Februar Schlussspurt

Die heutigen 92 Kilometer haben meiner Bikestatistik natürlich gut getan und zugegeben, mit einem Auge habe ich da schon drauf geschielt. Per Ende Februar verliere ich auf das letzte Jahr so nun nur gerade 22 Kilometer. Im Vergleich zu 2007 sind es aber schon 305 Kilometer weniger und zu 2006 sogar 562 Kilometer. 

Das bringt mich natürlich dazu, mir mal ein Kilometerziel für 2009 zu überlegen. Na ja. Eigentlich doch nicht so wichtig. Irgendwie zählt die Zeit fast mehr, als die Kilometerleistung. Aber wenn ich eine Zahl nennen soll, so sollen es mindestens 5'000 Kilometer werden. Letztes Jahr waren es 5'648. Mehr als 6'000 werden es wohl kaum werden. Aber wie gesagt, die Qualität der einzelnen Kilometer ist wichtiger, als die Zahl am Ende des Jahres.

Dreck-scheu

Ich hatte einfach keine Lust, das schön geputzte, weisse Intense heute dreckig zu machen. Und bei dem Tauwetter der letzten Tage war klar, dass es abseits befestigter Strassen ganz bestimmt nass und dreckig wird. Da wollte ich lieber nochmals wie am Donnerstag eine Strassentour mit dem Kish fahren.

Kurz vor halb zwölf Uhr mittags stieg ich in den Sattel und startete zu einer Tour, wie ich sie ähnlich schon öfters im Winter als Grundlagenausdauertour gefahren bin. Ich wollte nach Eglisau, von da dem Rheinufer entlang bis nach Koblenz, wo die Aare in den Rhein mündet. Von da weg ein Stück der Aare entlang und dann via Surb- und Wehntal nach Dielsdorf- Eigentlich hatte ich geplant, dass ich über den Regensberg ins Restaurant Bergwerk nach Buchs fahren würde, doch als ich am Fuss der Steigung ankam, fühlte ich mich schon ziemlich platt und änderte deshalb den Plan. Ich fuhr flach bis nach Oberglatt, wo ich dann bei einer Bäckerei einen Verpflegungshalt einlegte. Heute gab es einen feinen Latte Macchiato und dazu einen frischen Mandelgipfel. Sehr fein. Das hat gut geschmeckt und der Zucker baute mich für den Heimweg wieder etwas auf. Der Tacho sagt: 92 km., 4:09 Std., 610 Hm.

Heute war irgendwie der erste echte Frühlingstag. Es war den ganzen Tag sonnig und die Temperatur kletterte im Laufe des Tages bis auf etwa 11 oder 12° Grad. Sehr schön. Ich war schon fast etwas zu warm gekleidet, doch das nahm ich gerne in Kauf. Nach dieser langen Kälteperiode war es ganz schön, mal nicht an die Zehen zu frieren und auch wieder einmal ohne Stirnband fahren zu können.

Während des ganzen Tages habe ich nur ein einziges Foto geschossen. Mir fiel auf, dass ich mich bei schönem Wetter während der Fahrt in der Abdeckkappe des Steuersatzes spiegle. Links und rechts die Arme, oben Kopf und Helm, unten die kurbelnden Beine. Witzig. Ich versuchte während dem fahren ein Foto davon zu machen, was leider nicht sonderlich gut gelang. Den linken Arm sieht man nicht, weil ich damit die Kamera halte. So Kleinigkeiten gefallen mir. Steuersatz: Chris King, Sonderedition "PRETTY and STRONG 2005". Ein Teil des Kaufpreises ging zu Gunsten einer Organisation zur Behandlung von Brustkrebs.

Grundlagenausdauertour

Als ich um 10:00 Uhr auf das KISH gestiegen und losgefahren bin, lockerte sich die Wolkendecke langsam auf, doch die Wahrscheinlichkeit heute auf Sonne zu treffen, war ziemlich klein. Es war zwei, drei Grad über Null, die Strassen waren trocken und ich hatte die Schutzbleche demontiert. Ich freute mich auf eine längere Meditationstour. Zielgrösse, etwa vier Stunden.

Ich entschied mich, ungefähr die gleiche Runde zu fahren wie am 24. Januar. Also via Uster um den Greifensee, dann über den Pfannenstiel an den Zürichsee, quer durch die Stadt und dann irgendwie nach Hause.

Schon bald hatte ich einen guten Rhythmus zwischen atmen und treten. Diese Gleichförmigkeit befreit mich geistig ziemlich rasch vom Körperlichen und dann habe ich einfach nur noch Zeit. Oft bestimmen dann visuelle Eindrücke das Geschehen. Ich versuche bewusst den Kopf zu heben um mehr zu sehen und auch wirklich hin zu sehen. Wo liegt noch wie viel Schnee? Wie wandern die Wolken am Himmel? Kann ich in die verschneiten Berge sehen? Weshalb liegt so viel Abfall entlang der Strasse? Auffallend viele Red Bull Dosen werden scheinbar aus fahrenden Autos geworfen. Verleiht dieser Drink vor allem der Dose Flügel? Und so weiter.

An Steigungen, wenn das Tempo fällt und der Puls steigt, denke ich auch gerne über Dinge nach, die mich gerade so beschäftigen. Der Job, die Vitaltrainer-Diplomarbeit, private Dinge... All das geht eigentlich nur, wenn ich alleine unterwegs bin. Nur wenn ich mich auf nichts und niemanden konzentrieren muss und wenn kein Zweiter das Tempo bestimmt, dann kann ich meditierend Velo fahren. Und natürlich auch nur, wenn der Untergrund einfach ist und keiner besonderen Aufmerksamkeit bedarf. Also auf einer Strassentour, in bekannter Umgebung, an einem Tag wie heute...

Kurz nach dem höchsten Punkt der Tour drückte doch noch für einen kurzen Moment die Sonne etwas durch. Das war natürlich genau der richtige Zeitpunkt für ein Foto. Blickrichtung Süden, unten der Zürichsee, dahinter Zuger Land und dann die "richtigen" Berge. Darüber ein ganz interessanter Himmel. Ja, da lohnt es sich wirklich kurz anzuhalten und ganz bewusst zu schauen und zu geniessen. Meinem Gesicht sieht man irgendwie an, dass ich schon über zwei Stunden an der frischen, kalten Luft unterwegs war.

Ich bin dann eingangs Zürich in das genau gleiche Kaffe gegangen, wie vor vier Wochen. Langsam hatte ich kalt und wollte mich mit einem Kaffe und etwas Süssem wieder etwas aufwärmen, was locker gelang. . Als ich dann später über die Quaibrücke gefahren bin überlegte ich kurz, ob ich eines dieser Quaibrücke-Bilder machen soll, wie es hier schon einige zu sehen gab, doch dafür war heute das Wetter zu wenig gut, zuwenig blauer Himmel, zuwenig Farbe und zu wenig Kontrast. Bei einer kleinen Bootsanlegestelle in der Nähe des Bürkliplatzes habe ich dann das Foto rechts gemacht. Im Hintergrund links sieht man das Kino Corso und rechts das Zürcher Opernhaus, davor das Bernhard Theater.

Ich hatte noch genügend Zeit und Lust um den Heimweg etwas zu verlängern und so machte ich mich auf den Weg nach Bülach um noch kurz bei Philipp, in seinem Bikeshop vorbei zu sehen. Auf dem Weg dahin ging mir dann aber langsam die Kraft etwas aus und so musste ich auf den letzten Kilometern doch noch etwas beissen und freute ich mich drum schon richtig auf eine Tasse heissen Kaffee. Nur leider traf ich beim Bikeshop auf verschlossene Türen - Betriebsferien - genau diese Woche. Hmmm. Ich musste etwas essen und trinken und deshalb steuerte ich den nächsten Tankstellenshop an. Ich war doch ziemlich fertig. Vor mir lagen noch etwa 8 Kilometer und 150 Höhenmeter, dabei das steilste Stück des Tages. Da brauchte ich vorher schon noch eine Zuckerinfusion. Frisch gestärkt gings dann weiter, doch meine Beine waren wirklich langsam leer. Ich musste an diesem steilen Stück auf ganz kleine Gänge schalten und kurbelte dann ziemlich langsam hoch. Angenehm war dabei, dass es mir nicht auf die Stimmung drückte. Ich war nur körperlich müde, ich Kopf war ich noch immer gut motiviert und positiv eingestellt. In solchen Situationen denke ich oft, dass der eintretende körperliche Schmerz, ausgelöst durch die Überbelastung, ein Signal für zukünftigen Fortschritt ist. Nur wenn man über das normale Trainingsniveau hinausgeht, wird sich der Körper entsprechend anpassen, sowie die Ausdauer steigern. Auch unter diesem Aspekt war es heute eine schöne und lohnende Tour. Der Tacho sagt: 90 km., 4:31 Std., 910 Hm.

Zum Abschluss noch ein kurzer Dank ans Schicksal, welches es wirklich gut mit mir meint. Ich weiss dass es ein Privileg ist, unter der Woche soviel Zeit zu finden um eine solche Tour fahren zu können. Danke!

Sonntagstour

Obwohl gestern besseres Wetter war, konnte ich nicht biken. Ich musste Teppiche ansehen und aussuchen. Dies deshalb, weil wir im Obergeschoss zwei Räume tauschen wollen und bei der Gelegenheit gleich ein Teppich verlegt werden soll. Meine Frau und ich wollen uns da ein schönes Arbeitszimmer einrichten.

Heute morgen schneite es feinen, schweren Nassschnee. So gegen elf Uhr hörte es dann auf und zur Wetterakklimatison schippte ich draussen mal die Garageneinfahrt frei. Es war nicht wirklich kalt, 2 oder 3° Grad über Null. Der ganze Himmel war wolkenverhangen, doch es sah so aus, als ob es nicht gleich wieder zu schneien anfangen würde.

Gestern habe ich mir in einem Outlet-Shop ein paar tolle Wanderschuhe gekauft und heute wollte ich mal mit den Plattform-Pedalen und den Wanderschuhen fahren. Ich dachte, dass ich so weniger schnell an die Füsse friere, weil keine Klickpedalverbindung aus Metall besteht. Ich habe mir zu Beginn des Winters mal ein paar weisse Bärentatzen-Pedale gekauft, die ich im Winter am weissen Intense-Bike testen wollte. Da es mir aber bisher an den nötigen Schuhen fehlte, kamen sie noch nicht zu Einsatz. Hmmm... ich wollte eigentlich mit dem Kish eine Strassenrunde drehen. Schreiend weisse Pedale an diesem edlen Bike? Das geht ja gar nicht! Egal. Ich will es ausprobieren und deshalb schraube ich die Pedale ans Kish und ziehe die neuen Wanderschuhe an.

Ich fuhr zuerst nach Bassersdorf, wo die Vorbereitungen auf den Fasnachtsumzug in vollem Gange waren. Überall besammelten sich Guggemuusig-Gruppen. Viele lustig bemalte Fahrzeuge mit unterschiedlichsten Aufbauten, überall Musik, gute Stimmung, Festwirtschaften. Ich habe mir vieles angesehen und über manche Anspielung geschmunzelt. Natürlich waren die Finanz- und Weltwirtschaftskrise zusammen mit den Manager-Boni die Hauptthemen. Ja, für diese Fasnacht standen genügend Sujets zur Auswahl, die man nur noch mit Humor und Zynismus ertragen kann...

Später fuhr ich dann noch an das Zürcher Seebecken und machte da wiedereinmal ein Bild von der Quaibrücke. Diesmal mit Blickrichtung Süd-West, mit der Albiskette im Hintergrund. Das Zürcher Stadthaus wird derzeit renoviert und aussen an der Gerüstfassade ist ein riesiges Poster angebracht. Es zeigt einen pinkfarbenen Pudel. Der passt gut zu den pinkfarbenen Naben des Kish ;-) . Natürlich kriegt man Beides gut sichtbar kaum auf ein gutes Bild. Der pinkfarbene Pudel hat mir aber trotzdem so gut gefallen, dass ich noch ein Foto machte.

Auf der Rückfahrt begann ich dann auch in den Wanderschuhen langsam an zu frieren. An der Zehen und im Vorderfuss. Weil ich etwas mehr Platz im Schuh habe als in den Bikewinterschuhen, konnte ich zwischendurch die Zehen etwas bewegen und so die Blutzirkulation ein bisschen anregen. Ich war jedoch überrascht, wie schwer ich mich mit Pedalen ohne Klickverschluss zurecht kam. Ich vermisste mehrfach diese Verbindung. Wenn man den Fuss hinten hochzieht, so hebt man ihn vom Pedal ab und zieht dieses nicht nach oben mit. Oder, die Profilierung des Pedals und der Schuhsohle passt nicht optimal überein. Wenn alle Pins am Pedal in den Zwischenräumen des Sohlenprofils zu liegen kommen und man so eigentlich den besten Stand hat, dann zeigen die Fersen leicht nach innen und das ist für das Knie bestimmt nicht ideal. So fand ich heute öfters, dass ich mich etwas wacklig auf dem Pedal fühlte. Hmmm... mal sehen wie sich der Winter weiter entwickelt.

Ich habe die heutige Tour wirklich gebraucht und konnte sie auch entsprechend geniessen. Es war zwar immer stark bewölkt, doch es hat während der rund vier Stunden in denen ich draussen war, nie geschneit oder geregnet. Winter-Strassentouren mit dem Kish haben ein besonderes Flair. Meist fahre ich damit auf der Strasse, eher gemütlich und die Bewegung wird schnell gleichförmig und meditativ. Ich kann so in zwei, drei Stunden Fahrzeit geistig sehr gut durchlüften und neue Kraft schöpfen. Oder wie ich auch schon geschrieben habe, ich tanke mich mit frischem Sauerstoff auf. ;-) Der Tacho sagt: 52 km., 2:56 Std., 440 Hm.

Schnee - Regen

Der heutige Tag begann eigentlich schon gestern Abend, als ich im Fernsehen den Wetterbericht für die Nacht und Heute sah. "In der Nacht einsetzender Schneefall. Am Morgen bis ganz ins Flachland, im Laufe des Tages steigt dann die Schneefallgrenze allmählich auf 400 - 600 M.ü.M" Ideale Voraussetzungen für ein Verkehrschaos während der morgendlichen Rush hour. Da wollte ich lieber gleich mit dem Bike zur Arbeit fahren. Deshalb legte ich schon gestern Abend die Bikekleider bereit.

Kurz nach sechs Uhr Morgens bin ich aufgewacht, weil ich draussen die Schneeräumung hörte. Ah ha. Also wirklich Schnee. Wie viel? Ich stand auf und sah aus dem Fenster. Ja, Schnee, doch nicht viel, nur ein paar Zentimeter. Das gibt kein Verkehrschaos, da könnte ich ja nochmals ins Bett und später das Auto nehmen...   Nein, nein. Los jetzt, Morgentoilette, rasieren, anziehen und los. Ich war also ziemlich früh dran und als ich vor das Haus trete entschliesse ich mich, vor der Losfahrt erst noch die Garageneinfahrt vom Schnee zu befreien.

Die Fahrt zur Arbeit war dann super anstrengend. Der teils tiefe Schnee bremste ziemlich und eine steife Brise trieb immer neue Schneeflocken quer ins Gesicht, wie viele, kleine Nadelstiche. Es war kalt und unwirtlich. Während ich mich abkämpfte musste ich an Jill aus Alaska denken. Dagegen ist das bisschen Schnee hier bei uns der reinste Kinderspielplatz.  Jill wird am Iditarod Invitational mehrere Tage im tiefen Schnee von Alaska mit dem Bike unterwegs sein und ich jammere schon wegen einer Stunde fern vom warmen Wohnzimmer? Gibts doch nicht. Also komm! Nicht so schwach! Als ich im Büro die Zeit stoppte, brauchte ich exakt 60 Minuten. Unglaublich. Das fahre ich im Sommer unter 45 Minuten.

Der Wetterbericht war wirklich zutreffend. Gegen Mittag, Abend verwässerte sich der Schnefall zusehens, bis es fast nur noch regnete. Schade, die Rückfahrt hätte ich mir verschneiter und schöner vorgestellt. Nun war es einfach matschig, nass und schwer. Für den Heimweg brauchte ich sogar 62 Minuten. Das spielt jedoch keine Rolle. ich bin schon zufrieden, überhaupt wieder einmal mit dem Bike zur Arbeit gefahren zu sein denn wenn ich zurückblättere stelle ich fest, dass dies am 15. Oktober das Letzte mal der Fall war. Ehrlich? 4 Monate immer mit dem Auto? Ja, wenn's hier im Blog so steht, dann wird es wohl so sein.  Für ein Foto war das Wetter einfach zu schlecht. Der Tacho sagt: 32 km., 2:02 Std., 400 Hm.

Schneetour

Eigentlich waren wir auf 12:30 Uhr verabredet und so war ich doch überrascht, als Jürg um Punkt 11:30 Uhr klingelte und in Winterbikemontur vor der Türe stand. Ähmm... wie bitte?... ich sitze noch gemütlich am Computer... "o.k. komm herein, setz Dich hin, ich zieh mich gleich um."

In der Nacht auf heute hatte es wieder etwa 4cm geschneit und es schneite noch immer ganz leicht. Die Temperatur lag gerade so um Null Grad. Gestern und heute fielen hier also etwa 10cm Schnee und wir waren deshalb gespannt, wie unsere Standardrunde zu fahren sein wird. Schneebiken macht Spass - ist aber auch ziemlich anstrengend. Das merkten wir, je höher wir kamen und je tiefer der Schnee wurde. Das ist Training mal 1,5! Im Vergleich zu trockenem Sommerwetter braucht mal heute bestimmt 1,5 mal mehr Kraft. Ausserdem ist im Schnee fahren ein gutes Fahrtechniktraining. Man muss das Vorderrad immer unter Kontrolle halten und darf doch nicht zuviel Druck geben, sonst schiebt man vorne weg. Ja, heute war richtig gutes Training angesagt. Das hat Spass gemacht. Der Tacho sagt: 38 km., 2:51 Std., 950 Hm.

Nachem ich geduscht hatte, nahm ich einen Eimer warmes Wasser nach draussen und putze noch das Bike. Festgedrückter Schnee und Eisklumpen umgaben das Tretlager. Nach dem Waschgang alles trockenreiben, und noch die Kette schmieren. Perfekt! Alles wieder bestens einsatzbereit. Ich habe noch immer viel Freude an diesem Bike. Das macht richtig viel Spass. :-)

ein paar Kilometer

Als nach dem Mittag die Sonne durch die Schneewolken drückte war klar, dass ich noch etwas Rad fahren wollte. Weil ich morgen Samstag vermutlich mit dem Intense eine Trainingsrunde fahren werde, wollte ich heute mit dem Kish eine lockere Strassenmeditationssession abhalten. Dafür eignen Wintertage oder Nachtfahrten besonders gut. Was mich auf die heutige Strecke brachte. Ich erinnerte mich an den Nightride vom 22. November 2007. Damals fuhr ich eine knapp zwei stündige Strassentour rund um den Irchel und via Rumstal und Sunnebüel zurück. Ja, das ist das Richtige für heute und eine gute Entscheidung.

Als ich losfuhr fühlte ich mich matt und die Beine waren etwas schwammig. Die kalte Luft tat gut und die zu Beginn leichten Steigungen waren genau richtig um den richtigen Rhythmus zwischen Treten und Atmen zu finden. Ich halte den Puls konstant zwischen 140 und 150. Alles wird immer gleichmässiger, regelmässiger... meditativer.

Das Wetter war herrlich. Der frisch gefallene Schnee glitzerte in der tiefstehenden Sonne. Die Strassen waren schneefrei und meist trocken, die Temperatur gerade so um Null Grad. Alles wunderbar. Ich konnte den ganzen Organismus mit frischem Sauerstoff regenerieren und weil auch das Hirn dazugehört, fühle ich mich nun geistig frischer als zuvor. Schön war's. Der Tacho sagt: 37 km., 2:01 Std., 640 Hm.

INTENSE STUFF

Heute habe ich tagsüber viel gelernt und als es nach dem Schneefall am Morgen gegen  Abend dann doch noch sonnig wurde, wollte ich schon noch zwei, drei Sonnenstrahlen einfangen. Deshalb stieg ich kurzentschlossen, aufs Intense und kurbelte auf den nächsten Hügel wo ich das schöne Abendwetter noch etwas genoss. Dabei spielte ich etwas mit der Kamera und Selbstauslöser herum und natürlich musste ich auch wiedereinmal mein Bike fotografieren... was ich ja so selten tue... ;-)

Vorhin surfte ich noch etwas im Internet und bin auf das folgende Video gestossen. Es zeigt einen Teil der Intense Fabrik. Schweisser brutzeln gekonnt Mountainbikerahmen zusammen und sind einfach verry cool drauf. Über diese Tische und durch diese Hände sind wohl auch die Rahmenrohre meines Intense-Bikes gewandert.... dazu heftige Rockmusik und ein paar Grimassen.... yeah!


Do Not Watch The Ark from jeff steber on Vimeo.