Serotta TiMAX 29er

Am 18. Oktober habe ich dieses Bike in München gesehen und nach einem zweiten, etwas genaueren Blick wurde mir klar, dass es sich dabei um ein echtes Traumbike handelt.

Das Serotta TiMAX 29er ist von der Bauart vergleichbar mit meinem KISH 29er. Es ist ein Hardtail aus edlen Titanrohren auf 29-Zoll-Laufrädern. Nur, das Serotta ist noch edler und leichter aufgebaut. Geschaltet wird mit Shimanos Topgruppe XTR und gebremst mit den leichten AVID Ultimate Scheibenbremsen. Besonders leichte FRM-Felgen mit dünnen Speichen, grüne KING-Naben und dazu passend grüne und rote Speichennippel, rote tune-Schnellspanner, leichte SCHWALBE-Reifen, sehr schön das Alles. Zur MOOTS-Ti-Sattelstütze passend ein leichter MOOTS-Ti-Vorbau (eigentlich das Strassenmodell), dazu der standesgemässe Titanlenker. Auch die White Bros. Federgabel ist in Europa doch eher selten zu sehen.

Man erkennt, dass der Besitzer viel Augenmerk auf die farbliche Zusammenstellung gelegt hat (was nicht einfach ist, angesichts der verschiedenen Rahmenfarben). Viele Schrauben sind rot oder grün eloxiert. Da steckt viel Zeit und Liebe zum Detail dahinter. Mein Respekt! Das ist ein wirklich ausgesprochen schönes Mountainbike! Viel Spass damit und vielen Dank für die schönen Fotos.

Ferienbeginn

Heute hatte ich den ersten Tag frei, von knapp 2 Wochen Ferien. Morgen fliegen meine Frau und ich für eine Woche nach Gran Canaria. Eigentlich wollten wir nocheinmal Sonne, Meer und Strand, doch der Wetterbericht für die kommenden Tage ist nicht nur für hier eher schlecht. Für Gran Canaria wird wolkiges Wetter mit etwa 18, 19° Grad Temperatur vorhergesagt. Wohl etwas zu wenig warm um zu baden. Mal sehen.

Auch heute hätte ich gerne besseres Wetter gehabt, denn dann wäre ich noch eine Runde mit dem Mountainbike gefahren. Doch bei dem Regen und Wind wollte ich nicht alles einsauen und so liess ich es sein. Dafür erledigte ich noch etwas privaten Bürokram und liess mir noch die Haare schneiden.

Haare schneiden. Das ist ein ganz besonderes Thema. Heute bin ich zum vierten Mal bei N gewesen. N kommt aus Asien. Vielleicht Thailand, oder China? Nein, eher Vietnam. Keine Ahnung. Ich habe nie danach gefragt. Sie betreibt ein kleines Coiffeurgeschäft in der Stadt und ich schätze sie auf Mitte Dreissig. Sie spricht sehr, sehr gebrochen Deutsch, doch sie gibt sich immer herzlich Mühe und erinnert sich an alles, was wir schon je miteinander gesprochen haben. Oft sind andere Asiaten im Geschäft anwesend und dann plaudern sie laut und angeregt miteinander, während mir N so zwischendurch die Haare schneidet. Ich sitze da und verstehe kein Wort. Heute brauchte Sie für meinen Herrenhaarschnitt 45 Minuten und kriegte dafür 35 Franken. ;-) . Ich finde es jedesmal sehr erfrischend. N ist sehr positiv, lebensfroh und und sie redet wie ein Wörterbuch. Sie kennt sehr viele deutsche Worte, doch die reiht sie einfach so hintereinander. Da gibt es nicht wirklich zusammenhängende Sätze und trotzdem trifft sie oft genau die richtigen Worte. Das ist sehr interessant. Und das beste an der Sache, das Endresultat, meine Frisur, gefällt mir immer gut. Sie schneidet zwar langsam und kompliziert, doch am Schluss stimmt jedes Haar. Haare schneiden hat für mich nun also auch Erlebniswert. ;-)

flanieren

Heute Mittag waren meine Frau und ich wieder einmal in der Innenstadt von Zürich und genossen, wie viele Andere auch, das schöne Herbstwetter. Wir schlenderten der Bahnhofstrasse entlang zum See. Die vielen Schaufenster hatten allerlei Interessantes zu bieten. Uhren, Schmuck, Bekleidung, alles nur vom Feinsten. Die noble Welt mit Geschäften, die ich vermutlich nie betreten werde, ganz einfach, weil ich es mir nicht leisten kann. Und auch, weil ich gar nicht in der entsprechenden Gesellschaft verkehre, wo man so edle Kleider tragen würde. Schuhe für SFr. 1'920? Ein Anzug für SFr. 2'700? Eine Kravatte für SFr. 290? Unglaublich. Die Vollmontur eines Managers wird wohl so an die 5'000 Franken kosten. Plus teure Uhr und teures Auto. Haus? Ja, stimmt: da braucht man schon gute Bonis. ;-)

Wie erwartet waren sehr viele Menschen unterwegs. An der Schiffanlegestelle am Bürkliplatz standen die Leute dichtgedrängt und warteten auf das nächste Kursschiff. Auf dem Zürichsee waren sehr viele Boote zu sehen. Alle wollten diesen schönen Tag noch nutzen. Die flach stehende Sonne glitzerte übers Wasser, in dem Schwäne, Enten und Möven badeten. Der Üetliberg lag noch im Dunst der letzten Nebelschwaden und das noch an den Bäumen hängende Laub leuchtete warm, die Luft war aber eher kalt. Dieser sonnige Sonntag roch zwar nach vollem Herbst, kündigte aber auch irgendwie den kommenden Winter an... speziell.

Gemütlich schlenderten wir durch die Gassen und plauderten dabei etwas. Auf der Terasse des Restaurants Aquarium gönnten wir uns dann ein feines Glace mit dem zugehörigen Kaffee. Zürich ist wirklich eine schöne Stadt. Hat viel Flair, finde ich. Auf dem Rückweg vernahmen wir dann ein dumpfes Knattern am Himmel und als wir aufsahen, sahen wir drei Ju-52 Propellermaschinen am Himmel, die eher gemächlich die Stadt überflogen, wohl auf dem Weg an ihre Basis in Dübendorf. Ich wusste gar nicht, dass es davon noch drei flugbereite Maschinen gibt. Ich zückte den Fotoapparat und machte das Bild des heutigen Tages. Blauer Himmel, gemächlicher, stilvoller Luxus. Schön war's.

Nachtrag zu ToZOL

Peter hat mir noch diese zwei Bilder der heutigen Tour zugemailt. Links unsere kleine Gruppe auf dem höchsten Punkt des Tages, dem Schnebelhorn, 1'292m.ü.m. Rechts dann meine Wenigkeit, auf den letzten Metern zum Bachtel. Die nun laublosen Bäume kontrastieren sehr gut vor dem blauen Himmel. Das gefällt mir immer sehr gut. Deshalb habe ich auch noch eines meiner Fotos angefügt. Peter und Jürg überwinden das Nebelmeer.

Top of Zürcher Oberland

Die heutige Tour ist sozusagen die Krönung der verschiedenen Zürich Oberland Touren, die ich dieses Jahr mit Peter und mit Anderen gefahren bin. Bachtel - Schnebelhorn - Hörnli. Drei beliebte Aussichtpunkte und mit dem Schnebelhorn, der höchste Punkt im Kanton Zürich. Geplant habe ich diese Tour zusammen mit Peter an einen verregneten Sonntag im September. Er sass mit Wanderkarte und Singletrailmap am Tisch und bestimmte die Strecke und ich übertrug diese am PC in die GPS-Software, so dass ich sie heute Morgen nur noch aufs Gerät laden musste.

Für eine solche Prachtstour muss man früh aufstehen, damit man auf nicht zu viele Wanderer trifft und so war ich schon um halb neun Uhr morgens bei Jürg um ihn abzuholen. Pino, Geri und Peter trafen wir dann gegen halb zehn Uhr, direkt am Bahnhof Steg, im Tösstal. Als wir dort auf die Bikes stiegen, war es mit etwa 6° Grad noch richtig kalt und in der Talsohle fuhren wir in dichtem Herbstnebel. Wir waren deshalb nicht unglücklich, dass schon bald die erste Steigung in Richtung Bachtel auf dem Programm stand. Das steigerte die Betriebstemperatur im nu und die Chance auf Stonne stieg mit jedem Höhenmeter. Und wirklich, die Nebeldecke lag auf etwa 900 Metern über Meer und schon bald konnten wir in herrlichster Herbstsonne biken.

Auf dem Bachtel machten wir dann eine erste Verpflegungspause und gönnten uns einen Kaffee im Restaurant. Danach folgte dann ein erstes Singletrail-Sahnestückchen. Ein kniffliger, steiler Wanderweg mit vielen Wurzeln und Holztreppen führte runter nach Gibswil, wo wir die Hauptstrasse überquerten um gleich auf der Gegenseite die Steigung in Richtung Wolfsgrueb, Schindelberg und Schnebelhorn in Angriff zu nehmen. Mit etwa 600 Höhenmeter ist dies die längste Steigung des Tages und weil es darin immer wieder sehr steile Wegabschnitte gibt, zerrt dieser Streckenteil so richtig an den Kräften.

Wir entschieden uns im Bergrestaurant Schindelberg unseren Mittagshalt einzulegen. Zu fünft verputzten wir drei Liter Rivella, vier Suppen, zwei geräucherte Bauernschüblinge und eine Portion Käse ;-) Wir brauchten neue Energie weil wir ja bereits wussten, dass wir nachher auf das Schnebelhorn unsere Bikes die letzten 100-150 Höhenmeter hochschieben/tragen müssen. Oben machten wir dann noch kurz ein Gipfelfoto, bevor wir uns in den Downhill und die nachfolgenden, sehr schönen Singletrails via Roten bis zur Hulftegg stürzten.

Der letzte Anstieg des Tages, hoch auf das Hörnli war dann richtig knackig. Zuerst wird der Wanderweg immer steiler und die kleine Asphaltstrasse, auf die man für den letzten Kilometer einbiegt, wird auch nicht wirklich flacher. Ich muss in den allerkleinsten Gängen fahren, Puls über 170, doch immerhin konnte ich alles fahren und musste nicht schieben. Da war ich schon sehr zufrieden. Gute Leistung. Oben machten wir dann unsere letzte Pause, denn von da weg geht es nur noch bergrunter bis zum Startort. Wie man am letzten Foto erkennt, freuen sich Jürg und Pino bereits auf diese Schlussfahrt. ;-)

Diese Tour ist wirklich ein Highlight. Es verbindet drei schöne Aussichtspunkte zu einer knackigen und anspruchsvollen Runde. Der heutige Tag war auch nahezu ideal dafür. Leicht feuchter doch immer gut griffiger Boden, an einem wunderschönen Spätherbsttag. Ja, das war wirklich ein schönes Bikeerlebnis. Der Tacho sagt: 49 km., 3:57 Std., 1'660 Hm

Den Haag

Mittwoch und Donnerstag war ich beruflich in Den Haag. Am Mittwochabend hatten wir noch kurz Zeit für etwas Sightseening. Zuerst waren wir am langen Sandstrand der Nordseeküste und danach im alten Teil der Innenstadt. Ich habe ein paar Fotos gemacht, die ich hier abspeichern möchte.

 
Muscheln am Strand

 
Kite-Surfer im Wind

 
schöne Dynamik

 
Wellenreiter, Richtung Wasser

 
Vergnügungspier

 
Polizisten auf Bikes
(mit Rohloff-Nabenschaltung)

 
ohne Worte...


Sommerresidenz
 

 
alte Markthalle, Den Haag


etwas Königliches
 

 
Gewächshäuser ohne Ende


auf dem Rückflug
 

zwischendurch

Morgen reise ich bis Donnerstagabend ins Ausland an eine technische Schulung. Bis dann wird also nichts mehr mit bloggen. Heute habe ich eigentlich auch nicht viel zu erzählen, deshalb darf sich der geneigte Leser nur an den Fotos ergötzen ;-) . Es handelt sich um ein echtes Schmankerl, ein Retrotec (made in USA), 29er, Stahl, im Newsboy-Look und mit einer sehr schönen Lackierung.

kurze Sonntagsausfahrt

Nachdem wir gegen Mittag von München zurück gefahren sind, putzte ich am Nachmittag kurz das INTENSE und setzte mich dann an den PC um die Bilder und GPS-Daten von Gestern auszuwerten. Bei uns war es ein paar Grad wärmer als in München und die Herbstsonne zauberte erneut wunderbare Farben hervor. Eigentlich eine blöde Idee, vor dem PC zu sitzen...

Ich entschied mich ganz spontan, noch etwas Hometrails zu geniessen. Also rein in die Bikeklamotten und "put the fun between your legs". ;-) . Ich fuhr ganz gemütlich etwas in der Gegend herum, erfreute mich an raschelndem Laub, warmen Farben und der tiefstehenden Sonne. Nur kein Stress. Einfach geniessen. Der Weg ist das Ziel. Herrlich. Solche Wochenende sind echte Erholung. Das stärkt mich für die kommende Woche, in der beruflich viel los sein wird und am Freitag geht auch die Vitaltrainerschule wieder los. Ich bin bereit.

Übrigens: Gestern ist der 5'000ste Kilometer 2008 gefallen. Mal sehen, wie weit ich bis Ende 2008 noch komme. Klar ist und bleibt, dass es weniger Kilometer als 2007 sein werden (damals 7'000). Nicht so wichtig.