erste Video-Versuche

Die ursprüngliche Idee war, dass am 29er PUSH-UP Anlass meine Frau mit der Digitalkamera Aufnahmen von einer Bikepassage machen wird, die wir dann abends zeigen wollten. Die Passage nannte ich im Vorfeld mal salop Foto-Sprung (siehe auch auf der Karte, ganz oben links). Beim darüber sprechen kamen wir dann zur Ansicht, dass es vermutlich schwierig sein wird, den jeweiligen Fahrer genau in der besten Position aufs Bild zu kriegen und dass es daher wohl besser wäre, wenn man das Ganze filmen und nicht fotografieren würde. Doch eine Videokamera hatten wir nicht.

Am letzten Sonntag waren wir dann bei Freunden zum Essen eingeladen und siehe da: Sie besitzen eine digitale Videokamera und würden uns diese auch bis nach dem Anlass ausleihen. Super! Manches geht so einfach, man braucht nur zu fragen.

O.K. Heute nun musste ich Karin zeigen, wo sie am kommenden Samstag zu sein hat um die entsprechenden Aufnahmen zu machen. Zudem wollten wir den Umgang mit der Videokamera auch gleich testen. Wir fuhren also mit dem Auto möglichst nahe zum Fotosprung hin und besprachen vor Ort in etwa das Geschehen und wo wohl der geeignete Standort sei. Ich bin dann ein paar Mal Probe gefahren und Karin hat gefilmt. Danach sind wir zum Bikepark Bülach gefahren. Da gibt es am PUSH-UP nochmals eine Sonderprüfung. Zuerst der Brettertrail. Wer den ganzen Trail fehlerlos fährt, so wie ich auf dem Video, der erhält 2 Bonuspunkte. Mehr als die Hälfte des Weges gibt noch 1 Bonuspunkt. Die grosse Wippe zum Schluss gibt dann nochmals einen Bonuspunkt.

Sehr gut. Wir hatten alle Bilder im Kasten und die nächste Herausforderung wartete natürlich schon auf uns... Wie kriegen wir die Filme auf den PC? Das war noch einfach. Doch wie können wir die einzelnen Filmchen schneiden und zu einem Video zusammenfügen? Musik als Hintergrund wäre auch noch fetzig... und wie kann ich das Ganze zum Schluss noch online bringen? Der 1:22 Minunten lange mpeg-Film ist 82 MB gross... Fragen über Fragen, doch wie auf fast alles gibt es im Internet auch dafür Tipps und Antworten. Man braucht einfach Stunden, um diese zu finden, auszuprobieren und herauszufinden, ob es den eigenen Bedürfnissen entspricht oder halt doch nicht.

Ich habe mir rasch einen www.vimeo.com Account eingerichtet und dann startete ich den Upload des 82MB-Files... 50 Minuten. In dieser Zeit konnte ich locker diesen Eintrag schreiben. Hier nun also das Ergebnis:


29er PUSH-UP 2009, Testride from Beat 29er on Vimeo.

Frühlingsputz

Am heutigen Regentag konnte ich mich endlich mal dem KISH Titan 29er widmen. Die Kette war ausgeleiert, das Ritzelpacket und die Alu-Kettenblätter waren nach 4'300 Kilometern auch am Ende. Schon seit ein paar Wochen hatte ich alle notwendigen Ersatzteile in der Garage, doch bisher fehlte mir die nötige Zeit für die Umbauarbeiten. Heute war es nun soweit.

Das Bike als Ganzes sieht immer noch so aus wie auf dem Foto links, aus letztem September. Während dem Wechseln der Antriebsteile stellte ich zudem fest, dass die hinteren Scheibenbremsbeläge schon wieder ziemlich abgefahren sind. Da ich noch Ersatzpaare hatte, tauschte ich die Beläge gleich noch aus.

Dann klebte ich noch einen www.twentyniner.ch Aufkleber an die rechte Kettenstrebe und erneuerte den Kettenstrebenschutz. Ich entfettete alles sauber und klebte transparente Schutzfolie über die Stellen, an denen jeweils auf ruppigen Abfahrten die Kette gegen die Kettenstrebe schlägt. Schön und sauber gemacht. Das gefällt mir.

Dann nahm ich mir noch die Sattelstütze vor. Diese hatte ich vor ein paar Wochen beim hineinstossen ganz übel zerkratzt und diese Kratzer wollte ich heute wieder aus der Stütze raus polieren. Ich hatte drei verschiedene Schleifpapiere, mit Körnung 180, 360 und 600 und in der Reihenfolge bin ich dann auch vorgegangen. Am Anfang bin ich erschrocken, wie zerkrazt die Oberfläche ausschaut, doch mit dem feineren Schleifpapier sind dann diese Kratzer wirklich verschwunden. Eigentlich bin ich mit den Resultat zufrieden, denn die Kratzer sind weg. Doch die Stütze selbst ist nun auch etwas heller und glänzender, da ich klarerweise die geätzte Original-Oberfläche abgeschliffen habe. Doch der Unterschied ist nur minimal und das Resultat ist viel besser, als die Ausgangslage. Ich habe dann zur Sicherheit auch die Innenseite des Rahmenrohrs in welches die Stütze eingeschoben wird fein verschliffen, damit zukünftig kein Grat mehr in der Stütze kratzt.

Ich habe zum Abschluss noch den vorderen Teil des Bikes geputzt und dann stand das KISH frisch aufgemöbelt in der Garage, bereit für einen Ausritt. Doch draussen war mittlerweile Dauerregen und deshalb gab's nicht mal eine kurze Testfahrt vor dem Haus. Aber es macht ganz bestimmt Lust, um demnächst damit auszufahren. ;-)

müde

Gestern Abend übte ich noch eineinhalb Stunden Nordic-Walking. Zuvor habe ich das Kursscript durchgelesen. Ich musste noch etwas Praxis für den heutigen Tag sammeln, denn heute galt es, den "richtigen" Nordic-Walking Schritt zu zeigen.

Am Morgen gab es zuerst knapp zwei Stunden Theorie im Schulzimmer und dann stöckelten wir zu einem nahegelegenen Sportplatz. Dort ein kurzes Warmlaufen und dann Catwalk vor der Videokamera. Dann wieder zurück ins Schulzimmer zur Videoanalyse. Das war wirklich sehr aufschlussreich. Vor allem bei Zeitlupenaufnahmen kann man jedes Detail des Gangs erkennen und Standbilder in Schwungumkehrpunkten zeigen genau, in welchem Winkel die Stöcke stehen und wie die Arm- und Handposition ist.

Am Nachmittag folgte dann ein längerer Praxisblock mit Techniktraining. Ich nutzte die Möglichkeit um konzentriert an meiner Gang- und vor allem an meiner Arm- und Schwungtechnik zu arbeiten. Wir wurden immer wieder korrigiert und angeleitet. Der Kursleiter hatte das Geschehen wirklich gut im Griff. Gegen Abend mussten wir alle noch einmal vor der Kamera walken und zeigen, was wir nun drauf haben. Zum Schluss folgte dann noch ein schriftlicher Test im Schulzimmer der zusammen mit den Videoaufnahmen nun darüber entscheidet, ob man das Zertifikat als "Nordic-Walking Instruktor" erhält, oder nicht.

Nun bin ich körperlich ziemlich geschafft. Montags mit dem Bike zur Arbeit, am Dienstag walken, am Mittwoch Squash, am Donnerstag walken und heute wieder walken. Nun bin ich müde. Nur noch müde. Da stört mich nicht mal der schlechte Wetterbericht für die kommenden Tage.

over equiped

Heute abend stand ich im Squashcourt und trug seitlich am Hosenbund den Schrittzähler, um die Brust den Pulsmessgurt und am Handgelenk die Pulsanzeige-Uhr (einer der neuen HAC4).

Die Auswertung:

  • 62 Minuten Bewegung
  • 4'500 Schritte
  • 141 Durchschnittspuls
  • 171 Maximalpuls
  • Ich war gut motiviert und habe mit vollem Einsatz gespielt

Interessant: 4'500 Schritte in 62 Minuten heisst sowiel wie jede Sekunde 1,2 Schritte. Diesen Wert werde ich mal mit einer Stunde Nordic-Walking vergleichen.

Auch interessant: Mehr wie Puls 171 oder 172 liegt wohl kaum mehr drin. Die theoretische Obergrenze, 220-45 (Alter) = 175, die erreiche ich nicht. Ich habe diesbezüglich auch meine aufgezeichneten Tourendaten durchgesehen. Mehr wie 172 habe ich im letzten halben Jahr nie erreicht. Und ich muss auch erwähnen, dass ich Pulsfrequenzen über etwa 165 nur noch über wenige Minuten ertrage. Da bin ich dann voll am Keuchen und brauche rasch eine Erholungsphase. Es lassen sich also folgende Pulsbereiche für mich ableiten:

  • Puls bis 105 (bis 60%), Normalbelastung
  • Puls 105 bis 130 (ca. 75%), aerober Bereich (mit genügend Sauerstoff), guter Bereich für Fettverbrennung
  • Puls 130 bis 172 (100%), anaerober Bereich (zuwenig Sauerstoff), bis ca. 90% guter Bereich für Muskelaufbau,
  • ab Puls 155 (ab 90%) "roter Bereich" -> Vorsicht!

Mir ist natürlich bewusst, dass es sich hier um plumpe mathematische Formeln handelt und nur eine medizinisch durchgeführte Leistungsdiagnose "wahre" Werte für mich persönlich liefern würde. So als Anhaltspunkte für ein nicht übermässiges Training reichen die Werte wohl dennoch aus.

Ausrüstung

>Für meine Zukunftspläne bezüglich Vitaltrainer oder Personaltrainer werde ich in Zukunft einige Dinge anschaffen müssen/wollen. Nebst nötigen Hilfsmitteln wie Gymnastikmatten, oder -bälle suchte ich auch nach Methoden um Messswerte zu erhalten. Naheliegend, dass ich schnell an eine Pulsuhr dachte. Wenn ich die Pulskurve eines Kunden während des Trainings erfassen kann, kann ich Rückschlüsse auf die Belastung ziehen. Das wäre interessant, um das weitere Programm belastungsgerecht, zu planen. Nur, Geräte die den Puls einfach messen und aktuell anzeigen gibt es viele und auch günstige, doch Geräte welche die Daten aufzeichnen und nachher an einen PC zur Weiterverarbeitung liefern können, sind doch ziemlich teuer.

Letzte Woche bin ich bei www.ricardo.ch auf ein sehr günstiges Angebot von zwei fabrikneuen Ciclosport HAC 4 plus gestossen. Diesen Velocomputer mit Pulsfrequenz bin ich jahrelang gefahren und kenne die Bedienung des Geräts wie auch der Software. Das Teil bietet viel mehr als ich eigentlich brauche, doch das Angebot war wirklich gut und deshalb habe ich mir gleich zwei Stück davon gekauft. Die Idee dahinter: 1x Kunde, 1x ich, so kann ich später die Pulskurven vergleichen. Die zwei Computer sind auch prompt angekommen. Obwohl die Geräte vermutlich schon 3-4 Jahre alt sind, ist alles wirklich neu und originalverpackt. Super! Da habe ich wirklich Freude dran. (Ich werde noch eine seniorengerechte Bedienungsanleitung dazu schreiben).

Als Zweites habe ich von der Schule ein paar Schrittzähler geschenkt erhalten. Man schnallt sich das kleine Teil an den Gürtel und es addiert die Schritte, die man dann über eine kleine Digitalanzeige ablesen kann. Natürlich ist das nicht sehr genau, doch es gibt zumindest ein paar Anhaltspunkte darüber, wieviel man sich bewegt. Man kann sich z.B. vornehmen, mindestens 3'000 Schritte Nordic-Walking zu machen, oder man könnte die Länge eines Spaziergangs über die Schrittzahl festlegen. Vielleicht ist es interessant, nicht alles immer an der Zeit festzumachen sondern eben in Pulsbereichen oder Schritten. Mal sehen, wie sich diese Hilfs-Geräte dann im Rahmen unserer Gruppenarbeit einsetzen lassen...

noch so viel Leben...

Alter ist relativ, Jahre an sich sagen noch nicht viel aus.

Das persönliche Schicksal und die stetige Ansammlung von Erfahrungen ist wie ein Rucksack der immer schwerer wird und der das vorwärts schreiten zunehmend erschwert.

Mein Rucksack ist trotz 45 Jahren noch ziemlich leer. Auch, weil ich bisher von persönlichen Schicksalsschlägen verschont geblieben bin. Auch, weil ich keine Kinder habe. Auch weil ich geistig und körperlich vorwiegend gesund bin. Deshalb ist in mir noch so viel Leben und so viel Lust auf Leben.

Im Gespräch mit "Gleichaltrigen" fällt mir zunehmend auf, dass Anderen oft genau diese Lust auf Leben vergangen ist. Nein, vergangen ist der falsche Ausdruck. Die Flamme des Lebensfeuers ist einfach kleiner und deshalb sind sie vorsichtiger geworden. Es macht den Eindruck, als ob sie sich schon oft verbrennt haben und enttäuscht worden sind. Sie haben sich mit der Zeit dafür entschieden, lieber eine kleine Flamme in stiller Luft zu hüten, als mit einer starken Flamme dem Wind des Lebens entgegen zu treten. Nur so ein Gedanke - und wenn ich versuche deren Rucksack zu erkennen, so kann ich es auch oftmals verstehen.

Vielleicht ist es aber auch nur, weil ich in einem beruflichen Umorientierungsprozess stehe und deshalb gespannt bin, wie sich mein Leben in den nächsten Jahren entwickelt. Das gibt mir das Gefühl, die Fäden des Lebens etwas mehr in den eigenen Händen zu halten. Und das ist ein gutes Gefühl, eine positive Spannung.

Wochenstart

Für die kommenden Tage ist der Wetterbericht schlecht und deshalb wollte ich den heutigen Tag nutzen um mit dem Bike zur Arbeit zu fahren. Am Morgen war es noch ziemlich kalt, nur knapp über Null, doch bei der ersten Steigung wurde mir auch heute schnell warm. Ich war heute recht früh unterwegs und sass schon kurz vor 08:00 Uhr frisch geduscht am Arbeitsplatz.

Kurz vor halb sechs Uhr machte ich mich dann auf den Heimweg. Der Wetterumschwung war absehbar, die Wolken wurden dichter und ein paar zaghafte Tropfen fielen auch schon vom Himmel. Wie man auf dem heutigen Bild erkennt, quere ich auf meinem Heimweg die Ostanflugschneise des Flughafens von Kloten. Blickrichtung West, in den Sonnenuntergang. Um die Uhrzeit kommen die Flieger im Dreiminutentakt. Ich zoomte mit meiner kleinen Kamera maximal um die Piste mit der (wie heisst das? ah ja) Pistenbefeuerung ins Bild zu kriegen. Zoom + schlechtes Licht = unscharf, so ist es halt. Ich habe vorhin am PC das Bild noch etwas aufgehellt und die Farben leicht verstärkt. So gefällt es mir. Gepimpte Realität ;-)   Der Tacho sagt: 32km., 1:35 Std., 400 Hm.