Sonntags-Strassentour

Nachdem ich morgens um neun Uhr meine Frau zu einem Weihnachtsmarkt brachte, hatte ich den ganzen Tag frei. So konnte ich mir bei Kaffee und Zeitung überlegen, was ich so anstellen will. Meiner Velostatistik würden ein paar zusätzliche Kilometer gut tun. Eine Runde Nordic Walking würde mich auch interessieren. Am Auto sollte ich endlich die Räder mit den Winterreifen montieren. Das waren so die Kernpunkte.

Gegen elf Uhr machte ich mich auf in die Garage und begann die Sommerräder gegen die Winterräder zu tauschen. Ein Scheissjob. Durch den Bremststaub ist alles immer sehr dreckig (der kluge Mechaniker trägt Handschuhe). Der Original-Wagenheber funktioniert zwar, doch so richtig stabil ist das Ganze jeweils nicht. Wie auch immer. Ich zögere den Radwechsel immer bis zuletzt hinaus und auch dieses Jahre rede ich schon seit einem Monat davon, dass ich die Räder tauschen sollte. Doch ich machte es noch nicht, weil ich es eben so eine blöde Arbeit finde. Es gibt keinen Grund um noch zu warten, also los. Ich liess mir Zeit und wie immer, war es dann keine grosse Sache. In etwas über einer Stunde war ich fertig und alles war wieder aufgeräumt. Nun bin ich froh, es doch noch vor dem ersten Schnee gemacht zu haben.

Als die Garage so leer war, schaute ich mir das Kish Titan Bike etwas näher an und putzte es mit einem Lappen. Bei so wenig Rohren geht das ja ganz fix. ;-) Ich reinigte und ölte die Kette und überprüfte den Luftdruck. Auf Asphalt dürfen es schon 3 bar sein, denke ich. Ab und zu blinzelt die Sonne durch die vielen Wolken, es ist nur etwa 5° Grad über Null. Soll ich jetzt walken oder Rad fahren?

Ich entschied mich fürs Bike. Der Statistik zuliebe. Ich hatte zwar von gestern noch etwas müde Beine, doch ich hatte richtig Lust auf eine Strassentour. Und, ich wusste auch schon wohin ich fahren wollte. Wähe essen im Restaurant Bergwerk, das war mein Ziel. Also zog ich mich warm genug an und fuhr los. Von der Tour selbst gibt es nicht viel zu erzählen. Unterwegs habe ich mal angehalten und etwas Luft aus den Reifen abgelassen. Das steigert den Komfort deutlich und bei Null Milimeter Federweg am Bike, macht das viel aus. Der Tacho sagt: 50 km., 2:35 Std., 630 Hm.

Abends dann stellte ich die Statistik für Ende November zusammen. Das sieht ganz schwach aus. Ich werde die 5'000 Kilometer dieses Jahr wohl genauso wenig schaffen, wie die 100'000 Höhenmeter. Das wird nicht mehr reichen. Schade.

Paradiesgärtli

Das Wetter war Spitze! Sonnenschein den ganzen Tag und Temperaturen um die 10° Grad über Null. Unglaublich, für Ende November. Heute waren wir nur zu Zweit, doch wir hatten Zeit und wollten eine schöne Spätherbsttour fahren. Ein paar schöne Singletrails (sofern nicht all zu nass) solllten dabei sein, doch mehrheitlich wollten wir einfach den schönen Tag geniessen und ein paar Stunden an der frischen Luft verbringen.

Wir starteten in Richtung Norden, weil wir an den Rhein wollten um da ein paar schöne Ufertrails zu fahren. Die zweite kräftige Steigung des Tages führte uns auf den Laubberg und der Wanderweg brachte uns dann zu nebenstehendem Schild. "Paradiesgärtli" ;-) Kann man das Paradies noch toppen? Mit einem Gärtli? Quasi der Garten Edens? Wir leben wirklich in einer grossartigen Umgebung die so schön ist, dass irgendwer auf die Idee gekommen ist, diesen Punkt eben Paradiesgärtli zu nennen. Und er hatte recht. Die vielen Wanderwege sind auch für Biker ein kleines Paradies... ;-)

Nach dem schönen Singletrail entlang des Rheins drehten wir in Weiach dann wieder in Richtung Süden für den Rückweg. Dabei fühlten wir uns gut und deshalb fuhren nicht um die Hügel herum sondern darüber. Wir fahren hoch zum "Leuechopf", auf der Sündseite runter und danach folgte noch der Strassberg mit dem "alte Züriweg", bevor wir in Hochfelden ans Ufer der Glatt rollen. Von da weg fuhren wir flach entlang des Fllughafens nach Kloten, wo wir noch einen kurzen Abstecher an den Adventsmarkt machten. Da genehmigte ich mir ein Glas Glühwein und eine Portion Öpfelchüechli. Das gab mir die nötige Kraft für den letzten Hügel nach Hause. Das war eine sehr schöne Herbsttour, an einem königlichen Tag. Der Tacho sagt: 55 km., 3:20 Std., 1'000 Hm.

Fast hätt ichs vergessen: Der neue Vorderreifen macht sich ganz gut. Das Terrain war zwar heute nicht allzu schwierig, doch der Reifen machte immer einen guten Eindruck und vermittelte ein sicheres Fahrgefühl. Ich bin mit 2,4 bar gefahren, doch wenn es wirklich rutschig und nass wird, würde ich vermutlich noch Luft ablassen. Mit etwa 2 bar gript er vermutlich noch besser. Mal sehen. Der Einstand war zumindest schon mal gut.

Gabeltausch

Ich dachte schon länger daran, das Kish mehr als Strassenrad zu nutzen und deshalb wollte ich auch die Federgabel ausbauen und eine schöne Stahl-Starrgabel einsetzen. Nur, als ich im September meine Wunschgabel, eine SALSA CROMOTO GRANDE 29’er MOUNTAIN BIKE FORK, DISC ONLY bestellen wollte, erhielt ich leider eine Absage. In Europa seien diese Gabeln bis auf Weiteres nicht zu kaufen. Es gäbe da Probleme mit EC-Normen... Schade.

Als dann auf www.twentyniner.ch Christoph eine günstige 29er Federgabel suchte, bot ich ihm meine Rock Shox Reba im Tausch mit einer Salsa-Starrgabel an. Ich wusste ja, dass er solche Gabeln an Bikes von ihm verbaut hat. Ein, zwei Beiträge später war der Handel perfekt und so vereinbarten wir ein Treffen.

Ich fuhr heute gegen Mittag also mit dem Kish Titan Hardtail nach Zürich zu Chrisophs Bikegeschäft Flamme rouge. Unter der Nebeldecke war es noch ziemlich kühl und feucht. Ich freute mich, wieder einmal mit dem Kish ein paar Strassenkilometer zu fahren. Ich liebe den leisen Lauf der Big Apple Strassenreifen. Man kann ganz gleichmässig treten und dabei geräuschlos über den Asphalt schweben... ein gutes Gefühl.

Bei Christoph war dann einiges los. Ich traf da ein paar Internet-Forumsbekanntschaften und es war gleich gute Stimmung. Wir hatten uns viel zu erzählen und was gibt es denn Besseres, als etwas an Bikes herum zu schrauben und dabei über Teile und Rahmen zu philosophieren? Schön. Ich baute die Federgabel aus dem Kish und Christoph baute mein Objekt der Begierde aus einem seiner vielen Bikes. Dann die neue Gabel einbauen, Bremse montieren und eine kleine Testrunde. Super! Das gefällt mir sehr gut. Das Kish wirkt dadurch noch eine Spur aufgeräumter. Ein echter Hingucker! :-)

Das neue Fahrverhalten konnte ich auf dem Heimweg dann gleich ausprobieren. Schnörkellos, ehrlich, direkt. Ja, das macht Spass! Nun dämpfen am Kish nur noch die Reifen, ansonsten ist es starr, leicht und schnell. Sehr schön. Zuhause machte ich dann noch schnell zwei Fotos. Doch, mir gefällt das Bike auch in dieser Strassenversion. Der Tacho sagt: 54 km., 2:40 Std., 550 Hm.

Samstagstrainingstour

Um zwölf Uhr mittags traf ich mich mit drei Bikefreunden für unsere gewohnte Samstags- Trainings- Gesundheits-Tour. Nachdem es morgens noch grau und neblig war, zeigte sich fast pünktlich zum Start die Sonne und wir konnten trotz nassen Bodenverhältnissen eine schöne Herbsttour fahren. Es war heute Föhnstimmung, was ziemlich böigen Südwind mit sich brachte und auch Temperaturen über 10° Grad. Richtig angenehm. Das hat uns natürlich gefreut und motiviert.

So motiviert, dass ich wieder einmal ein paar Fotos mehr als üblich geschossen habe. Mit blauem Himmel und satten Farben, sieht alles einfach viel besser aus. Hier zum Beispiel ein Vergleich, wie man von dieser Fussgängerbrücke runter auf die Strasse fahren oder springen kann. Beides geht.

Und gleich nochmals zwei Bilder, von fast der selben Stelle. Das ist ein wirklich steiler Abhang und gerade wenn der Boden nass ist, braucht man schon ein bisschen Mut um da runter zu fahren.

Meine eigene Leistung war heute nicht so berauschend. Ich fühlte mich eher pampig und wenig leistungsbereit. An der einzig längeren Steigung des Tages wurde ich kräftig abgehängt. Dies einerseits, weil sich meine Bikefreunde ziemlich anstrengten und ich auf der Gegenseite lieber runter schaltete und es auf die gemütliche Art anging. Ja, irgendwie war ich im Kopf nicht bereit um zu leiden und deshalb kontollierte ich die Belastung und fuhr einfach mein Sparflammentempo. Das ging auch und eine schöne Tour war es allemal. Der Tacho sagt: 35 km., 2:45 Std., 860 Hm.

neue INTENSE 29er Prototypen

Der Inhaber von INTENSE Cycles, Jeff Steber spielt etwas mit 29ern rum... Weil INTENSE hauptsächlich Downhillbikes baut und weil der gute Jeff Steber nun Freude an 29er-Bikes gefunden hat, hat er die beiden Dinge mal so richtig kombiniert.

Das ist als erster Prototyp nun herausgekommen. Die Bezeichnung: 2951. Es ist ein mittegrosser Rahmen mit knapp 600mm Oberrohrlänge. Durch die grossen Räder wirkt das Bike kleiner als es ist. Die Spezialfedergabel von Manitou bietet 178mm Federweg, die hintere Federung ist verstellbar von 190mm bis 203mm! Unglaubliche Zahlen, ein unglaubliches Bike, das nach schnellen Strecken und weiten Sprüngen schreit.

Ob so etwas wirklich einmal bei Weltcuprennen eingesetzt wird, weiss man noch nicht. Wenn schon, dann wäre dies so quasi der letzte Beweis dafür, das bigger wirklich better ist. Der 29er-Geschichte würde das aber bestimmt grossen Auftrieb geben. Man darf gespannt sein. Für weitere Informationen geht es hier zum Thread auf mtbr.com

Eher nach meinem Geschmack ist dieser Prototyp:

Das neue Tracer 29 welches so quasi das Nachfolgebike für das Spider 29 sein soll. Etwas mehr in Richtung Tour und All-Mountain und etwas weniger Cross Country und race orientiert. Vorne 140mm und hinten zwischen 127 und 140mm Federweg. Ja, das würde mir (in einer anderen Farbe) gut gefallen. Mal sehen, ob und wann diese Rahmen produziert werden. Vorgestellt wurde dieses Bike hier.

Samstagsbiken

Eigentlich sagte der Wetterbereicht, dass es am Morgen noch trocken bleiben würde und der Regen erst gegen Mittag einsetzt, doch schon nach den ersten Kilometern fielen kurz nach zehn Uhr morgens die ersten Regentropfen.

Der Plan war eigentlich, auf die Lägern-Hochwacht zu fahren und danach im Restaurant Bergwerk einzukehren. Bei leichtem Regenfall macht das aber nicht sehr viel Spass, weil man viel auf offener Fläche fährt und so Wind und Wetter stärker ausgesetzt ist, als wenn man im Wald fahren würde. Hmm... Wir fuhren dann einfach mal wie geplant los und sahen zu, wie sich das Wetter weiter entwickelte. Nur, das wurde nicht besser, im Gegenteil. Der Regen nahm zu und wir kürzen unsere Runde deshalb ab und fuhren ziemlich direkt zum Restaurant Bergwerk. Die Früchtekuchen haben ohne Anstieg auf die Lägern genauso gut geschmeckt, wie wenn wir oben gewesen wären. ;-)

Als der Regen etwas nachgelassen hatte, machten wir uns auf den Rückweg. Wir wählten eine einfache Route, wo wir zügig fahren konnten. Es war ziemlich kalt. Ich trug Winterkleider, Langfingerhandschuhe und ein Stirnband. Ja, der Winter kommt. Und weil es heute eher garstig war, habe ich auch kein Foto gemacht. Der Tacho sagt: 50 km., 3:03 Std., 700 Hm.

Zuhause angekommen habe ich das Bike dann gleich abgespritzt und geputzt. Im Herbst und Winter wird das zur Gewohnheit. Dabei scheine ich mich etwas ausgekühlt zu haben, denn seither plagen mich zunehmend Schluckbeschwerden und Halsweh... nicht gut. Nun bitte nicht noch eine Erkältung. Ich werde wohl heute früh zu Bett gehen um dem entgegen zu wirken.

schwache Statistik

Der Oktober ist ja nun auch schon rum und ich habe wieder weniger Bikekilometer gefahren als in den Vorjahren. Diesen Oktober war ich ausschliesslich an den Wochenenden auf dem Fahrrad. Null Arbeitsweg, Null Feierabendbiken, dafür ist es nun auch zu dunkel. Leider vernachlässigte ich auch das Nordic Walken oder andere sportliche Aktivitäten, so dass ich nur noch auf einen Tagesschnitt von 50 Minuten Sport pro Tag komme. Das Ziel ist eine Stunde pro Tag. Nicht 50 Minuten. Der September war schon so schwach und somit ist auch das Jahresziel von +5'000 Velokilometern in weite Ferne gerückt. Das Alles ist etwas "unschön"...

Ich war die letzten zwei Monate stark auf die Schule und die Diplomarbeit konzentriert und ich denke auch, dass dies bis zum letzten Schultag, dem 18. Dezember noch so bleiben wird. Bis dahin gibt es also weniger Sport und weniger Internet und Blog. C'est la vie!