Sonntägliches

Nach dem gestrigen Tag habe ich tief und gut geschlafen bis ich träumte, dass der Wecker klingelt und ich aufstehen müsse um zu Peter zu fahren. Mitten in der Nacht. Nein, das ist nur ein Traum. Das war gestern. Heute ist Sonntag, das geht mich heute nichts an. Ich will mich umdrehen und weiterschlafen als ich endlich bemerke, dass tatsächlich der Wecker klingelt. Ich träume nicht! Der Wecker klingelt tatsächlich. Ich nehm ihn in die Hand und schaue drauf: 04:00 Uhr! "kopfschüttel" ich vergass vor dem Zubettgehen den Alarm auszuschalten... also schalte ich ihn nun ab und schlafe weiter.

Es ist schon später Vormittag bis ich dann wirklich aufstehe und mir ein Sonntagsfrühstück zubereite. Dazu lese ich ausgiebig die gestrige Zeitung. Schön. Draussen ist es irgendwie milchig. Der Himmel ist weiss und nicht blau. Wie Dunst verdeckt eine leichte Bewölkung die Sonne. Als ich auf den Gartensitzplatz trete staune ich dennoch, wie warm es ist. Deutlich über 20° Grad.

Ich könnte am Nachmittag noch etwas lernen, oder eine lockere Velorunde als aktive Erholung fahren... wofür soll ich mich da nur entscheiden?... ;-)

Bei dieser Gelegenheit kann ich ja gleich mein neues Stelvio-Trikot etwas ausfahren. Ich kopiere meine Digifotos von gestern auf einen Memorystick und entschliesse mich zu Peter zu fahren, damit wir die Bilder austauschen können. Das kann ich gut mit einer Fahrt rund um den Greifensee kombinieren. Genau. Lernen kann ich auch noch abends...

Es ist wirklich sehr angenehm warm, das KISH rollt gut und meine Beine fühlen sich auch gut an. Kein schwammiges oder schweres Gefühl. Sehr gut. Ich geniesse die Anfart zum Greifensee und merke, wie ich immer etwas druckvoller fahre und zügig vorankomme. Ich fühle mich richtig gut und habe Freude an der Bewegung, an der Natur, am Fahrtwind mit all seinen verschiedenen Gerüchen... Herrlich! Sonntag. Nichts müssen, alles wollen!

Bei der Badi Egg mache ich Halt für einen Kaffee und einen frischen Mandelgipfel. Von meinem Sitzplatz sehe ich direkt in die Badi und auf den See hinaus. Es ist eine angenehme Spätsommerstimmung mit noch einigen Badegästen. Man nutzt den Tag, denn wer weiss denn schon, wieviele solch warme Tage dieses Jahr noch bereithält. Die Mandelgipfel kann ich übrigens wärmstens empfehlen.

Bei Peter gab es dann noch einen Kaffee sowie seine Bilder von gestern. Zusammen haben wir etwa 50 Fotos gemacht und so die Stilfserjochtour gut dokumentiert. Zwei seiner Bilder -von mir- haben mir besonders gut gefallen und deshalb will ich sie hier noch zeigen. Auf dem Bild links sieht man bis zum Pass hinauf. Vor mir fährt ein Inlinescater (super!). Das Bild gibt einen guten Eindruck des gestrigen Geschehens. Rechts dann zu Beginn der Steigung ein Bild, welches irgendwie recht dynamisch wirkt. Zudem lächle ich, und mache (noch) nicht so einen leidenden Eindruck... schön. Danke für die gelungenen Aufnahmen.

Bis ich dann wieder zuhause war, zeigte der Tacho gleich wie gestern 63 Kilometer. Doch im Vergleich zu gestern war es heute fast völlig flach und deshalb auch erholsam. Zur Krönung des Tages war ich dann noch bei meinen Eltern zum Abendessen eingeladen. Sehr lieb. Danke. Es war gut, wie immer.

Cima Coppi, Passo Stelvio

Kurz nach 04:00 Uhr schob ich einen Teller Teigwaren, die ich gestern vorgekocht hatte, in den Mikrowellenherd. Noch schlaftrunken schenkte ich mir ein Glas Milch ein und setzte mich zum "Frühstück" an den Tisch. Eigentlich erwartete ich, dass ich so früh am Morgen überhaupt keine Lust auf Pasta hätte, doch ich kann sagen, dass es mir ausgezeichnet schmeckte. Die Kohlenhydrate werde ich im Laufe des Tages bestimmt noch verbrennen.

Die Fahrt ins Engadin verlief problemlos und gegen 08:30 Uhr konnten wir uns in Santa Maria bereits in den Sattel schwingen und in Richtung Glurns, zum vereinbarten Treffpunkt fahren. Da wir etwas früher als geplant dort ankamen, konnten wir in einem Strassenkaffee leckeren italienischen Cappucino trinken und auf Matthias warten. Es wimmelte schon jetzt vor Bikern und Rennvelofahrern, die wohl alle das gleiche Ziel wie wir hatten, die Cima Coppi, den Aufstieg vom Prad auf das Stilfserjoch, von 930 M.ü.M. auf 2'760 M.ü.M., 1'830 Höhenmeter an einem Stück.

Nach der Begrüssung von Matthias machten wir uns zu Dritt auf in Richtung Prad. Man sah immer mehr Radfahrer... und als wir in Prad angekommen auf die Via Pricipale einbiegen, stossen wir auf einen dichten Strom von Menschen auf Fahrrädern. Man sah wirklich alles. Viele Rennradfahrer und fast genauso viele Mountainbiker, dazwischen ganze Familien mit Kindern, Männer mit Anhängern, sogar ein, zwei Liegeräder sehe ich. Nun kommt man auf die offizielle, für Autos und Mottorräder gesperrte Strecke. Die Polizei riegelt den motorisierten Verkehr völlig ab und schon bald befindet man sich im beginnenden Anstieg und hat die ganze Strasse zur Verfügung. Herrlich. Immer wieder überholt man Andere und immer wieder wird man selbst überholt. Jeder (oder jede Gruppe) fährt sein eigenes Tempo weil klar ist, dass man sich die Kräfte einteilen muss. Eine friedliche, schöne Stimmung. Eine kleine Prozession, die in den 48 Kehren bis zum Gipfel immer stiller wird.

Beim zweiten Verpflegungsposten habe ich das Foto links gemacht. Man erkennt das Hotel auf der Passhöhe und wie sich die Strasse entlang des Hangs in die Höhe windet. Von da weg hatte ich dann eine kleine Krise. Ich fühlte mich richtig leer, obwohl noch 500 Höhenmeter anstanden. Ich musste darum etwas langsamer fahren und vergegenwärtigte mir die Worte von Peter: "wenn es nach der Kurve nach rechts geht, siehst Du zum schneebedeckten Ortler hinüber und wenn es nach Links geht schaust Du zur Passhöhe hinauf und freust Dich auf's Gipfelfoto." Das Foto rechts war dann aus der zweitletzten Kurve aufgenommen und man kann darauf etwa erkennen, wie viele Leute unterwegs waren.

Auf der Passhöhe angekommen, waren wir dann plötzlich mitten im Trubel. Unglaublich, die vielen Leute. Alle waren bestens gelaunt und überall klickten Fotoapparate. Links zeigt den Blick zurück, in Richtung Ortler (Süden) und rechts die Bauten auf der Passhöhe sowie den Blick in Richtung Schweiz (Norden).

Nach einer Verpflegungspause zogen wir für die Abfahrt die gekauften Souveniertrikots an. Schöne, weisse Bikeshirts mit Cima Coppi Aufdruck, für 15 Euro, da kann man echt nicht meckern. Und bei der offiziellen Passtafel wollten wir natürlich auch noch ein Bild machen. Man glaubt es kaum, doch wir mussten bestimmt 5 Minuten anstehen, bis wir dran waren um vor dem Schild zu posieren. Das hat sich aber geloht, ein wirklich gelungenes Erinnerungsfoto.

Die anschliessende Abfahrt war dann Genuss pur. Da auch der Umbrail-Pass heute verkehrsfrei war, konnte man richtig runterheizen und musste nicht hinter jeder Kurve ein Auto vermuten. (Maximalgeschwindigkeit heute = 72,6 km/h). Das hat richtig Spass gemacht. Auch deshalb, weil man Soviele überholen konnte, wie sonst in einem ganzen Jahr. Viele fahren sehr vorsichtig oder können es einfach nicht besser. Matthias, Peter und ich pflügten uns unseren Weg links und rechts vorbei ;-) . Cool!

In Santa Maria angekommen verluden wir die Bikes ins Auto und genehmigten uns in einem nahen Restaurant noch Kaffee und Kuchen, wobei wir den ereignisreichen Tag ein erstes Mal Revue passieren liessen. Schön war's! Wir verabschiedeten uns dann von Matthias, er fuhr mit dem Fahrrad zu seinem Hotel, während Peter und ich unsere Heimreise im Auto antraten. Es hatte zwar deutlich mehr Verkehr als am Morgen, doch wir kamen zügig voran, so dass ich plangemäss, kurz vor 20:00 Uhr dann zu Hause war.

Trotz der langen Autofahrerei hat sich diese Strassen-Radtour wirklich gelohnt. Die vielen friedlichen Menschen und das traumhafte Spätsommerwetter haben ihren Teil dazu beigetragen. Der Tacho sagt: 63km., 4:00 Std., 1'900 Hm

Vorbereitung

Das KISH Titanhardtail ist sauber geputzt und schon im Auto verladen. Der Rucksack gepackt, Kamera und GPS aufgeladen, die Kleider liegen bereit. Ich bin also gerüstet für unser morgiges Stilfserjoch-Abenteuer. So sieht mein Zeitpan aus:

  • 04:00 Uhr Aufstehen, Morgentoilette, Frühstück
  • 04:30 Uhr Abfahrt
  • 05:00 Uhr Bei Peter
  • 08:30 Uhr Fahrt nach Stanta Maria
  • 09:00 Uhr Treffpunkt Matthias, in Glurns
  • 10:00 Uhr Radtour Stilfserjoch-Umbrail bis Santa Maria
  • 16:00 Uhr Rückfahrt. (Da haben wir keine Eile mehr).

Pizoltour, 6 Bilder

Hart aber herzlich! Hier ein paar Eindrücke der heutigen Tour.

 

Achtung! Diese Tour bitte nicht nachfahren! In der Taminaschlucht ist explizites Fahrradverbot!
Lange, anstrengende Schiebe- und Tragepassagen.
Auf dem Pizol hat es viele Wanderer.

Beim Tourstart in Bad Ragaz

 

Auf dem Pizol, auf 2'222 m.ü.M.

Edelweiss im Original!

Start ins Dowhnhill-
Abenteuer 

Herrliche Aussichten! 

Eigentlich war das beim Uphill.
Während dem Hochschieben habe ich umgedreht
und bin Jürg entgegen gefahren.

wieder nicht

Schon seit Sonntag nehme ich mir vor, vor Mitternacht ins Bett zu gehen und so wie es aussieht, gelingt es mir auch heute nicht. Wieder nicht.

Lernen, Essen, Tagesschau und Meteo schauen, Telefonieren, Mailen, die zwei, drei Lieblingsinternetforen absurfen, etwas an der Bike-Community teilnehmen, bloggen, Musik hören (im Moment Gölä III, Live02), träumen, Biketouren planen... all das kann ich abends am Esstisch tun. Da sitze ich im Zentrum meines kleinen Universums, am illusionären Steuerpult und halte mehrere Bälle in der Luft. Geistiges Jonglieren mit Ideen und Gedanken. Verbunden mit "der Welt da Draussen". Das ist einfach viel spannender, als schlafen... ;-)

Ah, ja: Auch heute bin ich wieder nicht mit dem Bike zur Arbeit gefahren und auch heute wäre das Wetter wieder perfekt gewesen... Ich war zu faul und schaffte es wieder nicht, rechtzeitig aufzustehen. Egal. Morgen fahre ich mit Jürg die Pizoltour. Start um 08:00 Uhr bei ihm. Ich muss spätestens um... 07:00 Uhr raus. Geht noch. Da werde ich bestimmt nicht verschlafen. ;-) Gute Nacht.

Schlag auf Schlag

Derzeit wird der Rhythmus erhöht. Ganz generell.

Die Vitaltrainerausbildung hat nach den Sommerferien wieder begonnen und fordert erheblich Lernzeit. Auch beruflich kommen ein paar strenge Wochen, wo ich stark gefordert werde und bikemässig kommen nun auch gleich ein paar Highlights hintereinander.

Am Donnerstag will ich mit Jürg die neu gezeichnete Pizolrunde testfahren (45km., 2'200 Hm) und am Samstag mit Peter auf das Stilfserjoch, (70km., 2'000 Hm). Am darauffolgenden Samstag eine schöne, geführte Tour in Obwalden und Ende September ist noch ein Bikeweekend im Engadin geplant.

Spätsommer, Frühherbst. Eine gute Zeit um nochmals Gas zu geben!

Ich bin dankbar für all die Möglichkeiten. Für die gute Gesundheit und ganz generell für die Fülle, die mir dieses Leben bietet.  Danke.

was für ein Morgen...

Ich konnte schon nur schlecht einschlafen...

Als dann der Wecker klingelte fand ich es schlicht zu früh. Noch 5 Minuten. Und nochmals 5 Minuten. Und die letzten 5 Minuten. Aber jetzt los! Aufstehen, rasieren, Bikeklamotten anziehen, Rucksack packen, Katze füttern, Haustüre abschliessen, Bike aus Garage nehmen, GPS aufsetzen und los geht's! Durchatmen. Mit 14° Grad ist es angenehm kühl. Ein paar kleine Wolken zieren den schön blau schimmernden Morgenhimmel. Der Anfang eines schönen Tages...

Pfff... pfff... pfff -> Ich bin mit dem Hinterrad über eine Glasscherbe gefahren. Das GPS zeigt an, dass ich erst 283 Meter von zuhause entfernt bin. Rekord! So schnell hatte ich noch nie einen Platten! Nicht aufregen, nachdenken. Ich habe keine Lust um zu reparieren und deshalb schiebe die 5 Minuten zurück und nehme das Auto für den Weg zur Arbeit.

Dann folgt: Bike in Garage stellen, Rucksack und Bikekleider wieder ausziehen und duschen. Unter der Dusche fällt mir ein, dass, wenn ich heute schon mit dem Auto unterwegs bin, ich auch gleich die Austausch-Kaffemaschine einladen könnte, damit ich diese nach der Arbeit zur Servicestelle bringen könnte um unsere, revidierte Maschine dort abzuholen. Eine gute Idee! Und wenn ich schon mit dem Auto unterwegs bin, könnte ich auch gleich noch die drei Tragtaschen leerer PET-Flaschen mitnehmen um sie zu entsorgen. Das lässt sich ideal mit Lebensmittel einkaufen kombinieren. Noch zwei gute Ideen! Ja super, so mach ich's!

Nach dem Anziehen packe ich also alles ins Auto und fahre in Richtung Büro. Dort angekommen möchte ich ins Parkhaus fahren und benötige zum öffnen der Einfahrtsschranke meine Zutrittskarte. Wo hab ich die? Mist! Zutrittsbadge, Handy und Geld, das alles ist noch im Bikerucksack, zu Hause, in der Küche...

Ich drehe also um und fahre wieder nach Hause... und wieder ins Büro...

Meine Zeitrechnung für den Arbeitsweg ist normalerweise so:

  • 15-25 Min. mit dem Auto 
  • 50-60 Min. mit den Fahrrad (mit Duschen und Umziehen).

Heute brauchte ich eineinhalb Stunden! Wohlverstanden: mit dem Auto! (und es lag nicht am Auto, und auch nicht am Verkehr). ;-)

Radtag Stilfserjoch, 30.08.2008

Peter hat das Thema Stilfserjoch und die kommenden verkehrsfreien Tage schon ein paar Mal angesprochen. Es bietet sich die Gelegenheit, am kommenden Samstag, 30.08., im Rahmen des Bike Days Stilfserjoch und Umbrail ohne Auto- und Motorradverkehr zu befahren. Ein Massenevent für Radfahrer. Tausende werden die 48 Kehren bis auf 2'757 Meter über Meer in Angriff nehmen. Nicht als Wettbewerb, sondern als Volksfest. Mit zwei Verpflegungsständen unterwegs, mit vielen Fotohalts bei hoffentlich schönem Wetter.

Beim Stöbern bin ich unter Anderem auf folgendes Bild gestossen. All die vielen Punkte sind Radfahrer. Unglaublich. Ja, diese Geschichte reizt mich, da wäre ich auch gerne mal dabei.