Kyburgtour mit Fondueessen

Wie abgemacht, trudelten nach zwei Uhr mittags die ersten Biker bei mir ein. Zu sechst machten wir uns dann auf den Weg in Richtung Kyburg. Wir hatten genügend Zeit und konnten so noch ein paar unserer Haustrails abfahren. Der Boden war wie gestern, leicht gefroren und fast trocken. Also eigentlich gute Bedingungen um Rad zu fahren, auch wenn minus zwei Grad nicht gerade verlockend wirken. Zäher Hochnebel lag über dem Unterland und nur mit Glück und auch nur für ein paar Minuten, konnten wir die Sonne und den blauen Himmel sehen.

Schon an der ersten Steigung merkte ich, dass heute meine Beine nicht so richtig wollen und dass ich wohl besser am Ende der Gruppe fahre. Ich wollte es ja auch geniessen, das war ja die letzte Biketour 2008 und gleichzeitig das Überschreiten der 100'000 Höhenmeter Marke. Also wirklich viel Grund um zu feiern, zufrieden zu sein und dankbar die Tour zu geniessen. Ja, ich kann wirklich nicht dankbar genug sein. Für die gute Gesundheit, für die prachtvolle Umgebung, die lieben Menschen die mich umgeben und überhaupt für alles, dass es so ist, wie es ist. Es fühlt sich richtig an. Genau richtig. Da braucht es nicht mehr Worte.

etwas Bewegung

Kurz nach 12:00 Uhr drückte die Sonne durch den Hochnebel und es war klar, dass ich noch eine kleine Bikerunde fahren werde. Wie funktioniert das nun mit der neuen Garmin-Software? Ich habe eine GPX-Strecke ins Gerät geladen "Hometrails 4" und will mich jetzt mal navigieren lassen. Was ist nun der Vorteil von GPX zu TCX? Das wollte ich sehen. Ausserdem musste ich den heutigen Squashabend absagen, weil wir heute Abend noch einmal Gäste zu Besuch haben (was ich irgendwie vergessen hatte). Eh, bien. Ich hatte mittags Zeit, also los.

Weil die Temperatur draussen aber doch deutlich unter dem Gefrierpunkt lag, suchte ich einiges an warmen Kleider zusammen und gab dem Weihnachtsgeschenk 2007 wiedereinmal eine Chance. Ich legte die Heizsohlen in die Winterbikeschuhe und schloss die Akkus an (wann habe ich die wohl das letzte Mal aufgeladen?).

Die Bikerunde war dann wirklich schön. Ich kannte ja die Strecke und genoss, wenn ich mal nicht durch das GPS abgelenkt war, die Fahrt durch die kalte Landschaft. Der Boden war meist gefroren und so ziemlich hart und trocken - also nicht dreckig. Das mag ich. Es schien flach die Sonne, die Luft war kalt, meist war es still. Ein paar Bauern sägten Holz im Wald. Zwei Leute mit Hund auf 20 Kilometer, das war's. Sehr schön. Ich bin ziemlich langsam gefahren um an Anstiegen nicht zu stark zu schwitzen. Die Singletrails waren heute alle gut fahrbar, ein echter Genuss, auch wenn man öfters einmal absteigen und über einen umgestürzten Baum klettern muss. Der starke Wind der letzten Tage ist in unseren Wäldern gut sichtbar. Die heutige Ausfahrt war quasi meine Vorbereitung auf das morgige Biketreffen mit Fondueessen. Wir treffen uns im Laufe des Nachmittags und fahren dann eine Biketour zu einem Restaurant. Dort treffen wir auf unsere Frauen und Kinder, was dann fast 20 Personen für ein gemeinsames Fonueessen gibt. Das wird bestimmt lustig. Beleuchtung muss mit. Ev. fahren wir dann auch wieder per Bike zurück. Mal sehen.

Also die Sache mit der GPX-Navigation hat mich nicht überzeugt. Im Gegenteil. Dauernd wechselt die Anzeige, die Karte wird bei jeder Abzweigung automatisch hinein und nachher heraus gezoomt. Ziemlich unübersichtlich. Dies noch zusätzlich, weil oben im Display zwei Textzeilen mit aktuellen Angaben (Richting, Distanz, Abbiegerichtung) das schon kleine Display weiter beschneiden. Nein. Ich werde wohl weiterhin mit TCX-Daten arbeiten. Das erscheint mir einfacher. Da fährt man einfach der pinkfarbenen Linie im Display nach und gut ist. Da gibt's halt keine Möglichkeit um Markierungen und Hinweise zu setzen (was auch schade ist). Auch da: ich bleibe dran. Der Tacho sagt: 21 km., 1:37 Std., 460 Hm.

Ach ja, fast hätt ich's vergessen. Die Heizsohlen! Also links hielten die Akkus vielleicht 20 Minuten. Rechts doch fast eine dreiviertel Stunde... Ja, ich weiss... ich habe die Akkus nun an's Ladegerät angeschlossen und versuche es Morgen noch einmal.

PS: Die beiden Fotos sind mir heute wirklich gut gelungen. Beide mit Selbstauslöser gemacht, ohne Stativ. Man hat 10 Sekunden Zeit von dem Moment, wo man am Apparat den Auslöser drückt. Das muss man ziemlich gut timen und zum Teil auch zwei- dreimal wiederholen, bis es passt. Heute passte es jeweils gleich auf Anhieb. *freu* 

Weihnachtsgeschenk 2

Gestern habe ich von meiner Frau noch ein Weihnachtsgeschenk erhalten. Ich Glückspilz! 

Es ist ein weisser Velosattel, für's weisse INTENSE Spider29. Und zwar nicht irgendeiner, sondern genau der Richtige. Ein selle italia SLR XL Gel Flow. Das ist der Typ Sattel, den ich bereits an allen meinen Fahrrädern einsetze und der einfach ideal zu meiner Anatomie passt. Am roten ARROW hatte ich den selben Sattel in rot. Nun also der passend weisse Sattel zum INTENSE. Sehr, sehr schön! Vielen Dank.

Montieren werde ich den Sattel erst im Frühling, wenn es nicht mehr so dreckig ist. (Zusammen mit dem weissen Lenker).

Weihnachtsbiken

Um es gleich vorneweg zu nehmen: Ich habe gestern Abend nach dem Weihnachtfeiern, meine Digicam bei meiner Schwester liegen gelassen. Deshalb gibt es heute keine Fotos.

Kurz vor 13:00 Uhr traf ich Jürg und wir fuhren gemeinsam zum Treffpunkt der Donnerstagbiker in Bülach. Das Wetter war für die Jahreszeit eigentlich nicht wirklich schlecht. Drei bis vier Grad über Null, geschlossene Wolkendecke, zeitweise ziemlich windig. Der Boden war nass und matschig. Schutzbleche wären gut gewesen.

Am heutigen Weihnachtstag waren wir insgesamt sieben Biker die den festlichen Essen etwas entgegensetzen wollten. Etwas Bewegung und Sport tut bestimmt gut. Wir fuhren in Richtung Stadlerberg los, den wir dann längsseits überquerten. Eine schöne Strecke, doch heute ziemlich matschig und rutschig. Nach einer kurzen Pause wurden wir kurz hintereinander noch zweimal gestoppt. Kettenriss - zum Glück nicht bei mir. Und wie es schon fast normal ist: die Kette reisst gleich zweimal hintereinander. So brauchten wir ziemlich mehr Zeit als geplant und als wir bei Kaiserstuhl an den Rhein kamen, war es schon nach 15:00 Uhr und da wartete noch mindestens eine Stunde radfahren auf uns, bis wir zumindest bei mir zuhause sind. Und so nahe am kürzesten Tag dunkelt es nach 16:00 Uhr schon langsam ein.

Wir drückten auf dem Rückweg also noch etwas auf die Tube um rasch nach Hause zu kommen. Mittlerweile waren wir schon über drei Stunden im Sattel und so langsam hatte ich kalt. Es war eine anstrengende Tour und stellenweise furchtbar dreckig. Da war ich nicht immer motiviert und litt mit den teueren Teilen am Bike mit. Ich war völlig eingesaut und auch das Bike musste ich gleich nach der Tour noch abspritzen. Die drei Stunden Sport haben mir körperlich gutgetan und mich geistig erfrischt. Somit ist ein Ziel erreicht. Danke. Schöne Weihnachten!. Der Tacho sagt: 50 km., 3:12 Std., 750 Hm.

bikemässige Eitelkeiten

Ich gebe es ja zu... in Bezug auf meine Fahrräder bin ich ziemlich eitel. Ich achte pingelig auf die Abstimmung der Komponenten und auch auf die richtige Farbzusammenstellung. Das jeweilige Bike muss stimmig sein. Es soll erstens passen und mit möglichst guten Detaillösungen noch immer als Ganzes harmonisch erscheinen. Wie aus einem Guss.

Deshalb habe ich z.B. die Federgabel vom INTENSE Spider extra weiss lackiert, damit sie gut zum weissen Rahmen passt.

Peter übertrumpfte mich jedoch noch insoweit, dass er extra einen Lenker in Rahmenfarbe lackierte. Er fährt ebenfalls ein weisses Bike und der weisse Lenker sieht daran wirklich sehr schick aus. Ja, das gefällt mir. Nun habe ich ja Anfang Oktober auf einen geschwungenen Rizerbar gewechselt, was mich in der Zwischenzeit wirklich überzeugt hat. Und wie es der Zufall halt so will, bin ich vor ein paar Wochen im Internet über einen baugleichen Lenker in weiss gestolpert. Hmmm... ;-)

Und weil morgen Weihnachten ist und ich mir am Nachmittag eine Biketour mit Freunden schenken will, war heute Nachmittag genau der richtige Zeitpunkt um diesen neuen weissen Lenker zu montieren...

Und nun komme ich zum eitlen Teil. Wie gesagt: Die zwei Lenker sind baugleich. Der eine schwarz, der andere weiss. Ich demonierte schwarz und montierte weiss. Das sieht Sch... aus. Schade. Nun hat's irgendwie zu viel weiss am Bike. Nein, ein matt weisser Oversized-Lenker in einem schwarz eloxierten Vorbau, das geht gar nicht! Runter damit! Schnell!

Also alles wieder andersrum. Weisser Lenker runter, schwarzer Lenker wieder drauf. Ja, das ist wirklich besser. Jetzt wo ich das schreibe denke ich, dass ich Verglleichsfotos hätte machen sollen, damit sich der Leser ein eigenes Bild hätte machen können. Doch dafür ist es nun zu spät. Irgendwie war ich zu enttäuscht und wollte das nur schnell wieder rückgängig machen...

Doch eitel wie ich bin, gebe ich nicht gleich auf. Ich werde dem weissen Lenker bestimmt nochmals eine Chance geben. Vielleicht in Kombination mit einem anderen Vorbau. Mal sehen. Dann kann ich auch Bilder machen.

When will Europe see the light?

Europe is still anti-29er.. Like everything else (fashion, music,movies, and other cool things) they're usually 10 years behind the US. But they're really missing the boat on the 29er fad. Come on Europe, catch up, you've got a few manufacturers I'd love to see building 29ers, but due to lack of demand over there it's not going to happen for a while.

Eine wahrlich lustig zu lesende Diskussion im grössten amerikanischen Bikeforum. Da lässt sich wunderbar mit Vorurteilen begegnen...

Hey! Ich bin nicht einer Religion beigetreten, als ich mich entschieden habe, ein Bike mit 29-Zoll Rädern zu kaufen. Ich habe keinen missionarischen Eifer und sehe auch nicht ein, wieso ich andere Biker von irgendetwas überzeugen sollte. Mir ist es Wurst ob es sich dabei um ein Nischenprodukt handelt oder ob es einfach hipp ist, ein 29er zu fahren. Ganz ehrlich: Ich finde es noch nicht einmal ein grosser Unterschied zum Standard 26-Zoll Mountainbike. Für meine 192cm Körpergrösse und meinen tourenlastigen Einsatzzweck passt ein 29er Mountainbike einfach besser. Das ist alles.

PS: Ja, ich organisiere im Frühling 2009 ein 29er Treffen für den deutschsprachigen Raum. Also missioniere ich ja scheinbar trotzdem irgendwie... o.k. ich finde es also doch sexy, einer hippen Lifestyle-Randgruppe anzugehören. Scheinbar einer der Ersten in Europa, welche das Licht und die Wahrheit des 29er-Mountainbikes schon erblickt haben...  ein early adopter...

.... so ein Schmarren!

Samstagsbiken

Heute war ich auf elf Uhr zum Biken verabredet und vorher musste ich noch einkaufen gehen. Deshalb stellte ich den Wecker auf 08:30 Uhr. Als der dann klingelte und ich ihn abstellte, hüpfte unser Kater ins Bett und wollte noch 5 Minuten schmusen. O.K. Ich war ja nicht in Eile und konnte locker auch noch eine halbe Stunde liegen. Ich bin dann wieder eingeschlafen und als ich das nächste Mal auf den Wecker schaute, zeigte dieser 09:54.

Neun Uhr ist schon mal nicht schlecht. Aber 54? Moment! Das heisst eigentlich, es ist kurz vor zehn Uhr. Hmmm. Ungünstig. Als raus aus der Kiste, Gesicht waschen, Haare kämmen, Deo unter die Achseln schmieren und ab in die Klamotten. In der Küche noch kurz eine Ovo trinken und ein Stück Brot essen und dann nichts wie los, mit dem Auto ins Einkaufszentrum. Zum Glück hatte es heute nicht wirklich viele Leute und ich hatte meine Sachen rasch zusammen. Danach wie der Blitz nach Hause, die frischen Sachen im Kühlschrank verstauen und rasch die Bikekleider zusammensuchen. Als ich um Punkt elf Uhr vor das Haus trete, sind die ersten Biker schon da. - Das war nichts, mit einem ruhigen Morgen und doch hat noch alles geklappt.

Zu fünft machten wir uns auf den Weg in Richtung Irchel. Zum Start war es trocken und noch leicht neblig, die Temperatur lag wohl knapp unter dem Gefrierpunkt. Mit dem Schnee der letzten Tage also durchaus interessantes Bikewetter. Es war nicht absehbar, ob die Trails auf dem Irchelkamm wirklich fahrbar waren oder ob zu viel Schnee lag und wir viel schieben müssen. Nach dem Anstieg durch den Hueb-Rebberg durchstiessen wir den Nebel und konnten erstmals blauen Himmel sehen. Schön, sehr schön.

Wie Wege wurden zusehens verschneiter und die schneebedeckten Äste zuckerten die Bäume. Das Waldstück bis zum Irchelturm verbreitete schon fast so etwas wie Weihnachtsstimmung. Dass der Schneee Geräusche dämpft, mag ich sehr. So ist es im Wald zeitweise richtig still und man hört nur noch die selbsterzeugten Geräusche. Der Schnee knirscht unter den Reifen, die Atmung arbeitet stark und regelmässig, das Blut fliesst warm durch die Adern und die kalte Luft erfrischt maximal. Schnee- und Winterbiken ist die Zeit, in der selbst ich lieber berghoch fahre als bergrunter. Berghoch hat man oft Zeit um die schöne Natur zu betrachten, man hat schön warm und die Sturzgefahr ist minimal. Das sieht dann runter oft etwas anders aus.

Kurz vor dem Irchelturm trafen wir dann auf zwei andere Biker und einer davon war David, vom t-error-Blog. Natürlich unterhielten wir uns kurz und machten gegenseitig Fotos, für den Blog. ;-) . Oben konnte ich dann das "Standardfoto" nicht wie gewohnt machen, denn die ca. 10cm Schnee auf der Holzliege machten mich nicht gerade an, mich da drauf zu setzen. Man kann das Bild mal mit dem vom z.B. 28.07.2007 vergleichen...

Der Gratwanderweg von Irchelturm zur Hochwacht war dann ein richtiges Kraft-Workout. Der Schnee war ziemlich tief und man durfte nicht zu langsam werden, sonst sank man tiefer ein und es wurde nur noch schwerer. Mein Puls war da bestimmt über 10 Minuten lang jenseits von 165 und während der Anstrengung spielte mir mein Geist das Lied "The final countown" vor. Das wohl in Erinnerung an einen Rocky-Film mit Silvester Stallone. Dieser trainierte in diesem Film irgendwo in einer tiefverschneiten Gegend auf den entscheidenden Boxkampf. Dabei rannte er in hüfttiefem Schnee einen Hügel hinauf und zeigte ein unglaublich hartes Trainingsprogramm. Dazu lief "The final countdown." Nein, halt, das stimmt gar nicht! Das Lied im Film war doch "The eye of the tiger" oder etwa doch nicht? Egal. Mir spielte mein Geist heute "the final countdown" vor... ;-)

Der gewählte Weg runter von der Hochwacht machte dann richtig Spass. Erst pflügten wir eine normalerweise harmlose Schotterstrasse runter, die heute richtig schwierig zu fahren war, weil Reiter mit ihren Pferden tiefe Löcher in den Schnee getreten hatten und es so für uns ziemlich holprig wurde. Danach querten wir die Hangflanke ein Stück weit, bevor wir noch einen schönen Singletrail runter zum Parkplatz von Teufen mitnahmen. Von da fuhren wir dann wieder mehrheitlich auf Kies- und Asphaltstrassen zurück. In der Zwischenzeit war die Temperatur wohl über den Gefrierpunkt geklettert, denn nun wurden die Wege zusehens nasser und Dreck und Wasser spritzte hoch. Das hätte ich eigentlich nicht mehr gebraucht, doch es gehört an Tagen wie diesen wohl einfach dazu. Zum Schluss belohnten wir uns mit einem Besuch in Rest. Hirschen in Lufingen wo wir standesgemäss unsere Winter-Kafi-Lutz genossen. Es war heute wieder eine sehr schöne Tour. Die verschneite Landschaft ist einfach prächtig anzusehen und mir machen auch die speziellen Fahr-Verhältnisse richtig Spass. Ja, es hat sich (wie immer) gelohnt.

Spuren im Schnee

Bei uns im Flachland schneite es den ganzen Tag ganz leicht. Feuchter und schwerer Schnee bedeckt das Land. Ganz klar, dass ich heute mit dem Bike eine kleine Winterrunde drehen musste.

Ich suchte und fand, den unberührten Trail...