wieder nicht

Schon seit Sonntag nehme ich mir vor, vor Mitternacht ins Bett zu gehen und so wie es aussieht, gelingt es mir auch heute nicht. Wieder nicht.

Lernen, Essen, Tagesschau und Meteo schauen, Telefonieren,  Mailen, die zwei, drei Lieblingsinternetforen absurfen, etwas an der Bike-Community teilnehmen, bloggen, Musik hören (im Moment Gölä III, Live02), träumen, Biketouren planen... all das kann ich abends am Esstisch tun. Da sitze ich im Zentrum meines kleinen Universums, am illusionären Steuerpult  und halte mehrere Bälle in der Luft.  Geistiges Jonglieren mit Ideen und Gedanken. Verbunden mit "der Welt da Draussen". Das ist einfach viel spannender, als schlafen... ;-)

Ah, ja: Auch heute bin ich wieder nicht mit dem Bike zur Arbeit gefahren und auch heute wäre das Wetter wieder perfekt gewesen... Ich war zu faul und schaffte es wieder nicht, rechtzeitig aufzustehen. Egal. Morgen fahre ich mit Jürg die Pizoltour. Start um 08:00 Uhr bei ihm. Ich muss spätestens um... 07:00 Uhr raus. Geht noch. Da werde ich bestimmt nicht verschlafen. ;-) Gute Nacht.

Schlag auf Schlag

Derzeit wird der Rhythmus erhöht. Ganz generell.

Die Vitaltrainerausbildung hat nach den Sommerferien wieder begonnen und fordert erheblich Lernzeit. Auch beruflich kommen ein paar strenge Wochen, wo ich stark gefordert werde und bikemässig kommen nun auch gleich ein paar Highlights hintereinander.

Am Donnerstag will ich mit Jürg die neu gezeichnete Pizolrunde testfahren (45km., 2'200 Hm) und am Samstag mit Peter auf das Stilfserjoch, (70km., 2'000 Hm). Am darauffolgenden Samstag  eine schöne, geführte  Tour in Obwalden  und Ende September ist noch ein Bikeweekend im Engadin geplant.

Spätsommer, Frühherbst. Eine gute Zeit um nochmals Gas zu geben!

Ich bin dankbar für all die Möglichkeiten. Für die gute Gesundheit und ganz generell für die Fülle, die mir dieses Leben bietet.  Danke.

was für ein Morgen...

Ich konnte schon nur schlecht einschlafen...

Als dann der Wecker klingelte fand ich es schlicht zu früh. Noch 5 Minuten. Und nochmals 5 Minuten. Und die letzten 5 Minuten. Aber jetzt los! Aufstehen, rasieren, Bikeklamotten anziehen, Rucksack packen, Katze füttern, Haustüre abschliessen, Bike aus Garage nehmen, GPS aufsetzen und los geht's! Durchatmen. Mit 14° Grad ist es angenehm kühl. Ein paar kleine Wolken zieren den schön blau schimmernden Morgenhimmel. Der Anfang eines schönen Tages...

Pfff... pfff... pfff -> Ich bin mit dem Hinterrad über eine Glasscherbe gefahren. Das GPS zeigt an, dass ich erst 283 Meter von zuhause entfernt bin. Rekord! So schnell hatte ich noch nie einen Platten! Nicht aufregen, nachdenken. Ich habe keine Lust um zu reparieren und deshalb schiebe die 5 Minuten zurück und nehme das Auto für den Weg zur Arbeit.

Dann folgt: Bike in Garage stellen, Rucksack und Bikekleider wieder ausziehen und duschen. Unter der Dusche fällt mir ein, dass, wenn ich heute schon mit dem Auto unterwegs bin, ich auch gleich die Austausch-Kaffemaschine einladen könnte, damit ich diese nach der Arbeit zur Servicestelle bringen könnte um unsere, revidierte Maschine dort abzuholen. Eine gute Idee! Und wenn ich schon mit dem Auto unterwegs bin, könnte ich auch gleich noch die drei Tragtaschen leerer PET-Flaschen mitnehmen um sie zu entsorgen. Das lässt sich ideal mit Lebensmittel einkaufen kombinieren. Noch zwei gute Ideen! Ja super, so mach ich's!

Nach dem Anziehen packe ich also alles ins Auto  und fahre in Richtung Büro. Dort angekommen möchte ich ins Parkhaus fahren und benötige zum öffnen der Einfahrtsschranke meine Zutrittskarte. Wo hab ich die? Mist! Zutrittsbadge, Handy und Geld, das alles ist noch im Bikerucksack, zu Hause, in der Küche...

Ich drehe also um und fahre wieder nach Hause... und wieder ins Büro...

Meine Zeitrechnung für den Arbeitsweg ist normalerweise so:

  • 15-25 Min. mit dem Auto  
  • 50-60 Min. mit den Fahrrad (mit Duschen und Umziehen).

Heute brauchte ich eineinhalb Stunden! Wohlverstanden: mit dem Auto! (und es lag nicht am Auto, und auch nicht am Verkehr). ;-)

etwas Kultur

Gleich machen wir uns auf den Weg nach Bregenz am Bodensee. Dort besuchen wir eine Aufführung von TOSCA (von Giacomo Puccini)  auf der Seebühne des Schauspielhauses Bregenz. Das ist einer der wenigen Anlässe, die wir regelmässig besuchen. Schon in den letzten Jahren haben wir jeweils die aufgeführten Stücke gesehen. Die Seebühnenauftritte sind immer spektakulär und bieten gute Unterhaltung.

Zum Glück ist es auch heute schön und trocken. Laut Wetterbericht soll es auch trocken bleiben. Schön so - ich freue mich drauf. Und, mal sehen ob wir nach der Aufführung im Casino Bregenz auch noch ein glückliches Händchen haben...

mechanisches Hirn

Die im Februar begonnene Vitaltrainerausbildung zwingt mich ein Stück weit, meine bisherigen Lernstrategien und -methoden zu hinterfragen und nach Möglichkeit zu verbessern. Und zu verbessern, gibt es an meinen bisherigen Lernstrategien noch vieles ;-) . Es ist schon zu lange her. Volksschulzeit, vor 30 Jahren?  Ich stellte fest: ich habe gar keine Lernstrategie mehr. Ich vertraute darauf, dass ich es schon irgendwie verstehen würde. Irgendwie... "Ich bin doch nicht blöd!" ;-)

Im Fach Methodik und Didaktik wurden verschiedene Lerntechniken vorgestellt und als Hausaufgabe sollten wir in den Sommerferien das eine oder andere mal   ausprobieren.

Ich bin dabei beim Lernkasten, einer Lernkartei  gelandet. Nix mit Elektronik, nix interaktiv, ohne Strom und ohne Internet. Nix mit Kärtchen bedrucken sondern alles von Hand schreiben. Steinzeittechnologie!

Aber eine für mich recht wirksame Lernmethode. Ich muss pro Fach die wichtigsten Themen herauspicken und entsprechende Fragen dazu formulieren. So befasse ich mich geistig mit dem Thema. Durch den Akt des Schreibens kommen noch weitere Kommunikationskanäle dazu, die später beim Durchlesen der Fragen helfen werden, sich an die richtige Antwort zu erinnern. Das einzige Problem an der Geschichte ist, dass Karteikarten schreiben eine recht zeitintensive Sache ist. Bisher habe ich etwa 100 Karten geschrieben. Dafür brauchte ich etwa 10 Stunden.

Ich schätze mal, dass ich jetzt etwa 50% des bisherigen Stoffs erfasst habe was also heisst, dass mir -bis zum aktuellen Stand- noch weitere 10 Stunden Kartenschreiben bevorstehen. Und: Für die nächsten Schullektionen nehme ich am Besten gleich die Kärtchen mit, damit ich die wichtigsten Punkte direkt während dem Unterricht notieren kann. Bis zum Ende des Grundlagenblocks wird meine Kartei wohl auf über 400 Karten anwachsen. -> Dann kann ich mit meinen Mitschülerinnen "Trivial Pursuit" spielen. Die sechs Farben des Spiels entsprechen dann den verschiedenen Unterrichtsfächern. ;-) .

nicht multitaskingfähig

Es gibt Zeiten, da möchte ich ganz viele Dinge gleichzeitig tun und stelle dann jeweils fest, dass das nicht geht. Es geht meist halt nur  eines nach dem anderen. Ich kann nicht arbeiten und biken, oder lernen und bloggen, oder ausschlafen und einkaufen.  Und weil das so ist,  ist in den letzten Tagen das bloggen halt oft weggefallen. Es blieb keine Zeit dafür.

Anfang Woche habe ich abends vorwiegend für die Vitaltrainerausbildung gelernt. Zudem war das Wetter schwach. Was heisst schwach, am Dienstag regnete es fast den ganzen Tag. Nix mit Dienstagabend-Biken. Ich merkte auch wiedereinmal, wie mir das Wetter auf die Laune drücken kann. Nicht schlimm, aber spürbar. Regenwetter mag ich nicht allzu lange. So war ich dann froh, als es gestern Mittwoch gegend Abend dann noch ziemlich sonnig wurde. Das hat gleich meine Stimmung verbessert. Wie natürlich auch der Umstand,   dass ich Donnerstags und Freitags nicht arbeiten muss...

Ausgleich

An einem Sommersonntag wie heute, wollten wir wiedereinmal in der örtlichen Badeanstalt etwas rumflätzen und uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.  Zu Beginn war es zwar noch etwas wolkig und windig, doch je später der Nachmittag, desto schöner wurde das Wetter. Das hat richtig gut getan. Ich bin sogar wiedereinmal vom 3m und vom 5m Turm gesprungen. War schon lange her...

Radfahrer erkennt man an den weissen Händen. Sonnengebräunte Arme, doch wegen der Handschuhe stets weisse  Hände. Oder eben, den zweifarbigen Oberschenkeln. Unten braun, oben weiss. Und genau deshalb musste ich mir eine neue Badehose im Bermudalook kaufen. In einer kurzen, engen Badehose würde das ziemlich witzig aussehen ;-)

01. Aug

Schweizer Nationalfeiertag.

Wie immer am 1. August, sitzen wir heute Abend mit  Familie und Freunden zusammen um gemeinsam zu grillieren und etwas Geselligkeit zu pflegen. Ein kleines, ungezwungenes  Dorffest. Wenn es dann später dunkel wird, beginnen die Kinder mit Knallfröschen zu zeuseln und erste Raketen werden gezündet. So muss 1. August sein. So war es schon immer und so soll es noch lange bleiben.

Das Ganze macht an richtig heissen Sommerabenden natürlich noch einiges mehr Spass, als an einem regnerischen Tag wie heute. Doch Wetter ist nur aussen. Innen funktioniert das treffen, sich austauschen und  Nahe sein auch bei Regenwetter. und so ist 1. August immer irgendwie sonnig, warm und gut. Es gibt uns Gelegenheit, uns in unser soziales Netz, in unsere Art, unsere Gegend, unsere Heimat, unser  Land einzubringen, oder bei Bedarf auch mal sich fallen zu lassen und zu erkennen, dass wir eingebettet sind. Wir sind nicht allein. Wir stehen immer in Zusammenhang mit der uns umgebenden Welt. Und das zu erkennen tut gut. Es beruhigt, macht gelassener und stärkt das Selbstverständnis und -vertrauen.

Gestern habe ich übringens zwei richtig grosse Raketen gekauft, die meine Frau und ich heute Abend zünden werden. Es ist eine "Twilight" und eine  "Euro Blitz Rakete". Hoch lebe Helvetia!