phh... Wochenende

Diese Woche war ziemlich stressig. Von Mittwoch auf Donnerstag arbeitete ich bis morgens um 04:00 Uhr. Dafür lag ich dann bis Mittags im Bett und musste deshalb das Donnerstagsbiken absagen, damit ich mich auf den heutigen Vortrag vorbereiten konnte. Der selbstgewählte Titel "Zen in der Kunst des Mountainbikens" verrät, dass man sich da schon gut vorbereiten muss, um nicht gleich bei der zweiten Frage antworten zu müssen: "Gute Frage. Das weiss ich nicht oder das habe ich mir leider noch nicht überlegt."

Als ich dann den Vortrag testete, brauchte ich fast 30 Minuten. Zielvorgabe war: 15 Minuten. Hmmm. Zu lang. Deutlich zu lang. Ich musste also kürzen und weglassen. Das brauchte dann nochmals zusätzlich Zeit. Beim zweiten versuch waren es noch 22 Minuten. Hmm... Immer noch zu lang. Na ja, muss ich halt schneller reden...

Kurz nach 10:00 Uhr war ich dann an der Reihe. Ich war (wie gewohnt) zu Beginn ziemlich nervös, begann zu schwitzen und musste meine Stimme kontrollieren. Zum Glück verschwand auch heute die Nervosität nach ein paar Minuten und der Vortrag verlief recht gut. Als ich zum Schluss auf die Uhr schaute waren knapp 20 Minuten um. Immer noch zu lang, doch nicht sehr viel. Das Feedback war dann ausgesprochen freundlich. Natürlich  gibt es noch Dinge zu verbessern.  Aber die wichtigen Punkte scheine ich richtig gemacht zu haben und diese Bestätigung tat mir natürlich gut.

Nun bin ich froh, diese Woche gemeistert zu haben. Bis zu Weihnachten sind es nur noch drei Wochen und bis dahin steht noch Vieles auf dem Program. Es wird also weiterhin anspruchsvoll.

komischer Sonntag

Heute war wirklich ein komischer Sonntag. Irgendwie ist nichts wirklich geglückt. Man war zwar guten Mutes und wollte etwas Gutes tun, doch heute funktionierte vieles einfach nicht (wie normal).

  • Karin montierte die Weihnachtsbeleuchtung, doch vieles funktionierte nicht mehr richtig.   Die Zeitschaltuhr liess sich auch nicht mehr finden.
  • Ich wollte die Powerpoint-Präsentation für meinen Vortrag vom kommenden Freitag fertig machen, doch ich verfranste mich zusehens im Detail, recherchierte im Internet und schweifte bald völlig ab.
  • Marina wollte für Ihre Berufsschule lernen, doch auch Sie wurde heute immer wieder abgelenkt.
  • Hansruedi wollte die Drehorgel stimmen, doch Ihm fiel bei der Arbeit eine Schraube in die Mechanik der Orgel, die er dann nur mit viel Aufwand wieder herausfummeln konnte.

Ja, komisch. Wir sind heute alle nicht da angekommen, wo wir uns das zu Beginn vorgestellt hatten. Ich erinnere mich dabei an den Refrain eines Liedes: "Mama said, there'd be days like this." ja, manchmal gibt es einfach so komische Tage, wie dieser Sonntag.

PS: Es schneit momentan draussen ziemlich wild. Die Strassen sind weiss. Das gibt morgen früh auf dem Weg zur Arbeit sicher das grosse Chaos...

Zwischenstand Vitaltrainer

Seit Ende Februar beschäftigten wir uns in der Ausbildung mit den theoretischen "Grundlagen", die ein angehender Vitaltrainer so etwa kennen sollte. 27 Schultage voll mit Anatomie,  Ernährung, Stoffwechsel, Verdauung, Nervensysteme, Bewegungs- und Trainingslehre. Wirklich viel Stoff in kurzer Zeit. Mein Lernaufwand lag dabei unterschiedlich, so zwischen 4 bis 8 Stunden pro Woche. Es war interessant, doch ich schwimme überall noch sehr an der Oberfläche.

Am letzten Freitag war nun Start des Moduls "Vertiefung". Die kommenden 15 Schultage bis Ende März 2009 beinhalten folgenden Stoff:

  • 4 Tage Rückengymnastik
  • 3 Tage Kraftraumberatung
  • 3 Tage Methodik + Didaktik mit Gesundheitsförderung und Prävention
  • 2 Tage Nordic Walking
  • 2 Tage Progressive Muskelrelaxation, PMR
  • 1 Tag PMR und Rückengymnastik

Danach folgt noch das Schlussmodul "Spezialisierung" bis Ende 2009.

Ab jetzt, bis Ende Oktober 2009, startet zudem jeder Teilnehmer in einer 3er oder 4er Gruppe und bearbeitet  ein Vitaltrainer-fachspezifisches Projekt, welches frei gewählt werden kann.

Bei der Gruppenfindung konzentrierte ich mich mehr auf die zur Diskussion stehenden Themenkreise als auf bestimmte Personen, was bestimmt richtig war. Folgende Stichworte beschreiben wohl am ehesten, was mir in etwa vorschwebt:

Persönliche Seniorenbetreuung, Seniorencoach, Persönlicher Vitaltrainer, Gesundheitstraining für reife Menschen, Private Angebote in den Bereichen Bewegung, Entspannung und Ernährung. Langzeitbetreuung zur Erhaltung der Lebenskraft und Beweglichkeit.

Marianne und Gabriele fanden diese Ideen auch entsprechend interessant und so bilden wir ab jetzt zu Dritt eine Arbeitsgruppe. Als Nächstes gilt es "das Projekt" überhaupt zu definieren,  zu formulieren und festzuschreiben. Was ist das Problem und wie gedenken wir damit umzugehen? darum geht es. Und um  das  einmal besprechen zu können, habe ich  die zwei Frauen gleich für kommenden Freitag zum Essen eingeladen. Da freue ich mich drauf. Startphasen sind immer ganz interessante, spannende Phasen.

Squash 2

Heute war ich zum zweiten Mal diesen Winter Squash spielen und habe mit Freunden 60 Minuten lang Vollgas gegeben. Nach dem Spiel war ich wieder völlig durchgeschwitzt und irgendwie bin ich  nun schon auf den kommenden Muskelkater gespannt...

wiedereinmal Squash

Heute war für mich der erste Abend der diesjährigen Squashsaison. Seit Jahrzehnten spiele ich in den Wintermonaten mit drei Freunden Squash. Und wie immer ist das erste Mal mit Muskelkater verbunden, weil sich mein Körper  erst wieder an die ganz spezifische Belastung gewöhnen muss.  Interessant fand ich ausserdem, dass ich zu Beginn ganz erheblich Mühe hatte, dem Tempo des Spiels zu folgen. Mein Hirn war irgendwie zu langsam. Bis ich jeweils merkte, wo der Ball hinfliegt und wohin ich mich bewegen muss, war es oft schon zu spät. Ich musste mich richtig wachrütteln und die entsprechenden Synapsen reaktivieren um nicht dauernd zu spät zu sein. Das hat dann auch zunehmend geklappt und das durchgeschwitzte T-Shirt hat mir zum Schluss auch bestätigt, dass es nicht am Willen und am Einsatz gefehlt hat. Gut so und Spass hat es auch gemacht.

Anpassungs- und Verständnisschwierigkeiten

Die Ferien sind vorüber, das warme Wetter und die Meerbrise sind nur noch Erinnerung. Ich muss Acht geben, dass ich mich nicht gleich erkälte. Im Kopf habe ich noch warm doch draussen wird es zunehmend kälter...

Dieses Finanzkrisenzeugs geht mir langsam auf den Keks. Es ist so unfassbar das Ganze. Da werden jeden Tag neue, aberwitzige Zahlen präsentiert, die ein "normaler" Mensch gar nicht mehr einordnen kann. Millionen und Milliarden was auch immer. Ob Franken, Euros oder Dollars. Egal, Hauptsache Milliarden oder noch besser Billionen... einfach unvorstellbar. Nach den Staatshilfen  für Banken, sollen nun Konjunkturförderprogramme für weitere Milliarden zusammengestellt werden... Hallo? Können Staaten neuerdings Geld scheissen? Staatssozialismus für Reiche auf Kosten der Steuerzahler? Man kann das gar nicht mehr verstehen und mittlerweile vermute ich sogar, dass das auch gar niemand wirklich versteht. Man versucht nur  immer grössere Pflaster auf die Wunden des darniederliegenden "freien Marktwirtschaft" zu kleben und die Geldinfusionen werden immer grösser und absurder. Es müssen immer neue Symptome bekämpft werden und das Tempo nimmt weiter zu. Es bleibt kaum Zeit um einmal gründlich nachzudenken und über die Ursachen nachzudenken. Oder wenn man darüber nachdenkt stellt man fest, dass in einer globalisierten Finanzwelt einzel agierende Staaten wohl immer hinterher hinken werden und ohne eine ebenso globalisierte Strategie (Regulierung und Gesetzgebung) die Geschichte wohl nicht in den Griff zu kriegen sein wird. Demgegenüber stehen jedoch überall nationale Interessen und Eigenheiten. Jeder Staat hofft derzeit, selbst nicht zu tief in den Strudel gezogen zu werden und später wenn möglich von der Schwäche der Anderen zu profitieren. Doch wirklich nur abwarten kann wohl niemand oder höchstens die energieexportierenden Staaten, denn da ensteht täglich Finanzwert ohne dass jemand diesen Mehrwert erschaffen muss.

Schlimm ist doch eigentlich, dass man sich je länger je mehr einfach nur noch angewidert wegdreht und das Heil im Kleinen und Privaten sucht. Nichts ist mehr verlässlich und alle "wichtigen" Leute in Politik und Wirtschaft ändern mittlerweile so schnell ihre Meinung, dass man zu glauben beginnt, dass letztendlich alle lügen und ausschliesslich auf ihren eigenen Profit bedacht sind. Unser Individualismus hat sich wohl ziemlich übersteigert und herausgekommen ist nur noch Egoismus, Gier und Entsolidarisierung. Auf persönlicher Ebene ist es also fast das Gleiche, wie oben beschrieben auf der Ebene der Staaten. Wer über genügend Finanzkraft verfügt wartet einfach mal ab, was passiert... und hofft, diesen Sturm aussitzen zu können.

Und noch schlimmer ist doch, dass man sich auch als Kleiner diesem ganzen Schlamassel überhaupt nicht entziehen kann. Im Gegenteil, man fühlt sich hilflos und ausgeliefert. Wir sind die Teilnehmer, die es sich halt eben nicht leisten können um einfach mal abzuwarten. Wir sind beteiligt  durch unsere Pensionskassengelder auf der einen Seite und betroffen von der weiteren  Entwicklung  der Realwirtschaft auf der anderen Seite. Das kann sehr rasch und sehr stark auf die Arbeitswelt durchschlagen und sollte dadurch die Arbeitslosigkeit wirklich derart ansteigen wie z.B. nach der Weltwirtschaftskrise anno 1929, dann ist das Alles erst der Anfang einer düsteren Zeit. Es überkommt mich das ungute Gefühl, dass bald Schluss sein könnte mit all der Bequemlichkeit und all dem Luxus, in den ich mich in den vergangenen Jahrzehnten so nett eingekuschelt habe. Logisch, ist das kein gutes Gefühl ist. Es war ja schön, wenn die grössten Probleme waren, welches Fahrrad man sich als Nächstes kauft oder wohin man als nächstes in die Ferien fährt...

Diese Themen sind viel zu gross und zu komplex um mal so rasch in einem Blogbeitrag abgehandelt zu werden. Ich will mit diesem Eintrag einfach nur anzeigen, dass ich mir diesbezüglich sehr wohl Gedanken mache und dass die Konzentration auf bikespezifische Themen wohl nur so lange möglich ist, wie nirgends anders ernsthaft der Schuh drückt.

Gigathlon 2009 - zu spät!

Kaum zuhause angekommen, sitze ich schon wieder vor dem Computer... Der Grund ist, dass ich mir einen  Team of five Startplatz für den Gigathlon 2009 sichern wollte. Ich wählte also die Internetseite an und... lese... zu spät! Alle Startplätze sind schon weg! Schade. Ich checke noch meine eMails und finde darin unter anderen ein offizielles Mail der Veranstalter. Ich zitiere:

Die Startplätze Gigathlon 2009 sind ausverkauft

Das Interesse am Gigathlon ist ungebrochen. Nach wenigen Stunden waren sämtliche Startplätze für den Gigathlon 2009 verkauft. Frei werdende oder nicht eingelöste Startplätze kommen am 1. Dezember 2008 wieder in den Verkauf.

Der Gigathlon 2009 bewegt einmal mehr die Schweiz!

Das Verkaufsportal für die Startplätze wurde heute Morgen kurz vor sechs Uhr geöffnet. Obwohl der genaue Zeitpunkt nicht bekannt gegeben worden war, waren die ersten Plätze bereits nach wenigen Sekunden weg. Die Kategorie Couple war nach zweieinhalb Stunden ausverkauft, und um 11:45 Uhr war der letzte der 1200 Startplätze (200 Single, 200 Couple, 800 Team of Five) vergeben.

Das grosse Interesse und das reibungslos funktionierende Portal bestätigen und freuen die Macher des Gigathlon. «Unser Konzept, das Portal zu einem unbekannten Zeitpunkt an einem bekannt gegebenen Tag zu öffnen und von einer Verlosung zu einem Verkauf nach dem Prinzip "First come, first served" zu wechseln, hat sich bewährt », freut sich Corsin Caluori, Projektleiter Gigathlon.

Na ja, ich fand die Verlosung der Startplätze wie für 2007 doch besser und fairer. Logisch sag ich das jetzt, denn damals kriegte ich ein Startplatz. Diesmal nicht. Ich bin  einfach zu spät...  das mag mich nun etwas...

Ferienmuffel

Jetzt -wo ich in den Ferien bin- gestehe ich, dass ich langsam zum Ferienmuffel mutiere. Je älter ich werde, desto weniger gerne reise ich noch weit weg. Ich bekunde zunehmend Mühe, mich auf sehr fremde Umgebungen und Kulturen einzulassen. Ich bin schnell reizüberflutet und deshalb kapsle ich mich dann in solchen Situationen eher ab, als dass ich mich öffen könnte. Und so vermiese ich mir oft selbst wunderbare und einzigartige Erlebnisse und Erfahrungen, die ja genau solche Reisen in ferne Länder zu bieten hätten. Das ist irgendwie blöd. Vor allem auch für meine Frau, die sehr gerne weit weg reist...

Nun ja, auf der Gegenseite stelle ich halt zunehmend fest, wie schön wir es hier in der kleinen Schweiz und im nahen Europa doch haben. Wie vielfältig unsere Natur ist, wie gut ausgebaut unsere Infrastruktur und dass es noch tausend schöne Ecken gibt, die ich noch nicht gesehen habe. Wieso soll ich also in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah?

Ich liebe es, mit dem Fahrrad in die Berge zu fahren, mich in schöner Umgebung zu bewegen und dann abends wieder in die sichere Zivilisation zurückzukehren. Die europäischen Alpen sind ein wunderbarer Spielplatz für Mountainbiker. Und sollte ich dereinst mal nicht mehr biken können oder wollen, würde ich vermutlich zu wandern beginnen. Einfach "draussen sein", die Natur mit ihren Jahreszeiten erleben und Teil von ihr sein, solange man eben Teil von ihr ist, das ist mir wichtig und dafür muss ich nicht weg, ich brauche einfach Zeit. Lebenszeit. Und Gesundheit. Vor allem Gesundheit.

Mal sehen, wie sich das in den kommenden Jahren weiter entwickelt.

PS: Das Einzige, was der Schweiz fehlt, ist ein Palmenstrand mit Meer, bei permanent 26° Grad im Schatten, mit kristallklarem Wasser und lauter schöner Menschen. ;-)