die Natur schlägt zurück ;-)

Nach langem hin und her entschloss ich mich doch noch dazu, abends eine Runde zu walken. Es war schon nach 21:00 Uhr bis ich vor das Haus trat. Ein schöner Sommertag neigte sich zum Ende, die tiefstehende Sonne war nur noch kurz am Horizont zu sehen. Noch immer war es etwa 22° Grad warm.

Ich wählte meine Laufstrecke entlang eines Waldrands, was sich aber als nicht so clevere Lösung entpuppte. Kaum war die Sonne weg und die Abenddämmmerung setzte ein, begann es zu summen und zu zirpen. Hunderte von Junikäfern surrten durch die Luft und fühlten sich scheinbar von meiner Ausdünstung angezogen. Oder sie verwechselten mich mit einem Baum. Auf jeden Fall wurde ich heiss umschwärmt und immer wieder verfingen sich die Käfer in meinen Haaren und versuchten auf mir herum zu krabbeln. Ich musste mehrmals stehen bleiben und die aufsässigen Brummer abschütteln.

Je später der Abend, desto mehr wurde ich von Stechmücken angegriffen, die mein Blut saugen wollten. Unglaublich! Heute scheint mich die Natur aus ihrem Revier vertreiben zu wollen. Oder wie im Titel geschrieben: Die Natur schlägt zurück.

Weil es sehr warm war schwitzte ich schnell und gut und so brauchte ich mich dieser Wildnis ja nicht allzulange auszusetzen ;-) . Nach etwa 45 Minuten war ich wieder zurück. Es war schön, speziell, ich habe es genossen. Ein gelungener Abend, nach einem anstrengenden Bürotag.

Nachtrag zum Samstag

Morgens regnete es und deshalb konnte ich lange im Bett liegen. Ich fühlte mich sowieso scheusslich. Wegen den entzündeten Mandeln hatte ich wohl ziemlich geschnarcht. Ich erwachte mit einen trockenen Mund und einer Zunge wie Schmirgelpapier. Beim Aufstehen und zur Morgentoilette gehen, bemerke ich ein schmerzhaftes Ziehen in beiden Kniekehlen. Mmm, das gibt Muskelkater vom gestrigen AuquaFit. Auch an der Innenseite der Oberschenkel... wie heissen die Muskeln gleich... ah, ja: Adduktoren. Mein Ohr war immer noch auf Tauchstation... am besten gleich wieder ins Bett.

Tagsüber habe ich mich dann zu Hause herumgedrückt und nur etwas Büro- und Internetkram erledigt. Ich brauchte einen Tag Pflege, Ruhe und Pause. Ich musste mich effektiv erholen.

Abends waren wir dann bei Freunden zum Essen eingeladen und haben uns dabei gut unterhalten. Schön wars. Das war ein ruhiger und beschaulicher Samstag, an dem ich meine Batterien wiedereinmal etwas auftanken konnte.

Nachtrag zum Freitag

Heute war der zweite Schultag Aqua-Fit in der Sportanlage Herisau. Morgen und Nachmittag war jeweils in einen Theorieblock und einen Praxisteil im Wasser unterteilt, damit man das theoretisch Erlernte auch gleich praktisch ausprobieren und üben konnte. Soweit eigentlich interessant, doch ich bin scheinbar nicht so der Aqua-Fit Typ.

Erstens machen mich Hallenbäder an sich schon nicht wirklich an und Zweitens ist die Form von Aqua-Fit, wie sie uns in diesem Kurs beigebracht wird schon sehr auf Jogger und Läufer ausgelegt. Ich bin jedoch eher der Biker. Joggen konnte ich noch nie, das interessierte mich bisher auch nie. So habe ich natürlich Mühe mit der Laufbewegung an sich, da ich sie an Land ja auch nie anwende. Weil man keinen Boden unter den Füssen hat, neigte ich immer mehr zum kurbeln und radfahren, als zum schreiten und laufen. Wir lernten drei Schrittarten und sollten nun auch in der Lage sein, diese Techniken anderen Leuten beizubringen.

Letzten Freitag, am ersten Tag im Wasser, hatte ich danach im rechten Ohr Wasser und brauchte fast zwei Tage, bis das unangenehme Rauschen und Knacken weg war. Diesmal füllte ich mir das linke Ohr und zwar gleich richtig. Abends hörte ich links nur noch schlecht, hatte dafür das Gefühl, jeden Bissen und jede Kaubewegung zu hören. Sehr unangenehm. Dieses Ohrenproblem gesellte sich prächtig zu meinen entzündeten Mandeln, die ich seit einigen Tagen mit Jod-gurgeln bekämpfe. Die körperliche Müdigkeit von zwei bis drei Stunden Bewegung im Wasser, die Mandeln, das Ohr... ich fühlte ich abends richtig schlecht und angeschlagen.

Home Office

Das letzte Wochenende stand eine Zimmer-Umräumaktion auf dem Programm. Wir wollten Karins kleines Bürozimmer und das grosse Gästezimmer miteinander tauschen. Dies vor allem deshalb, weil ich mich in den letzten Jahren um den  Esstisch herum ausgebreitet hatte und meine Vitaltrainerunterlagen immer umfangreicher wurden und mehr Platz beanspruchten. Das bisherige, recht grosse Gästezimmer bietet gut Platz für zwei Büroarbeitsplätze und für die wenigen Male, wo Gäste bei uns übernachten, reicht auch das kleine Zimmer.

Zuerst musste ein neuer Teppich verlegt werden und danach kauften wir in der IKEA verschiedene Möbel hinzu. Karins Pult war schon von IKEA und so kauften wir Büromöbel derselben Produktereihe, damit es stimmig aussieht. Die zwei alten roten Sessel wollten wir vor die Bücherwand stellen und so hatten wir ziemlich konkrete Pläne, wie das Ganze zum Schluss aussehen sollte.

All die kleinen und grossen Arbeiten haben das ganze Wochenende beansprucht und heute Abend habe ich dann all mein Papierzeugs sortiert und ein erstes Mal eingeräumt. Ich geniesse es, so schön Platz zu haben. Nach vollbrachtem Werk mussten dann natürlich noch zwei Fotos her. Blickrichtung diagonal durch den Raum.

walken statt biken

Je länger der Tag dauerte, desto schöner wurde heute das Wetter und so überlegte ich mir schon während des Arbeitstags, was ich abends noch unternehmen möchte.

Das ist eigentlich neu. Bisher überlegte ich höchstens, welche Bikerunde ich wohl fahren würde doch heute, tendierte ich von Anfang an eher zu Nordic Walking als zu Mountain Biking (Hauptsache Englisch ;-)). Zu Fuss komme ich nicht so weit wie mit dem Bike, also muss ich auch nicht so lange an der möglichen Strecke herumstudieren. Wie auch immer, ja, ich wollte lieber walken. Wie schon am Sonntag geschrieben: Nordic Walking ist einfach ein sehr gutes Ganzkörpertraining und meine eher dünnen Ärmchen und die schwachen Schultern schätzen diese Art von Bewegung. Ausserdem fasziniert mich noch immer das Symetrische am walken. Vermutlich sollte ich im nächsten Winter mal Langlauf ausprobieren. Der klassische Diagonalschritt würde mir bestimmt auch noch gut gefallen.

So gegen 19:30 Uhr bin ich dann von zuhause weg gestartet. Zum warmwerden folgt gleich ein längerer Anstieg mit etwa 150 Höhenmetern. Das ist sehr gut um in einen guten Laufrhythmus zu finden. Berghoch ist Nordic walken sowieso super. Je nach dem welche Belastung man anstrebt, kann man mehr oder weniger stark mit den Armen unterstützen. Mit grossen Schritten und starken Armeinsatz komme ich schnell ins schwitzen und der Puls geht dabei auch schon mal über 150 Schläge pro Minute. Ja, ein wirklich guter Workout (ja klar: wieder Englisch ;-)). Nach einer kurzen Bergabphase folgen dann noch ein paar wellige Kilometer zurück.

Es gefällt mir ausgezeichnet und so laufe ich insgesamt fast eineinhalb Stunden. Dank GPS kann ich sogar genaue Daten liefern: 9,6 km., 1:25 Std., 230 Hm. Hätte ich das vor dem Haus gesehen, so hätte ich wohl noch 400 Meter angehängt um auf 10 Kilometer zu kommen. :-)

Tri-Sonntag

Morgens um zehn Uhr machte ich mich auf den Weg für eine Runde Nordic Walken. Letzte Woche kaufte ich mir ein paar neue Stöcke und dazu auch ein paar Handschuhe, die sich direkt am Stock einklicken lassen. Das wollte ich natürlich ausprobieren.

Mittlerweile bin ich richtig Fan von Nordic Walken. Ja, wirklich wahr. Ich mag den Ganzkörpereinsatz und vor allem die Bewegung im Schulter- und Armbereich. Das ist für mich ein idealer Ausgleich zum biken, wo der Muskeleinsatz schon ziemlich einseitig ist. Ich wählte eine Strecke mit einer längeren Steigung um etwas Techniktraining zu machen. Berghoch kann man den Stockeinsatz gut üben und spürt dabei deutlich, welche Muskeln beansprucht werden. Ich ging zügig und mein Puls lag lange um 150 Schläge die Minute . ein guter Workout.

Die Stöcke sind super und auch die Handschuhe funktioneren sehr gut. Da habe ich Freude daran. Was ich noch nicht kann, ist brauchbare Fotos vom walken zu schiessen. Ich habe ein paar Versuche unternommen, doch funktioniert hat nichts wirklich. Auf dem nebenstehenden Foto stehe ich ohne Kopf und unscharf da. Ausserdem posiere ich im Passgang... ts, ts... nicht schön.

Nachmittags hatten wir uns mit Freunden am Greifensee verabredet um zuerst eine Velorunde rund um den See zu drehen und danach im Freibad Uster noch ein Bad im See zu nehmen. Eine gute Idee, für diesen schönen Sommertag, an dem die Temperaturen so um 27° Grad herum lagen. Natürlich hatte es überall viele andere Menschen, doch wenn nicht heute, wann dann? An solchen Sommertagen muss man ja ganz einfach etwas draussen unternehmen. Nach der Velorunde genehmigte ich mir wirklich noch einen Sprung in den See und schwamm eine kleine Runde. Das war schön und erfrischend.

So kam ich heute zu einer Art Sonntags-Triathlon. Zuerst laufen, dann radfahren und zum Schluss schwimmen. Ein schöner Tag.

ein neuer Rhythmus

Wieder ist Freitagabend und wieder schrieb ich seit dem Montagabend keinen weiteren Blogeintrag. Das scheint mein neuer Rhythmus zu sein. Bis Mittwochabend ist Arbeitsstress. Die letzten  Donnerstage investierte ich in meine Vitaltrainer-Diplomarbeit und am Freitag ist dann Schultag. Das beansprucht mich alles ziemlich und so bin ich dann oft zu müde um noch zu bloggen. So bleibt es halt mehrheitlich bei mountainbiken. und anderer unfug  kommt vielleicht etwas zu kurz. So ist es nunmal.

EMails, die Briefe von gestern

Heute abend habe ich mal wieder meine eMail-Inbox aufgeräumt. Da sammeln sich jeweils Mails an, die ich beantworten soll oder will wovon ich aber weiss, dass dies nicht in zwei, drei Zeilen erledigt ist. Das sind meist auch eMails, die wichtig aber nicht dringend sind. (Eine schöne Formulierung). ;-)

Ich meine damit, dass ich mir für diese EMails Zeit nehme und ich mich mehr als nur oberflächlich einbringen will. Früher schrieb man sich Briefe, heute sind es EMails. So verändert Technologie unsere Kommunikationskanäle, nicht jedoch unser  Verhalten an sich.

Später habe ich mein Garmin EDGE705 Navigationsgerät auf den neusten Softwarestand gebracht. Das war zwar nicht unbedingt nötig, doch schaden wird es ja wohl auch nicht. Ich bin danach nach draussen um den Update abzuschliessen und alle Funktionen kurz zu testen. Sieht aus wie vorher - scheint also zu funktionieren.

Die nächsten zwei Tage bin ich wieder im Ausland. Das heisst: früh aufstehen - also noch früher zu Bett gehen. Also, gute Nacht.

Schlussspurt

Wieder ging es drunter und drüber und ZACK, ist es Freitagabend, ja schon fast Nacht. Es ist in letzter Zeit wirklich immer etwas los! Die Tage werden zwar länger, doch auch gleichzeitig ausgefüllter.

Gestern Donnerstag konnte ich trotzdem mittags eine Stunde radfahren und abends noch eine Stunde nordic walken. Das walken habe ich wieder richtig genossen. Das schwingen der Arme, das drehen der Schultern beim ausschwingen nach hinten, ja, das gefällt mir.

Heute war dann Vitaltrainerschule. Morgens Meditation und mittags Ernährungsberatung. Der Tag war spannend aber auch anstrengend. Nun freue ich mich aufs Wochenende.

entspannen am Pfingstmontag

Heute blieb ich bis nach 10:00 Uhr im Bett. Die ganze Arbeitswoche und die zwei Biketouren der letzten Tage hatten mich müde gemacht und so konnte ich etwas mehr Schlaf wirklich gut gebrauchen.

Tagsüber erledigte ich Kleinkram zu Hause und gegend Abend hatte ich dann doch noch Lust auf Bewegung. Ich entschloss mich spontan, mit den Nordic Walking Stöcken zu meinen Eltern zu gehen und dabei etwas an meiner eigenen Walking-Lauftechnik zu feilen.

Die Strecke ist geschätzte fünf Kilometer lang und auf dem Hinweg sind etwa 130 Höhenmeter zu überwinden. Mit dem Velo knappe 20 Minuten, zu Fuss geschätzte 45 Minuten. Als ich bei den Eltern eintraf, war ich schon ziemlich müde. 45 Minuten Nordic walken am Stück bin ich mir auch nicht gewohnt. Das schlaucht schon ziemlich.  Vor allem die Schultern spürte ich schon deutlich.

Auf dem Rückweg konzentrierte ich mich lange auf den richtigen Armschwung. Man kann eher rund schwingen, wie eine Lokomotive, oder man kann mehr aus der Schulter, mit gestrecktem Arm schwingen. Interessant fand ich, dass mein Stockeinstich am besten klappt, wenn ich die Hand fast auf der ganzen Strecke offen führe. Ja, es war gut, einmal länger verschiedene Varianten zu probieren. Bis ich wieder zu Hause war musste ich aber noch etwas kämpfen. Beim walken kann man sich nie so erholen, wie wenn man auf dem Fahrrad bergrunter einfach mal sitzen bleiben kann. Walken muss man auch bergrunter. Nach diesen eineinhalb Stunden war ich dann ziemlich platt.