Ostanflug zum Kulturabend

Heute Morgen hat alles wie geplant geklappt und so sass ich kurz nach 07:00 Uhr auf dem Bike in Richtung Arbeit. Die Beine fühlten sich immer noch etwas leer und müde an, doch ich musste mich ja nicht wirklich beeilen. Es war auch nicht so kalt wie erwartet, die Hochnebeldecke isolierte etwas.

Abends dann war ich schon fitter und auch mehr im Druck. Wir wollten heute Abend die Premiere des neuen Theaterstücks der Zürcher Seniorenbühne besuchen und deshalb war der Zeitplan ziemlich eng. Trotzdem sollte noch ein Bild für den Blog her... was tun? In der Steigung hoch nach Gerlisberg kramte ich den Fotoapparat aus der Tasche und und knipste während des Fahrens aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. ;-) Links sieht man einen Beleuchtungspunkt des Flughafens Kloten. Von diesem Hügel geht es im Ostanflug runter zur Landung auf der Piste 28. Rechts dann mein KISH-Wintercockpit. Von links nach rechts: Drehgriffschalter vorne, Vorderbremse, Federgabel-Blockierung (Lock-out), Halogenlampe, GPS, Lichtschalter, Klingel, Hinterradbremse, Drehgriffschalter hinten. Auf der aktuellen GPS-Anzeige sieht man, dass ich 10,8 km/h schnell fahre, mit einem aktuellen Puls von 146 Schlägen pro Minute. Seit Start der Aufzeichnung (Abfahrt Büro) bin ich bisher 8,91 Kilometern gefahren. Ich befinde mich derzeit auf 522 Meter über Meer und habe im Tagesverlauf bisher 357 Höhenmeter zurückgelegt. Es ist 17:38 Uhr und ich bin heute schon 1 Std. und 11 Min. unterwegs. Ich bin immer wieder erstaunt und begeistert, was das Teil alles kann. Und wohlverstanden: das ist nur eine von vier verschiedenen Anzeigevarianten, es kann also noch viel mehr.

Die Theatervorführung hat uns dann wirklich gut gefallen. Sehr schön fand ich, dass es sich nicht um eine dieser folkloristischen Verwechslungsgeschichten handelte, sondern dass es um ein "altersgerechtes" Thema ging. Verschiedene Senioren lernen sich in einer Wellnesswoche kennen. Jeder bringt eine eigene Geschichte und eine gewünschte Zukunft mit sich. Eigentlich alles verschiedene Charaktere und doch bildet das Titelthema Herzchlopfe eine für alle gültige Basis. Es ist das Herz, das klopft in jeder Brust und uns am Leben erhält und dieses Herz ist nicht gern alleine und einsam. Jedes menschliche Herz sehnt sich nach menschlicher Nähe, Zuneigung und Wärme und dem ist egal, ob es jung oder alt, Frau oder Mann, hübsch oder hässlich, erfolgreich oder zurückhaltend ist. Wir Menschen sind Paar-/Gruppen-/Herdentiere, uns allen geht es besser wenn wir nicht alleine sind. Das zarte Gefühl verstanden zu werden trägt sehr viel zu unserer Wellness, zur persönlich empfundenen Lebensqualität, bei. Ja, das Stück hat mir gut gefallen. Das kann ich durchaus weiterempfehlen (siehe Spielplan auf der Homepage).

Many Hill Show 08

Kurz nach sieben Uhr bin ich aufgestanden und kurz vor acht Uhr machte ich mich auf den Weg in die Stadt. Dort parkierte ich mein Auto und stieg aufs Bike um. Es war noch bitter kalt und ein zäher Nebel lag über der Stadt. Hoffentlich wird es bald wärmer...

Ich war viel zu früh am Bahnhof wo ich mich mit Peter verabredete und deshalb konnte ich mir gut noch einen Becher heissen Kaffee gönnen. Die Fahrt zu Christophs Flamme Rouge, runter ins Stadtzentrum, war dann wirklich richtig brrr... und wir waren froh, da auf eine warme Stimmung zu treffen. Die Singlespeed-Fraktion hatte sich da zum Frühstück zusammengefunden und da sollte auch der Treffpunkt der IBC-Ti-Gruppe sein, wo ich mich dazuzählte, war ich doch gerade deshalb mit dem KISH unterwegs. Leider waren wir dann ein sehr kleines Grüppchen. Lediglich 4 Titanfreunde waren heute dabei. Die  Singlespeeder waren bestimmt an die 30 Leute, die zum Teil von weit her anreisten. Interessante Menschen, eine eigene Spezies Radfahrer (muss man ja wohl sein, wenn man mit nur einem einzigen Gang mountainbiken will).

Wie immer, war die Many Hill Show eine Art Schnitzeljagd oder Mountainbike-Orientierungsfahrt. Man erhielt ein Ticket als Zeitkontrolle, welches man sechs Mal unterwegs an einer Bahn- oder Busstation abstempeln musste. Zusätzlich erhielt man eine Streckenbeschreibung und Hinweise zu den insgesamt 18 Fragen, die man unterwegs beantworten musste. So stand da zum Beispiel die Frage: Bei der Aussichtsbank steht ein Wanderwegweiser. Wie lange brauchen Wanderer bis zum Egelsee. (a) 10 (b) 20 (c) 30 Minuten. Die richtige Antwort konnte man mit einer Sicherheitsnadel einstanzen und so markieren. Wirklich ideenreich, wie das gemacht wurde.

Kurz vor halb elf starteten dann Peter, Thomas (IF Ti-Bike mit Rohloff) und ich zusammen in Richtung Triemli und Üetliberg. Rasch stellten wir fest, dass die Wegangaben seeehhhr rudimentär waren. Immer wieder gelangte man an Abzweigungen und wusste nicht so genau wohin. Da half es jeweils, auf andere Biker zu warten oder auf Sichtdistanz zu Anderen zu fahren. Auf der Fahrt nach Baden verzog sich langsam aber sicher der Hochnebel und es wurde endlich auch etwas wärmer. Die Strecke war wirklich spannend. In Baden angekommen, hatte ich bereits 47 Kilometer auf dem Tacho und wir waren schon drei Stunden unterwegs. Klar, dass wir in einem Strassenrestaurant etwas essen wollten und dabei auf spätere Fahrer warten. Das hat dann auch wirklich gut getan. Dies auch in Anbetracht dessen, dass nun mit Lägern-Hochwacht, Altberg, Gubrist und Hönggerberg noch kräftig Höhenmeter anstanden.

Ab Baden waren wir dann zu fünft unterwegs. Zwei Biker haben sich uns angeschlossen. Wohl auch deshalb, weil ich den weiteren Streckenverlauf kannte und wir so weniger anhalten mussten um zu klären, wo wir langfahren müssen. Wir fuhren sehr gemütlich, weil wir alle langsam die schon gefahrenen Kilometer zu spüren begannen und nun auch das Wetter richtig gut war und so zum Geniessen einlud. So wurde es dann nach 17:00 Uhr, als wir am Bucheggplatz unser Ticket ein letztes Mal abstempelten. Danach ging es zum Schlusspunkt, dem Grillen bei der offenen Velorennbahn in Örlikon. Dort stellten wir dann fest, dass wir wohl so ziemlich die letzte Gruppe waren, denn als wir ankamen, machten sich schon viele bereits auf dem Heimweg. Was soll's Wurst und Bier war noch da. Als wir dann unsere Karten abgaben wurde uns dann leider gesagt, dass wir nicht in die Wertung aufgenommen werden, weil wir nach 17.00 im Ziel gewesen waren. Unser letzter Stempelaufdruck zeigt klar 17:17 Uhr und 17:00 sei Schluss gewesen. Schade, wir hatten alle geforderten Punkte angefahren und alle Fragen beantwortet und nun interessierte das niemand mehr. Aber völlig egal. Wir wollten mit netten Leuten eine schöne Tour fahren und das war es wirklich. Mit oder ohne Wertung. Bis ich wieder beim Auto war und mir die Tourdaten auf dem GPS ansah wusste ich, weshalb ich doch recht müde war. Es war ein langer, schöner Tag. Der Tacho sagt: 83 km., 5:01 Std., 1'780 Hm.

Bikepflege

Heute Nachmittag hatte ich unverhofft freie Zeit und weil Morgen ja die Many Hill Show ansteht, wollte lieber etwas Bike putzen statt fahren. Das kommt ja dann Morgen.

Ich holte einen Eimer mit Wasser und wusch das KISH sauber. Danach polierte ich mit einem leicht öligen Lappen das ganze Bike. Titan ist ein unglaublich schönes Material. Und weil es nicht lackiert ist, fühlt es sich so speziell an. Echtes Metall, nicht ganz so kalt wie Stahl, wirklich ein Traum, der nicht rostet. Klar, dass ich zum Schluss ein paar Fotos gemacht habe. ;-) Das Bike gefällt mir wirklich sehr gut (und es fährt sich auch so).

Es blieb noch etwas Nachmittag und ich wollte nun doch noch eine kurze Bikerunde fahren. Am Donnerstag habe ich am INTENSE die Bremsen neu eingestellt und das wollte ich noch ausprobieren. Also zog ich mich rasch um genoss noch ein paar Kilometer herbstliche Wälder. Die Bremsen laufen nun endlich mal wieder geräuschfrei. Und ja, das INTENSE ist das bequemere Bike. Die Rollenverteilung ist also klar. Je einfacher der Untergrund, desto eher nehme ich das KISH, je rauer es wird, desto eindeutiger ist der Vorteil des vollgefederten INTENSE. So gesehen war das INTENSE heute unterfordert, denn ich ging wirklich nur etwas spazieren fahren.

Wochenendplanung

Am kommenden Sonntag möchte ich an der Many Hill Show '08 mitfahren. Der Wetterbericht ist gut und es haben sich auch ein paar Leute angekündigt, die ich vorwiegend aus Internetforen "kenne" oder die ich am Titanium Treffen am Bodensee kennengelernt habe.

Ursprünglich dachte ich ja darüber nach, dieses Wochenende mit Freunden ins Engadin zu fahren, doch mich so richtig dafür entscheiden und "ja" sagen, konnte ich bisher nicht. Ich will nicht das ganze Wochenende weg sein und auch die Kosten machen mich nicht so an. Da ist die Many Hill Show natürlich die Super-Alternative. :-) . Das Ganze hat nur so viel Renncharakter wie jeder will. Einige -und da zähle ich mich auch dazu- sehen es eher als eine Art Happening, wo man gemütlich mit Gleichgesinnten eine Tour fährt. Da freue ich mich wirklich drauf!

after work biken

Morgens um 07:00 Uhr war es draussen keine 10° Grad. Ein feuchter Hochnebel lag über dem Land. Trotzdem wollte ich mit dem Bike zur Arbeit fahren. Ich fuhr die 43 Minuten einfach ab. Ohne grosse Lust, ohne nachzudenken, mein Körper funktionierte einfach so vor sich hin und mein Geist wartete, bis er unter der Firmendusche definitv aufwachen musste. ;-)

Am Abend war ich dann mit Jürg für eine Feierabendrunde verabredet und weil es nun schon recht früh dunkel wird, durften wir nicht zu spät losfahren. Deshalb musste ich mich nach der Arbeit ziemlich beeilen und trotzdem war ich 8 Minuten zu spät. Nicht schlimm, das liegt mal drin. Tagsüber hat sich das Wetter prächtig entwickelt. Mit viel blauem Himmel und rasch vorbeiziehenden, weissen Plüschwölkchen zeigte sich uns ein richtig schöner Herbstabend. Die Temperatur lag bei etwa 13° Grad und deshalb war ich doch leicht erstaunt, dass Jürg in kurzen Hosen auf mich wartete. Ich trug lang/lang. Dass Jürg kälteresistenter als Andere ist, wissen wir ja schon länger... ;-)

Wir starteten in Richtung Brütten und ich dachte einen kurzen Moment daran, vom Brüttemer Kirchturm ein Foto zu machen. Genau so, wie ich sie mir jeweils gerne auf Davids Blog t-error anschaue. Die Abendsonne stand schon tief und die goldige Kirchturmuhr funkelte herrlich vor dem tiefblauen Zifferblatt. Ja, das ist schon ein Foto wert. Doch ehrlich, so gut wie David kriege ich das nicht ins Bild und statt selber eine mässige Kopie zu machen, verfolge ich lieber weiterhin Davids Blog, was ich durchaus empfehlen kann.

Übrigens: Der steile Downhill von Brütten runter zur BMX-Piste wird immer mehr ausgebaut. Nachdem vor ein paar Jahren erste kleine Sprünge eingebaut wurden, folgte dieses Jahr die grosse Offensive. ;-) . Nebst dem hier erwähnten Wallride sind in der Zwischenzeit noch zwei heftige Sprungschanzen und ein kleiner, fieser Kicker hinzugekommen. Davon habe ich selber jedoch nur eine Schanze gepackt. Bei der zweiten Schanze brach ich den Versuch ab (zu hoch) und den Kicker habe ich umfahren. Beides braucht mehr Federweg, mehr Mut, mehr Tempo.

Auf der anderen Talseite fuhren wir dann über den Beerenberg und den Multberg, wobei wir uns an super gepflegten Wanderwegen erfreuen konnten. Ein Dankeschön an die Förster oder die Naturfreunde, welche dornige Sträucher und Büsche entlang des Wegs zurückgeschnitten hatten. Die Sonne war gerade am Horizont verschwunden und ich wusste, ich brauche noch ein Foto für den Blog. Doch ich wollte fahren und nicht fotografieren. Das kostet nur Zeit und stört den Fahrfluss ganz erheblich. Also, nur ein einziges Bild. Was immer auch daraus wird, ich werde es zeigen. Und na ja, man sieht, dass es schon recht dunkel war, dass der Blitz zündete und dass vor allem der Reflektor an der Satteltasche seine helle Freude daran hatte. ;-) Der Tacho sagt: 53 km., 3:01 Std., 960 Hm.

kleine Sonntagsbikerunde

Nachdem ich gestern nicht aufs Bike konnte war ich heute schon froh, die nötigen 2, 3 Stunden Zeit zu finden. Seit längerem war ich mal wieder alleine unterwegs und auch seit längerem hatte ich wieder einmal Lust, zumindest einen Teil meiner Lieblings-Hometrails abzufahren. Es ist ganz normal, dass man im Sommer mehr fremde Strecken fährt, dafür über die Winterzeit die nahegelegenen Hometrails abfährt.

Es war zwar meist sonnig, doch ein kühler Nordwind und vorüberziehende Wolken liessen die Tmperatur kaum über 13, 14° Grad ansteigen. Ich hatte also wieder lange Hose, Windstoppershirt und ein Langarmtrikot an. Wirklich: brrr. von kurz/kurz direkt auf lang/lang, ohne Zwischensaison mit Knielingen...

Ich startete über den ersten Hügel und fuhr dabei bewusst langsam. Die mir ansonsten gut bekannte Umgebung hat sich seit meiner letzten Heimrunde doch ziemlich verändert. Das satte Grün des Sommers muss nun nach und nach dem kräftigen Braun des Herbstes weichen. Die Wälder werden wieder durchsichtiger. Aufgefallen ist mir auch, dass einige Trails ziemlich ausgefahren sind und scheinbar auch von vielen anderen Bikern frequentiert werden, während man auf anderen Abschnitten wieder völlig allein in der Natur ist. Spannend. Es gibt hier so viele schmale Waldwege, dass wohl jeder sich seine eigene, schöne Hometrail-Runde zusammensetzen kann.

Auf dem Weg hoch zum Irchelturm fuhr ich durch die übervoll behangenen Rebberge der Hueb. Für mich sieht das nach einer guten Ernte aus. Jeder Stock trägt viele, schöne Trauben. Danach freute ich mich auf das Standard-Foto oben am Irchelturm, weil es doch schon so lange her ist, seit ich dort das letzte Mal geknipst habe. Doch als ich mich dem Turm nähere wird mir klar, dass dies heute nichts wird. Rauchende Grillfeuer, mehrere Familien, herumspringende Kinder, Hunde, da war echt etwas los. Da will ich nicht ein paar Leute verscheuchen, nur damit ich zu meinem Standard-Foto komme. Ich fahre also dran vorbei und freue mich auf die kommenden Singletrails runter nach Freienstein. Der Boden ist sehr griffig, stellenweise noch etwas feucht, doch sehr gut zu fahren. Eigentlich ideal. Und siehe da... nun beginnt mein kleines Herzlein doch noch zu lächeln... herrlich schlängelt sich der Weg durchs Unterholz. Mal schnell, mal langsam, meist bergrunter, mit zwei, drei kniffligen Stellen. Die Sonne scheint durch das Blätterdach und das Farbenspiel ist einfach gewaltig. Klar ist Herbst traurig, doch oft auch traurig schön. Glücklich sterbende Blätter fallen nicht einfach vom Baum, nein, sie wirbeln noch etwas durch die Luft, lassen sich vom Wind mittragen und reflektieren das Licht in unserem Auge in Millionen Variationen. Und dann legen sie sich hin. Sie fallen nicht, nein sie legen sich hin. Süsse Melancholie... Es war eine wirklich schöne Sonntagsrunde. In Ruhe. Ohne Druck und ohne Verpflichtung.

Auf dem Rückweg besuchte ich noch kurz meine Eltern, wo sich die ganze Familie zu Kaffee und Kuchen traf. Mein Vater feierte gestern seinen 71. Geburtstag. Ein schöner Grund um sich wiedereinmal zu sehen und etwas miteinander zu plaudern. Schön war's. Richtig sonntäglich. Danke. Der Tacho sagt: 35 km., 2:16 Std., 850 Hm.

ARROW Sirius Red Racing

Der heutige Traumbike-Beitrag gilt meinem alten Mountainbike. Dies auch deshalb, weil ich es Ende August weggegeben habe.

Die Geschichte dieses Bikes startet eigentlich bei einem anderen Bike. Im April 2001 kaufte ich mein damaliges Traumbike, das ARROW Heaven Red Racing. Nur, der Rahmen brach schon nach knapp 500 Kilometern an der Schwingenaufnahme. Der Rahmen wurde dann zwar rasch auf Garantie ausgetauscht, doch auch der zweite Rahmen brach wieder an der gleichen Stelle. Die Serviceabteilung von ARROW wollte dann nicht mehr so weiter machen und schlug mir vor, auf den Sirius-Rahmen zu wechseln, da bei diesem solche Schäden nicht bekannt waren. So hielt ich dann im Oktober 2001 das dritte neue ARROW Mountainbike in meinen Händen.

Und ich musste oder durfte zugeben, das Sirius war das bessere, fahrstabilere Bike als das Heaven. Mir war das Design anfangs etwas zu wuchtig, doch ich lernte das Bike nach und nach lieben. Viele schöne Touren, Alpenüberquerungen und als Abschluss den Gigathlon 2007... schön war's! Danke, Sirius! Du warst immer ein klasse Bike und ein treuer Begleiter. Auf dem Bild unten ist die letzte Ausbaustufe zu sehen. Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass die sieben Jahre nebst dem Rahmen, nur die Kurbeln, der Umwerfer, die Bremsen und die Schalthebel am Lenker überlebten. Alles Andere wurde mindestens einmal ausgetauscht.

 Wird dies mein letztes 26-Zoll Mountainbike gewesen sein oder kehre ich später wieder zu den kleineren Rädern zurück?

durchzogener Sonntag

Am Morgen regnete es und deshalb gab es für mich keinen Grund, früh aufzustehen. Kurz aufwachen, mich umdrehen und genüsslich weiterschlafen, ja, das mag ich. Wenn ich ausgeruht weiterschlafe, kann ich gut träumen. Meist erinnere ich mich danach nicht mehr an den genauen Inhalt sondern nur mehr daran, dass ich wohl geträumt habe. Ich schüttle mich wach, schmunzle meist kurz, drehe mich um und versuche anzuknüpfen (was aber eigentlich nur ganz selten gelingt). Ja, das mag ich sehr und deshalb geniesse ich verregnete Sonntagmorgen. ;-)

Nach dem Aufstehen machte ich mir ein hübsches Frühstück zurecht und las die Zeitung von gestern. Ganz gemütlich. Draussen war es zwar etwas heller und es regnete nicht mehr stark, doch es regnete noch immer. Eine gute Ausgangslage um sich etwas um den Haushalt zu kümmern... Ich telefonierte noch wie vereinbart mit Peter um die Lage zu besprechen und wir entschieden uns auf: "14:00 Uhr, Start des Formel 1 GP von Belgien, im TV ansehen und danach nochmals das Wetter checken. Sollte es nicht mehr regnen, machen wir noch eine kurze Strassenrunde und wenn nicht, dann halt nicht."

Ziemlich genau um 14:00 Uhr besserte sich dann wahrhaftig das Wetter. Der Regen hörte auf und es zeigte sich sogar zeitweise die Sonne. Von Westen her lockerte sich die Bewölkung langsam auf. Mal sehen. Das Formel 1 Rennen startete ganz interessant. Eine halbe Stunde später ist draussen der Steinboden des Gartensitzplatzes bereits abgetrocknet und die sonnigen Abschnitte werden wirklich länger. Ja, das wird doch noch etwas mit Velofahren heute. Peter und ich telefonieren nochmal. O.K., 15:30 Uhr bei ihm.

Am Startort in Uster ist es dann nicht mehr so sonnig, wie zuhause. Die Strassen sind trocken, doch dichte Wolkenbänder bedecken weite Teile des Himmels. Und es ist recht frisch. Herbstlich kühl sogar. So um die 15° Grad. In kurz/kurz fröstele ich etwas und mir wird klar, dass das Langarmtrikot im Rucksack heute bestimmt noch zum Einsatz kommt. Wir fahren nach Hittnau, wo an diesem Wochenende die Oltimer Classics stattfanden. Uns war schon bewusst, dass wir eigentlich zu spät dran waren, doch das eine oder andere Fahrzeug würde wohl schon noch zu sehen sein. So war es denn auch.

Ich dachte vorher, dass hier "nur" alte Autos und Motorräder zu sehen sind, doch es waren auch verschiedene alte Kleinflugzeuge unterwegs, die auf einer eigens hergerichteten Gras Start- und Landebahn abheben oder landen konnten. Nicht schlecht. Da gab es ein paar ganz tollkühne Kisten zu sehen. Bei den Autos hat mir dieser blaue Sportwagen besonders gut gefallen. Superschön in Stand gehalten, mit stilecht gekleidetem Fahrer, Höchstnote!

Obwohl wir erst eine halbe Stunde gefahren sind, hatte ich nach dem Halt bei der Oldtimershow schon Lust auf Kaffe und Kuchen. Vor allem Kaffee, heissen Kaffe! Ich hatte wirklich langsam kalt. Entweder es kommt nun eine wärmende Steigung oder ein wärmendes Restaurant... meine Motivation Rad zu fahren, begann zu sinken. Ganz anders bei Peter. Er war gestern an der Eurobike-Ausstellung und nach einen Tag Bike gucken, war er heute natürlich spitz auf eine Runde bike fahren. Wir suchten einen gutschweizerischen Kompromis ;-) .

Noch ein, zwei Hügel und dann langsam aber sicher zurück. Ja, O.K. Die Wolken zogen etwas zu und schon bald fielen wieder erste Regentropfen. Zum Glück blieb es bei Tropfen. Richtig geregnet hat es, -zumindest bis wir zuhause waren- nicht. Zum Glück! Links noch ein lustiges Foto, welches ich während dem fahren gemacht habe. Peter fährt in den Regenbogen... ;-) . Übrigens: Die orangen Brillengläser passen 1a zu den Kürbissen im Feld... ;-)

Eigentlich war alles gut, doch so richtig zufrieden war ich nach der heutigen Tour doch nicht. Ich hatte kalt und war hungrig. Ausserdem habe ich seit gestern abend eine Muskelverhärtung in der rechten Wade, die beim Velofahren zwar überhaupt nicht stört, doch beim Laufen schmerzt. Na ja, grummel, grummel, der Sommer ist halt vorbei. Gestern in Wolken, heute in Wolken, nun kommt Herbst. Kühler, nasser Herbst. -> Nein! Ich will sonnendurchfluteten, warmen Herbst! In schillernden Farben! Bitte! Der Tacho sagt: 44 km., 2:26 Std., 650 Hm.