Ende August

Heute bin ich nochmals mit dem Bike zur Arbeit gefahren. Wegen der Statistik... weil ja wiedereinmal der Letzte eines Monats ansteht. Die letzte Chance also auf ein paar Kilometer. Der Abstand zum Vorjahr wird immer grösser...

Nun habe ich die Statistik aktualisiert und abgespeichert. Im Vergleich zu 2008 bin ich per Ende August fast 650 Velo-Kilometer im Minus. Gegenüber 2007 sind es schon 1'800 Kilometer weniger und zu 2006 sogar heftige 2'300 Kilometer weniger... Meine Leistungen sind diesbezüglich in den letzten Jahren also klar rückläufig. Und ja, es stimmt, ich fühle es auch. Ich bin nicht mehr so ausschliesslich Velo-lastig. In den letzten Jahren sind nämlich vermehrt alternative Aktivitäten hinzugekommen. So bin ich dieses Jahr schon über 100 Kilometer gewalkt und machte einiges mehr an Gymnastik. Dies natürlich auch als Folge meiner Vitaltrainerausbildung. Vergleiche ich nämlich die gesamte Zeit, die ich in meiner Aktivitätsliste eintrage, so liege ich jetzt bei etwa 280 Stunden. 2008 waren es 260 Stunden, 2007 300 Stunden. So gesehen ist also alles Normal und im grünen Bereich. Mein Moto: Eine Stunde Bewegung pro Tag kann ich noch gut einhalten. 280 Stunden geteilt durch 243 Tage = 1 Stunde und 9 Minuten pro Tag. So weit so gut.

I'm walking

Am Nachmittag habe ich vier Vermisstanzeigen für das GPS ausgedruckt und in der Nachbarschaft aufgehängt. Das war nicht viel Aufwand und wer weiss, vielleicht meldet sich jemand. Die weitere Suche in und um das Haus blieb nach wie vor erfolglos. Mist.

Gegen Abend wollte ich mich doch noch etwas bewegen und so entschloss ich mich für eine Runde Nordic Walking. Ich wollte noch kurz bei meinen Eltern vorbei sehen und von früheren Walks wusste ich ja, dass ich da hin etwa 45 Minuten Laufzeit brauche. Da wollte ich dann entscheiden wie ich zurück laufe, ob direkt oder ob ich noch eine Schleife anhänge.

So wie ich heute loslaufe, folgt nach zwei flachen Einlaufkilometern eine etwa eineinhalb Kilometer lange Steigung mit 120 Höhenmetern. Da kann ich die Nordic Walking Stöcke sehr gut einsetzen und an einem dynamischen Laufstil arbeiten. Dabei muss ich immer auf die gleichen Punkte achten. Kraftvoller Einstich, nicht zu weit vorne. Arm aus der Schulter und nicht aus den Ellbogen drehen. Stock weit nach hinten führen. Schultern tief und locker halten. Kopf aufrecht, Nacken nicht verspannt. Stabilität im Becken halten. So funktioniert's.

Wettermässig war es ein sehr schöner Spätsommerabend. Nicht heiss, doch mit etwa 25° Grad doch angenehm warm. Der Boden war staubtrocken. Das Abendlicht bringt nun wieder diese leuchtend satten und warmen Farben hervor. Ganz typisch für diese Jahreszeit und Vorboten des Herbstes.

Wie gewünscht traf ich meine Eltern sowie meine Schwester mitsamt Familie im Garten. Wir konnten noch etwas plaudern, während sie sich auf ein Abendessen vom Grill vorbereiteten. Als dann aber das Fleisch allzu verlockend zu duften begann, machte ich mich wieder auf den Weg. Ich war gut motiviert und wollte noch ein paar Zusatzkilometer mitnehmen.

Ja, das Walken tat mir heute wirklich gut. Morgens beim Aufstehen verspürte ich seit langem wieder einmal Rückenschmerzen und die vielen kleinen Bewegungen des Rückens während des Laufens haben mich gelockert und die Verspannungen vertrieben. Nicht wirklich schön fand ich wieder das bergrunter gehen und deshalb wählte ich den Heimweg so, dass es nur kurz, dafür steil bergab ging. Zeitweise versuchte ich Zick-Zack zu laufen um die Belastung auf die Knie etwas zu reduzieren, doch wirklich lustig ist das auch nicht. Ich war auf alle Fälle froh, als ich endlich unten in der Talsohle ankam und die letzten flachen Kilometer vor mir lagen. Nur, nun wieder auf Asphalt, fühlte ich mich ziemlich platt. Noch vom Bergab gehen hatte ich das Körpergewicht zu weit hinten. Ich liess mich mehr in die Schritte hineinfallen, als dass ich aktiv über dem Körperschwerpunkt stand.

Ich machte deshalb eine kurze Pause und trank etwas. Meine Beine fühlten sich schon etwas schwammig an und auch die Fussgelenke waren irgendwie lotterig. Also schüttelte ich die Beine etwas aus und machte zwei, drei Dehnungsübungen. Die Sonne stand nur noch knapp über dem Horizont und ich war nun auch schon etwas hungrig. Also ab nach Hause. Ich war heute etwa 2 Stunden am Walken und schätze die Strecke auf 13 Kilometer, mit 200 Höhenmetern.

Schreibkram

Die letzten beiden Abende habe ich für die Vitaltrainer-Diplomarbeit gearbeitet. Ich muss nun meinen Teil anpacken, zusammenfassen und auswerten. Dafür habe ich mir nun ersteinmal eine Liste aller geforderten Unterlagen erstellt. Ja, da ist noch Einiges zu tun. Deshalb gilt: Carpe diem - Nutze den Tag!

Ende Schulferien

Zu Beginn der Woche merkte ich schon auf dem Arbeitsweg, dass die Sommerferien in den Schulen vorüber sind und wieder alle zu Haue oder eben auf dem Weg zur Arbeit sind. Für mich heisst das nun auch, dess das süsse "dolce far niente" mit freien Donnerstagen und Freitagen ein Ende hat. Donnerstag lernen und Freitag Vitaltrainerschule, das ist nun wieder der Rhythmus.

Morgen Freitag stehen geht es nun gleich mit den Aqua-Fit Prüfungen los und ich musste mich unbedingt noch dafür vorbereiten. Das wird schwierig werden. Es gilt insgesamt vier Prüfungsabschnitte zu bestehen. Zuerst eine einstündige Theorieprüfung, dann trockenes Vorzeigen und Instruieren der Dauerlaufmethode, dann aktives laufen im Wasser (DWR, Skipping, Walking) und zum Schluss sollte man noch einen Abschnitt aus einer zuvor vorbereiteten Übungsstunde vorzeigen. Das ist ganz schön viel...

Anfang Woche machte ich mich daran, die Übungslektion vorzubereiten und gleichzeitig durch Lesen die Materie etwas zu vertiefen. Was gibt es für Gymnastikübungen, wann setzt man diese ein und wie zeigt man sie vor? Da stellte ich fest, dass mir noch sehr viel fehlt. Hmmm. Wasser ist nun mal nicht so mein Medium... Heute abend hatte ich mich dann mit einer Schulkollegin verabredet um im Freibad ein letztes (und einziges) Mal zu üben. Das hat geholfen. Ob es reichen wird, stellt sich Morgen heraus.

PS: Heute war hier der bisher heisseste Tag des Jahres. Mittags um zwei Uhr war es 33° Grad heiss. Sonne den ganzen Tag.

Testwalk

Am nächsten Samstag nehme ich an der Seedurchquerung Uster teil. Es handelt sich dabei um einen Massenevent, an dem mit an die 1'000 StarterInnen gerechnet wird. Zusammen mit einigen anderen Vitaltrainer Klassenkameradinnen werden wir die Kombivariante Nordic walken und Aqua fitten bestreiten. Dabei wird zuerst 10 Kilometer am Stock gegangen und danach läuft man so lange im Wasser, bis man nach 1,3 Kilometern die andere Seeseite des Greifensees erreicht. Man schwimmt nicht, sondern man praktiziert Aqua-Fit, mit den drei Schrittformen Deep Water Running (DWR), Nordic Walking und Skibbing. Dabei trägt man eine Auftriebsweste, damit man sich aufrecht im Wasser halten kann.

Heute wollte ich als Vorbereitung mal eine vergleichbar lange Strecke walken. Ich zog mich nach der Arbeit also rasch um, packte das GPS in die Gürteltasche und lief los. Der Himmel war wolkig, doch es war mehrheitlich sonnig und um die 25 Grad warm. Ein guter Abend um sich draussen noch ein bisschen zu bewegen. Schnell fand ich einen angenehmen Laufrhythmus und konzentrierte mich auf einen runden, dynamischen Gang mit sauberer Stockführung. An einer Steigung begann ich dann stärker zu wippen, tiefer in den Knien zu laufen, das Becken und die Hüften aufreizend zu schwingen und die Schultern locker auszudrehen. Eine Mischung zwischen Laufsteg und dem Gang einer Echse. Die ganze Wirbelsäule wird dabei wellenförmig bewegt. Sie schwingt sich ein, Wirbel um Wirbel und all die tiefliegenden Haltemuskeln werden gelockert und durchmassiert. Ein wirklich gutes Gefühl. Immer wieder konzentriere ich mich darauf, die Schultern locker zu lassen und auch den Nacken nicht anzuspannen.

Retour führt die Strecke vorwiegend bergrunter, was ich mit den Stöcken nicht so prickelnd finde. Denn bergrunter bringen die Stöcke einfach keinen Vorteil. Zudem muss ich aufpassen, nicht in einen Laufschritt überzugehen und auch, die Knie nicht allzu stark zu belasten. Da hat das Velo enorme Vorteile. Da kann man sich auf leichten Bergabstrecken einfach nur hinsetzen und sich erholen. Bein walken ist das weit weniger möglich, denn es muss jeder Meter selbst gelaufen werden. Da wird man nicht gefahren. Auch runterlaufen braucht Leistung und Koordination. Auf dem letzten Kilometer spürte ich dann schon etwas die Beine und ich war doch froh, als die Runde nach 10,7 Kilometern zu Ende war. Ich brauchte dafür 11'500 Schritte, 1 Stunde und 40 Minuten, für 180 Höhenmeter. Macht eine Geschwindigkeit von (nur) 6,4 km/h im Schnitt.

Wenn ich nun rechne, dass ich für die Seedurchquerung per Aqua-Fit auch etwa eineinhalb Stunden brauche, so dürfte der Samstag noch ziemlich anstrengend werden. Zumal ich ja eigentlich vor habe, mit dem Velo an den Start in Uster zu fahren, was dann nochmals je eine Stunde Bewegung dazu geben würde. Mal sehen, wie's kommt.

viel besser

Gestern bin ich wieder früh zu Bett gegangen um mich weiter zu erholen. Trotzdem fiel mir das Aufstehen ziemlich schwer. Ich hatte einen dicken Hals. ;-) . Glücklicherweise ging es mir dann aber tagsüber zunehmend besser. Wie das Wetter. Das wurde auch zunehmend besser und abends war es dann richtig sonnig. Genau richtig um sich noch etwas an der frischen Luft zu bewegen. Ich wollte noch eine Runde Nordic walken.

Kurz nach sechs Uhr abends bin ich dann von zu Hause weg gestartet und hatte im Sinn, etwa eine Stunde zu laufen. Es war sehr, sehr, sehr schön. Sommer in Mitteleuropa, die Sonne nach dem Regen. Alles wächst und blüht und duftet. Es ist unglaublich farbig. Insekten und Vögel wie sonst nie. Richtig Sommer. Die nächsten Tage soll es schön und warm bleiben... da kann ich ja schon mal eine Bikerunde für Donnerstag oder Freitag planen. ;-)

Das walken hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich versuche immer, möglichst schön und technisch richtig zu walken (was man zeitweise am Schattenwurf überprüfen kann). Damit meine ich so etwas wie harmonisch oder ausbalanciert zu laufen. In rhythmischer Scherbewegung verweilend. Ein Ganzkörpertraining, in den nur der Kopf ganz locker mitfährt. Dabei blicke ich lieber nach vorne zum Horizont, als nur direkt vor mir auf den Weg. Walken hat etwas von schreiten, von Raum erobern, Zukunft vergegenwärtigen. Eine bewegungsmässige Gleichförmigkeit, die dem Geist unendlich viel Platz gibt um umher zu schweifen. Oder auch um zur Ruhe zu kommen und zu meditieren. Man könnte auch in einem Klostergang Gebete rezitieren...

So vor mich hin träumend habe mich dann prompt verlaufen. :-) In unseren Nutzwäldern gibt es einfach zu viele Wege, Kreuzungen und Möglichkeiten... das brachte dann noch eine zusätzliche Viertelstunde und als ich endlich wieder auf die Strasse zu unserem Haus einbog, war ich doch schon ziemlich platt. Ich hatte das GPS nicht mit dabei, nur den Schrittzähler. Der sagt: 8'300 Schritte, geschätzte 7-8 Kilometer. Nicht schlecht. Ja, Nordic Walking gefällt mir wirklich gut. Das wird auch hier im Blog weitere Erwähnung finden.

flau

Dieses eine Wort beschreibt ziemlich genau, wie ich mich aktuell fühle - flau.

Samstag ging noch, wobei ich gegen Abend die ersten Halsschmerzen verspürte. Gestern Sonntag fühlte ich mich dann kränklich. Nicht gut. Stetige Kopfschmerzen (ganz untypisch), Hals- und Bronchialschmerzen. Watte von der Brust an aufwärts. Einfach lästig und unangenehm. Was habe ich mir da nur reingezogen? Das Wetter war nun auch noch schlecht und so blieb ich den ganzen Tag zuhause und in Bettnähe. Abends gurgelte ich eine Desinfektionslösung gegen die Halsschmerzen und ging dann ziemlich früh zu Bett.

In der Nacht wachte ich zwar ein paar Mal auf und schwitzte ziemlich, doch heute Morgen fühlte ich mich doch merklich besser. Ich gurgelte nochmals und startete in den Arbeitstag. Nicht, dass ich mich schon erholt hätte, doch es wurde im Laufe des Tages zumindest nicht schlechter, was ich doch schon wie ein erster Schritt zur Besserung ansehe.

Ich mag das nicht. Niemand mag das. Man merkt, dass im Organismus etwas nicht in Ordnung ist und weiss nicht so genau, was es ist. Man spürt oder wünscht "nichts Ernsthaftes". Ein grippaler Infekt, eine kleine Erkältung, lästig aber nicht aussergewöhnlich oder besorgniserregend. Da muss man einfach durch.