Intense - grosser Service

Mit dem Intense Spider29 bin ich nun etwas über 5'300 Kilometer und 110'000 Höhenmeter gefahren. Dabei hat es schon jedes Wetter erlebt. Seit Juli 2007 ist das Intense mein Haupt-Mountainbike, also seit etwas über eineinhalb Jahren steht es im Einsatz. Vor ein paar Wochen stellte ich erstmals leichtes Spiel an/in der Federgabel fest. Ich dachte zuerst an den Steuersatz, doch bei genauem Kontrollieren wurde klar, dass das Spiel in der Gabel selbst ist. Es sieht so aus, als ob die Führungsbuchsen ausgeschlagen sind. Als wir heute bei Philipp waren, hat er das dann auch bestätigt. "Kein Problem. Für die RockShox Reba kann ich neue Führungsbuchsen bestellen und diese dann wechseln. Ist eine kleine Geschichte". "O.k. bestellen, machen."

Das gesellt sich nun zu den ausgeschlagenen Lagern am VPP-Hinterbau. Deshalb war ich ja überhaupt bei Philipp im Geschäft. Da warteten acht neue Kugellager = 180 Franken. Schluck.  Peter wird sich diese Lager ansehen und abklären, ob man vergleichbare Produkte nicht günstiger kriegen könnte. Denn eines ist klar: auch die neuen Lager werden nach etwa 5'000 Kilometern am Ende sein. Das ist bei meinem Gewicht und Fahrstil sowie der gewählten Konstruktion einfach systembedingt. Und weil ich das Intense schon noch einmal so lange fahren möchte, können wir die Lagergeschichte am besten jetzt klären, wo wir einen Original Lagersatz von Intense vor uns liegen haben.

Bikedoktor Peter hilft mir beim Lagertausch. Dazu werden wir in den kommenden Wochen mal einen Abend in seiner Bikewerkstatt verbringen. Ich stelle mir das ziemlich kompliziert vor und würde mich alleine wohl nicht daran getrauen. Zudem braucht man Spezialwerkzeug um die alten Lager rauszukriegen und die Neuen passgenau einzubauen. Nein, das ist nicht so mein Ding. Da bin ich froh, dass Sich Peter dafür anerboten hat und da habe ich auch das nötige Vertrauen, dass es gut kommt.

Es stehen nun also weitere grössere Renovationsarbeiten auf dem Programm. Nachdem ich Anfang Dezember schon fast die gesamte Schaltung neu gemacht habe, folgen nun die Federelemente. Wie bei meinem Auto alle 60'000 km der Zahnriemen gewechselt werden muss (teuer), so muss ich am Intense Fully wohl den Antrieb und die Federelemente alle 5'000 km erneuern. Sieht so aus, ist mir aber eigentlich neu. Am Arrow wechselte ich das Zentrallager der Hinterbaufederung in 6 Jahren gar nie und die Magura-Gabel funktionierte bestimmt auch schon 3-4 Jahre ohne irgend einen Service... Tja, die Zeiten ändern sich.

Doch ich mag das Intense Spider29 wirklich sehr. Es ist ein gutes Bike und die Funktion des VPP-Hinterbaus ist wirklich Spitzenklasse. Es ist einiges komfortabler als das Arrow, welches ich vorher gefahren bin. Das stabile Fahrverhalten des Bikes gibt mir Sicherheit und macht einfach immer wieder Spass. Mit der Lenkerhöhe, -breite, -form, Lenkerhörnchen ja oder nein, da bin ich noch immer etwas am tüfteln. Das finde ich spannend. Ich habe von 60cm Flatbar mit Hörnchen auf 65cm Rizerbar ohne gewechselt und siehe da: plötzlich macht das Bike noch mehr Spass, weil ich einiges relaxter darauf sitze als zuvor. Ja, ich fahre wirklich gerne damit und deshalb reuen mich die anstehenden Arbeiten und Kosten auch nicht.

Trainingstour unter der Hochnebeldecke

Um 11:00 Uhr war ich mit Jürg und Geri für eine Samstagstrainingstour verabredet. Draussen war es kalt und grau. Eine dichte Hochnebeldecke lag über dem Flachland, die Temperatur lag bei etwa 3 Grad unter Null. Brrr...

Wir wollten ein paar Singletrails in den nahen Wälder ausprobieren, denn dazu ist der laublose Winter, mit teils gefrorenem Boden gerade richtig. In dieser Jahreszeit entdeckt man immer wieder kleine Wege und man hat auch mal die Zeit um etwas zu schieben und auszuprobieren. *lächel*... zu schieben. Genau. Schon bald standen wir irgendwo, mitten im Wald, vor einer kleinen Schlucht mit Bach. Es sind keine Spuren mehr zu sehen... wir müssen/wollen auf die andere Seite. Also absteigen, Bike irgendwie den Abhang runter tragen, den Bach an einer schmalen Stelle überqueren und auf der Gegenseite den Hang wieder hochkraxeln... überall umgestürzte Bäume und Gestrüpp... quasi ein klein wenig "Adventure-Feeling" direkt vor der Haustüre. ;-)

Nach dieser kleinen Waldwanderung setzten wir die Tour auf uns bekannten Wegen fort. Viele Waldstrassen waren heftig eisig und man musste sehr vorsichtig fahren. An Anstiegen war oft die einzig mögliche Fahrspur ganz aussen am Weg, wo Laub oder noch nicht eisig gefrorerener Schnee etwas Traktion bot. Im Wald und auf den Feldern hat es keinen Schnee mehr, nur die Waldstrassen sind vereist - eine eher ungewöhnliche Konstellation.

Auf dem Weg nach Bülach kamen wir noch am Bikepark vorbei und versuchten uns an den aufgestellten Hindernissen und den Brettertrails. Das ist immer wieder ein gutes Techniktraining (sollte man öfter machen). Danach fuhren wir zu Philipp von www.birrer2radsport.ch , weil ich da noch die neuen Lager für den Intense Hinterbau abholen wollte. Er offerierte uns einen Kaffee und wir plauderten alle noch etwas über die neusten Bikes und Rennräder. Schön. Da konnten wir uns etwas aufwärmen.

Auf dem Rückweg verzichteten wir auf einen Beizenhalt, weil wir in dieser Kälte nicht nochmals in eine warme Stube treten wollten, bevor wir zuhause unter die warme Dusche konnten. Wir fuhren deshalb ziemlich direkt nach Hause. Brrr. Heute war es wirklich kalt, denn der auffrischende Nordwind liess einem die gemessenen minus 3 Grad doch einiges kälter anfühlen. Als ich vor der Garage vom Bike stieg und den Velocomputer durchklickte überlegte ich kurz, ob ich noch irgendwie 3 flache Kilometer fahren soll, damit ich die 300 Kilometer für den Januar noch voll kriege... Nein, so wichtig war mir die Statistik dann doch nicht. Der Tacho sagt: 42 km., 2:40 Std., 700 Hm.

im Flachland Nebel...

.. also ab in die Berge!

Zugegeben, meine Idee, von Sargans in Richting Palfris zu fahren war nicht sonderlich originell, doch gut war sie. Schon am Bahnhof Sargans drückte kurz vor 10 Uhr die Sonne durch, nur noch wenig Nebel lag im Tal und es war klar, dass ich nur wenig an Höhe gewinnen muss um über die Nebelgrenze zu kommen.

Ich habe mir gestern eine neue Variante für den Start der Tour herausgesucht und die hat sich bewährt. Nach einer ersten Auffahrt folgt eine schöner Singletrailabschnitt entlang der steilen Bergflanke. Man kann dabei öfters auf die Rheinebene (Rhynau) hinuntersehen und auf der Gegenseite erheben sich die Lichtensteiner Berge. Ab etwa 700 Metern über Meer liegt Schnee. Je länger je mehr Schnee...

Bis zum Kurhaus Alvier war die Strasse gepflügt und auch gut fahrbar, doch schon kurze Zeit später begann ich ein erstes Mal zu schieben. Ein einziges Fahrzeug war vor Tagen mal da hoch gefahren und nur genau in dieser Reifenspur konnte ich noch weiterfahren. Es war sehr anstrengend und brauchte grosse Konzentration. Sobald ich aus der etwa 20cm breiten Spur kam, sanken die Räder im Schnee gleich ein und ich kam nicht mehr weiter. Ich schwitzte wie im Sommer. Dampf umhüllte meine Kleider, man konnte die Atmungsaktivität richtig sehen. Die Temperatur lag knapp unter Null Grad. Der Himmel blau, der Schnee leuchtend weiss. Durch den Umstand, dass die Strasse dauernd im Wald hochführt und deshalb meist im Schatten liegt, hat es immer mehr Schnee. Auf etwa 1'100 Metern über Meer zweigte die Autospur von meiner Route ab. Blöd. Nur noch ein paar Schneeschuhspuren waren zu erkennen. Ich versuchte noch weiter zu fahren, doch es ging nicht mehr. Der Schnee war zu tief. Keine Chance, die noch fehlenden 600 Höhenmeter bis zur Palfris-Höhe noch irgendwie zu packen.

Ich machte eine kurze Pause und drehte dann um. Schade war nur, dass ich kein Panoramafoto schiessen konnte, denn ich stand mitten in dichtem Wald. Auf dem bergab-Weg versuchte ich eine neue Route, denn ich hatte ja noch Zeit. Ich folgte dem Seweler Schluchtenweg, musste aber bald einsehen, dass ich auch hier viel schieben und tragen muss. Die Schlucht ist sehr steil, mit vielen Treppen. Kaum zu fahren.

Zum Schluss fuhr ich flach dem Rhein eintlang zurück nach Sargans. Die heutige Tour war zwar nicht ganz so wie geplant, doch schön war sie dennoch. Bevor ich zum Auto kam, kaufte ich mir in einer Bäckerei noch ein Sandwich und einen Mandelgipfel. Ich setzte mich auf eine Parkbank und blinzelte nochmals in die Sonne... Der Tacho sagt: 30 km., 2:33 Std., 840 Hm.

Dann fuhr ich zurück, nach Hause, zurück unter die Hochnebeldecke... 

Vorbereitung

Nach dem heutigen Squashabend habe ich mich noch an den PC gesetzt und mir eine Biketour für morgen Donnerstag ausgesucht, fürs GPS zusammengeklickt und aufs Gerät übertragen. Ich will etwas in die Berge, über den Nebel. Ich will Sonne und Schnee sehen. Deshalb überlegte ich ziemlich lange, wo ich eine schöne Strassentour machen kann, ohne dabei auf viel Strassenverkehr zu treffen.

Da freue ich mich nun drauf und werde bestimmt ein paar schöne Bilder mitbringen.

29er PUSH-UP, weitere Planung

Übers Wochenende konnte ich für den 29er PUSH-UP Event die nötige Lokation festlegen. Es brauchte eine Party- und Schlaf-Lokalität, die günstig ist und etwa 20-40 Teilnehmern Platz bietet (und das auch bei eventuellem Regen). Nachdem ich zuerst den Fokus auf ein nahegelegenes Pfadiheim legte, musste ich da einen Dämpfer einstecken, als es nicht klappte. Danach konzentrierte ich mich auf "Schlafen auf dem Bauernhof", was aber für so viele Leute auch nicht einfach zu finden war. Und weil ich ja sonst noch einiges zu organisieren habe, sollte es auch nicht zu weit weg sein.

Zum Schluss lag die Lösung dann ganz nahe. Ich konnte geeignete Räume in der Nähe von Kloten anmieten. SUPER! Da fällt mir schon mal ein Stein vom Herzen. Ein grösseres Stück dieses Event-Puzzles passt nun. Dafür bin ich dankbar.  (für weitere Informationen klickt man oben rechts auf den Link 29er PUSH-UP).

weisser Lenker zum 2.

Heute habe ich den ganzen Tag gelernt. Nachmittags drückte dann die Sonne durch und da überlegte ich mir schon, ob ich nicht doch eine kurze Bikerunde drehen soll. Nein, dranbleiben. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. So gegen 16:00 Uhr hatte ich dann aber den Kopf ziemlich voll und brauchte deshalb eine Pause.

Ich wollte am Intense Spider29 vorne die Bremsbeläge wechseln und dem weissen Lenker wollte ich noch eine zweite Chance geben. Nachdem ich kurz vor Weihnachten ja vom Resultat nicht so angetan war, habe ich den Lenker mit dem gleichen weiss der Gabel überlackiert und auf 65cm gekürzt. Zusammen mit einem 100mm Bontrager-Vorbau passt das nun bestimmt besser. Ja, so werde ich nun ein paar mal fahren und sehen, wie es ist.

Samstagstour

Die Kaltwetterperiode der letzten Wochen schlägt in den nächsten Tagen um. Es soll wärmer werden und zu regnen beginnen. Doch heute, heute war es richtig schön, gerade so um Null Grad. Erst gegen Abend zogen am strahlend blauen Himmel erste Schleierwolken auf. Ein guter Tag für eine Trainingstour.

Meine Freunde hatten heute andere Pläne und so startete ich alleine zu einer Heimrunde. Ich war etwas überrascht, dass noch so viel Schnee lag. Eigentlich klar, dass nichts geschmolzen ist, bei der Kälte. Überrascht war ich trotzdem. Der festgefahrene Schnee auf den Waldstrassen war zwar holprig, doch meist gut fahrbar. Meist war ich alleine und genoss die Ruhe und die Natur. Die Sonne glitzerte tausendfach in dieser schneeverschneiten Landschaft. Der blaue Himmel kontrastierte sehr gut. Es war richtig entspannend. Ich war so quasi an meiner geistigen Tankstelle...

Eigentlich wollte ich oben beim Irchelturm ein Standardfoto schiessen, doch da war gerade ein Gruppe anderer Biker versammelt und machte eine Bananenpause. Da wollte ich nicht stören, also grüsste ich kurz und fuhr weiter. Ich wollte die Trails entlang der Südwestflanke des Irchels fahren und musste leider feststellen, dass viele schöne Trails durch Waldarbeiter zerstört oder blockiert wurden. Da wurde mit ganz grobem Gerät brutal durch den Wald gefahren und Nutzholz geschlagen. Abgesägte Äste versperren immer wieder den Weg. Da müssen wir im Frühjahr mal etwas aufräumen, damit man die Wege wieder fahren kann.

Auf dem Nachhauseweg kam ich an der gleichen Eiswand vorbei, wo wir am 2. Januar schon ein Foto gemacht haben. Nun, zwei kalte Wochen später, waren die Eiszapfen noch viel grösser und dichter. Bis ich dann daheim von Bike stieg, war mir ziemlich kalt und ich freute mich auf die warme Dusche. Der Tacho sagt: 32 km., 2:38 Std., 870 Hm.

sportiv

Heute morgen bin ich mit dem Bike zur Schule gefahren. Im Rahmen der Ausbildung zum Vitaltrainer stand heute ein ganzer Tag Kraftraumberatung in einem grossen Fitnesscenter auf dem Programm. Deshalb hatte ich den Rucksack vollgepackt mit Büchern, Kleider, Duschzeug, einem zweiten paar Schuhe, dazu noch Schreibzeug, zwei Schlösser fürs Velo, Handy, Schlüssel und Geld für mich. War schwierig, den Rucksack dann noch zu zu kriegen. ;-)

Im Laufe des Tages lernten wir fast alle Fitnessgeräte für Rücken, Bauch und Schultern kennen, konnten sie ausprobieren und lernten zudem, wie man diese fachgerecht instruiert. Das war für mich, als Nicht-Fitnessclub-Gänger, sehr interessant und natürlich habe ich mich auch gleich kräftig ins Zeug gelegt. Das isolierte Muskeltraining hat durchaus seinen Reiz. So gezielt einzelne Muskeln und Muskelgruppen zu spüren war mir schon lange nicht mehr möglich. Das habe ich geschätzt auch wenn ich jetzt schon spüre, wie ich morgen -vor allem am Bauch und am unteren Rücken- Muskelkater haben werde...

Abends bin ich dann die 40 Minuten Radfahren bis nach Hause entsprechend ruhig angegangen und genoss dabei die schöne Winterlandschaft und ein gutes Körpergefühl. Ja, der Tag hat Spass gemacht. Der Tacho sagt: 28 km., 1:20 Std., 200 Hm.