Bewegter März

Ich habe vorhin meine Kilometerstatistik überarbeitet und abgespeichert. Wobei der Ausdruck "Kilometerstatistik" nicht mehr wirklich richtig ist, denn die Sparte "Alternativsport" dominiert mittlerweile doch deutlich. So bin ich im März zwar 20 Stunden im Velosattel gesessen, was aber deutlich von den 33 Stunden Alternativsport überboten wird. Im Tagesdurchschnitt komme ich im März auf 1 Stunde und 42 Minuten Bewegung, was zwar 5 Minuten weniger ist als im Februar, aber dennoch extrem viel (meiner Meinung nach). Die häufigsten Tätigkeiten waren:

  • 7x Krafttraining
  • 6x Velo fahren
  • 5x Squash
  • 5x Power-Yoga
  • 5x Pilates

Daraus lässt sich ableiten, dass ich wohl ziemlich fit bin. Mein derzeitiges Trainingsprogramm macht Spass und ist abwechslungsreich. Natürlich ist mir klar, dass dies auch nur deshalb möglich ist, weil ich nur drei Tage pro Woche arbeite und so genügend Zeit habe um Sport zu treiben. Doch tun muss ich es immer noch selbst und meine Excel-Trainingstabelle bestätigt doch, dass ich dran bleibe. Gut so.

Samstagsstandardtrainingsrunde

Manchmal ist es gut, wenn man sich schon am Vortag zum biken verabredet, denn zum vereinbarten Zeitpunkt, um 09:00 Uhr, regnete es hier richtig unangenehm. Eigentlich rechneten wir mit trockenem Wetter, denn der Wetterbericht sagte, dass es am Morgen noch zeitweise sonnig sei und erst im Laufe des Nachmittags der Regen einsetzen würde. Na ja, Fakt war, es regnete. Jammern hilft nichts, also Regenhose und -jacke hervorkramen, sich dementsprechend anziehen und die Schutzbleche ans noch saubere Intense montieren.

Zum Glück hat der Regen aber schon bald nachgelassen und nach etwa einer halben Stunde war alles vorbei. Am Fusse des Irchels machten wir deshalb einen kurzen Kleiderhalt um die Regenhosen vor dem Anstieg auszuziehen. Oben beim Irchelturm musste natürlich ein Standardfoto her und heute konnte ich meine Mitbiker wieder einmal für ein Gruppenfoto gewinnen. Danke dafür. Trotz Regen sieht man, dass der Winter geht und der Frühling kommt. Immer wieder drängt junges Grün durch graubraunes Laub.

Wir fuhren vom Irchelturm alles der Krete entlang bis zur Hochwacht und von da einen der schönen Trails runter bis zur Tössegg. Wir hatten etwas kühl und weil auf dem weiteren Tourverlauf kein Restaurant mehr wartet, entschieden wir uns im Restaurant Tössegg einen heissen Kaffee und einen Nussgipfel zu uns zu nehmen. Das hat gut getan und wir konnten dabei angeregt über die kommende Bikesaison, und was man da so vor hat, plaudern.

Von da weg sind wir dann via Tössriederen auf den Rhinsberg gefahren, wobei wir in Tössriederen bei einer Bikeveredelungsfirma eine kurzen Fotohalt einlegten. Da werden wirklich sehr spezielle Motorräder auf Kundenwunsch gebaut und eines der Exemplare musste ich natürlich schon noch fotografieren. Falls ein Leser Interesse hat, auf einem der Bilder kann man die Telefonnummer der Werkstatt erkennen.

Wir fuhren dann über die uns bekannten Wege zurück und weil in der Zwischenzeit sogar die Sonne schien, waren wir doch alle etwas Stolz, bei diesen wechselnden Bedingungen eine gute Trainingsrunde gefahren zu haben. Zuhause habe ich dann gleich das Bike nochmals abgespritzt. Nichts geht besser weg, als frischer, noch nicht eingetrockneter Dreck... Das GPS sagt: 45 km, 3:22 Std., 1'050 Hm

Frühlingsputz

Ich bin heute schon zeitig aufgestanden und hatte so den ganzen Tag vor mir. Die Morgensonne schien und der Wetterbericht hatte gegen den Nachmittag eine durchziehende Regenfront angekündigt. Wenn ich also draussen etwas unternehmen will, sollte ich es morgens tun. In den Beinen spürte ich noch ziemlich die gestrige Tour... Beide Bikes standen auch ziemlich dreckig in der Garage... Deshalb nutzte ich den schönen Morgen also, um meinen beiden Fahrrädern ein Schaumbad mit anschliessender Rundumpflege zu gönnen.

Um die Mittagszeit verdunkelte sich der Himmel zusehens und auf dem Weg ins Fitnesscenter fielen bereits die ersten Regentropfen. Ich absolvierte ruhig und konzentriert mein Ganzkörpertrainingsprogramm und belohnte mich danach mit 2x Sauna und 1x Dampfbad. Das kühle Regenwetter blieb draussen. Schön war's. Ich habe es genossen.

längste Biketour

Für heute plante ich eine lange Grundlagen-Biketour. Viele Kilometer, wenig Höhenmeter, so in etwa. Nach den Strassentouren der letzten Wochen hatte ich richtig Lust mit dem Intense Fully auszufahren und deshalb sollte der Asphaltanteil nicht allzu hoch sein. Gestern Abend habe ich deshalb noch etwas in die Karten geguckt und mir für heute eine Flusstour zurechtgelegt. Ich fahre entlang der Töss bis zum Rhein, entlang des Rheins bis zur Aare, der Aare entlang bis zur Limmat und der Limmat entlang bis nach Zürich. Meist führt direkt am Ufer ein Wanderweg entlang und diese Wege möchte ich heute alle aneinander reihen.

Soviel vorneweg: Fast alle Wege die ich heute gefahren bin, sind offiziell Fahrverbot. Ich bin an wirklich vielen „allgemeines Fahrverbot“-Schildern vorbeigekommen und habe alle ignoriert. An einem Tag wie heute ist das auch kein Problem. Ich bin auf der ganzen Strecke vielleicht 30 Personen begegnet, meist war ich weit und breit allein. Natürlich ist mein Verhalten nicht korrekt, doch es hat niemanden gestört. An einem Samstag oder Sonntag würde ich eine solche Tour auch nie fahren. Dann respektiere ich das Verbot schon.

Wie auch immer, diese Tour ist Spitze! Von Eglisau bis nach Koblenz folgt ein schöner Singletrail dem Nächsten. Der schmale Wanderweg schlängelt sich zwischen den Bäumen hindurch, mal etwas hoch, dann wieder runter. Ich fahre wie in Trance und halte nicht an. Dieser Flow könnte ewig so weitergehen… Sensationell!

Bei Koblenz machte ich dann dieses Foto von der Brücke über die Aare, direkt bevor sie in den Rhein mündet. Das ist der tiefste Punkt meiner Tour (in der Tourgrafik markiert). Von nun an folge ich der Aare flussaufwärts bis nach Baden und dann weiter der Limmat entlang bis nach Zürich, wo die Limmat dem Zürichsee entspringt. Immer wieder schöne Schotterstrassen und kleine Singletrails. Natürlich werden die Wege breiter und die Trails seltener, je näher man Zürich kommt.

Bis ich in der Stadt bin, bin ich schon ziemlich müde und der Tacho zeigt auch schon über 90 Kilometer. Deshalb fahre ich quasi nur durch Zürich hindurch und nehme meinen Arbeitsweg nach Hause. Dabei muss ich nicht viel studieren, diesen Weg kenne ich. Das hat Vorteile, wenn man erschöpft ist… Es erstaunte mich dann aber schon, als ich bemerkte, wie „locker“ ich die letzte Steigung des Tages einpackte. Ohne viel Aufhebens. Ja, gut so, so etwas motiviert. Als ich dann zuhause das GPS vom Lenker nahm wusste ich, dass diese Tour Rekorde bricht. Mit dem Intense bin ich noch gar nie über 100 Kilometer an einem Tag gefahren und mit 114 Kilometern ist die Tour noch 2 Kilometer länger, als die Hulftegg-Sternenberg-Strassenrunde von letzter Woche, also auch Rekord 2010. Ja, schön war’s! Das GPS sagt: 114 km., 5:50 Std., 1'000 Hm

Arbeitsweg per Velo - lang ist's her...

Wenn ich links unten auf das Stichwort arbeitsweg klicke, ist der letzte Beitrag vom 7. Oktober 2009. Vor fast einem halben Jahr... Ja, lang ist's her. Meist habe ich abends schon etwas vor (Fitnesscenter oder Squash) und brauche deshalb das Auto. Zugegeben, der kalte Winter hat mich zusätzlich abgeschreckt. Wie auch immer...

Heute morgen machte ich zuerst meine 30 Minuten Morgengymnastik, danach rasierte ich mich und machte mich dann in Bikekleidern für die ca. 45 Minuten Fahrt bereit. Gegen halb acht Uhr startete ich noch im Nebel, doch die Morgensonne drang zusehens durch. Vögel zwitscherten in den Bäumen und der junge Morgen roch irgendwie nach Frühling. Frisch, feucht, moosig. Sehr interessant. Velofahren hat einfach Qualität...

Nach der Arbeit begleitete mich die Abendsonne. Man spürt eindeutig, wie die Sonne nun mehr Wärme entwickelt als noch im Winter, vor ein paar Wochen. Auch die Farben werden wieder kräftiger. Noch sind die Laubbäume blattlos, doch in ein paar Wochen wird das Grün wieder richtig explodieren. Der Frühling steht für Kraft, für Schaffensdrang und Manifestation. Wenn nun dieser Duft in der Luft liegt, man ihn riechen und diese Kraft atmen kann, dann kann es einem eigentlich nur gut tun. Das Gefühl von bevorstehendem Wachstum ist doch immer angenehm. Ja, und weil ich mit diesem Gefühl zuhause vom Bike gestiegen bin dachte ich mir natürlich, dass ich wieder viel öfter mit dem Velo statt mit dem Auto fahren sollte. Der Tacho sagt: 32 km., 1:25 Std., 350 Hm

Familienwochenende

Am Samstag war bei uns grosses Familienfest. Dabei wurden gleich zwei Ereignisse gefeiert. Zum einen wurde meine liebe Mutter gestern siebzig und schon am 16. Januar feierten meine Eltern ihren fünfzigsten Hochzeitstag. Es gab also wahrlich genug Grund für eine schöne Feier! 

Und heute feierte meine liebe Frau Geburtstag. Herrlich, schon wieder neunundzwanzig! Gleich noch einmal Grund um etwas zu feiern! Sehr schön.

So standen die Tage also andere Dinge als biken oder Fitnesscenter im Vordergrund und das war auch gut so.

schöne Frühlingsstrassentour

Kurz nach neun Uhr schwang ich mich in den Kish-Sattel und machte mich auf den Weg für eine schöne Frühlingstour. Als ich losfuhr zeigte das Thermometer 8° Grad und im Laufe des Tages wurden auch die angesagten 15.16° Grad erreicht. Gerade richtig für eine etwas längere Trainingstour. Ich fühlte mich gut und so bin ich über zwei Stunden gefahren, bis ich mich mal für einen Bananenhalt entscheiden konnte. Kurz vor Fischental fand ich ein schönes Plätzchen in der Sonne. Der erste Hügel "Ghöch" liegt schon hinter mir und bald beginnt der Anstieg zur Hulftegg. Ein guter Moment also um etwas Treibstoff zu futtern.

Auf der sogenannten Passhöhe der Hulftegg machte ich dann dieses Foto. Der Himmel wurde etwas diesiger und hohe Schleierwolken erzeugten ein leicht diffuses Licht. Man sieht, es liegt allenthalben noch viel Schnee, der jetzt ziemlich rasch schmilzt. Die Bäche haben derzeit viel Wasser und an manchen Stellen läuft auch Schmelzwasser über die Strasse. So wurde ich bergrunter mehrmals von aufspritzendem Wasser kalt abgespritzt. Nach der rassigen Abfahrt nach Fischingen zweigte ich gleich am Orteingang links Richtung Sternenberg ab und werde gleich von einer heftigen Steigung erwischt. Vor allem der erste Abschnitt geht mir gleich voll in die Beine, so dass ich lange im Wiegetritt fahre und somit mein ganzes Körpergewicht mit einsetzen kann.

Ich beschliesse auf dem Sternenberg in ein Restaurant zu gehen und eine vollwertige, warme Mahlzeit zu mir zu nehmen. An dieser Position steht der Cursor in der nebenstehenden Gesamtansicht. Die Pause war also bei Kilometer 71, es war ziemlich genau 13:00 Uhr, etwas über 1'200 Höhenmeter... Die Stärkung hat mir wirklich gut getan und so machte ich mich gut gelaunt auf den Rückweg. Ja, mittlerwile lag die Temperatur wirklich im angenehmen Bereich und ich habe die Abfahrt vom Sternenberg runter nach Tablat sehr genossen. Weil es auf dem Radweg entang der Töss so gut rollt, der Mittag noch jung ist und ich mich noch halbwegs fit fühle, biege ich in Kollbrunn ab und fahre noch hoch zur Kyburg. Natürlich wurde ich zusehens langsamer, doch was soll's? Solange es mir Spass macht...

Vor der Schlussabfahrt belohne ich mich für die heutige Leistung mit einem Abstecher in eine Bäckerei. Einen schönen Latte Macchiato und dazu ein frischer Nussgipfel... hmm - fein... das habe ich wirklich verdient. Der Tacho zeigt nun 104 Kilometer und etwa so fühle ich mich auch... Ich bin froh, dass es fast nur noch bergab geht und ich bald zu Hause eine warme Dusche nehmen und mich danach etwas hinlegen kann. Ja, nun bin ich doch ziemlich müde.

Diese Tour hat mir sehr gut gefallen. Im Zürcher Oberland kann man sehr schöne Strassentouren fahren und muss dabei nur mit sehr wenig Autoverkehr rechnen. Es ist eine sehr schöne Gegend und die vielen verstreuten Bauernhöfe sind immer wieder schön aunzusehen (auch wenn heute gar mancher Bauer die stinkende Jauche auf die Felder führte). Mir gefällt diese Gegend einfach sehr gut, da fahre ich immer wieder gerne hin. Das GPS sagt: 112 km., 5:30 Std., 1'600 Hm.

Vorfreude

Morgen erneut recht sonnig mit durchziehenden hohen Wolken. Temperaturen in Zürich am frühen Morgen um 0 Grad und tagsüber 14 bis 16 Grad. Schwacher Südwestwind.

"14 bis 16 Grad" das klingt doch sehr verlockend... Da möchte ich die für letzte Woche geplante Velotour nachholen. Von zu Hause starten und via Hulftegg und Sternenberg wieder zurück. Ja, da freue ich mich drauf.