Samstagstrainingstour

Heute war ich schon morgens um neun Uhr mit Jürg verabredet und bis zum Treffpunkt brauchte ich auch noch eine Viertelstunde. So musste ich also früh aufstehen, frühstücken und mich bereit machen. Das GPS ist bisher noch nicht wieder aufgetaucht und so fuhr ich also ohne Bikecomputer los. Es war noch ziemlich frisch und nach der ersten Steigung zog ich mir für die Abfahrt ein Langarmtrikot über. Unterwegs waren wir mit Remi verabredet und später trafen wir noch Geri, so dass wir heute zu viert unterwegs waren.

Entlang des Hoh Chi Ming Bikepfads zwischen Bülach und Glattfelden haben lokale Biker Sprungschanzen und Landebahnen eingebaut. Wir haben diese schon früher gesehen, doch noch nie wirklich versucht darüber zu springen. Wir sind (ältere) Tourenfahrer und nicht (junge) Freerider... Heute wollte ich dann den kleineren der beiden Spünge doch einmal versuchen. Ich habe mir die zu fahrende Linie genau angesehen und genügend Anlauf genommen, denn die richtige Geschwindigkeit ist wichtig. Es ist vorwiegend eine Mutfrage. Ich fahre also an und ziehe über den Sprung. Das erste Mal war noch zaghaft und unsicher, doch in der Länge schon ausreichend. Wow! Macht Lust auf einen nächsten, besseren Versuch! Ich gebe Jürg den Fotoapparat fürs Bild und nehme einen zweiten Anlauf. Ja, schon besser. Das hat dann auch Jürg motiviert und auch er hat den Sprung gepackt.

Von Glattfelden sind wir dann via den alten Zürichweg nach Stadel gefahren. Die Singletrails waren trocken und sehr gut fahrbar. Ein echter Genuss. Dies auch, weil sich immer mehr die Sonne zeigte und die Temperatur langsam an der 20° Grad Grenze kratzte. Richtig schönes Bikewetter. Nur, mir fehlte das GPS. Ich konnte meinen Puls nirgends ablesen, wusste nicht wie weit wir schon gefahren sind und wie viele Höhenmeter wir überwunden hatten. Ich vermisste mein Mäusekino. ;-)

Wir sind heute eine sehr schöne Tour mit ausgesprochen vielen Singletrails gefahren, das hat wirklich grossen Spass gemacht. Ich schätze mal: 50 km., 3:00 Std., 1'000 Hm.

orientierungslos

Heute verbrachte ich den halben Tag damit, unser Haus und die Garage zu durchsuchen.

WO IST DIESES VERDAMMTE GPS-GERÄT ?!?!?

Ich fasse es nicht! Es ist unglaublich. Ich weiss, dass ich am Sonntag, nach unserer Tour um den Flughafen, die Tourdaten am GPS durchgesehen habe. Da hatte ich es letztmals in der Hand. Am Montag und Dienstag brauchte ich es nicht und gestern nun war es weg. Wie vom Erdboden verschluckt.

Ich nehme das Gerät immer mit ins Haus und ich kann mir kaum vorstellen, da am Sonntag eine Ausnahme gemacht zu haben. Doch wo ist es nur? Es ist wie verhext. Der normale Menschenverstand sagt einem, dass das Gerät auffindbar sein muss. Ich suche je nicht die Nadel im Heuhaufen. Das GPS-Gerät ist grösser als eine Packung Zigaretten und der Raum in dem es sich befinden könnte scheint doch ziemlich begrenzt. Also sollte es zu finden sein. Ist es aber nicht. Ich zermartere mir das Hirn...

Vielleicht habe ich das GPS aufs Autodach gelegt. Dort habe ich es vergessen und bin am Montagmorgen ins Auto gestiegen und zur Arbeit gefahren. Ich denke dass das Gerät spätestens in der zweiten Kurve vom Autodach gepurzelt ist. Es ist nicht angeschrieben. Sollte es jemand gefunden haben, deutet nichts auf den Besitzer hin. War es vielleicht so? Und deshalb finde ich es nicht im Haus?

Es ist einfach unglaublich!

Deshalb bin ich trotz des herrlichen Wetters heute vorwiegend zu Hause geblieben und habe nebst dem Suchen nach dem GPS endlich mal mit den Textarbeiten zu der Diplom-Gruppenarbeit begonnen. Ich muss da einfach mehr Zeit investieren, denn von nichts kommt nichts.

Nach dem Abendessen fuhr ich noch das Auto zur Werkstatt und nahm für den Rückweg die Walkingstöcke mit. Ich lief etwas über eine halbe Stunde flach auf guten Schotterwegen. Die Metallspitzen der Stöcke machen so schon ziemlich Lärm... doch walken ist gut. Ja, klasse Bewegungsablauf.

Morgen fahre ich mit dem Velo zur Schule.

Wo ist nur...

Feierabendtour

Heute Abend war ich mit Jürg auf eine Bikerunde verabredet, doch ich hatte meinen Kopf ganz wo anders. Ich finde mein GPS-Gerät nicht mehr! Das gibt es doch gar nicht. Am Sonntagabend habe ich es vom Bike genommen, soviel weiss ich noch. Von da weg ist es wie vom Erdboden verschluckt. Ich habe alles abgesucht. Garage, Küche, Wohnzimmer, Büro, Keller, wirklich alles... doch das Teil ist weg! Einfach unauffindbar. Das gibt es doch nicht.

So musste ich also Fahrzeit und Wegstrecke für heute einmal schätzen. Wir fuhren auf einfachen Forststrassen nach Brütten und blinzelten von da noch etwas in die Abendsonne. Von da ist auch das heutige Foto. Den Hängestuhl unter dem vollen Apfelbaum fand ich ganz malerisch.

Jürg war die letzten zwei Wochen in USA in den Ferien und hatte natürlich viel zu erzählen. Das war alles ganz interessant. Unser Abendessen genehmigten wir uns im Restaurant Gerlisburg und als wir gegen halb neun Uhr nach Hause fuhren, war es schon ziemlich finster. Ich war froh, zumindest für hinten ein Blinklicht eingepackt zu haben. Das Wetter war noch immer angenehm warm. Ein schöner Abend. Das Gefühl sagt: 20 km., 1:30 Std., 200 Hm.

Erholungssonntag

Wir haben lange geschlafen und dann gemütlich gefrühstückt. Noch war es ziemlich kühl und wolkig, doch die Vorhersage war gut und es sollte noch sonnig und warm werden. Wir wollten am Nachmittag draussen noch etwas unternehmen und was liegt da näher als eine gemütliche Velorunde? ;-) 

Wir sind dann ganz gemütlich losgefahren und genossen den immer schöner werdenden Tag. In Kloten machten wir beim Restaurant "goldenes Tor" einen ersten Halt und genehmigten uns einen Latte Macchiatto im Sonnenschein. Danach umrundeten wir den Flughafen und machten beim letzten Kiosk nochmals einen Halt. Eine süsse Crèpe gab uns dort die nötige Kraft für den Heimweg. Der Tacho sagt: 31 km., 1:59 Std., 200 Hm.

Später noch etwas auf der Gartenterasse sitzen und in die Abendsonne blinzeln... schön.

Küssaburg

Um 10:00 Uhr war ich mit Geri verabredet und er wollte mir eine schöne Biketour auf der deutschen Seite des Rheins zeigen. Wir fuhren also zuerst runter zur Tössegg und folgten da dem Rhein. Zuerst auf seiner linken Seite, bis wir in Eglisau über die Brücke auf die rechte Uferseite fuhren. Auf der Höhe des Kraftwerks Rheinsfelden zweigten wir dann in Richtung Norden, nach Wasterkingen ab. Da machte ich dann den ersten Fotohalt. Der alte Dorfkern ist wirklich sehr malerisch.

Von da weg ging es dann etwa 300 Höhenmeter berghoch auf einen längeren Hügelzug der westwärts führt. Die Steigung blieb human, was mir doch gut tat, weil ich mich nicht so richtig wohl fühlte. Entlang der Hügelkette gab es dann viele schöne Wander- und Bikewege, die immer wieder mit dicken Wurzeln gespickt waren. Ich war gefordert und dem Intense gefiel es. ;-)

Beim weitherum gut sichtbaren Sendemast auf dem Wannenberg machten wir eine erste Essenspause und nur kurze Zeit später, kamen wir schon zu unserem Zielort, der Küssaburg. Dort machten wir bei einem schönen Gasthaus einen zweiten, etwas längeren Halt. Das Wetter war noch immer auf der stark bewölkten Seite und im Vergleich zu den vorhergehenden Hitzetagen doch eher kühl. Mittags um 12:00 Uhr war es auf 600 m.ü.M. kaum mehr wie 20° Grad warm. Doch es sollte sich noch aufhellen und auch ein paar Grad wärmer werden.

Auf dem Rückweg sind wir noch kurz bei Mainstreet 42 vorbeigefahren, dem Bikeshop von Simon Ruchti in Glattfelden. Da standen im Vorgarten doch wirklich VIER 29er Mountainbikes. Ein Salsa Dos Niner, und von der Marke niner die drei Modelle EMD9, Jet9 sowie RIP9. Nicht schlecht! Simon ist von den 29ern wirklich begeistert und auch einer der wenigen Bikehändler, die das Thema wirklich aktiv angehen und Testbikes aufbauen. Gut so! Mit dem RIP9 (das silberne, rechts) bin ich auf dem Parkplatz eine kurze Runde gefahren. Ja, viel Federweg. :-) Interessant! Ich bin gespannt, was wohl Intense als nächstes 29er Modell vorstellen wird. Den Spider29 Rahmen gibt es nun seit 3 Jahren unverändert. Punkte zur Überarbeitung gäbe es durchaus. Mal sehen.

Den weiteren Heimweg liessen wir dann ruhig angehen, denn mitlerweile spürte ich doch langsam meine Beine. Das stete Auf und Ab, sowie das viele Rütteln auf den Trails hat schon ermüdet. Und lang war die Tour ja auch. Der Tacho sagt: 72 km., 4:11 Std., 1'100 Hm.

Sommersonntagstour

Nach dem gestrigen Sporttag wollte ich mich heute einfach nur gut erholen. Wir sind spät -oder eben früh- zu Bett gegangen und kein Wecker vermieste uns das Vergnügen eines langen und erholsamen Schlafes. Ich mag das. Wenn ich aufwache, draussen ist es schon hell und ich weiss, ich kann nochmals weiterschlafen. Es gibt keine Eile und keine Notwendigkeit um schon aufzustehen. Ein gutes Gefühl, sich nochmals umdrehen zu können, die Augen zu schliessen und wieder einzuschlafen. Es ist wie ein Akku am Ladegerät. Ich bleibe so lange liegen, bis die Erholungsfüllstandsanzeige auf grün steht. Bis mir mein Körper signalisiert, dass nun wieder genug Strom in den Muskeln ist und ich mich wieder bewegen kann...

Zwei Punkte hatte ich auf dem Programm. 1.) den Grill putzen und 2.) am Kish den platten Hinterradschlauch flicken. Das ging mir alles recht flott von der Hand und schon bald fragte ich mich, was ich aus diesem schönen Tag noch machen könnte. Abends um fünf Uhr waren wir bei Freunden zum Essen eingeladen - da könnte ich mit dem Bike hinfahren. Ja, warum auch nicht. Eine Strassentour würde ja schon noch drinliegen. Ich fragte Karin, was sie von der Idee hält und da sie einverstanden war, suchte ich schon bald ein paar Bikekleider zusammen und machte mich bereit. Obwohl ich eine 95%-Strassentour im Auge hatte, wählte ich das Intense-Fully und nicht das Kish. Das Intense ist einfach bequemer und an meinem Erholungstag wollte ich es so bequem wie möglich haben...

Die Zeit war ziemlich knapp und ich musste mich ranhalten um die 32 Kilometer in einer vernünftigen Zeit zurück zu legen. Das Terrain war wellig und es war heute wirklich heiss. Schon bald floss der Schweiss in Strömen. Weil es zum Schluss hin noch etwa 100 Höhenmeter berghoch ging, bin ich ziemlich abgeschwitzt bei unseren Freunden angekommen. Es war zehn nach Fünf, nicht schlecht. Nach dem Essen zeigte mir dann der Sohn des Hauses eine Downhillpassage in seiner Nähe, wo er ab und zu hinfährt. Wir sind also gemeinsam da hingeradelt und haben ein paar Stellen geübt. Das war noch ganz nett und weil ich einen Sprung fuhr, den er sich nicht zutraute, bin ich nun sein Held. ;-) Der Tacho sagt: 37 km., 1:53 Std., 550 Hm.

Gesundheitstriathlon

Der Wetterbericht für heute Samstag war perfekt. Ein Sommertag mit Sonne satt sollte es geben und das war genau das Richtige für das heutige Vorhaben. Ich startete kurz vor halb zehn Uhr morgens mit dem Kish nach Uster an den Greifensee. Dort fand die 14. Aqua-Fit Seedurchquerung statt, an der ich zusammen mit Vitaltrainer-Schulkolleginnen teilnehmen wollte. Das ist ein Gesundheitssportanlas, ganz ohne Zeitmessung oder Rangliste. Das gemeinsame Sporterlebnis steht ganz im Vordergrund.

Wir meldeten uns für den Aqua-Walk an. Das heisst wir starteten in Uster zu Fuss und liefen halb um den See bis zum Strandbad Maur, wo wir dann Badehosen und die Aqua-Fit-Auftriebswesten anzogen um den See zu durchlaufen. Vor dem Start zum walken konnte ich noch kurz ein Foto machen. Von der Aqua-Fit Strecke gibts halt keine Bilder, denn wie hätte ich den Fotoapparat schon trocken durch den See bringen wollen? ;-) . Weil es nun also so schön und heiss war, waren wir in Maur, nach ca. 1:30 Std. zügigem walken schon ziemlich trocken und hungrig. Für die Aqua-Fit Strecke rechneten wir auch noch einmal mit über einer Stunde Bewegung. Es war also der richtige Zeitpunkt um noch ein, zwei Getreideriegel zu essen und am Rivella-Stand den Durst zu löschen. Dann ging es ab ins kühle Nass. Herrlich! Das Wasser war bestimmt über 20° Grad. Angenehm warm und doch erfirschend.

Wir begannen also die Aqua-Fit Schritte auszuführen. Deep Water Running, Skipping, Nordic Walking. Das ist auf Dauer ziemlich anstrengend und man kommt so fast nicht vorwärts. Hundeschwumm wäre schneller. Wir strampelten uns also ab und schon bald beginne ich das Ende herbeizusehnen. Ich würde viel lieber schwimmen. Trotzdem ist es ein schönes Erlebnis. Einen See zu durchqueren macht man ja nicht alle Tage und 1,3 Kilometer sind halt einfach schon eine ziemliche Strecke. Das braucht halt einfach seine Zeit. Ich schätze mal, dass wir etwa 75 Minuten im Wasser waren. Auch das ist schon aussergewöhnlich. Über eine Stunde im Wasser, wann war ich das das letzte Mal? Als Kind? Und dank der Auftriebsweste muss man auch keine Sekunde Angst haben, dass man untergehen und ertrinken könnte.

Endlich im Ziel in Uster angekommen, hatten wir dann alle mächtig Hunger. Nach dem Umziehen trafen wir uns im Festzelt und ich genehmigte mir zuerst eine Wurst und danach noch einen Nussgipfel mit Kaffee. Mmmm. das habe ich gebraucht. Auch im Hinblick darauf, dass ich noch über 20 Kilometer nach Hause Velofahren musste. Und ein Blick auf die Uhr zeigte auch, dass ich nicht mehr allzu lange rumtrödeln sollte.

Ich packte also die Nordic Walking Stöcke wieder ans Kish, befreite dieses von den zwei Schlössern und verstaute all mein Klimbim im Rucksack. Als ich aufs Bike steige und losfahre, habe ich doch ziemlich schwere Beine. Phuhh. Abends um vier Uhr. 30° Grad, in der Sonne flimmernder Asphalt... Auf halber Strecke fahre ich an eine Tankstelle und pumpe den hinteren Reifen nach. Ich verliere scheinbar langsam Luft. Ein Schleicher. Hoffentlich reicht es bis nach Hause. Ich hätte weder Zeit noch Lust um noch ein Plattfuss zu flicken. Doch ich habe Glück. Es reicht gerade so.

Ich stelle das Bike in die Garage, küsse meine Frau, stelle den Rucksack den Helm und die Schuhe in den Abstellraum, ziehe mich aus und gehe direkt unter die Dusche. Ja, ich bin ziemlich müde... Als ich fertig war klingelte es auch schon an der Türe und wie verabredet, trafen Freunde bei uns zu einem gemeinsamen Grillabend ein. Schön - solche vollen Sommertage.

rund um den Mürtschenstock

Ich wollte heute nochmals einen ganzen Tag in die Berge biken gehen und habe mich nach etwas surfen im Internet für diese Tour entschieden. Die erwähnten 20 Minuten Tragepassage schreckte mich nicht ab. Ich war beeindruckt von den Kommentaren und dachte mir, das ist doch genau etwas für mich. Schön, schwer, hart.

Die ersten 12 Kilometer führten flach an den Walensee und an dessen Ostseite entlang bis nach Murg. Da gibt es lange Tunnels, extra für Radfahrer. Die sind gut ausgebaut und beleuchtet. Ziemlich speziell. Ich machte unterwegs einen kurzen Fotohalt, um über den Walensee das andere Ufer zu fotografieren. Die steilen Felswände spiegeln sich im Wasser, oben ist die Ortschaft Amden zu erkennen. Blauer Himmel, weisse Wolken... und dann kommt auch noch ein Fischerboot. Sehr schön. Hinter mir eine zweispurige Eisenbahnstrecke, dann direkt die Autobahn. Schon viel Lärm, morgens, so gegen 10:00 Uhr.

In Murg biegt man dann rechtwinklig zur Uferlinie ab und das Profil wechselt schlagartig. Es beginnt ein langer, steiler Anstieg, der bis auf 2'000 Meter über Meer führt. Knapp 1'600 Höhenmeter auf 15 Kilometer. Dafür brauche ich über zwei Stunden. Anstrengend... Bis auf 1'200 Meter über Meer war die Strasse asphaltiert. Von da weg gab es nur noch Schotter-, Karren-, oder Wanderwege. Die Strasse war schon brutal steil, (2. kleinster Gang), doch ab da wurde es immer noch steiler und schon bald musste ich ein erstes Mal absteigen und schieben. Diese Szene mehrte sich dann. Aufsteigen, 20-50 Meter fahren, absteigen, schieben. Aufsteigen, 50-100 Meter fahren, absteigen, tragen, usw.

Kurz nach 12:00 Uhr mittags erreichte ich dann das Bergrestaurant am oberen Murgsee. Die Kulisse ist wirklich grandios und ein Halt lohnt sich. Da wird in der Tourenbeschreibung nicht zuviel versprochen. Während der Pause sehe ich den Weg, welchen ich später nehmen muss um beim Übergang "Widersteiner-Furggel" auf den Wanderweg runter nach Engi zu treffen. Das sieht ziemlich heftig aus. Ein steiler Bergwanderweg führt der Bergflanke entlang nach oben, mit vielen Steinen und Stufen. Nein, sieht echt nicht fahrbar aus. Ich musste mich also darauf einstellen, die letzten 200 Höhenmeter auch noch zu Fuss und schiebend/tragend zu packen. Und das obwohl ich bis dahin bestimmt schon mehr als 20 Minuten geschoben habe...hmmm... bin ich zu schwach?

Kurz nach dem höchsten Punkt machte ich dann eine Essenspause und blickte ins Tal und auf den Weg, der nun noch vor mir lag. Zuerst schon wieder: tragen. Die ersten etwa 100 Höhenmeter sind mir zu steil und zu gefährlich. Da habe ich lieber geschoben, als einen Sturz riskiert. Schon bald kann ich aufsitzen und den Rest fahren. Zuerst ist es noch ziemlich ruppig und steinig, doch je weiter man nach unten kommt, desto besser werden die Wege. Nach diesem super Downhill kann ich sagen: Es hat sich jede Anstrengung im Aufstieg gelohnt. Solche Trails sind wirklich nur über Schiebe-/Tragepassagen zu erreichen. Man sehe sich mal auf dem ersten Bild das Profil der Abfahrt an... ;-) Das war steil, sehr steil und zog sich hin... Fahrtechniktrainig pur.

Ich bin ganz froh, dass man unten im Tal angekommen noch etwa 12 flache Strassenkilometer vor sich hat. Man hat so etwas Zeit um die gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten und wieder zurück ins normale Leben zu kommen. Kurz nach vier Uhr mittags war ich dann wieder beim Auto. Ja, das war eine schöne und auch anstrengende Tour. Achtung: Das Murgtal, hoch bis zu den Seen ist für Wanderer sehr gut erschlossen. Es hat auch an einem Donnerstag ziemlich viele Leute. Am Wochenende sollte man diese Tour besser nicht fahren... Der Tacho sagt: 56 km., 4:33 Std., 1'730 Hm