letzter Septembertag

Wie schon am letzten Tag im Juli und im August bin ich auch heute, am letzten Tag im September, mit dem Bike zur Arbeit gefahren um noch ein paar Kilometer in die Statistik zu bringen. Dafür montierte ich kurz vor sieben Uhr die Beleuchtung ans Intense und machte mich auf den Weg. Ich nahm deshalb das vollgefederte Mountainbike, weil ich abends mit Jürg noch auf eine Feierabendrunde verabredet war.

Morgens war es mit etwa 10° Grad noch ziemlich kühl doch es hatte fast kein Nebel, was ich sehr angenehm fand. In Bassersdorf bin ich dann von hinten an einen Biker auf einem orangen Mountainbike herangefahren... oranges Bike... Grauer Helm... das ist David vom t-error blog! Dieser "Zufall" hatte ja mal kommen müssen. ;-) Da wir beide ein kurzes gemeinsames Stück Arbeitsweg haben und gerne mal mit dem Velo fahren, war es doch irgendwie nur eine Frage der Zeit, bis man sich mal "zufällig" begegnet. Das hat an die zwei Jahre gedauert, doch heute Morgen ist es dann passiert. Schön. Wir sind dieses kurze Stück gemeinsam gefahren und haben etwas geplaudert. Ich versuchte noch ein Foto zu machen, was aber leider ziemlich verwackelt wurde. Egal, das war ein schöner Moment.

Nach Arbeitsschluss bin ich dann zu Jürg gefahren und vom ersten Meter an fielen mir die vielen Schäffchenwolken am Himmel auf. Das ist hier eine eher seltene Konstellation und hat mich ziemlich fasziniert. Die wie regelmässig hingestreuten Wolken, im Sonnenlicht, vor einem warmen, blauen Abendhimmel. Sehr, sehr schön. Das Bild rechts ist ziemlich gerade nach oben fotografiert und mit blossen Auge waren die Wolken noch dreidimensionaler und fülliger. Es erinnerte mich an eine riesige Daunendecke.

Zu zweit sind wir dann gemütlich in Richtung Heimat geradelt und kehrten zum Abendessen in ein Gartenrestaurant ein. Schön, wenn man das Ende September noch kann. Natürlich wurde es rasch kühl, nachdem die Sonne am Horizont verschwand, doch wir hatten ja beide noch wärmere Kleider vom Morgen im Rucksack. Dann machte ich nochmals ein Bild von Himmel und Wolken. Diesmal sogar mit dem Mond. Die Wolken reissen auseinander, das Abendrot reflektiert in den Wolken. Spannend. Das hat mir gut gefallen. Ja, das hat sich -wie immer- gelohnt. Der Tacho sagt: 41 km., 1:52 Std., 450 Hm.

München - Jochbergrunde

Heute Morgen waren wir um 10:20 Uhr am Hauptbahnhof München verabredet. Wir fuhren zu viert mit dem Zug nach Kochel am See, etwa 70 Kilometer östlich von Mümchen. Dort trafen wir auf Ellen und Micha, die mit dem Auto hinfuhren und Tobi, der direkt mit dem Surly Karate Monky zum Startort gefahren ist. Ellen hat die Jochbergrunde vorgeschlagen und ich habe mir die Tour natürlich schon vor dem Wochenende auf GPS kopiert, so dass ich stets bestens im Bilde war. Das Wetter war perfekt. Sonnig und angenehm warm. Ein superschöner Herbsttag, wie gemacht für eine schöne Tour.

Der Koordinaten der heutigen Tour sind doch ganz anders als die der Gestrigen. Während gestern auf über 70 Kilometer nur 650 Höhenmeter zusammen kamen, standen heute auf gut 30 Kilometern etwa 1'000 Höhenmeter auf dem Programm. Und die Steigung ging gleich vom Parkplatz weg los. Schon bald fuhr ich auf dem kleinen Kettenblatt und in immer kürzeren Übersetzungen. Es war richtig steil und anstrengend. Zum Glück wurden diese Mühen dann später mit herrlichen Singletrails belohnt. Zuerst kam im Aufstieg ein etwa zwei Kilometer langer, leicht ansteigender Wurzelpfand, der mit etwas Geschick fast vollständig fahrbar war. Mitten Im Wald, ein Traumpfad.

Je näher wir der Hütte auf der Jochbergalm gekommen sind, desto mehr Wanderern sind wir begegnet und oben an der Hütte war dann die reinste Völkerwanderung. Heftig. Da ist an einem Sonntag viel mehr los, als in vergleichbaren Hütten in der Schweiz. Für unsere Verpflegung mussten wir bei der Selbstbedienung 30 Minuten anstehen. Aber was soll's, man will sich ja nicht beklagen. Es ist Sonntag, es ist schönes Wetter, gute Stimmung, also eigentlich alles o.k.

Nach der Pause folgte dann das Sahnestückchen des Wochenendes. Der Wanderweg zweigte schon bald ins Unterholz ab und führte immer leicht fallend der Hügelflanke entlang. Ideales Spass-Terrain. Wurzeln, Steine, keine Absprungmöglichkeiten und knifflige Passagen - alles, was mein Bikerherz höher schlagen lässt. Matthias, Daniel und ich preschten vorne weg und gönnten uns ein richtiges Singletrailflash. Die volle Dröhnung! Nur nicht anhalten, sondern immer weiterfahren und weiter geniessen. Erst als wir ganz unten aus dem Wald kommen, warten wir in der Sonne auf die Anderen. Wow! Was für eine sensationelle Abfahrt!

Letzte Forststrassen spühlten uns dann wieder in die Zivilisation und die Strassen rund um Kogel am See waren völlig überfüllt. Autos rollten oder fuhren in langsamen Kolonnen, so dass wir die kurze Strecke wo wir entlang der Strasse mussten, immer auf der Überholspur fahren konnten. Ein etwas bizarrer Spass. Auf dem Parkplatz verabschiedeten wir uns dann voneinander und wir vier Bahnfahrer machten uns wieder auf den Weg zum Bahnhof und mit dem nächsten Zug fuhren wir zurück nach München. Der Tacho sagt: 40 km., 2:30 Std., 1'100 Hm.

Bei Matthias konnte ich dann noch kurz duschen bevor ich wieder alles ins Auto packte und mich auf die Rückreise machte. Als ich losfuhr, war es kurz nach halb acht Uhr abends. Wenn es so gut läuft wie bei der Hinreise, dann sollte ich gegen 23 Uhr zu Hause sein. Nur, leider haute dieser Zeitplan überhaupt nicht hin. Ich stand zweimal im Stau und vertrödelte dabei über zwei Stunden. Als ich am Montagmorgen kurz nach ein Uhr in der Früh nach Hause komme, liegen über 5 Stunden im Auto hinter mir... das war das einzig Frustige an diesem insgesamt sehr schönen Wochenende.

München - Isarauen - Oktoberfest

Heute Morgen bin ich kurz nach halb acht Uhr mit dem Auto nach München losgefahren. Der Verkehr lief recht flüssig und so ging mein Zeitplan sehr gut auf. Kurz vor elf Uhr war ich dann am Ziel, bei Matthias. Wir konnten also noch etwas plaudern und eine Tasse Kaffee trinken, bevor wir uns dann für die Biketour fertig machten.

Vor dem Haus trafen wir auf Philipp, für den ich das Kish 29er zum Probefahren mitgenommen habe. Ein kurzes Hallo, Sattelhöhe einstellen und los gings. Matthias führte uns quer durch die Münchner Innenstadt zum Treffpunkt an der Bavaria, bei der Theresienwiese. Dort traffen wir auf Ellen, Tom, Axel und Daniel. Alle auch mit 29er-MTBs. So waren wir für die Mittagstour eine angenehm grosse Gruppe von sieben Leuten.

Ellen führte und den Isarauen entlang flussaufwärts bis nach Wolfratshausen. Dort wechselten wir die Uferseite und fuhren auf immer neuen Singletrails zurück nach München. Ich kannte viele Wegabschnitte bereits von früheren Touren mit Matthias, doch diese Landschaft ist immer wieder atemberaubend schön. Ellen nannte ein Gebiet "Klein-Kanada", das fand ich noch nett und irgendwie entspricht dies auch in etwa meiner Vorstellung von Kanada...

Abends wollte ich dann ja unbedingt einmal ans Münchner Oktoberfest. Nach einer Dusche machte ich mich mit Matthias mit der U-Bahn auf den Weg "auf die Wiesn". Das war dann wirklich sehr speziell. Schon in der U-Bahn sah man dutzende von Dirndl und Männern in Lederhosen. Wer als Münchner etwas auf sich hält, geht also in der lokalen Tracht ans Oktoberfest. Auf dem Festgelände selbst war dann der Teufel los. Menschen aus aller Welt. Meist in Gruppen und meist sehr laut und oft schon ziemlich betrunken. Man hört alle Sprachen und es ist ein dichtes Gedränge. Die Festzelte sind schon wegen Überfüllung geschlossen und vor den Sicherheitsleuten haben sich schon überall wieder lange Schlangen von Wartenden gebildet. Da fanden wir nirgends einen Platz. Auch die Vergnügungsbahnen waren stark besucht, ich schätze mal, dass an diesem Abend etwa 20'000 Leute auf der Wiesn waren. Enorm. Das wohl weltweit grösste Besäufnis. Immer wieder wird man von torkelnden Mitmenschen angerempelt. Sanitäter führen Weggetretene auf Rollbahren davon. Das ist unglaublich.

Wir beschliessen, uns ausserhalb des offiziellen Festgeländes ein feines Abendessen zu suchen und Matthias schlägt den Augustinerkeller vor. Ebenfalls ein typisch bayrisches Brau- und Wirtshaus. Dort kriegten wir dann auch promt einen schönen Tisch auf der Dachterasse. Das war wirklich schön. Am Tisch nebenan, acht Enländer/innen, hinter uns eine Gruppe Holländer. Alle in bester Bierlaune. Ich bestellte mir auf Empfehlung von Matthias den herzhaften Schweinebraten mit Kartoffelknödel und dunker Biersauce. Ja, das hat wirklich sehr gut geschmeckt. Das war ein guter Tipp.

Nach dem Essen, so gegen halb elf Uhr nachts, machen wir uns auf den Rückweg und durchqueren dabei nochmals das Festgelände. Noch immer hatte es sehr viele Leute, doch der Anteil Betrunkener ist in der Zwischenzeit bedenklich angestiegen. Gute Stimmung! ;-) . Wir schauen uns noch ein paar spektakuläre Vergnügungsbahnen an und lassen den Tag gemütlich ausklingen, bevor wir dann wieder mit der U-Bahn zu Matthias nach Hause fahren. Kurz nach Mitternacht löschen wir das Licht. Das war ein schöner Tag. Das neue GPS-Gerät sagt: 72 km., 4:20 Std., 650 Hm.

Bikeweekend im München

Ich versuche jedes Jahr zumindest einmal zu Matthias nach München zu fahren um mit ihm ein, zwei schöne Touren zu fahren. Hier der Bericht von 2008 und hier der Bericht von 2006. Dieses Jahr kombiniere ich das Wochenende nun mit einem kleinen 29er Treffen und einem abendlichen Besuch am Münchner Oktoberfest. Das wird bestimmt ganz interessant.

Der Wetterbericht ist gut und sagt zwei schöne Herbsttage bevor. Die Bikes sind schon im Auto und die Kleider in einer Tasche verstaut. Morgen früh, kurz nach 07:00 werde ich losfahren. Sehr schön. Der Akku des Fotoapparates ist aufgeladen und ich hoffe, dass ich ein paar schöne Bilder mit nach Hause bringen werde. So long...


Vorbereitungstag

Heute war alles Vorbereitung. Entweder auf den morgigen Schultag oder auf das kommende Bikewochenende. Ich fahre am Samstagmorgen zu Matthias nach München. Dort treffen wir um 12:00 Uhr ein paar andere 29er Fahrer und unternehmen eine gemeinsame Isarauenbiketour, natürlich mit Halt in einem schönen Biergarten. Abends will ich dann mal ans Münchner Oktoberfest und am Sonntag steht dann noch ein Tour in den nahen Bergen auf dem Programm. Das wird bestimmt sehr schön.

Das Kish werde ich am Samstag ausleihen und weil wir ja biken gehen, musste ich die Big Apple Strassenreifen wieder runter nehmen und Stollenreifen montieren. Am Intense war der hintere Reifen auch ziemlich runter, den konnte ich dann auch gleich noch ersetzen. Zudem mussten beide Bikes gründlich geputzt werden. Ich wechselte also zwischen Büro und Garage. Zum Trocknen stellte ich die Bikes in den Garten...

UND: Das neue GPS Garmin Edge705 ist heute mit der Post gekommen. Natürlich freue ich mich und natürlich wollte ich es gleich richtig konfigurieren. Zuerst ein Software-Update am Gerät durchführen und dann die TOPO Schweiz Karte installieren und ein paar Mustertracks aufkopieren. Das alles braucht auch an die zwei Stunden, denn natürlich funktioniert der erste Freischaltungscode nicht wie gewünscht und ich musste die Garmin-Supportstelle anmailen. Schon eine Stunde später erhalte ich Antwort und im zweiten Anlauf, mit neuem Freischaltungscode, funktioniert es dann auch. Super! Nun ist wieder alles so wie vorher. Das Gerät sieht genau gleich aus wie das alte und kann das genau Gleiche. Wenn es vor mir auf dem Tisch liegt, erkenne ich keinen Unterschied... (nur mein Bankkonto kennt den Unterschied von 506 Franken...).

Bike-Samstag

Heute morgen war ich bereits um 09:00 Uhr mit Jürg, Geri und Pino auf eine Trainingsrunde verabredet. Das Wetter war herbstlich. Einzelne Nebelschwaden hingen noch im Tal doch man sah bereits, dass sich der Nebel lichten würde und es gegen Mittag wohl noch richtig schön werden wird. Die Temperatur war angenehm, so um die 15° Grad und ich entschied mich für ein Langarmtrikot und Knielinge. 

Wir entschieden uns für eine Standardrunde auf den Irchel mit ein, zwei Zusatzvarianten. Das bot mir nach dem Montag zum zweiten Mal die Möglichkeit für ein Standardfoto. Man sieht darauf, dass morgens um zehn Uhr sich die Sonne so langsam durchzusetzen begann. Obwohl der Waldboden stellenweise noch recht nass und rutschig war, konnten wir viele unserer Lieblingstrails befahren. Da so gut wie keine Wanderer unterwegs waren hatten wir auch immer freie Fahrt. Beim Restaurant Tössegg machten wir einen Halt für Kaffee und Nussgipfel, bevor wir die bekannte Strecke über den Rhinsberg und die Eschenmoser-Anhöhe in Angriff nahmen.

Ich fühlte mich heute nicht sonderlich stark. Die Luft war mir zum atmen fast zu schwer und die hohe Luftfeuchtigkeit liess mich noch mehr schwitzen als sonst. Ich war deshalb froh, dass ich beim Kaffehalt ein trockenes Kurzarmtrikot aus dem Rucksack kramen und anziehen konnte. Ich merkte schon ziemlich deutlich, dass in den letzten zwei Wochen nur wenig Sport auf meinem Programm gestanden hat und dass sich deshalb mein Körper nur ziemlich unwillig belasten liess. Das war nicht schlimm. Ich liess es deshalb eher ruhig angehen und fuhr oft am Ende unserer Gruppe. Das schätze ich. Dass jeder sein eigenes Tempo gehen kann und wir immer wieder auf einander warten und acht geben, dass sich jeder wohlfühlen kann. Biken ist für uns eine Freizeitbeschäftigung für Körper und Geist und weniger leistungsorientiertes Sporttreiben.

Nach der Biketour habe ich ausgedeht geduscht und danach legte ich mich ins Bett und schlief etwas über eine Stunde. Die ideale Erholung...

Die am Donnerstag gewarteten Bremsen haben übrigens super funktioniert. Kein Schleifen oder quitschen und ein super gut definierter Druckpunkt. Ich kann wieder locker mit nur einem Finger bremsen. So macht das Spass. Deshalb möchte ich auch noch eine kleine Anmerkung zu den Kommentaren vom Donnerstag machen. Ich wollte nicht wirklich über die Kosten jammern und mir ist auch klar, dass ich belagsschonender fahren könnte. Ich fahre Swissstop-Beläge, die zwar bekanntermassen gut sind aber halt auch weich und deshalb schnell runtergefahren werden. Es gibt durchaus Beläge, die doppelt so lange halten. Zweitens weiss ich, dass ich zumindest hinten nicht optimal bremse. Ich lasse oft die Bremse schleifen was man eigentlich nicht tun sollte. Drittens fahre ich bei fast jedem Wetter und vor allem Regenfahrten gehen stark auf Kosten der hinteren Bremsbeläge. Das Wasser- Sandgemisch auf matschigen Touren ist wie Schmirgelpapier für die Beläge. Wie auch immer. Ab und zu die Bremsbeläge zu wechseln ist ja auch eine Kleinigkeit. Ich schätze die heutige Tour auf 50 km., 3:00 Std., 1'000 Hm.

A propos. Gestern Abend habe ich mir über Internet ein neues Navigationsgerät bestellt. Wieder ein Garmin Edge705. Ich habe die Suche also aufgegeben und glaube auch nicht, dass sich das alte Gerät wieder findet. Natürlich ärgern mich die Kosten, doch ich versuche einfach nicht dran zu denken... ;-)

Bremsen-Check am Intense

Ich habe hier schon einmal darüber berichtet. Bei langen Downhills erhitzt sich die hintere Scheibenbremsanlage am Intense so stark, dass sie schon zweimal ausgefallen ist. Da befindet sich vermutlich Luft im System und deshalb hatte ich mich heute Abend mit Peter verabredet. Wir wollten hinten wie vorne die Beläge wechseln und beide Bremsen entlüften.

Kurz nach 20:00 Uhr traf ich bei Peter ein und wir verzogen uns direkt in seinen Bastelkeller. Wir haben diese Arbeiten schon letztes Jahr einmal zusammen gemacht und so funktionierte heute alles bestens. Nun habe ich links wie rechts wieder einen klaren Druckpunkt und die Ausfallprobleme sollten gelöst sein. Danke, Peter.

Zuhause habe ich dann die benötigten Ersatzteile in meine Excel-Liste geschrieben und dabei fiel mir der grosse Verschleiss von Bremsbelägen auf. Ich habe dieses jahr bereits 8 paar Bremsbeläge verbraucht. Zu etwa 35 Franken das Set, macht etwa 400 Franken pro Jahr nur für Bremsbeläge... hinten am Intense halten die Beläge zwischen 500 und 700 Kilometer. Vorne können es auch über 1'000 sein. Ja, diese Liste führt mir vor Augen, dass mountainbiken ein Verschleisssport ist. Von Reifen, Ketten oder eben Bremsbelägen. Die gefahrenen Kilometer werden so richtig teuer...

Suche nach Normalität

Irgendwie bemühte ich mich den ganzen Tag um Normalität und so war es nicht verwunderlich, dass der abendliche Sonnenschein mich noch zu einer kurzen Feierabendrunde zu verführen vermochte. Tagsüber war es oft bedeckt und erst gegen Abend zeigte eigentlich eher unverhofft noch die Sonne. Ich hatte Lust auf ein Standardfoto. Noch wusste ich nicht wieso. Die Luft war angenehm kühl und klar. Man konnte weit sehen, es war wirklich der richtige Moment um noch etwas zu schwitzen.

Erst während der Fahrt ist mir dann das Licht aufgegangen und dabei ist mir auch der Titel für diesen Blogeintrag eingefallen. Nach den Turbulenzen der letzten Woche suchte ich Bewährtes, Bekanntes, Normales. Ich bin mir nicht gewohnt, dass ich gleich an mehreren Fronten mit Problemen zu kämpfen habe und deshalb versuche ich nun wohl unterbewusst den Weg zurück in die Normalität zu finden. Normal ist Feierabendbiken und normal sind Standardfotos.

Den positiven Effekt der Blutreinigung habe ich gerne mitgenommen doch ich konnte glücklicherweise schon während der Fahrt etwas lockerer werden und geniessen. Es hilft während dem Fahren bewusst den Kiefer und die Schultern zu entspannen. Oder auch den Brustkorb weit zu öffnen und ganz tief durchzuatmen. Oder nur schon den Blick zu erweitern, an den Horizont statt vor das Vorderrad zu sehen. Ja, das war eine rundum gelungene Feierabendtour. Ich fühle mich schon bald wieder normal gut. ;-)