestoph angesagt. Ich machte mich also gegen 11:00 Uhr mit dem INTENSE auf den Weg. Ich wollte im Glattpark Opfikon ein paar schöne Bikebilder schiessen und danach via Schwammendingen auf den Zürichberg fahren um da im Bikepark zwei, drei Runden zu fahren. Danach quer durch die Stadt zu Singlestophs Bikegeschäft.

Dort kam ich so gegen 13:00 Uhr an und traf auf Christoph und Jochen. Auf dem Sofa war noch ein Platz frei und ein wärmender Kaffee war auch schnell zur Hand. Cecile, die Partnerin von Christoph schaute auch noch kurz vorbei, ansonsten bieben wir unter uns. Eine wirklich kleine 29er Szene . Wir haben uns klasse unterhalten und einige von Singlestophs Bikes durchdiskutiert. Auf dem Bild rechts geht es gerade um eine 2-fach Kettenblatt-Schaltung mit Schutzring, anstelle des grossen Kettenblatts.

Kurz nach 15:00 Uhr verabschiedete ich mich und machte mich auf den Heimweg. Dabei machte ich da Halt, wo ich bereits am 1.Oktober letzten Jahres ein fast gleiches Bild geschossen habe. Ich stattete meinen Eltern noch einen kurzen Besuch ab und bis ich dann zuhause war, dunkelte es bereits ein. Das war ein gelungener Tag. Das Wetter war zwar kalt, aber dennoch perfekt. Sonne satt, stahlblauer Himmel, trockener Boden, Kaffe, Gipfeli, Freunde, Familie, wunderbar. Der Tacho sagt: 58 km., 3:15 Std., 920 Hm.

a propos: pimp my ride

Sollte ich jemals wieder das Gefühl haben, eines meiner Bikes sei zu schwer, dann hoffe ich, dass der nachfolgende Link zu Jill's Blog noch immer funktioniert. Sie präsentierte gestern die rennfertige Bepackung ihres Schneebikes. Das wiegt an die 30 Kilo oder noch mehr. Damit startet Sie am 24. Februar am Iditarod Trail Invitational. Einem Rennen in Alaska, wo Radfahrer eine Strecke von 350 Meilen (~563km) zurücklegen müssen. Zwischen dem Start- und dem Zielpunkt liegen sieben Checkpoints, sonst nur Schnee und Eis. Biken mal ganz anders... extrem anders...

frische Luft schnappen

Heute abend war ich alleine und hatte nichts vor. Nach dem Lesen der Zeitung bereitete ich mein Nachtessen vor und während dem Essen überlegte ich langsam, was ich denn mit dem angebrochenen Abend noch machen könnte. Zuerst schaue ich mal die Tagesschau und Meteo (bünzlimässig). Dann folgt etwas Werbung und der Anfang von drei verschiedenen Filmen... bis ich es endlich schaffe, die Trottelbox auszuschalten.

Weil ich auch heute Morgen zu faul und zu kälteempfindlich war um mit dem Bike zur Arbeit zu fahren, verstreicht heute wohl wieder ein Tag, ohne Fahrrad gefahren zu sein. Halt! Stop! Genau! Draussen ist es sternenklar und die Temperaturen liegen noch im positiven Bereich. Eigentlich ideal, für einen kleinen Nightride!

Nicht zu lange nachdenken - machen!

Umziehen, Rucksack bereit machen. Geld, Handy, Schlüssel, Tacho, Fotoapparat, Handschuhe, Stirnband, Helm. Alles klar! So gegen 20:45 Uhr radle ich von zuhause los.

Ich habe mir nur eine kurze Strecke vorgenommen. Es geht mir nicht um die Leistung. Es geht mir um die frische Luft, um das pulsieren des Bluts in meinen Adern. Um mich wirklich gut zu fühlen, brauche ich mehr Sauerstoff als ich auf der Couch, vor dem Fernseher, kriegen kann.  .

Ich schreibe es nach jeder Nachtfahrt: Das ist schon ganz speziell. Es ist so ruhig, man fährt in einem Lichtkegel und ausserhalb ist meistens Nichts, oder nur ein paar Lichter, die von entfernt liegenden Häusern herüberscheinen. Wegen der Dunkelheit kann ich die Strecke fast nicht abschätzen und so richte ich mich beim Schalten mehrheitlich nach dem direkten Empfinden meiner Beine. Sobald der Druck in der Muskulatur zunimmt, geht es scheinbar berghoch und ich schalte runter. Lässt er nach, kann ich hochschalten und schnellere Gänge fahren. Ganz einfach. Ich versuche nachts jeweils die Belastung so zu wählen, dass ich stundenlang gleich weitermachen könnte. So fahre ich wohl meist etwas langsamer als tagsüber, doch ausgeglichener, runder und dadurch meditativer, geistig wertvoller.

Interessanterweise rollte das KISH heute völlig geräuschfrei. Interessant deshalb, weil am Samstag unter Last doch häufig Knackgeräusche zu hören waren, welche ich dem Hinterrad zuordnete. Obwohl ich seither das Bike lediglich geputzt habe, war es heute völlig still. Über weite Strecken hörte ich nur das Abrollen der Reifen und mein gleichmässiger Atem. Sehr schön. Runde, gleichmässige Bewegungen.

Ich fuhr genau eine Stunde. 18 Kilometer mit drei Steigungen und gesamthaft 330 Höhenmetern. Alles auf Asphaltnebenstrassen im Zürcher Unterland. Ich begegnete in der Zeit nur 5 Autos - auch: Sehr schön. Der Erholungswert dieser kurzen Runde ist gross. Das hat Spass gemacht (und 4 WP-Punkte gebracht).

Tour aufs Hörnli

Pünktlich um 12:00 Uhr trafen Jürg und ich bei Peter ein und wir wollten das herrliche Wetter für eine schöne Biketour aufs Hörnli nutzen. Jürg war heute mit seinem Edelweiss unterwegs und ich zog das KISH Hardtail dem INTENSE Fully vor. Dies auch, weil wir viele Kilometer auf Strasse fahren wollten.

Das war eine sehr schöne Tour, mit lieben Menschen, an einem herrlichen Tag. Die Sicht in die Berge war fantastisch, alles hat gestimmt, ich konnte den Tag optimal geniessen. Danke dafür. Der Tacho sagt: 56 km., 3:57 Std., 1'360 Hm. 

Fondueplausch und Nightride

Morgens auf dem Weg zur Arbeit war es noch knapp unter Null Grad und es ist ja nun auch schon wieder fast zwei Wochen her, seit ich das letzte Mal mit dem Bike zur Arbeit gefahren bin. Es kündigte sich ein herrlich schöner Tag an und ich freute mich schon bald auf das Fondueessen und die darauf folgende Fahrt nach Hause.

Ich traf um 18:30 Uhr im Geschäft von Rolf Ruprecht ein und nach und nach kamen immer mehr Biker dazu. Als wir losfuhren, waren wir schon über 10 Leute. Auf dem Weg bis zur Lägern Hochwacht fuhren wir noch an zwei weiteren Treffpunkten vorbei und oben im Restaurant waren wir dann genau 20 Biker.

Man sah die unterschiedlichsten Beleuchtungen. Von gar keine (?!?!?!), über kleine Diodenstrahler und Halogenstrahlern bis zu Hochdrucklampen. Einige hatte unglaubliche Schweinwerfer montiert. Zu sehen war z.B. ein Big Bang Scheinwerfer oder eine 50 Watt Selbstbau-Halogenlampe, die die Nacht zum Tag macht. Unglaublich! Da ist mein Lupinchen ja fast dunkel!

Es war recht warm und weil kein Schnee lag, war das Restaurant zur Hochwacht fast leer. Es fehlten die Schlittler und die romatischen Wanderer. Das hatte zum Vorteil, dass wir nicht lange warten mussten, bis unsere Fonduecaquelon angeliefert wurden. Es schmeckte herrlich und zusammen mit dem Weisswein und anregenden Gesprächen verflog die Zeit förmlich. Als sich erste Biker dann für die Rückfahrt rüsteten merkte ich, dass es bereits nach elf Uhr war. Ich bestellte noch einen Kaffe Zschwetschgenlutz, schiesse das nebenstehende Bild und rede noch mit ein paar Leuten, bis mich dann auch entschliesse, mich für den Heimweg entsprechend warm anzuziehen.

Nachdem ich mich von den Übriggebliebenen verabschiedet hatte trat ich vor Haus und genoss die kalte Luft. Die Nacht ist sternenklar. Die Aussicht auf die beleuchteten Ortschaften war echt einen längeren Blick wert. Ich merke, dass ich etwas viel Alkohol getrunken hatte und darünter mein Gleichgewichtsgefühl etwas gelitten hatte. ;-) . Es hiess also vorsichtig und defensiv fahren.

Die Abfahrt bis nach Dielsdorf runter war dann richtig kalt und so war ich froh, in der Fläche bis nach Bülach mal etwas kurbeln zu können. Den Anstieg über den Eschenmoser schlich ich dann ganz gemütlich hoch und so langsam begann ich mich schon auf's Bett zu freuen. So gegen 00:30 Uhr war ich dann zu Hause. Schön war's! Der Tacho sagt: 60 km., 3:16 Std., 850 Hm.