politische Minderheit

Früher habe ich auch schon meine Meinung zu anstehenden nationalen Abstimmungen in diesem Blog kundgetan, in letzter Zeit aber tat ich das nicht mehr. Ich dachte einfach, meine persönliche Meinung sei auch nicht so wichtig. Vielleicht wollte ich mich aber auch nur vor vielen öffentlichen Abstimmungsniederlagen verschonen, denn meist liege ich entgegengesetzt zur Volksmeinung. Komisch. ;-)

So auch dieses Wochenende. Ich lag komplett daneben. Ein Nuller.

Ich war natürlich sehr enttäuscht über die Abstimmungsresultate. Das war Nichts! In der heutigen Tageszeitung habe ich mir abends dann die Abstimmungsresultate etwas genauer angesehen. Dabei stellte ich fest, ich befinde mich mitten in Feindesland! Je geografisch näher mir die Menschen sind, desto fremder sind sie mir in ihrem politischen Denken (und Handeln).

Hmmm...

Minarett-Bauverbots-InitiativeWaffenexportverbot-Initiantive
meine bescheidene MeinungNeinJa
gleicher Meinung waren:
in der Gemeinde38%26%
in der Schweiz42%32%

Wie immer versuche ich es positiv zu sehen. Immerhin denkt etwa ein Drittel der Bevölkerung in eine ähnliche Richtung wie ich. ;-)

Sonntags-Strassentour

Nachdem ich morgens um neun Uhr meine Frau zu einem Weihnachtsmarkt brachte, hatte ich den ganzen Tag frei. So konnte ich mir bei Kaffee und Zeitung überlegen, was ich so anstellen will. Meiner Velostatistik würden ein paar zusätzliche Kilometer gut tun. Eine Runde Nordic Walking würde mich auch interessieren. Am Auto sollte ich endlich die Räder mit den Winterreifen montieren. Das waren so die Kernpunkte.

Gegen elf Uhr machte ich mich auf in die Garage und begann die Sommerräder gegen die Winterräder zu tauschen. Ein Scheissjob. Durch den Bremststaub ist alles immer sehr dreckig (der kluge Mechaniker trägt Handschuhe). Der Original-Wagenheber funktioniert zwar, doch so richtig stabil ist das Ganze jeweils nicht. Wie auch immer. Ich zögere den Radwechsel immer bis zuletzt hinaus und auch dieses Jahre rede ich schon seit einem Monat davon, dass ich die Räder tauschen sollte. Doch ich machte es noch nicht, weil ich es eben so eine blöde Arbeit finde. Es gibt keinen Grund um noch zu warten, also los. Ich liess mir Zeit und wie immer, war es dann keine grosse Sache. In etwas über einer Stunde war ich fertig und alles war wieder aufgeräumt. Nun bin ich froh, es doch noch vor dem ersten Schnee gemacht zu haben.

Als die Garage so leer war, schaute ich mir das Kish Titan Bike etwas näher an und putzte es mit einem Lappen. Bei so wenig Rohren geht das ja ganz fix. ;-) Ich reinigte und ölte die Kette und überprüfte den Luftdruck. Auf Asphalt dürfen es schon 3 bar sein, denke ich. Ab und zu blinzelt die Sonne durch die vielen Wolken, es ist nur etwa 5° Grad über Null. Soll ich jetzt walken oder Rad fahren?

Ich entschied mich fürs Bike. Der Statistik zuliebe. Ich hatte zwar von gestern noch etwas müde Beine, doch ich hatte richtig Lust auf eine Strassentour. Und, ich wusste auch schon wohin ich fahren wollte. Wähe essen im Restaurant Bergwerk, das war mein Ziel. Also zog ich mich warm genug an und fuhr los. Von der Tour selbst gibt es nicht viel zu erzählen. Unterwegs habe ich mal angehalten und etwas Luft aus den Reifen abgelassen. Das steigert den Komfort deutlich und bei Null Milimeter Federweg am Bike, macht das viel aus. Der Tacho sagt: 50 km., 2:35 Std., 630 Hm.

Abends dann stellte ich die Statistik für Ende November zusammen. Das sieht ganz schwach aus. Ich werde die 5'000 Kilometer dieses Jahr wohl genauso wenig schaffen, wie die 100'000 Höhenmeter. Das wird nicht mehr reichen. Schade.

Paradiesgärtli

Das Wetter war Spitze! Sonnenschein den ganzen Tag und Temperaturen um die 10° Grad über Null. Unglaublich, für Ende November. Heute waren wir nur zu Zweit, doch wir hatten Zeit und wollten eine schöne Spätherbsttour fahren. Ein paar schöne Singletrails (sofern nicht all zu nass) solllten dabei sein, doch mehrheitlich wollten wir einfach den schönen Tag geniessen und ein paar Stunden an der frischen Luft verbringen.

Wir starteten in Richtung Norden, weil wir an den Rhein wollten um da ein paar schöne Ufertrails zu fahren. Die zweite kräftige Steigung des Tages führte uns auf den Laubberg und der Wanderweg brachte uns dann zu nebenstehendem Schild. "Paradiesgärtli" ;-) Kann man das Paradies noch toppen? Mit einem Gärtli? Quasi der Garten Edens? Wir leben wirklich in einer grossartigen Umgebung die so schön ist, dass irgendwer auf die Idee gekommen ist, diesen Punkt eben Paradiesgärtli zu nennen. Und er hatte recht. Die vielen Wanderwege sind auch für Biker ein kleines Paradies... ;-)

Nach dem schönen Singletrail entlang des Rheins drehten wir in Weiach dann wieder in Richtung Süden für den Rückweg. Dabei fühlten wir uns gut und deshalb fuhren nicht um die Hügel herum sondern darüber. Wir fahren hoch zum "Leuechopf", auf der Sündseite runter und danach folgte noch der Strassberg mit dem "alte Züriweg", bevor wir in Hochfelden ans Ufer der Glatt rollen. Von da weg fuhren wir flach entlang des Fllughafens nach Kloten, wo wir noch einen kurzen Abstecher an den Adventsmarkt machten. Da genehmigte ich mir ein Glas Glühwein und eine Portion Öpfelchüechli. Das gab mir die nötige Kraft für den letzten Hügel nach Hause. Das war eine sehr schöne Herbsttour, an einem königlichen Tag. Der Tacho sagt: 55 km., 3:20 Std., 1'000 Hm.

Fast hätt ichs vergessen: Der neue Vorderreifen macht sich ganz gut. Das Terrain war zwar heute nicht allzu schwierig, doch der Reifen machte immer einen guten Eindruck und vermittelte ein sicheres Fahrgefühl. Ich bin mit 2,4 bar gefahren, doch wenn es wirklich rutschig und nass wird, würde ich vermutlich noch Luft ablassen. Mit etwa 2 bar gript er vermutlich noch besser. Mal sehen. Der Einstand war zumindest schon mal gut.

mehr Profil

Herbst und Winter bringt viel nassen und tiefen Boden mit sich und da ist das feine Profil der Racing Ralph Reifen nicht so dafür geeignet. Um mehr Grip zu erhalten, muss da gröberes Profil hin! Deshalb habe ich am letzten Samstag bei Christoph einen Kenda Nevegal Reifen, 29x 2,2 Zoll gekauft. Diesen habe ich nun vorhin montiert und um 12:00 Uhr werde ich eine erste Trainingsrunde damit fahren. Das Profil sieht vielversprechend aus. Die grossen Seitenstollen sehen aus, als ob sie auch im Matsch noch einigermassen Halt bieten können. Ich habe ihn vorne montiert um bergab mehr Kontrolle zu haben. Wenn mich der Reifen überzeugt, besorge ich mir wohl noch einen Zweiten für hinten. Mal sehen. Das Wetter ist gut und es geht bald los. Bis später.

easy

Heute Morgen war also die Ernährungsprüfung. Zu Beginn war ich ziemlich nervös, doch als ich den Testfall Nummer 1 zog war mir schnell klar, dass es eher einfach werden wird. Die Probandin verhielt sich dann auch noch sehr hilfreich in dem sie klare Ernährungsdefizite zeigte und auch auf Anregungen positiv reagierte. Das Gespräch entwickelte sich gut und ich konnte zufrieden auf die Zielgerade einbiegen, noch ein paar Unterlagen abgeben, eine kurze Zusammenfassung, Rückfrage ob für den Moment alles beantwortet und klar ist, Bedanken und Verabschieden. Sauber! Das war wirklich gut! Das kurze Feedback der beiden Lehrpersonen direkt nach dem Test fiel auch sehr positiv aus und ich kann davon ausgehen, dass ich das bestanden habe. COOL! Nun bleibt also nur noch die Gruppenlektion mit Bewegung und Entspannung vom 18. Dezember. Dann ist die Vitaltrainerschule abgeschlossen.

Lerntag

Den heutigen Tag setzte ich fast vollständig für die morgige Ernährungsprüfung ein. Vom Morgen bis zum frühen Nachmittag büffelte ich zu Hause und danach fuhr ich mit dem Auto zu einer Schulkollegin, damit wir gegenseitig einmal eine Prüfungssituation durchspielen konnten. Das hat nocheinmal etwas gebracht und so konnte ich dann nach dem Abendessen die letzten Änderungen nachtragen und die Blätter für Morgen ausdrucken. Vom Fachlichen her habe ich nun ein gutes Gefühl. Wenn ich morgen Ruhe bewahre und nicht zu nervös werde, sollte die Prüfung eigentlich klappen.

Nun gönne ich mir aber den Feierabend und schaue am Fernseher wohl noch die Tennispartie zwischen Roger Federer und Juan Manuel Del Potro an. Sie spielen heute das letzte Gruppenspiel des ATP-Masters in London. Eine Art Revanche für das US Open, wo Federer gegen Del Potro mit 3:2 Sätzen verlor. Das wird bestimmt ein spannendes Spiel.

Vollgas = 184

Heute morgen packte ich den Pulsgurt und den HAC4-Pulsmesser ein, damit ich abends die Squasheinheit aufzeichnen konnte. Ich wollte wieder einmal meinen Maximalpuls bestimmen und dafür eignet sich Squash wunderbar. Da kann ich mich voll reinhängen und um jeden Ball laufen. Das fordert meinen Organismus extrem. Nach einem Squashabend bin ich völlig durchgeschwitzt und erschöpft. Das lässt sich nun gut anhand der Pulskurve nachvollziehen.

Die gelbe Markierung in der Grafik zeigt meinen roten Bereich ;-) , von 160 bis 180 Herzschlägen pro Minute. Zu Beginn spielen wir uns etwas warm und punkten dann die erste Partie. Mein Puls ist in einem Spiel von ca. 12 Minuten an die 10 Minuten über 160, also im roten Bereich. Das ist schon heftig. Ich erreiche dabei einen Maximalpuls von 178 Schlägen. Es folgt eine ca. 17 minütige Spielpause, bevor dann vier Partien fast unmittelbar hintereinander gespielt werden. Während 43 Minuten liegt mein Puls immer über 140 Schlägen pro Minute. Das ist alles im anaeroben Bereich, es mangelt an Sauerstoff und Laktat wird freigesetzt, mein Körper läuft auf Hochtouren. Ich gebe Vollgas! Vor Urzeiten wäre ich wohl auf der Flucht vor einem Bären gewesen. ;-)

Der Pulsmesser zeichnet einen Maximalpuls von 184 Schägen pro Minute auf. Etwa eine Minute lang halte ich Puls 182, insgesamt werden fast 3 Minuten mit Puls über 180 aufgezeichnet. Das finde ich doch recht beachtlich. Gemäss Billig-Faustformel: 220 minus Alter läge mein Maximalpuls noch bei 174 Schlägen. 10 Schläge mehr ist doch ein ziemlicher Unterschied.

Ich habe gleich mal meinen Blog nach Maximalpuls durchsucht und fand zwei Einträge. Am 25 März 2009 dachte ich, dass mein Maximalpuls bei 172 liegt, während ich am 3. Januar 2006 auch schon 184 gemessen habe. Hmmm.... wohl alles etwas eine Spielerei. Wirklichen Aufschluss würde wohl doch nur eine medizinische Leistungsdiagnostik geben.... wie auch immer. Ich scheine noch gesund und leistungsfähig zu sein, was doch auch schon eine schöne Erkenntnis ist. ;-)

Themenwechsel

Bis zum letzten Freitag war ich doch sehr auf die Präsentation unserer Vitaltrainer Diplomarbeit fixiert. Mit dem erreichten Resultat bin ich sehr zufrieden und ich bin froh, dass dieses Thema nun erfolgreich abgeschlossen ist.

Nun türmen sich auf meinem Pult die Unterlagen zum Fach Ernährung. Am kommenden Freitag gilt es für mich eine 30-40 minütige Ernährungsprüfung zu bestehen. Man erhält ein Fallbeispiel zugelost und soll dann in einem Informationsgespräch mit dem Kunden Ernährungsfragen klären und Tipps zum speziellen Fall geben. Eine Lehrperson spielt den Kunden und eine zweite Lehrperson verfolgt und bewertet das Gespräch. Das wird noch anspruchsvoll.

Man darf an Unterlagen mitnehmen was man will, doch man hat nur wenig Zeit um die richtigen, fallgerechten Blätter und Hilfsmittel zu finden und zu präsentieren. Ich habe nun zwei dicke Ordner voller geballtem Wissen zusammengestellt und denke eigentlich, dass ich damit in den Kampf ziehen will ;-) . Nur, ich muss mich wirklich gut organisieren, damit ich mich dann unter Druck nicht in den Bergen von Papier verliere. Deshalb nehme ich mir vor, dass ich direkt nach Erhalt der Aufgabe die zwei Ordner durchgehe und die relevanten Unterlagen herausnehme. Dann schliesse ich die Ordner und lege sie zur Seite. Erst dann, und mit den richtigen Unterlagen in der Hand, beginne ich das Gespräch mit dem Kunden. Ich lasse diesen lieber zwei, drei Minuten warten bis ich mich vorbereitet habe, als dass ich dann nervös in den Ordnern hin und her blättere.

In den nächsten Tagen muss ich den Stoff nochmals auffrischen und durchgehen und dann sollte auch diese Prüfung funktionieren. Es heisst also weiter: Dran bleiben!