guter Dienstag

Seit ich 60% Prozent arbeite, habe ich öfters Mühe mit Dienstagen. Mein Gemütszustand sieht zu Wochenbeginn meist so aus: am Montag bin ich noch motiviert, am Dienstag meist schon deprimiert und am Mittwoch bin ich froh, dass es endlich wieder vorüber ist.

Diese Woche ist es nun aber anders. Schon gestern Abend hatte ich voll den Grossfirmenfrust und deshalb musste ich für heute etwas ändern. Und weil Kleider eben Leute machen, zog ich frühmorgens seit langem wieder einmal eine schöne Bundfaltenhose aus dem Schrank, ein edles Hemd und dazu schöne Schuhe, da fühlt man sich doch gleich besser . Und siehe da, es hat gewirkt. Heute ging vieles einfacher von der Hand und es war ein ausserordentlich guter Dienstag.

Dies auch deshalb, weil wir heute Abend zum ersten Mal für diese Wintersaison zum Squash spielen verabredet waren und ich auch gut motiviert in die Squashhalle trat. Ich freute mich auf die Abwechslung und auch auf die starke physische Belastung während des Spiels. In einer Spielpause sass ich draussen und schwitzte wie wenn ich direkt aus der Sauna gekommen wäre. Die erste Phase der Erholung nach einer Maximallast lässt mich jeweils extrem den Körper spüren. Alle Poren waren offen, das Herz schlug auf Hochtouren, ich spürte das pulsierende Blut in den Adern und alle Systeme waren an und bereit. Ein gutes Gefühl.

Ja, das war ein guter Tag. Vielleicht sollte ich morgen wieder die Bundfaltenhose der Jeans vorziehen...

Ernährung

Am verregneten Sonntag und auch heute Abend habe ich meine Ernährungsunterlagen endlich mal sortiert, ergänzt und neu zusammengestellt. Das hat nun zwei volle Ordner ergeben. Wissen, welches aber noch besser in meinem Kopf wäre, als zwischen den Ordnerdeckeln, doch so einfach ist das nicht. Weiss wohl jeder. Die zweitbeste Lösung ist deshalb zu wissen, wo man nachschlagen kann. Eine eigene Sammlung der "wichtigsten" Dokumente hilft da ganz bestimmt.

Ernährungslehre ist nicht meine Stärke. Vielleicht auch, weil ich so gerne Süsses esse. . Na ja, ich bin da zumindest ambivalent. Natürlich versuche ich mich gesund zu ernähren, unnötige Fette zu meiden und auch vermehrt Früchte und Gemüse zu essen, doch da sind halt auch all die grosszügigen Momente, wo ich mir oral etwas gönne. Essen ist ja nicht nur Funktion, es ist auch sinnlich und beeinflusst die Gemütslage. Ich bin ja auch ein Genussmensch... wie auch immer. Bis zum 27. November muss mich das Thema ganz einfach vermehrt interessieren, denn dann steht die Schlussprüfung "Ernährung" mit einem Beratungsgespräch auf dem Programm.

es ist (fast) geschafft!

Heute bin ich abends länger im Büro geblieben, damit ich die Diplomarbeit zum Vitaltrainer 2009 auf dem Farblaserdrucker der Firma schön ausdrucken konnte. Besten Dank. Das sieht super aus! Am Freitag wollen wir die Gruppenarbeit unterzeichnen und abgeben, womit sich dieses Kapitel vorerst einmal abschliesst. Da bin ich nun wirklich froh und erleichtert.

Trotzdem kann ich morgen nicht biken gehen. Ich muss im Fach Ernährung büffeln und die Brokat-Übungen für den 6.11. sollte ich bei Zeiten ja auch mal üben. Und, ja, genau. Einen Bericht für das Fach Alter im Alltag sollte ich auch noch verfassen und abgeben. Jetzt muss ich in den Fächern nacharbeiten, die ich wegen der Diplomarbeit vernachlässigt habe. Ich bin halt ein Mann - nicht multitasking fähig. Immer schön Eines nach dem Anderen...

Und falls noch freie Zeit bleiben würde, die Winterräder sollten auch wieder ans Auto montiert werden...

viel Büro, viel PC

Montag bis Mittwoch waren gefüllt mit Organisation und Administration. Prall gefüllt. Tagsüber hatte ich beruflich immer viel um die Ohren und abends sass ich dann meist noch lange vor dem PC und arbeitete an der Vitaltrainer-Diplomarbeit. Die entwickelt sich nun auch wirklich gut und das Bild fügt sich langsam zusammen. Am Freitag treffen wir uns nochmals und wollen dann die letzten Änderungen und Korrekturen vornehmen. Wenn ich morgen nun nocheinmal ein paar Stunden investiere, dann sollte das auch klappen. Ich bin zuversichtlich.

Einzig negativ ist, dass mir so in den letzten Wochen die Bewegung etwas abhanden gekommen ist. Ich beschäftige mich zwar viel damit und schreibe in der Diplomarbeit darüber, doch selbst bleibt mir wenig Zeit dafür. Die Tage werden kürzer und die Nächte länger... ich möchte mal wieder Nordic walken... und am Wochenende biken!

lustig

Peter hat mir mit seinem neuen iPhone ein lustiges Bild geschickt. Zuerst sah ich nur die Katze auf dem Monitor. Erst auf den zweiten Blick erkannte ich, dass auf dem Hintergrundbild des Bildschirms ein Foto aus dem Tessin angezeigt wird, wo ich gerade ein Wheely übe. Ist ja putzig. So ein Zufall. Mir gehört weder der Monitor, noch die Katze.  . Danke, für die gelungene Momentaufnahme.

Ich bin Anna

Anna besucht ihre Freundin, die seit zwei Jahren als Trainerin in einer abulanten Rehabilitationsklinik im Appenzellerland arbeitet. Aufgrund einer Unpässlichkeit bittet diese nun Anna, ihre Lektion zu übernehmen.

Zielgruppe: 30-65 jährige Burnout-Patienten, welche die Rehabilitation abgeschlossen haben. Die Lektionen enthalten jeweils diverse Elemente aus Bewegung und Entspannung. Stellen Sie eine passende Lektion zusammen.

Das Planen und Durchführen dieser Lektion ist meine Prüfungsaufgabe im Bereich Bewegung und Entspannung der Ausbildung zum Vitaltrainer. Am 18.12. werde ich diese Lektion zeigen müssen. Als Letzter der 12 Kursteilnehmer, am allerletzten Schultag.

Vorher, am 27.11., steht die Prüfungsarbeit "Beratungsgespräch Ernährung" auf dem Programm. Da erhalten wir erst 30 Minuten vor der Praxisprüfung eine Fallbeschreibung.

Und noch vorher, am 20.11., präsentieren Marianne und ich unsere Gruppen-Diplomarbeit der Klasse und den Prüfungsexperten. Die Arbeit selbst müssen wir bis zum 30.10. schriftlich abgeben.

Es folgt nun also der Abschluss meiner knapp zweijährigen Ausbildung. Mir ist bewusst, dass ich noch ziemlich viel lernen muss, doch ich bin zuversichtlich. Das kriege ich hin.

Körperwelten

Meine Frau schenkte mir zu Geburtstag zwei Eintritte in die Ausstellung Körperwelten von Gunther von Hagen. Das wollte ich gerne sehen und so nutzten wir gleich den heutigen Sonntag zum Besuch der Ausstellung im Gebäudekomplex Puls 5, in Zürich.

Ich fand die Ausstellung sehr spannend und auch bildend. Noch nie war Anatomie so sichtbar. Natürlich schauderte es mich ab und zu. Das waren alles einmal echte, lebende Menschen. Die Exponate sind keine Plastiknachbauten, sondern plasinierte Originale. Das ist natürlich kontrovers und die Frage "darf man das?" drängt sich schon manchmal auf. Da sind gewisse Exponate schon sehr auf Show ausgelegt und das weckte dann -zumindest in mir- schon mal ein etwas komisches Gefühl. Ich fragte mich dann schon, ob die Körperspender wirklich so enden wollten. Schwierig. Durch meinen Besuch legitimierte ich das Vorgehen ja schon ein ganzes Stück weit und ich verstecke mich auch etwas hinter der Formel der Freiwilligkeit. Wenn alle Menschen freiwillig dieser Prozedur und der Verwendung ihres Körpers als Kunstwerk zugestimmt haben, wieso auch nicht?

Nach der Ausstellung fühlte ich mich etwas nackt (hautlos, wie all die Figuren in der Ausstellung). Mir wurde bewusst, dass mir diese Ausstellung die Konstruktion, die Mechanik und die Nervensteuerung des menschlichen Körpers näher gebracht hat, doch ich spürte nie einen Funken Leben, ein Hauch von Seele. Nur nackte Biomechanik. Klar. Es hiess ja auch Körperwelten und nicht Lebenswelten...

Später besuchten wir Freunde, die gerade in ihr neu gebautes Einfamilienhaus eingezogen sind. Noch wirkt alles recht gross und ein paar Räume wirken noch etwas leer. Halt so, wie es kurz nach einem Umzug in grössere Verhältnisse halt aussieht. Das Haus ist sehr schön geworden und wir sind überzeugt, dass sie lange Freude daran haben werden. Wir sind auf der herrlich grossen Gartenterrasse gesessen und haben in die Herbstsonne geblinzelt. Schön war's.

Lerntag

Heute bin ich schon vor acht Uhr aufgestanden und mit dem Bike zum Bäcker gefahren. Ich kaufte mir Frühstücksbrot und Süssgebäck als Zwischenverpflegung bis zum Abendessen. Dann genehmigte ich mir ein gutes Frühstück mit Zeitung und danach machte ich mich motiviert an den PC.

Ich musste nun endlich die verschiedenen Teile unserer Diplom-/Gruppenarbeit in ein einziges Word-Dokument zusammenfügen und eine einheitliche Formatierung vornehmen. Natürlich braucht das viel Zeit, zumal ich ja auch noch teilweise Inhalte nachliefern musste. Das zog sich hin und draussen zog ein schöner Herbsttag am Fenster vorbei. Ja, das war ein ganz schön anstrengender Bürotag.

Abends besuchte ich dann noch eine Seniorenturnstunde von einer unserer Ausbildnerinnen um mal zu sehen, wie Sie eine solche Stunde gestaltet. Das fand ich dann noch ganz interessant. Ich habe mich nun also den ganzen Tag mit dem Thema Bewegung auseinander gesetzt, nur selbst bewegt habe ich mich kaum...