kochen mit dem Wok

Nachdem mich schon andere Leute darauf angesprochen haben und auch Patricks Kommentar hier auf einen Wok abzielte, habe ich mir am Freitag nun eine dieser Riesenpfannen gekauft. Am Shopping-Saturday kam dann noch ein Kochbuch dazu und unser Einkauf im Lebensmittelgeschäft führte uns in einen uns bisher unbekannten Bereich, nämlich den mit asiatischen Produkten. Ingwer und Koriander...  

Am Samstagabend war dann Premiere. Ich bratete/kochte Schweinefleisch mit Broccoli und Frühlingszwiebeln an einer Soja-Sherry-Sauce. Das hat auch super geklappt und war sehr lecker. Wie im Kochbuch empfohlen, kochte ich die doppelte Portion Reis, damit ich heute gebratenen Reis machen konnte. Dazu gab es eine Vegi-Pfanne mit Broccoli, Blumenkohl, Karotten, gelbe Rüben, Shiitake-Pilzen, Knoblauch und natürlich wieder Ingwer und Koriander. Diesmal habe ich dann auch ein Foto vom fertigen Gericht gemacht. Sieht doch lecker aus, oder? Uns hat es auf alle Fälle geschmeckt.

Ich finde die Essenszubereitung mit dem Wok spannend und werde das Kochbuch noch eingehend studieren, um meine Fertigkeiten zu verbessern und vor allem zu verbreitern. Die ersten Ergebnisse sind auf alle Fälle ermutigend. Da habe ich Freude daran und kann erst noch zu einem gesünderen Essen beitragen.

Shopping-Saturday

Heute musste ich etwas tun, was viele Männer fürchten. Es stand ein Shopping-Samstag auf dem Programm. Einkaufszentren mit zu vielen Leuten; Regale, mit zu vielen Produkten; sehr viel Schein, sehr wenig Sein... Na ja, hilft nichts. Da musste ich durch. Und überhaupt, wenn man die Sache gelassen angeht (sprich: den Tag einfach abhakt), ist das gar nicht so schlimm. Im Gegenteil. Geld ausgeben macht ja auch Freude...  

Als Vorbereitung entschied ich nach dem Aufstehen, dass ich noch ins Fitnesscenter fahre um da an einer Morgenlektion Rückenfit teil zu nehmen. Davon habe ich ja schon am letzten Samstag berichtet. Heute war nun eine andere Übungsleiterin am Zug und diese hatte viele Übungen auf dem Balance-Pad im Programm. Die 50 Minuten Bewegung waren etwas weniger anstrengend als letzte Woche, doch ebenfalls interessant und abwechslungsreich aufgebaut. Nach der Dusche fuhr ich wieder nach Hause und frühstückte mit meiner Frau ein zweites Mal.

Und dann startete also Shopping-Saturday... ich mag gar nicht viele Worte darüber verlieren... es hat Spass gemacht! Ich habe viel Geld ausgegeben!

Vitaltrainer - Diplomapéro

Heute war nun endlich die Übergabe der Vitaltrainer-Diplome. Um 18:00 Uhr waren wir zu einem Steh-Apéro im Schul-Restaurant eingeladen, wo wir nach einer kurzen Rede des Schulleiters die Diplome ausgehändigt kriegten. Auf einem der Blätter sind die sechs Bewertungskriterien aufgeführt, die es zu Bestehen galt.
  • Praktische Prüfung Ernährung -> 5.5
  • Praktische Prüfung Bewegung und Entspannung -> 4.5
  • Praktische Prüfung Aqua-Fit und Wassergymnastik -> erfüllt
  • Praktische Püfung Nordic Walking -> erfüllt
  • Praktische Prüfung Übungslektion SVEB -> erfüllt
  • Diplomarbeit -> erfüllt

Die Noten sind fair (Bestnote= 6.0, erfüllt= 4.0) und spiegeln auch in etwa meine Einschätzung der jeweiligen Prüfungen. Natürlich hätte ich auch gerne von den anderen Teilbereichen mehr erfahren, als nur ob die Mindestanforderung erfüllt wurde oder nicht, doch so sind nun mal die Regeln. Im Nachhinein ist das auch ziemlich egal, denn es zählt wirklich nur, ob bestanden oder nicht. Und bestanden heisst erfüllt. Dieser offizielle Schlussapéro war etwas... stief... stier... na ja... ein typischer Steh-Lunch in einer Mensa halt...

Eine der Schulkolleginnen hatte in einem nahegelegenen italienischen Restaurant Platz reserviert und so freuten wir uns auf einen etwas lockereren und gemütlicheren Abschluss des Abends. Wir haben dann gut gegessen und uns dabei bestens unterhalten. Nachdem wir uns über zwei Monate nicht gesehen hatten, gabs natürlich viel zu erzählen und zu fragen. Das war war schön, interessant, lustig, amüsant. Das war auch energetisch sehr interessant...

Als sich die Runde dann langsam auflöste wurde uns bewusst, dass sich nun die Wege trennen werden und dass nur ein organisiertes Wiedersehen dazu beitragen kann, dass wir weiter in Kontakt bleiben. Alle zwei Monate, immer der zweite Freitagabend. Eine gute Idee. Beat, organisiere doch mal was... Ja, mach ich doch gerne....

Erholungsfreitag

Schon beim Aufstehen fühlte mich mich müde und schlapp. Die Beine fühlten sich taub an und auch der obere Rücken und Nacken zwickten. Nein, heute keine Morgengymnastik. Obwohl ich weiss, dass es mir gut tun würde. Nein, heute nicht. Ich hole von draussen die Tagszeitung und mache mir ein feines Frühstück. Heute habe ich frei...

Laut Wetterbericht sollte es heute oft regnen, doch es war im Gegenteil eher sonnig und mild. Einladend... ich will wieder einmal eine Stunde Nordic Walken. Ja, die Bewegung wird mir gut tun. Die Beine kommen in Schwung und werden gut durchblutet. Der Oberkörper und Schulterbereich wird anhaltend massiert. Die Natur und die frische Luft werden mich beleben... also los! Ich laufe eine mir bekannte Runde und habe dabei Zeit, mich auf eine korrekte Laufhaltung zu konzentieren. Nach den Spinningstunden mit Musik versuche ich nun auch im Nordic Walking etwas rhythmischer zu laufen. Dazu summe ich innerlich ein Lied und versuche locker und beschwingt im Takt zu walken. Ja, macht Spass. Das GPS Sagt: 6,7 km., 1:05 Std., 200 Hm.

Am Nachmittag wollte ich dann eigentlich nur noch in die Sauna und ins Dampfbad. Natürlich hatte ich immer noch schwere Beine und deshalb dachte ich, dass mir etwas Wärme bei der Regeneration helfen wird. Nur, irgendwie kann man ja nicht nur ins Fitnesscenter um in die Sauna zu liegen, da sollte man vorher schon noch etwas für die Fitness tun... und mein letztes Krafttraining absolvierte ich am Montag, Zeit dazu war also auch... also los! Ich ziehe mich um, suche mir meine Trainingskarte und spule mein Programm ab. Ich bin nicht sonderlich enthusiastisch bei der Sache, doch ich strenge mich an und schwitze immer leicht. Soweit so gut. Nach der letzten Übung versuchte ich mich noch etwas an der Slackline, wo ich in den letzten zwei Wochen doch sichtbare Fortschritte erzielte. Mittlerweile schaffe ich bei etwa jedem 10. Versuch eine ganze Seillänge von etwa fünf Metern. Darauf lässt sich aufbauen. Zum Schluss dehne ich noch etwas meine Muskulatur und mache drei Minuten den Kopfstand. Wie schon früher gesagt: eine sehr belebende Yoga-Position. Empfehlenswert.

Dann endlich gönnte ich mir Sauna und Dampfbad. Sehr schön. Mittlerweile geniesse ich auch die kalten Duschbäder direkt nach der Sauna. Das verhilft mir später im Ruheraum zu einem sehr angenehmen Körpergefühl. Zuerst Sauna und dann Dampfbad, das finde ich eine schöne Kombination.

Winterwanderung um den Wägitalersee

Das Wetter war einfach zu gut um heute nichts draussen zu unternehmen. Die Sonne schien an einem fast ganz blauen Winterhimmel, nur ein paar hohe Schleierwolken zogen vorüber und die Temperaturen lagen wieder ein paar Grad im Plusbereich. Ideal, für einen Winterspaziergang. Ich überlegte kurz, wo wir hin wollten und kam ganz spontan auf das Wägital. Mir hat das jeweils so gut gefallen und Karin habe ich jedes Mal davon vorgeschwärmt, eine gute Voraussetzung. Ich dachte, rund um den See müsste man in eineinhalb bis zwei Stunden zu Fuss schaffen. Hmmm, etwas lang für meine Frau. Na ja, ich flunkere etwas und frage: "Hättest Du Lust, rund um den Wägitalersee zu laufen? Ich schätze mal, so in etwas über einer Stunde ist man da rum..." Ja? Sehr gut. Also lass uns gute Schuhe anziehen und aufbrechen.

Trotz starkem Sonntagsverkehr kamen wir mit dem Auto zügig voran und kurz vor zwei Uhr parkten wir nahe der Staumauer. Ich war etwas verwundert, denn der ganze See ist zugefroren. Als ich vor genau einem Monat hier mit den Schneeschuhe unterwegs war, war der See noch völlig ohne Eis. Interessant. Und ehrlich, schon bald dachte ich, dass wir das nie und nimmer in zwei Stunden schaffen. Der See ist zu Fuss grösser, als vor dem PC in Google Earth...

Was soll's? Das Wetter war gut und unsere Laune stimmte. Karin merkte auch bald, dass ich mich zeitlich wohl arg verschätzte, doch sie blieb guter Dinge und nahm's mit Humor. Nicht nur das, es hat ihr auch gut gefallen. Die schöne Winterstimmung, die frische, kalte Luft, der weisse Schnee, die imposanten Berge ringsum, das ist einfach schön.

Wir waren bestimmt schon an die zwei Stunden unterwegs, bis wir endlich an einem geöffneten Restaurant vorbei kamen, wo wir dankbar einkehrten. Etwas aufgeschnittenes Fleisch, Käse, Brot, dazu einen Huuskafi und dabei die kalten Hände, Backen und Ohren wieder wärmen, das tat uns richtig gut. Die Sonne stand nun schon ziemlich tief und als wir die letzten Kilometer des Rückwegs in Angriff nahmen, verschwand sie langsam zwischen den Berggipfeln. Bis wir dann wieder beim Auto waren, hatten wir ziemlich runde Füsse und wussten, dass das heute kein Spaziergang sondern eine ausgewachsene Wanderung war. Zuhause habe ich dann die Strecke im GPS nachgezeichnet und siehe da, es waren 13,1 Kilometer, 70 Höhenmeter, bei 4,5 km/h macht dies 3 Stunden Laufzeit. Ja, das war schön, aber auch anstrengend und lange.

Group-Fitness, Rückenfit

Da ich gestern nicht allzu spät ins Bett ging, wachte ich heute schon zeitig auf und war ob des schönen Wetters doch etwas überrascht. Gestern Nacht hat es noch ziemlich geregnet und nun scheint doch oftmals die Sonne zwischen den Wolken hervor. Schön. Ich beschliesse die Morgengymnastik auszulassen und dafür zu frühstücken und danach ins Fitnesscenter zu fahren um an einer Rückenfit-Lektion teilzunehmen. Ein guter Plan.

Um halb zehn Uhr sind 12 Personen, 8 Frauen und 4 Männer bereit und die junge, sportliche Leiterin beginnt die Lektion mit einem mit Musik unterlegten Aufwärmen. Ich erkenne viele Punkte aus meinem Ausbildungsprogramm und finde vielleicht auch deshalb die Sache schon mal ganz gut. Rhythmische Schrittfolgen, dazu Bewegungen mit den Armen. Koordinativ immer wieder herausfordernd. Schon bald steht mir der Schweiss auf der Stirn und ich entwickle die nötige Freude an der Bewegung. So soll es sein. Den Hauptteil der Lektion bestreiten wir dann mit dem Gymnastikball -was mir auch gut gefällt-. Zuerst Kräftigung von Rücken- und Bauchmuskulatur und zum Schluss auch Dehnungsübungen und Entspannungsphasen mit dem Ball. Ja, eine schön vorbereitete und souverän vorgetragene Lektion Rückengymnastik. Hat Spass gemacht.

Danach habe ich rasch geduscht und auf dem Heimweg beim Bäcker noch ein frisches Brot gekauft. Zuhause genoss ich dann mit meiner Frau ein zweites Frühstück und fühlte mich dabei schon richtig gut einbewegt.

mehr Früchte und Gemüse

Wenn ich das erlernte Ernährungswissen der Vitaltrainerschule etwas an mir selbst ausprobieren will, so finden sich rasch ein paar Punkte, die ich optimieren kann. Und da bei uns zu Hause generell ich der Koch bin, und wir uns gewohnt sind abends eine warme Hauptmahlzeit zu essen, kann ich den Menueplan ja einfach etwas anpassen.

Als erstes versuche ich 5 am Tag zu erreichen. Fünf Portionen Früchte und Gemüse in verschiedenen Farben pro Tag. Ideal wären drei Portionen Gemüse, davon eine roh und zwei Portionen Früchte, wovon eine auch Fruchtsaft sein kann. So ideal werde ich das aber kaum schaffen. Ich steigere erstmal den Konsum von Obst und Früchten. Ein Apfel, eine Orange und eine Banane pro Tag, das ist kein Problem. Dazu Gemüse oder Salat zu der Hauptmahlzeit, das macht dann schon einmal 4 am Tag. Ein Anfang.

Gelernt habe ich auch, dass das Essen umso gesünder ist, je weniger weit es vorverarbeitet ist. Zurück zur Natur bedeutet in der Küche mehr Arbeit und bedingt auch, dass man Lebensmittel zeitnah einkaufen sollte. Frisch ist halt nur ein Tag wirklich frisch. Als Handycap kommt hinzu, dass ich nur wenig Erfahrung in der schmackhaften Zubereitung von Gemüse habe und so öfters schon vor dem Einkaufen das Kochbuch konsultieren muss, damit ich dann auch das Richtige habe und weiss, wie ich es machen kann. Diese Zeit habe ich nun Donnerstag und Freitag und so blicken wir auf kulinarisch interessante Wochen zurück. Ich koche dann neue Varianten von Gemüse. Heute: Gefüllte Peperoni. Aufwand: 1 Stunde.

Die Füllung machte ich aus kleingeschnittenen Peperoni, vier Champignons, einer Handvoll kleiner Tomaten, einer halben, gehackten Zwiebel, zwei zerdrückten Knoblauchzehen und viel frischem Basilikum. Etwas Salz und Pfeffer, mmmhhh... ja, das war lecker. Im Backofen zuerst gegart und dann mit etwas Käse überbacken... Dazu ein kleines aber feines Stück Rindfleisch (Eiweiss), ein paar Teigwaren (Kohlenhydrate) und ein schönes Glas Rotwein (sekundäre Pflanzenstoffe). Fertig war das gesunde Donnerstags-Festessen!

Früher hätte ich statt Gemüse, einen fertig vorbereiteten Salat gekauft und dazu eine Salatsauce gemacht. Aufwand: 5 Minuten. Montag bis Mittwoch finde ich das auch nach wie vor o.k., doch an den anderen Tagen möchte ich dafür sorgen, dass wir ein breiteres Angebot an Gemüse kennen lernen und halt dementsprechend neue Rezepte lernen. Es wird gesünder, abwechslungsreicher und spannend. Win-Win

Wochenplan

Seit Jahresbeginn sind nun sieben Arbeitswochen verstrichen und durch den Wegfall der Schule am Freitag, hat sich meine "Standard-Arbeitswoche" neu strukturiert. Ganz grob teilt sich die Woche nun zwei Bereiche: 3 Tage Brot erwerb, 4 Tage Brot essen. ... zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Wenn ich mich frage, wer in der aktuellen Situation Herr über meine Lebenszeit ist, dann würde ich antworten: Von Montag bis Mittwoch bestimmt die Notwendigkeit Geld zu verdienen, um nach meinen Vorstellungen leben zu können, mein Tun. Donnerstag und Freitag gehören nur mir alleine, da bin ich bis auf Kleinigkeiten völlig frei, und Samstag, Sonntag bestimmen dann vorwiegend meine Mitmenschen und ihre Ideen und Bedürfnisse meine Aktionen. Das ist sehr spannend. Vor allem natürlich die zwei freien Tage... ich hatte vermutlich noch nie so viel Lebenszeit unter meiner eigenen Kontrolle. Das ist wirklich erhöhte Lebensqualität!

Hier habe ich diese zwei Tage dann bereits wieder etwas aufgeteilt. An mindestens einem Tag soll Sport im Vordergrund stehen. Kraft, Ausdauer und/oder Beweglichkeit trainieren, mindestens eines dieser Ziele soll da jeweils erreicht werden und bis jetzt bin ich diesbezüglich auch voll im Plan. Für die übrige freie Zeit gilt eigentlich nur noch die Regel: nicht rumhängen! möglichst wach und bewusst jeden Moment beleben und erleben. Das führt automatisch dazu, dass man die Zeit besser nutzt. Und das führt wiederum dazu, dass man sich auch bewusster entspannt und bewusster rumhängt, weil man das ja auch braucht.

Was ich noch anfügen möchte ist, dass ich diesen neuen Wochenrhythmus sehr mag und dass ich auch die Grundstruktur schätze, die die drei Arbeitstage mit sich bringen. Ich bin in diesen drei Tagen leistungsfähiger geworden, weil ich zufriedener und ausgeglichener bin als zuvor. Das wiederum bringt bessere Resultate und auch mehr Spass an der Arbeit an sich, was weiterum zur guten Stmmung beiträgt. Ja, momentan läuft es wirklich rund. Hoffentlich hält diese gute Phase noch etwas an. Ich bin dankbar und gebe mir Mühe.

los geht die Woche

Ich bin rechtzeitig aufgestanden für meine 20 Minuten Morgengymnastik. Das weckt mich entsprechend auf und lebt meinen Körper gut auf den kommenden Tag ein. Bis ich dann im Büro bin, bin ich innerlich schon startklar und kann die Zeit bis zur 09:00 Uhr Pause effizient nutzen. Diesen morgendlichen Schwung konnte ich fast den ganzen Tag mitnehmen und als ich nachmittags mal auf die Uhr schaute, war es schon kurz nach Fünf.

WAS? Kurz nach fünf und ich bin noch am eMail schreiben? Ich wollte doch um 17:30 Uhr im Fitnesscenter an einer Spinning Stunde teilnehmen. Boah! Das wird mehr als knapp! Rasch das eMail fertig machen, den PC herunterfahren, in die Jacke stürzen und ab in Richtung Parkgarage und Auto. Und natürlich stehen heute die Ampeln lieber auf Rot als auf Grün, was mich zusätzlich Nerven und Zeit kostet. Wobei, Nerven eigentlich nicht. Ich nehme meine Freizeit gelassen und wenn ich halt deutlich zu spät da ankomme, mache ich halt stattdessen eine Runde Krafttraining.

Ich bin letztendlich 10 Minuten zu spät und schleiche mich mit einem Spinningvelo noch hinten in den Übungsraum. Die Lektion hat schon begonnen, ich zähle 15 Personen. 7 Frauen, 8 Männer. Der junge Kursleiter macht einen durchtrainierten Eindruck... das wird wieder hart. Leider habe ich nicht bemerkt, dass das Spinningvelo über Klickpedale eines anderen Systems verfügt und ich so gar nicht richtig mit den Schuhen einrasten konnte. Das war vor allem im Wiegetritt nicht sehr angenehm, da ich mich dabei oft darauf konzentrieren musste, sicher zu stehen. Kleines Detail, wo ich nun weiss, dass ich das nächste Mal darauf achten muss,

Diese Spinninglektion war ganz anders als die vom letzten Donnerstag. Der Kursleiter fummelte keine Sekunde an der Stereoanlage herum, sondern er führte uns ganz gezielt durch das Programm. Er wusste ganz genau, wann welcher Rhythmus kommt und welche Art der Bewegung er dem entsprechend einsetzen will. Ja, das war richtig gut choreografiert. Die Lektion war in vier Abschnitte mit stetig steigender Belastung aufgebaut, die durch dreiminütige Erholungsphasen getrennt waren. Dabei hat der Leiter stets angesagt, in welchem %-Bereich der maximalen Herzfrequenz man sich jeweils befinden sollte. Heute hatte ich mein Pulsmessgerät nicht dabei, doch auch das muss ich mir für das nächste Mal merken.

Wenn der Leiter über 95% Herzfrequenz ansagte, war ich auch da und bin so wirklich vier Mal an die Belastungsgrenze gegangen. Dem entsprechend stark habe ich wieder geschwitzt. Das ist noch heftiger als beim Squash und da bin ich jeweils schon kräftig durchgeschwitzt. Zum Glück macht mir das nichts aus. Ich verbinde starkes Schwitzen mit guter Gesundheit. Die Poren, meine Haut und mein ganzer Organismus arbeitet auf Hochtouren und baut so die überschüssige Wärme ab. Solange das so funktioniert, bin ich gesund. Die Schweisstropfen in der Umgebung kann man einfach wieder wegwischen. Alles kein Problem.

Nach der Spinningstunde musste ich gleich duschen, anziehen und nach Hause fahren. Dort erwarteten wir noch Besuch und ich war für das Nachtessen zuständig. Auf dem Plan stand Spaghetti Carbonara mit Tomaten-Mozzarella Salat. Mmm... Nach diesem Tag hatte ich nun auch gut Hunger und konnte die Portion Kohlenhydrate gut vertragen. Dazu ein feines Glas Rotwein. Perfekt. So lässt sich gut in die Woche starten.

Valentinstag

Ich liess mich nicht lumpen und kaufte gestern meiner Frau einen schönen Rosenstrauss zum heutigen Valentinstag. Das mit der weissen Rose in der Mitte entstand aus einer Laune, wobei mir bei der Entscheidung wirklich nicht bewusst war, wieviele Fragen diese eine weisse Rose auslösen wird...  

Auch heute verbrachten wir den Tag in der warmen Stube, oder genauer: im warmen Büro. Während Karin Zahlungen machte und Papier einsortierte, habe ich mich mit der Steuererklärung 2009 befasst. Das ist insofern neu für mich, weil in den letzten zehn Jahren stets ein Treuhänder unsere Steuererklärung ausfüllte und wir lediglich die nötigen Unterlagen bereitstellen mussten. Da sich in den letzten Jahren unsere Steuersituation nicht gross veränderte dachte ich, dass ich das auch selber hinbringe. So wie tausende andere Schweizer Bürger auch. Arbeitskollegen empfahlen mir, die Software des Steueramtes des Kantos Zürich herunterzuladen, zu installieren und damit die Steuererklärung zu erstellen. Was ich heute Nachmittag also machte und siehe da, drei Stunden später bin ich soweit fertig. Doch, das funktionierte recht gut. Die Software ist durchdacht aufgebaut und man kann fast nichts falsch machen oder vergessen. Mit der Vorlage des letzten Jahres kam ich dann auch gut voran.

Etwas blöd beim Ausfüllen der Steuererklärung ist natürlich, dass man über die eigene finanzielle Situation nachzugrübeln beginnt und sich dann natürlich auch überlegt, was auf der Gegenseite die Gemeinde, der Kanton und der Staat mit diesem schönen, hart verdienten Steuergeld nun so anfängt... aber das lassen wir besser gleich wieder, denn da kommt keine gute Stimmung auf... sehen wir es einfach als Solidaritätsbeitrag. Freuen wir uns und sind dankbar für diesen schönen Valentinstag, den schönen Blumenstrauss und dass es uns so gut geht...