kochen mit dem Wok

Nachdem mich schon andere Leute darauf angesprochen haben und auch Patricks Kommentar hier auf einen Wok abzielte, habe ich mir am Freitag nun eine dieser Riesenpfannen gekauft. Am Shopping-Saturday kam dann noch ein Kochbuch dazu und unser Einkauf im Lebensmittelgeschäft führte uns in einen uns bisher unbekannten Bereich, nämlich den mit asiatischen Produkten. Ingwer und Koriander... 

Am Samstagabend war dann Premiere. Ich bratete/kochte Schweinefleisch mit Broccoli und Frühlingszwiebeln an einer Soja-Sherry-Sauce. Das hat auch super geklappt und war sehr lecker. Wie im Kochbuch empfohlen, kochte ich die doppelte Portion Reis, damit ich heute gebratenen Reis machen konnte. Dazu gab es eine Vegi-Pfanne mit Broccoli, Blumenkohl, Karotten, gelbe Rüben, Shiitake-Pilzen, Knoblauch und natürlich wieder Ingwer und Koriander. Diesmal habe ich dann auch ein Foto vom fertigen Gericht gemacht. Sieht doch lecker aus, oder? Uns hat es auf alle Fälle geschmeckt.

Ich finde die Essenszubereitung mit dem Wok spannend und werde das Kochbuch noch eingehend studieren, um meine Fertigkeiten zu verbessern und vor allem zu verbreitern. Die ersten Ergebnisse sind auf alle Fälle ermutigend. Da habe ich Freude daran und kann erst noch zu einem gesünderen Essen beitragen.

Hörnli-Annäherung

Ursprünglich war für dieses Wochenende eine Schneeschuhtour geplant, doch auch diesmal war die Wetterlage ungünstig. Erhebliche Lawinengefahr und weiterhin warme Temperaturen. So wird das nichts und deshalb haben wir Mitte Woche um entschieden. Wir fahren eine Bike-Strassentour von Uster auf das Hörnli im Zürcher Oberland.

Pünktlich um 12:00 Uhr war ich dann am Startort bei Peter und Christian war auch schon da. Nachdem wir uns gegenseitig über die anderen Freunde informierten stellten wir fest, dass wir schon komplett sind. So bleiben wir heute also zu Dritt - auch gut. Das Wetter war stark bewölkt und äusserst windig. Laut Wetterbericht sollte es trocken bleiben, jedoch müsse mit teils starken Südwestwindböen gerechnet werden. Zum Glück war es mit 11 oder 12° Grad doch ziemlich warm und so störte der Wind nicht so sehr.

Kurz nachdem wir losfuhren wollten wir mal ein kurzes Stück Singletrail fahren um in etwas auszutesten, was heute möglich ist und was nicht. Quintessenz: Heute liegt nicht viel drin. In schattigen Wäldern liegt noch Schnee und Eis auf den Wegen. Wir mussten mehrmals absteigen und schieben. Selbst an fast flachen Stellen, weil der Restschnee so schwer und nass war, dass man kaum fahren konnte. Hmmm... Da bleiben wir wohl besser auf den Strassen, da kann man wenigstens vernünftig fahren. In der Nähe von Bauma kamen wir dann an diesem lustigen Fotosujet vorbei, welches schon im letzten Mai für ein Foto herhalten musste. Heute machte ich ein Foto von Peter und Christian.

Danach folgte der Anstieg hoch nach Sternenberg, den wir gemütlich in Angriff nahmen. Kurz vor dem höchsten Punkt entdeckten wir dann diese verliebt gemähte Wiese. Da hat wohl ein Bauer seiner Liebsten einen Heiratsantrag gemacht. Das sieht sehr romantisch aus und irgendwie dachte ich dabei an kommende Ostern. Ich weiss auch nicht genau warum. Der Hügel sieht aus wie ein bemaltes Osterei. Fand ich originell und schön. Nach dem Sternenberg fuhren wir in Richtung Gfell und wollten von der Nordseite das Hörnli in Angriff nehmen. Wir waren mittlerweile auf über 900 Metern über Meer und ausser den geräumten Strassen war noch alles schneebedeckt. So auch beim Abzweiger, wo der Wanderweg in Richtung Gipfel losgeht. Wir halten an und beraten was wir wollen. Die letzten 150 Höhenmeter schieben und tragen heisst etwa 1/2 Stunde. Das Selbe wieder zurück, macht dann eine Stunde. Von da wieder zurück nach Uster, nochmals 1 1/2 Stunden... Nein, das wird zu viel und der bedeckte Himmel reizt ja auch nicht gerade mit der Aussicht auf ein Top-Panorama. Lassen wir das lieber.

Auf dem Rückweg sind wir dann wirklich sehr starken Böen ausgesetzt und man muss zeitweise richtig aufpassen, dass es einem nicht von der Strasse windet. In Bauma kehren wir in ein Restaurant ein, wo wir uns aufwärmen und verpflegen. Christian sitzt dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Bike und hat nun entsprechend Kohldampf. Frisch gestärkt nahmen wir dann die letzten Hügel in Angriff und stemmten uns immer wieder kräftig gegen den Wind.

Trotz etwas komischem Wetter und trotzdem, dass uns das Gipfelerlebnis verwehrt blieb, war es eine schöne Sonntagstour und ich hatte wirklich Freude, wiedereinmal mit Peter und Christian zu fahren. Das gab es ja schon länger nicht mehr. Das GPS sagt: 59 km., 3:50 Std., 1'040 Hm.

Shopping-Saturday

Heute musste ich etwas tun, was viele Männer fürchten. Es stand ein Shopping-Samstag auf dem Programm. Einkaufszentren mit zu vielen Leuten; Regale, mit zu vielen Produkten; sehr viel Schein, sehr wenig Sein... Na ja, hilft nichts. Da musste ich durch. Und überhaupt, wenn man die Sache gelassen angeht (sprich: den Tag einfach abhakt), ist das gar nicht so schlimm. Im Gegenteil. Geld ausgeben macht ja auch Freude... 

Als Vorbereitung entschied ich nach dem Aufstehen, dass ich noch ins Fitnesscenter fahre um da an einer Morgenlektion Rückenfit teil zu nehmen. Davon habe ich ja schon am letzten Samstag berichtet. Heute war nun eine andere Übungsleiterin am Zug und diese hatte viele Übungen auf dem Balance-Pad im Programm. Die 50 Minuten Bewegung waren etwas weniger anstrengend als letzte Woche, doch ebenfalls interessant und abwechslungsreich aufgebaut. Nach der Dusche fuhr ich wieder nach Hause und frühstückte mit meiner Frau ein zweites Mal.

Und dann startete also Shopping-Saturday... ich mag gar nicht viele Worte darüber verlieren... es hat Spass gemacht! Ich habe viel Geld ausgegeben!

Vitaltrainer - Diplomapéro

Heute war nun endlich die Übergabe der Vitaltrainer-Diplome. Um 18:00 Uhr waren wir zu einem Steh-Apéro im Schul-Restaurant eingeladen, wo wir nach einer kurzen Rede des Schulleiters die Diplome ausgehändigt kriegten. Auf einem der Blätter sind die sechs Bewertungskriterien aufgeführt, die es zu Bestehen galt.
  • Praktische Prüfung Ernährung -> 5.5
  • Praktische Prüfung Bewegung und Entspannung -> 4.5
  • Praktische Prüfung Aqua-Fit und Wassergymnastik -> erfüllt
  • Praktische Püfung Nordic Walking -> erfüllt
  • Praktische Prüfung Übungslektion SVEB -> erfüllt
  • Diplomarbeit -> erfüllt

Die Noten sind fair (Bestnote= 6.0, erfüllt= 4.0) und spiegeln auch in etwa meine Einschätzung der jeweiligen Prüfungen. Natürlich hätte ich auch gerne von den anderen Teilbereichen mehr erfahren, als nur ob die Mindestanforderung erfüllt wurde oder nicht, doch so sind nun mal die Regeln. Im Nachhinein ist das auch ziemlich egal, denn es zählt wirklich nur, ob bestanden oder nicht. Und bestanden heisst erfüllt. Dieser offizielle Schlussapéro war etwas... stief... stier... na ja... ein typischer Steh-Lunch in einer Mensa halt...

Eine der Schulkolleginnen hatte in einem nahegelegenen italienischen Restaurant Platz reserviert und so freuten wir uns auf einen etwas lockereren und gemütlicheren Abschluss des Abends. Wir haben dann gut gegessen und uns dabei bestens unterhalten. Nachdem wir uns über zwei Monate nicht gesehen hatten, gabs natürlich viel zu erzählen und zu fragen. Das war war schön, interessant, lustig, amüsant. Das war auch energetisch sehr interessant...

Als sich die Runde dann langsam auflöste wurde uns bewusst, dass sich nun die Wege trennen werden und dass nur ein organisiertes Wiedersehen dazu beitragen kann, dass wir weiter in Kontakt bleiben. Alle zwei Monate, immer der zweite Freitagabend. Eine gute Idee. Beat, organisiere doch mal was... Ja, mach ich doch gerne....

Erholungsfreitag

Schon beim Aufstehen fühlte mich mich müde und schlapp. Die Beine fühlten sich taub an und auch der obere Rücken und Nacken zwickten. Nein, heute keine Morgengymnastik. Obwohl ich weiss, dass es mir gut tun würde. Nein, heute nicht. Ich hole von draussen die Tagszeitung und mache mir ein feines Frühstück. Heute habe ich frei...

Laut Wetterbericht sollte es heute oft regnen, doch es war im Gegenteil eher sonnig und mild. Einladend... ich will wieder einmal eine Stunde Nordic Walken. Ja, die Bewegung wird mir gut tun. Die Beine kommen in Schwung und werden gut durchblutet. Der Oberkörper und Schulterbereich wird anhaltend massiert. Die Natur und die frische Luft werden mich beleben... also los! Ich laufe eine mir bekannte Runde und habe dabei Zeit, mich auf eine korrekte Laufhaltung zu konzentieren. Nach den Spinningstunden mit Musik versuche ich nun auch im Nordic Walking etwas rhythmischer zu laufen. Dazu summe ich innerlich ein Lied und versuche locker und beschwingt im Takt zu walken. Ja, macht Spass. Das GPS Sagt: 6,7 km., 1:05 Std., 200 Hm.

Am Nachmittag wollte ich dann eigentlich nur noch in die Sauna und ins Dampfbad. Natürlich hatte ich immer noch schwere Beine und deshalb dachte ich, dass mir etwas Wärme bei der Regeneration helfen wird. Nur, irgendwie kann man ja nicht nur ins Fitnesscenter um in die Sauna zu liegen, da sollte man vorher schon noch etwas für die Fitness tun... und mein letztes Krafttraining absolvierte ich am Montag, Zeit dazu war also auch... also los! Ich ziehe mich um, suche mir meine Trainingskarte und spule mein Programm ab. Ich bin nicht sonderlich enthusiastisch bei der Sache, doch ich strenge mich an und schwitze immer leicht. Soweit so gut. Nach der letzten Übung versuchte ich mich noch etwas an der Slackline, wo ich in den letzten zwei Wochen doch sichtbare Fortschritte erzielte. Mittlerweile schaffe ich bei etwa jedem 10. Versuch eine ganze Seillänge von etwa fünf Metern. Darauf lässt sich aufbauen. Zum Schluss dehne ich noch etwas meine Muskulatur und mache drei Minuten den Kopfstand. Wie schon früher gesagt: eine sehr belebende Yoga-Position. Empfehlenswert.

Dann endlich gönnte ich mir Sauna und Dampfbad. Sehr schön. Mittlerweile geniesse ich auch die kalten Duschbäder direkt nach der Sauna. Das verhilft mir später im Ruheraum zu einem sehr angenehmen Körpergefühl. Zuerst Sauna und dann Dampfbad, das finde ich eine schöne Kombination.

106km rund um den Vierwaldstättersee

Wie gestern geplant bin ich heute schon früh aufgestanden, machte meine 20 Minuten Morgengymnastik, holte dann die Zeitung und genoss ein ausgiebiges Frühstück. Heute durften es ruhig ein paar Kalorien mehr sein, die wurden später alle wieder verbrannt.

Um 09:15 Uhr startete ich die Aufzeichnung der heutigen Biketour und machte mich auf den Weg nach Luzern. Das ging ganz locker und brauchte nur eine halbe Stunde. Das war mir dann für eine längere Pause doch zu früh und so machte ich nur einen kurzen Fotohalt beim Seebecken im Stadtzentrum. Für das Bild links habe ich eine Fussgängerin gebeten, das Foto zu schiessen. Sie war ganz freundlich und interessiert und wir haben dann gemainsam den Bildausschnitt gewählt. Sie stand knipsbereit da und ich musste mich nur noch ins Bild bewegen. Das ist gut geworden. Gefällt mir. Man sieht auch, dass morgens das Wetter noch recht sonnig war und man noch einige Stellen blauer Himmel finden konnte. Im Laufe des Tages verdichtete sich die Bewölkung zusehends und schon bald bildeten die Wolken eine dichte Decke. Zwar schade, doch ziemlich genau so, wie vom Wetterbericht prophezeit. Die Temperatur lag bei angenehmen 10 Grad.

Von Hergiswil nach Stanssstad war die Strasse samt Veloweg gesperrt, weil umfangreiche Forstarbeiten durchgeführt wurden. Die Autos wurden auf die Autobahn umgeleitet und für Fussgänger und Velofahrer wurde ein Bootsdienst eingerichtet. So musste ich etwas warten und nutzte diese Zeit, indem ich in einer nahegelegenen Bäckerei ein feines Brötchen und ein Schokogebäck kaufte, welches ich dann auf der Fähre verdrückte. Auf dem Foto erkennt man rechts die Glasfabrik Hergiswil und im Hintergrund den Pilatus, den Hausberg von Luzern. Ich konnte die zugeführte Energie gut gebrauchen denn nachdem ich den Bürgenstock auf der Rückseite passiert hatte, kam ich schon bald nach Beckenried, wo der 400Hm-Aufstieg auf den Seelisberg beginnt. Ich kurble da eher gemütlich hoch und geniesse die stets besser werdende Aussicht.

Die Abfahrt vom Seelisberg nach Bauen an den Urnersee war dann in etwa so, wie ich es anhand der Karte erwartet habe, nämlich: unfahrbar! Es gibt keine Strassenverbindung oder eine Alternativroute, es gibt nur diesen sehr steilen Wanderweg (man beachte, wie viele Höhenlinien geschnitten werden). Ich muss absteigen und beginne das Bike zu tragen. Es folgen lange, gepflasterte Treppen und weiter auseinander liegende Stufen. Das wäre mit Rennveloschuhen nicht machbar. Man braucht guten Halt um da sicher runter zu tragen. Nach etwa 20 Minuten sind die 300 Höhenmeter vernichtet und ich kann am Seeufer wieder aufsteigen. Da kommt gerade ein Kursschiff und so fotografiere ich von Bauen aus über den Urnersee auf die Gegenseite. Man erkennt deutlich die Axenstrasse, auf welcher ich später zurückfahren werde.

So langsam werde ich müde und spüre jeden zusätzlichen Kilometer. Von der Fahrt entlang der Axenstrasse wurde ich dann etwas enttäuscht. Der Veloweg führt meist direkt entlang der Hauptstrasse, die sehr stark befahren ist. Es folgen viele stinkige Tunneldurchfahrten, bis ich endlich nach Brunnen komme, wo ich einen nächsten Verpflegungshalt einlege. Ein Rivella rot, dazu ein Mandelgipfel und ein Latte Macchiato. Das gibt zwar wieder etwas Brennstoff, doch auf den letzten Kilometern werde ich trotzdem immer langsamer. Ich bin einfach geschafft und deshalb froh, dass es die letzten Meter nach Küssnacht bergab geht. Als ich beim Auto ankomme, schlägt die Kirchturmuhr gerade vier Uhr nachmittags. Das heisst, ich war eine Stunde schneller als geplant. Nachdem ich das GPS-Gerät durchgesehen habe war mir auch klar, weshalb. Wegen des kühlen Wetters machte ich nur wenige und ziemlich kurze Pausen. Das GPS sagt: 106km., 5:17 Std., 1'110 Hm.

Im Nachhinein betrachtet war die Tour o.k. aber nicht super. Ich war sehr oft mitten im Verkehr unterwegs und die 20 Minuten Bike-wandern fand ich auch nicht so prickelnd. Dazu die leichte Enttäuschung an der Axenstrasse... na ja, ich weiss nicht, ob ich die Tour so je noch einmal fahren werde. Im Vergleich dazu ist die Zürichseeumrundung schöner (zwar fast gleich lang, jedoch deutlich flacher). Vor allem gibt es rund um den Zürichsee deutlich mehr und bessere Velowege. Schön war's heute dennoch.

Tourenplanung

Zu Wochenbeginn muss ich jeweils entscheiden, ob Donnerstag oder Freitag mein Ausdauertag wird, was vorwiegend vom Wetter abhängt. Da nach der Kälteperiode von Anfang Februar nun schon fast eine Woche Tauwetter Einzug gehalten hat, verschlechtern sich dadurch die Möglichkeiten um Schneeschuh zu laufen und verbessern sich im Gegensatz dazu die Möglichkeiten für Velotouren. Für morgen Donnerstag heisst es nun: Am Donnerstagvormittag trotz ausgedehnter Wolkenfelder teilweise sonnig, vor allem östlich der Reuss. Am Nachmittag und Abend von Westen erneut aufkommender Regen. In der Früh Tiefstwerte um 2 Grad, am Nachmittag Temperaturen auf rund 10 Grad steigend.

Boah - 10 Grad! Das schreit förmlich nach einer ausgedehnten Grundlagenausdauerrunde auf dem Velo. Dafür eignen sich flache Strassentouren am Besten und dazu bieten sich Fahrten entlang von Flüssen oder Seen ziemlich gut an. Um den Zürichsee bin ich schon mehrmals gefahren. Wie wäre es mit dem Vierwaldstättersee? Geht das überhaupt? Wie weit ist denn das?

So zeichnete ich am PC anhand der Karte die Strecke für das GPS auf und weiss nun auch, wieviele Kilometer und Höhenmeter es werden. Hier kann man die gezeichnete Strecke ansehen. Die Eckwerte sind nun: 105 Kilometer und 1'900 Höhenmeter. Wobei ich nicht wirklich glaube, dass es so viele Höhenmeter gibt. Da hat sich das Programm wohl etwas überschätzt. Trotzdem, alles andere als "flach"... aber interessant und landschaftlich sicher super schön. Ich beurteile es vorab als eine wohl machbare, jedoch lange und anstrengende Tour.

Ich werde morgen also schon früh mit dem Auto losfahren müssen um zeitig von Küssnacht/SZ aus zu starten. Ich schätze 5-6 Std. Fahrzeit auf dem Velo und 2-3 Std. Pausen werde ich wohl brauchen, was dann gesamthaft etwa 8 Stunden Zeitbedarf entspricht. Wenn ich um 09:00 losfahren kann, sollte ich demzufolge gegen 17:00 Uhr wieder beim Auto sein. Mal sehen. Ich werde darüber berichten.

Winterwanderung um den Wägitalersee

Das Wetter war einfach zu gut um heute nichts draussen zu unternehmen. Die Sonne schien an einem fast ganz blauen Winterhimmel, nur ein paar hohe Schleierwolken zogen vorüber und die Temperaturen lagen wieder ein paar Grad im Plusbereich. Ideal, für einen Winterspaziergang. Ich überlegte kurz, wo wir hin wollten und kam ganz spontan auf das Wägital. Mir hat das jeweils so gut gefallen und Karin habe ich jedes Mal davon vorgeschwärmt, eine gute Voraussetzung. Ich dachte, rund um den See müsste man in eineinhalb bis zwei Stunden zu Fuss schaffen. Hmmm, etwas lang für meine Frau. Na ja, ich flunkere etwas und frage: "Hättest Du Lust, rund um den Wägitalersee zu laufen? Ich schätze mal, so in etwas über einer Stunde ist man da rum..." Ja? Sehr gut. Also lass uns gute Schuhe anziehen und aufbrechen.

Trotz starkem Sonntagsverkehr kamen wir mit dem Auto zügig voran und kurz vor zwei Uhr parkten wir nahe der Staumauer. Ich war etwas verwundert, denn der ganze See ist zugefroren. Als ich vor genau einem Monat hier mit den Schneeschuhe unterwegs war, war der See noch völlig ohne Eis. Interessant. Und ehrlich, schon bald dachte ich, dass wir das nie und nimmer in zwei Stunden schaffen. Der See ist zu Fuss grösser, als vor dem PC in Google Earth...

Was soll's? Das Wetter war gut und unsere Laune stimmte. Karin merkte auch bald, dass ich mich zeitlich wohl arg verschätzte, doch sie blieb guter Dinge und nahm's mit Humor. Nicht nur das, es hat ihr auch gut gefallen. Die schöne Winterstimmung, die frische, kalte Luft, der weisse Schnee, die imposanten Berge ringsum, das ist einfach schön.

Wir waren bestimmt schon an die zwei Stunden unterwegs, bis wir endlich an einem geöffneten Restaurant vorbei kamen, wo wir dankbar einkehrten. Etwas aufgeschnittenes Fleisch, Käse, Brot, dazu einen Huuskafi und dabei die kalten Hände, Backen und Ohren wieder wärmen, das tat uns richtig gut. Die Sonne stand nun schon ziemlich tief und als wir die letzten Kilometer des Rückwegs in Angriff nahmen, verschwand sie langsam zwischen den Berggipfeln. Bis wir dann wieder beim Auto waren, hatten wir ziemlich runde Füsse und wussten, dass das heute kein Spaziergang sondern eine ausgewachsene Wanderung war. Zuhause habe ich dann die Strecke im GPS nachgezeichnet und siehe da, es waren 13,1 Kilometer, 70 Höhenmeter, bei 4,5 km/h macht dies 3 Stunden Laufzeit. Ja, das war schön, aber auch anstrengend und lange.