Ferienbeginn

Heute hatte ich den ersten Tag frei, von knapp 2 Wochen Ferien. Morgen fliegen meine Frau und ich für eine Woche nach Gran Canaria. Eigentlich wollten wir nocheinmal Sonne, Meer und Strand, doch der Wetterbericht für die kommenden Tage ist nicht nur für hier eher schlecht. Für Gran Canaria wird wolkiges Wetter mit etwa 18, 19° Grad Temperatur vorhergesagt. Wohl etwas zu wenig warm um zu baden. Mal sehen.

Auch heute hätte ich gerne besseres Wetter gehabt, denn dann wäre ich noch eine Runde mit dem Mountainbike gefahren. Doch bei dem Regen und Wind wollte ich nicht alles einsauen und so liess ich es sein. Dafür erledigte ich noch etwas privaten Bürokram und liess mir noch die Haare schneiden.

Haare schneiden. Das ist ein ganz besonderes Thema. Heute bin ich zum vierten Mal bei N gewesen. N kommt aus Asien. Vielleicht Thailand, oder China? Nein, eher Vietnam. Keine Ahnung. Ich habe nie danach gefragt. Sie betreibt ein kleines Coiffeurgeschäft in der Stadt und ich schätze sie auf Mitte Dreissig. Sie spricht sehr, sehr gebrochen Deutsch, doch sie gibt sich immer herzlich Mühe und erinnert sich an alles, was wir schon je miteinander gesprochen haben. Oft sind andere Asiaten im Geschäft anwesend und dann plaudern sie laut und angeregt miteinander, während mir N so zwischendurch die Haare schneidet. Ich sitze da und verstehe kein Wort. Heute brauchte Sie für meinen Herrenhaarschnitt 45 Minuten und kriegte dafür 35 Franken. ;-) . Ich finde es jedesmal sehr erfrischend. N ist sehr positiv, lebensfroh und und sie redet wie ein Wörterbuch. Sie kennt sehr viele deutsche Worte, doch die reiht sie einfach so hintereinander. Da gibt es nicht wirklich zusammenhängende  Sätze und trotzdem trifft sie oft genau die richtigen Worte. Das ist sehr interessant. Und das beste an der Sache, das Endresultat, meine Frisur, gefällt mir immer gut. Sie schneidet zwar langsam und kompliziert, doch am Schluss stimmt jedes Haar. Haare schneiden hat für mich nun also auch Erlebniswert. ;-)

flanieren

Heute Mittag waren meine Frau und ich wieder einmal in der Innenstadt von Zürich und genossen, wie viele Andere auch, das schöne Herbstwetter. Wir schlenderten der Bahnhofstrasse entlang zum See. Die vielen Schaufenster hatten allerlei Interessantes zu bieten. Uhren, Schmuck, Bekleidung, alles nur vom Feinsten. Die noble Welt mit Geschäften, die ich vermutlich nie betreten werde, ganz einfach, weil ich es mir nicht leisten kann. Und auch, weil ich gar nicht in der entsprechenden Gesellschaft verkehre, wo man so edle Kleider tragen würde.  Schuhe für SFr. 1'920? Ein Anzug für SFr. 2'700? Eine Kravatte für SFr. 290? Unglaublich. Die Vollmontur  eines Managers wird wohl so an die 5'000 Franken kosten. Plus teure Uhr und  teures Auto. Haus? Ja, stimmt: da braucht man schon gute Bonis. ;-)

Wie erwartet waren sehr viele Menschen unterwegs. An der Schiffanlegestelle am Bürkliplatz standen die Leute dichtgedrängt und warteten auf das nächste Kursschiff. Auf dem Zürichsee waren sehr viele Boote zu sehen. Alle wollten diesen schönen Tag noch nutzen. Die flach stehende Sonne glitzerte übers Wasser, in dem Schwäne, Enten und Möven badeten. Der Üetliberg lag noch im Dunst der letzten Nebelschwaden und das noch an den Bäumen hängende Laub leuchtete warm, die Luft war aber eher kalt. Dieser sonnige Sonntag roch zwar nach vollem Herbst, kündigte aber auch  irgendwie den kommenden Winter an... speziell.

Gemütlich schlenderten wir durch die Gassen und plauderten dabei etwas. Auf der Terasse des Restaurants Aquarium gönnten wir uns dann ein feines Glace mit dem zugehörigen Kaffee. Zürich ist wirklich eine schöne Stadt. Hat viel Flair, finde ich. Auf dem Rückweg vernahmen wir dann ein dumpfes Knattern am Himmel und als wir aufsahen, sahen wir drei Ju-52 Propellermaschinen am Himmel, die eher gemächlich die Stadt überflogen, wohl auf dem Weg an ihre Basis in Dübendorf. Ich wusste gar nicht, dass es davon noch drei flugbereite Maschinen gibt. Ich zückte den Fotoapparat und machte das Bild des heutigen Tages. Blauer Himmel, gemächlicher, stilvoller  Luxus. Schön war's.

online

Die guten Fotos von gestern animierten mich richtig um in ein paar Internetforen noch ein paar Spuren zu hinterlassen. Schöne Bilder sind immer schön. Ich sehe mir gerne welche von Anderen an und wenn ich selbst mal wieder ein Foto besonders toll finde, dann teile ich es auch gerne mit Anderen. Natürlich kommt dann jeweils gleich die Ego-Frage auf. Ist das nun "fishing for compliments"? Die kleine Suche nach Bestätigung und Anerkennung? Egal.

Früher machte ich manchmal einen Fernsehabend. In den letzten Jahren hat sich dies zu Online-Abenden gewandelt. Hätte ich ein paar Tage lang keinen Internetzugriff, würde ich wohl Entzugerscheinungen kriegen. Für mich ist der Mix aus online und real-life sehr spannend. Viele Leute kenne ich fast nur privat, während ich Andere ausschliesslich online "kenne". Dazwischen gibt es alle Schattierungen und ich finde es immer wieder sehr spannend, wenn man Leute "in natura" kennenlernt, von denen man bisher eigentlich nur ihre virtuelle Darstellung kannte. Es ist immer sehr spannend, wenn man die virtuelle und die reale Welt zusammen bringen kann. Ein Beispiel solcher gemischten Beziehungsnetze ist der Winterpokal, an dem ich die letzten beiden Winter mitmachte. Man ist ein virtuelles Team und doch, wenn es räumlich möglich ist, versucht man sich zumindest 1x im echten Leben zu begegnen. Andere Beispiele sind das Titanium-Treffen oder die Many-Hill-Show. Beides Veranstaltungen, die ich aufgrund von online-Kontakten besuchte. Das mag ich.

Und ab und zu denke ich auch daran, mal selbst so einen Anlass zu organisieren. So zum Beispiel ein 29er-, Titanium-, GPS-Track-, ZH-Unterland-Treffen mit Fahrrad-Taufe?!?! ;-)   so als kunterbunter Themenmix? Nein, das ist natürlich eine Furzidee. Mal sehen, ob später noch Sinnvolleres kommt.

Danke, danke

Vielen Dank für die lieben Wünsche und Gratulationen zum gestrigen Geburtstag. Das hat mir gut getan. ;-)

Wenn dieser Blog nicht nur mir selbst Spass macht, sondern auch Anderen ab und zu etwas gibt, ist das Ziel wirklich erreicht. Manchmal schreibt man halt so in den luftleeren Raum hinaus und wenn länger keine Kommentare mehr kommen fragt man sich, ob man so fürchterlich langweilig ist, dass es niemanden mehr interessiert oder ob man vielleicht derart schräge Gedanken hinbrünzelt, die höchstens Kopfschütteln auslösen aber nicht zu einem Kommentar verleiten. Und natürlich gebe ich auch unumwunden zu, dass auch mein Ego ab und an nach Beachtung und Bestätigung sucht. Das habt ihr Alle mir gestern gegeben und dafür danke ich recht herzlich.
       

bitte, bitte, ein kurzer Kommentar

Ich möchte herausfinden, wieviele echte Menschen meinem Blog einen Besuch abstatten. Und für einen Kommentar gibt es heute auch einen ganz besonderen Grund: Ich habe nämlich Geburtstag! Ehrlich wahr!

         

Also: bitte, bitte, schreibt mir heute ein, zwei Worte!