Ausrüstung

>Für meine Zukunftspläne bezüglich Vitaltrainer oder Personaltrainer werde ich in Zukunft einige Dinge anschaffen müssen/wollen. Nebst nötigen Hilfsmitteln wie Gymnastikmatten, oder -bälle suchte ich auch nach Methoden um Messswerte zu erhalten. Naheliegend, dass ich schnell an eine Pulsuhr dachte. Wenn ich die Pulskurve eines Kunden während des Trainings erfassen kann, kann ich Rückschlüsse auf die Belastung ziehen. Das wäre interessant, um das weitere Programm belastungsgerecht, zu planen. Nur, Geräte die den Puls einfach messen und aktuell anzeigen gibt es viele und auch günstige, doch Geräte welche die Daten aufzeichnen und nachher an einen PC zur Weiterverarbeitung liefern können, sind doch ziemlich teuer.

Letzte Woche bin ich bei www.ricardo.ch auf ein sehr günstiges Angebot von zwei fabrikneuen Ciclosport HAC 4 plus gestossen. Diesen Velocomputer mit Pulsfrequenz bin ich jahrelang gefahren und kenne die Bedienung des Geräts wie auch der Software. Das Teil bietet viel mehr als ich eigentlich brauche, doch das Angebot war wirklich gut und deshalb habe ich mir gleich zwei Stück davon gekauft. Die Idee dahinter: 1x Kunde, 1x ich, so kann ich später die Pulskurven vergleichen. Die zwei Computer sind auch prompt angekommen. Obwohl die Geräte vermutlich schon 3-4 Jahre alt sind, ist alles wirklich neu und originalverpackt. Super! Da habe ich wirklich Freude dran. (Ich werde noch eine seniorengerechte Bedienungsanleitung dazu schreiben).

Als Zweites habe ich von der Schule ein paar Schrittzähler geschenkt erhalten. Man schnallt sich das kleine Teil an den Gürtel und es addiert die Schritte, die man dann über eine kleine Digitalanzeige ablesen kann. Natürlich ist das nicht sehr genau, doch es gibt zumindest ein paar Anhaltspunkte darüber, wieviel man sich bewegt. Man kann sich z.B. vornehmen, mindestens 3'000 Schritte Nordic-Walking zu machen, oder man könnte die Länge eines Spaziergangs über die Schrittzahl festlegen. Vielleicht ist es interessant, nicht alles immer an der Zeit festzumachen sondern eben in Pulsbereichen oder Schritten. Mal sehen, wie sich diese Hilfs-Geräte dann im Rahmen unserer Gruppenarbeit einsetzen lassen...

noch so viel Leben...

Alter ist relativ, Jahre an sich sagen noch nicht viel aus.

Das persönliche Schicksal und die stetige Ansammlung von Erfahrungen ist wie ein Rucksack der immer schwerer wird und der das vorwärts schreiten zunehmend erschwert.

Mein Rucksack ist trotz 45 Jahren noch ziemlich leer. Auch, weil ich bisher von persönlichen Schicksalsschlägen verschont geblieben bin. Auch, weil ich keine Kinder habe. Auch weil ich geistig und körperlich vorwiegend gesund bin. Deshalb ist in mir noch so viel Leben und so viel Lust auf Leben.

Im Gespräch mit "Gleichaltrigen" fällt mir zunehmend auf, dass Anderen oft genau diese Lust auf Leben vergangen ist. Nein, vergangen ist der falsche Ausdruck. Die Flamme des Lebensfeuers ist einfach kleiner und deshalb sind sie vorsichtiger geworden. Es macht den Eindruck, als ob sie sich schon oft verbrennt haben und enttäuscht worden sind. Sie haben sich mit der Zeit dafür entschieden, lieber eine kleine Flamme in stiller Luft zu hüten, als mit einer starken Flamme dem Wind des Lebens entgegen zu treten. Nur so ein Gedanke - und wenn ich versuche deren Rucksack zu erkennen, so kann ich es auch oftmals verstehen.

Vielleicht ist es aber auch nur, weil ich in einem beruflichen Umorientierungsprozess stehe und deshalb gespannt bin, wie sich mein Leben in den nächsten Jahren entwickelt. Das gibt mir das Gefühl, die Fäden des Lebens etwas mehr in den eigenen Händen zu halten. Und das ist ein gutes Gefühl, eine positive Spannung.

anstrengender Tag

Heute standen sieben 30-minütige Rückengymnastik-Übungslektionen auf dem Programm. Das hiess für mich, 4x mitmachen und 3x Feedback geben. Nach Schulschluss wechselten Gabriele, Marianne und ich dann in eine Pizzeria zu unserem Gruppenarbeits-Abendessen.

Wir besprachen den Flyer und das 10-Wochen Programm. Das heisst: Ich zeigte meine bisherigen Arbeiten und erklärte Ihnen meine Überlegungen. Hmmm...

Sie waren irgendwie erschlagen. Da prallten Welten aufeinander. Wir stellten fest, dass wir ziemlich unterschiedliche Vorstellungen bezüglich des Umfangs und der Präsentation unserer Gruppenarbeit haben. Ich bin ziemlich geschäftsorientiert, während die beiden Frauen sich eher erlebnisorientiert zeigten. Mir geht es schon darum, eine Geschäftsidee als zukünftiger Vitaltrainer möglichst realistisch zu testen, was den beiden anderen irgendwie etwas zu weit geht. Sie sehen das privater.

So gab es also Einiges zu diskutieren und es ist uns allen klar, dass wir uns annähern müssen. Wir reiben uns aneinander und versuchen die Position der Anderen zu erfassen und nach Möglichkeit zu verstehen. Das fällt manchmal schwer und so finde ich es spannend und herausfordernd mitzuerleben, wie sich unsere Beziehung und damit auch unsere Gruppenarbeit noch weiter entwickelt.

home office

Und das Wetter war genau so, wie vorhergesagt. Den ganzen Tag Regen oder Schnee, knapp über Null Grad. Ein Tag, an dem unsere Katze den ganzen Tag drinnen an der Wärme liegt. Ich blieb auch drinnen, war aber im Gegensatz zur Katze sehr produktiv.

Zuerst schrieb ich meine Selbstreflexion zu der PMR-Lektion vom 20. Februar. Das war ja damals ziemlich in die Hose gegangen und nun, fast zwei Wochen später, hatte ich die nötige Distanz um die Sache relativ nüchtern zu analysieren und meine Lehren daraus zu ziehen. Trotzdem brauchte ich für diese eine A4-Seite Text fast eineinhalb Stunden.

Dann machte ich mich daran, das 10-Wochen Programm, das eigentliche Kernstück unserer Gruppenarbeit, am PC zu entwickeln. Immer wieder sind mir neue Sachen eingefallen, die noch irgendwie eingebaut werden sollten. Ich entschied mich, das ganze in Open Office Calc (Excel) abzubilden. Die einzelnen Tabellen entsprechen dem zeitlichen Ablauf. Zuerst kommt eine Kundenbefragung und die Haftungsausschluss-Geschichte, dann startet es mit einer Grobplanung der drei Bereiche Bewegung, Entspannung und Ernährung mit einer grafischen Übersicht über das 10-Wochen Programm. Dann kommen zehn Lektions-Detailplanungen. Dazwischen drei Kontroll-Formulare und zum Schluss des Programms eine Zusammenfassung.

Ich habe da so einige Ideen und deshalb denke ich, dass ich/wir in den nächsten Wochen noch viele Stunden an diesen Dokumenten arbeiten werde/n. Mein persönlicher Ehrgeiz ist, einen Musterfall komplett zu dokumentieren. Dieses Dokument kann man dann potentiellen Kunden zeigen und daran das 10-Wochen Programm erklären und veranschaulichen.

Heute konnte ich von der Kundenbefragung bis zum Layout der Lektions-Detailplanung schon ziemlich viel erledigen. Die 10 Lektions-Detailplanungen werden noch viel Zeit in Anspruch nehmen und über die Kontrollpunkte und die Schlusszusammenfassung habe ich noch gar nicht nachgedacht. Morgen Abend haben wir einen Gruppenarbeitstermin geplant und da werden wir zu Dritt das weitere Vorgehen bestimmen und die Arbeiten auch etwas aufteilen. So wird das schon gehen. Ich denke, dass wir bis Ende März die nötigen Dokumente bereit haben werden, damit wir erste Gespräche führen können.

Es dunkelte schon fast etwas ein, als ich doch noch vor die Türe trat. Es regnete noch immer. Ich musste zum Glück nur kurz einkaufen gehen. Danach war ich wieder drinnen, in meinem geschützten home office. Zur Belohnung kaufte ich mir wiedereinmal eine Bikezeitschrift, die dann nach dem Nachtessen auch genüsslich durchblätterte. Dazu das live-Album "Alchemy" von den Dire Straits. Ja, es war ein guter Tag.

Stand der Arbeit

Hier mal ein Stand bezüglich Vitaltrainer-Diplomarbeit.

Wir möchten Erfahrungen sammeln, ob sich ein persönliches Gesundheitstraining für Senioren an den Markt bringen lässt und wie man ein Solches in etwa verpacken könnte. Wir nennen es nun mal das 10-Wochen Programm. Im vollen Bewusstsein, dass ein individuelles Training länger als 10 Wochen dauern sollte, doch es bildet für uns einen angemessenen Rahmen um "vorher-nachher" Messungen machen und so den Nutzen herausstreichen zu können. Der angehängte Flyer ist ein erster Entwurf. Wir möchten diesen bei Allgemein praktizierenden Ärzten im Sprechzimmer auflegen können um so an mögliche Kundschaft zu kommen.

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