Sonntagsspazierfahrt

Nach dem Frühstück beschäftigte ich mich noch etwas mit Vitaltrainer-Aufgaben, doch es war glasklar, dass ich bei diesem schönen Winterwetter noch ein Runde radfahren werde. Heute ist der letzte Tag im November und meine Velo-Statistik sieht ziemlich schwach aus. Nicht nur das, ich bin nun seit über einem Monat nicht mehr mit dem KISH-Titanhardtail gefahren. Noch 0 km im November. Das geht ja nunmal gar nicht! Und selbst wenn es nur für die Statistik sein sollte: es müssen noch ein paar KISH-Kilometer her!

Das KISH stand sauber geputzt in der Garage und ich wollte es nicht gleich einsauen, Auch deshalb entschied ich mich für eine Strassentour. Mein Ziel: Stadtzentrum Zürich, Quaibrücke, Bürkliplatz. Etwas flanieren und wenn möglich, ein paar schöne Bilder mit nach Hause bringen (Bilder waren in letzter Zeit ja etwas rar).

Der Himmel war meist blau, die letzten Hochnebelschwaden verzogen sich langsam. Mit 4-5° Grad war es nicht zu kalt. Die Luft war trocken und es war nur leicht windig. Ein durchaus schöner Wintersonntag, der viele Menschen nach draussen lockte. Auf dem Weg ins Standzentrum fotografierte ich den Kirchturm von Zürich-Örlikon (weil mir das blaue Zifferblatt und die Stellung der Zeiger so gut gefiel). Als ich in Zürich ankam, wählte ich die gleichen Foto-Standorte wie am 20. Januar, um später vergleichen zu können.

Das hat dann nur bedingt geklappt, denn auf der Qaibrücke hatte es heute derart viele Fussgänger, dass mit genügend Abstand nie freie Sicht fürs Foto bekam. Ausserdem gastiert derzeit der Zirkus Conelli auf dem Bauschänzli, was ja durchaus auch ein Foto wert war. Im Hintergrund die St. Peter's Kirche. Das rechte Foto, am Limmatufer mit dem Grossmünster im Hintergrund, gefällt mir auch diesmal wieder ausgezeichnet. Das ist einfach schön anzusehen. Im Vergleich zum 20. Januar war damals das Wetter noch etwas sonniger und das Licht nicht ganz so hart wie heute. Spass machte es beide Mal ;-)

Ich wechselte auf der Quaibrücke die Seite und blickte nun Richtung Zürichsee und gegen die Sonne. Am Schiffsteg beim Bürkliplatz lag die "Stadt Zürich" abfahrbereit, in starkem Gegenlicht. Auf der anderen Uferseite erkennt man das Theaterfloss, welches über den Winter beim Bellevue festgemacht ist. Dahinter der Sechseläutenplatz und das Zürcher Opernhaus.

Auf dem Rückweg fuhr ich dann wieder durch die Überbauung Glattalpark. Davon habe ich auch schon früher berichtet. Ein neuer Stadtteil mit Wohnungen und Arbeitsplätzen für ca. 7'000 Menschen entsteht hier in den nächsten Jahren. Der künstliche Badesee schliesst das Gebiet gegen Osten ab und trägt heute eine dünne Eisschicht. Wieder sind ein paar neue Wohnhäuser fertiggestellt und ich denke, dass mittlerweile wohl etwa 1/3 der geplanten Bauten steht. Ich finde das ein interessantes Projekt, obwohl ich ehrlich gesagt selbst nicht da wohnen und leben möchte. Mir ist das irgendwie zu Legebatterie-mässig. Es ist alles so stark auf Funktion ausgerichtet. Mich beschleicht der Eindruck dass hier gefühlsmässig einiges auf der Strecke bleibt. Doch das ist mehr ein Gefühl, als ein wirkliches Argument. Wie auch immer. Ich finde die Sache an sich interessant und werde das Projekt weiter beobachten.

Zuhause bin ich zufrieden vom Bike gestiegen. Diese "Schaufenstertour" finde ich an Sonntagen immer wieder schön. Die 20km pro Strecke sind genau richtig um etwas getan zu haben ohne sich aber wirklich zu belasten. Und: Das KISH ist ein wirklich tolles Fahrrad. Da habe ich immer wieder viel Freude daran. Das ist Zen - Erholung pur! ;-) Der Tacho sagt: 40 km. 2:06 Std., 400 Hm.

Ketten-Geschichten

Begonnen hat alles genau heute vor drei Wochen, als mir ein Ast in die Kette des INTENSE geriet und das Schaltwerk abgerissen hatte.

Nach dieser Reparatur ersetzte ich die verschlissene Kette durch eine Neue. Nur, das hat nicht wirklich gut funktioniert. Es sah so aus, als ob beim starkem Antreten die Kette über die hinteren Ritzel rutscht. Also lieber die neue Kette wieder runternehmen. ein neues Ritzelpacket bestellen und dann beides zusammen austauschen. In der Zwischenzeit ist mir die alte Kette dann mehrmals gerissen... So ein Mist.

Am Donnerstag ist die Kassette dann per Post angekommen und heute morgen montierte ich nun die neuen Teile und war eigentlich der Überzeugung, dass sich die Probleme nun erledigt haben.

Nur, schon am ersten Anstieg merkte ich, dass dem nicht so ist. Unter Last rutschte die Kette immer mal wieder durch, was sehr unangenehm ist und immer derart laut kracht, dass man denkt: "Jetzt geht gleich etwas kaputt." Ich versuchte der Sache auf die Spur zu kommen und stellte dann fest, dass es nur auf dem mittleren Kettenblatt passiert. Auf dem grossen und dem Kleinen funktioniert alles soweit normal. Je länger die heutige Tour dauerte, desto klarer wurde es. Ich muss ein neues Kettenblatt kaufen, da führt kein Weg dran vorbei. Nach knapp 5'000 Kilometer ist das Mittlere also ausgelatscht. O.k. Nochmals etwas bestellen und nochmals etwas basteln...

Was aber trotzdem gesagt werden muss: Es war heute ein wunderschöner Wintertag und zusammen mit Freunden eine schöne Tour zu fahren, hat wie gewohnt Spass gemacht. Es lag nur noch wenig Schnee, doch es war kalt und verschiedentlich war es ziemlich eisig und rutschig. Aber es schien die Sonne! Ja wirklich! Der Schnee glitzerte und der Atem dampfte gut sichtbar in der trockenen Luft.

Wir entschieden uns, heute nochmals die Tour "Rheintrails, Leuenkopf und alter Zürichweg" zu fahren und es war wirklich sensationell schön. Null Wanderer oder andere Biker. Wir vier und die Natur... sehr schön. Da habe ich glatt das fotografieren vergessen.

Zum Abschluss fuhr ich dann noch nach Kloten, wo meine Frau zusammen mit ihrer Freundin am Weihnachtsmarkt Kerzen verkaufte. Auch dafür war das prächtige Winterwetter genau richtig.

Nach den vielen Stunden an der frischen, kalten Luft genoss ich zuhause natürlich die heisse Dusche ganz speziell. Nur, danach war ich ziemlich müde. Der Tacho sagt: 58 km., 3:35 Std., 830 Hm.

erster Schnee

Ich weiss. Es ist hier nicht der erste Schnee 2008 gefallen, doch es ist der erste Schnee dieses Jahr, den ich selbst erlebe. Beim Schnee Ende Oktober waren wir in den Ferien und deshalb nicht hier.

Als wir um 11:30 losfuhren, lag zwar nur wenig Schnee doch mit 1-2° Grad war es doch entsprechend kalt. Der Himmel war stark bewölkt, doch auf dem ersten Hügel konnten wir ganz überraschend ein paar Sonnenstrahlen erheischen. Auch auf der darauffolgenden Abfahrt konnte man stellenweise noch blauen Himmel erkennen. Leider nicht mehr allzu lange, denn es trübte zusehens ein und wurde windiger. Bald fielen erste Schneeflocken. Winterlich...

In der Steigung zum zweiten Hügel riss mir dann erneut die Kette. Wie schon am Donnerstag. Und sie riss wieder an der gleichen Stelle. Und ja, am Freitag habe ich über Internet neue Ketten und Ritzelpakete bestellt, so dass ich diese leidigen Kettenprobleme doch bald aus der Welt schaffen kann. Nur nützt das in dem Moment so rein gar nichts... Na ja, nicht aufregen, reparieren und weiterfahren. Doch wie schon am Donnerstag: 100m später, Kettenriss Nummer 2. Ja, ja, nicht aufregen, reparieren und weiterfahren!

Nach der zweiten Pause entschieden wir uns dann, ziemlich direkt und ohne weitere steile Steigungen zurückzufahren und noch gemeinsam eins trinken zu gehen. Der Wind trieb die Schneeflocken fast waagrecht durch die Luft und im Gegenwind war das wirklich ziemlich unangenehm und kalt. Genauso, wie der von den Reifen aufspritzende Matsch und die kalte Nässe, die so langsam nach innen dringt. Brrr. Da muss ich mich wirklich erst wieder dran gewöhnen. Stirnband und lange Handschuhe sind Plicht und das Problemthema kalte Füsse, wird auch bald wieder an Bedeutung gewinnen.

Es war heute also irgendwie mehr Frust denn Lust mehr Krampf denn Kampf. Als ich zum Abschluss frierend vor der Garage das Bike noch abspritzte und vom gröbsten Schmutz berfreite, fragte ich mich schon einen Moment, ob das die knapp 25 Kilometer nun wirklich wert waren... Der Tacho sagt: 25km., 1:56 Std., 360 Hm.

Donnerstagsbiken

13:15 Uhr war ich wieder in Bülach für eine Bikerunde verabredet. Davor musste ich an meinem Auto endlich die Winterräder montieren, denn der Wetterbericht prophezeit einen kräftigen Wintereinbruch. Am Samstag soll es auch im Flachland kräftig schneien. Nach dem Radwechsel fuhr ich das Auto mal wieder durch eine Autowaschstrasse, bevor ich dann einkaufen ging.

Morgen Abend werden ja Marianne und Gabriele bei mir essen und da habe ich mir schon Sorgen gemacht, was ich denn zu essen machen soll. Nach einigem hin und her habe ich mich dann für Tischgrill entschieden. Wer kein Fleisch essen will kriegt verschiedene, gluschtige Raclette-Sorten. Dazu gekochte Kartoffeln, Ananas- und Pfirsichstücke, Mini-Maiskolben, ein paar kleine Spargeln, Silberzwiebeln. Ja, das hat mich überzeugt. Auch, weil ich dafür nicht sehr lange in der Küche stehen muss, jeder das nehmen kann was im passt und man während dem Kochen und Essen auch mal Zeit findet um etwas zu plaudern.

Bis ich dann wieder zuhause war, alle Lebensmittel verstaut und mich bikefertig umgezogen hatte, war dann aber 12 Uhr 45 schon durch. Das reicht nicht mehr um mit dem Bike zum Treffpunkt zu fahren, da muss ich zumindest für ein Teilstück, das Auto nehmen. Ich verlade also das Intense in den Opel und fahre bis zu einem Parkplatz in der Nähe des Treffpunkts. Pünktlich um 13:15 Uhr war ich dann am vereinbarten Ort. Heute waren wir nur zu Dritt. Das Wetter war stark bewölkt, windig, vielleicht 8 oder 9° Grad. Es sollte noch trocken bleiben und mit Glück gibt es im Verlaufe des Nachmittags sogar den einen oder anderen Sonnenstrahl zu sehen.

An der zweiten Steigung wollte ich gerade in kräftigen Wiegetritt übergehen, als mit einem Mal die Antriebskette riss. Blöd. Da scheine ich die Kette bei der Montage am letzten Samstag wohl schlecht vernietet zu haben. Ich kramte entsprechendes Werkzeug aus dem Rucksack, kürzte die Kette um ein Glied und versuchte sie wieder zu vernieten. Das habe ich wohl auch nicht wirklich gut gemacht, denn 100 Meter später, an der nächsten kleinen Steigung, riss die Kette erneut. Also wieder absteigen, Rucksack ausziehen, Werkzeug hervorkramen, Kette zusammensuchen und Schaden begutachten. Hmmm. Ein Innenglied ist kaputt. Ich habe ein kleines Stück Kette dabei und weil ich nun die Kette am Bike noch etwas kürzer machen muss, tausche ich gleich ein Stück aus. Diesmal achte ich besser auf eine passgenaue Verarbeitung und als die Kette wieder ganz ist, macht es zumindest einen guten Eindruck. Das hat dann zum Glück auch gehalten. 

Wir befuhren Hügel in meiner unmittelbaren Umgebung und ich muss gestehen, dass ich die wenigsten Wege und Singletrails gekannt habe, die ich heute gefahren bin. Also gekannt habe ich schon viele Wege, doch irgendwie ging es heute für mich immer in die falsche Richtung. Zudem ist mir aufgefallen, dass ich selbst immer die leichteste Auffahrvariante auf einen Hügel wähle, während Andere scheinbar ganz gerne mal ziemlich fiese Anstiege und Rampen einbauen. So musste ich heute ein paar Mal ziemlich kämpfen und habe mich dabei auch gewundert, wo Andere so durchfahren. Das meine ich jetzt durchaus im positiven Sinne. An einigen Trails bin ich bisher vorbei gefahren oder eben, ich kam aus der falschen Richtung und konnte sie so rum nicht fahren. Interessant war es heute, bewegt haben wir uns, geschwitzt haben wir und ja, auch ein paar Sonnenstrahlen waren uns gegönnt. Der Tacho sagt: 33 km., 2:25 Std., 840 Hm.

doppelter Pfannenstiel

Um 11:00 Uhr war ich mit Peter verabredet. Normalerweise bin ich ziemlich pünktlich doch heute, war ich etwa 10 Minuten zu spät. Er wartete schon draussen in der Kälte und das nur, weil ich zu Hause zu lange rumtrödelte, weil ich in der Küche noch etwas zusammen mit Luciano Pavarotti singen wollte... Ich hörte mir ziemlich laut einige traumhaft schöne Lieder an und während ich meinen Rucksack, die Kleider und Schuhe zusammenpackte, versuchte ich ungehemmt mitzusingen, . "Non ti scordar di me" ... phua... was für eine Liebeshymne, welch beschwingte Streichmusik... was für eine Stimme, welch wunderbare Atemübung... da drücke ich "Replay" und vergesse ein paar Minuten...

Uster lag dann noch ziemlich im Nebel, es war vielleicht 5, 6° Grad, nicht gerade prickeldes Bikewetter. Es war auch nicht klar, ob wir 400 Höhenmeter weiter oben, auf dem Pfannenstiel, über die Nebeldecke gelangen können. Unser Plan für heute war ziemlich einfach. Wir wollten den schönen Wanderweg durch das Meilemertobel runter fahren, dann entlang des Zürichsees bis nach Küsnacht und von da das Küsnachtertobel bergoch, bis wir wieder auf den Pfannenstiel kommen. Von da zurück, wie gekommen. Das Höhenprofil der aufgezeichneten Strecke sieht noch interessant aus.

Das mit dem Nebel hat nur so halbwegs geklappt. Am höchsten Punkt konnte man zwar nach oben den blauen Himmel erkennen, die Sonne zeigte sich aber auch nicht wirklich. Interessanterweise hatte es dann aber an der Südseite bedeutend weniger Nebel und unten am Zürichsee war es dann ziemlich sonnig. Wir durchfuhren das Meilemertobel ziemlich zügig. Wie sagt man so schön: "Das hatte ganz schön Flow"! Da kann man Trailsurfen vom Feinsten! Nur nicht anhalten! Zufahren und geniessen, am besten alles an einem Stück! Das macht phänomenal Spass! Glückshormone werden ausgeschüttet. Man kann gar nicht anders als lächeln.

Am Ufer des Zürichsees konnten wir uns dann etwas beruhigen und flach bis nach Küsnacht rollen, wo wir einen Verpflegungshalt bei einem super ausgerüsteten Caffee einlegten. An den Aussentischen waren die Stühle mit Schaffellen belegt und über der Stuhllehne lag jeweils eine zusätzliche Microfaserdecke, die man über sich legen konnte um sich warm zu halten. Schön und einladend gemacht, genau richtig für uns. Wir tranken Latte Macchiato und Tee und genossen dazu ein vorzügliches Stück Apfelstrudel mit warmer Vanillesauce. Feiner Luxus! Die Sonne schien zwar milchig, doch sie schien und wir konnten uns nett unterhalten. Super schön! (Da hätte ich ein Foto machen sollen). Die Decken waren ideal damit wir nicht zu stark auskühlten, denn wirklich wärmer ist es kaum geworden. Das Ganze hatte schon irgendwie einen gewissen Wintercharme.

Als wir uns dann auf den Rückweg machten, war mir ziemlich kalt und so gesehen freute ich mich auf die Auffahrt durch das Küsnachtertobel in Richtung Pfannenstiel. Auch dieser Wanderweg ist herrlich entlang eines Bachs angelegt, den man öfters mal über kleine Brücken überquert. Eine sehr malerische Genussstrecke die auch berghoch stets fahrbar bleibt. So macht biken Spass! Nur das mit dem Pfannenstiel und der Sonne, das war heute eine schwierige Sache. Auch als wir zum zweiten Mal am höchsten Punkt vorbeikamen, war es nicht wirklich sonnig und noch immer hängten Nebelschwadel in den Bäumen. Eine eigentümliche Stimmung vor der Abfahrt zum Greifensee.

Auf den letzten Kilometern, unten in der Fläche um den See, drückte dann doch noch die Sonne durch letzte Nebelschwaden und krönte unsere heutige Tour mit ein paar abendlichen Sonnenstrahlen. Klar, dass man da ein Schmunzeln im Gesicht hat. Schön war's! Danke, für den schönen Tag.  . Der Tacho sagt: 50 km., 3:25 Std., 1'050 Hm

angemüdet

Mitten in der Nacht wachte ich auf, weil ich am linken Schienbein eine Muskelverkrampfung spürte. Ich musste aufstehen und mit kaltem Wasser den Muskel abspühlen, anders kriegte ich die Verkrampfung nicht mehr weg. Autsch! Als ich dann am Morgen aufstand, spürte ich schon die ersten Anzeichen von Muskelkater im Gesäss und an der rechten Schulter. Tja, man sollte nicht von 0 auf 100 mit dem Squashspielen beginnen...

Am Nachmittag war ich dann für eine Biketour verabredet. Das kam so: Am letzten Freitag traf ich an der Klassenzusammenkunft einen ehemaligen Mitschüler, mit dem ich schon vor 7 Jahren (an der letzten Klassenzusammenkunft) über Bikes und Mountainbiketouren gesprochen habe. Das war natürlich eine gute Voraussetzung um wieder ins Gespräch zu kommen und dabei erzählte er mir, dass er mit drei anderen Freunden immer am Donnerstagnachmittag eine Trainingstour fährt. Donnerstagmittag? Das klingt gut. Montag bis Mittwoch arbeite ich und am Freitag habe ich jeweils Schule. Da würde mir Donnerstagnachmittag doch gut passen. Ich fragte also, ob sie mich mal mitnehmen würden. Et voilà.

Wir trafen uns also um 13:15 Uhr. Das Wetter war... na, ja. Es regnete zumindest nicht, war jedoch stark bewölkt und das Thermometer zeigte auch nur so um 6 oder 7° Grad über Null. Man macht es halt, weil man verabredet ist, neue Leute kennenlernen will und auch aus Erfahrung weiss, dass man sich nach der Tour meist besser fühlt als zuvor. Also los.

Wir fuhren eine schöne Tour mit vielen Singletrails. In einem angenehmen Tempo, so dass man gut etwas miteinander plaudern und sich auch wirklich etwas kennenlernen konnte. Das war wirklich schön. Wir haben uns dann auch gleich wieder auf den nächsten Donnerstag verabredet. Es sind erstens sehr sympathische Menschen und zweitens ist dies eine gute Sache für meine Fitness.

Bis ich dann zuhause war, dunkelte es schon langsam ein und ich war körperlich nun doch ziemlich verbraucht. Ausserdem begann ich langsam zu frösteln und ich freute richtig auf die warme Dusche als ich mein Bike in die Garage stellte. Schön war's! Der Tacho sagt: 49 km., 3:07 Std., 940 Hm.

PS: Ich habe den Fotoapparat zuhause vergessen, deshalb gibt es heute keine Bilder.

abgebrochen

Heute Mittag traf ich mich mit ein paar Freunden für eine Sonntagsbikerunde in der nahen Umgebung. Es war ziemlich stark bewölkt und schon kurze Zeit später, fielen auch schon die ersten Tropfen vom Himmel. Nicht gerade sonntäglich aber was soll's. Lieber bei Regen biken als bei Sonnenschein arbeiten.

Wir fuhren hoch zum Irchelturm, wo ich nur ganz kurz ein Standardfoto machte, bevor wir weiter entlang der Südflanke in Richtung Hochwacht pedalten. Die Singletrails waren heute ziemlich schwierig zu fahren, weil sehr viel Laub den Boden bedeckte und man so weder Wurzeln noch Steine richtig sehen konnte. Zusätzlich wurde es zunehmend glitschig und wie schon am Donnerstag bemerkt, lagen immer wieder abgebrochene Äste und umgeknickte Bäume im Weg.

Und einer dieser Äste ist dann meinem Schaltwerk zum Verhängnis geworden. Plötzlich knallte es laut und anhand des Gefühls an der Kurbel wusste ich sofort, was passiert war. Der Ast hat sich so zwischen Rahmen und Schaltwerk verkeilt, dass das Schaltauge vom Rahmen abgebrochen ist. Ärgerlich, doch genau dafür ist ein auswechselbares Schaltauge da - um das Schaltwerk und den Rahmen vor grösseren Schäden zu schützen und als Sollbruchstelle zu dienen. Nur, so mitten im Wald ist das nicht sehr spassig. Wir öffneten die Kette, entfernten das Schaltwerk und das Schaltkabel. Damit ich noch nach Hause fahren konnte, mussten wir die Kette ziemlich kürzen und meine Weiterfahrt war dann quasi mit einem Singlespeed-Bike.

Zuhause angekommen half mir Peter, das INTENSE wieder zu reparieren. Zum Glück habe ich letztes Jahr, zusammen mit dem Rahmen, zwei Schaltaugen gekriegt, so dass die Reparatur nicht zu kompliziert wurde. Die gekürzte Kette habe ich gleich entsorgt und durch eine Neue ersetzt, genauso wie das Schaltkabel. Nun funktioniert alles wieder.

Na ja, es war heute nicht gerade eine sonntägliche Tour. Viel Aufwand, für wenig Kilometer. Der Tacho sagt: 24km., 1:58 Std., 600Hm.

eine Runde biken für den Weltfrieden...

In der heutigen Zeit darf man freiwillig nicht einfach nur mehr irgend etwas tun, sondern man sollte es galanterweise für einen guten Zweck tun. Deshalb bin ich heute Mittag nicht einfach nur eine Runde Mountainbike gefahren, nein, ich bin eine Runde für den Weltfrieden gefahren.  Eine Marathondistanz für Barak Obama, für eine bessere Welt und all den "Change", den wir brauchen. Ich hatte einfach Zeit, kein wirkliches Ziel und konnte meine Gedanken treiben lassen...

Gestern abend war ich an einer Klassenzusammenkunft... interessant... die Finanzkriese und meine Versuche die Sache halbwegs zu verstehen... schwierig... Beziehungen... Wetter und Klima... Herbst hat etwas Melancholisches... Selbst das leuchtende Laub zeigt irgendwie zum dunklen Ende hin, das unweigerlich folgen wird... an einem so schönen Tag wie heute ist es aber eine süsslich warme Melancholie. Nichts wirklich Tragisches, keine Bitterkeit... nicht unangenehm.

Man braucht nun nicht mehr zu hetzen, Tempo spielt jetzt keine Rolle mehr. Der Weg ist das Ziel. Es geht nicht mehr darum Erster zu sein, sondern überhaupt zu sein. Im einzigen Jetzt. Anzukommen. Und dann durchströmt mich jeweils dieses warme Gefühl. Aufgehoben sein in Dankbarkeit. Hey! Sieh hin, wie wundervoll alles ist! Wie alles ist und wie Du Teil davon bist. Wertfrei - wertvoll. Ein Wunder!  Der Tacho sagt: 42 km., 2:06 Std., 480 Hm.