Bewegter März

Ich habe vorhin meine Kilometerstatistik überarbeitet und abgespeichert. Wobei der Ausdruck "Kilometerstatistik" nicht mehr wirklich richtig ist, denn die Sparte "Alternativsport" dominiert mittlerweile doch deutlich. So bin ich im März zwar 20 Stunden im Velosattel gesessen, was aber deutlich von den 33 Stunden Alternativsport überboten wird. Im Tagesdurchschnitt komme ich im März auf 1 Stunde und 42 Minuten Bewegung, was zwar 5 Minuten weniger ist als im Februar, aber dennoch extrem viel (meiner Meinung nach). Die häufigsten Tätigkeiten waren:

  • 7x Krafttraining
  • 6x Velo fahren
  • 5x Squash
  • 5x Power-Yoga
  • 5x Pilates

Daraus lässt sich ableiten, dass ich wohl ziemlich fit bin. Mein derzeitiges Trainingsprogramm macht Spass und ist abwechslungsreich. Natürlich ist mir klar, dass dies auch nur deshalb möglich ist, weil ich nur drei Tage pro Woche arbeite und so genügend Zeit habe um Sport zu treiben. Doch tun muss ich es immer noch selbst und meine Excel-Trainingstabelle bestätigt doch, dass ich dran bleibe. Gut so.

Familienwochenende

Am Samstag war bei uns grosses Familienfest. Dabei wurden gleich zwei Ereignisse gefeiert. Zum einen wurde meine liebe Mutter gestern siebzig und schon am 16. Januar feierten meine Eltern ihren fünfzigsten Hochzeitstag. Es gab also wahrlich genug Grund für eine schöne Feier!  

Und heute feierte meine liebe Frau Geburtstag. Herrlich, schon wieder neunundzwanzig! Gleich noch einmal Grund um etwas zu feiern! Sehr schön.

So standen die Tage also andere Dinge als biken oder Fitnesscenter im Vordergrund und das war auch gut so.

Knusperente auf frischem Gemüse

Das für heute ausgesuchte Abendessen war in Richtung "kochen mit Wok" eine neue Herausforderung. Zuerst musste ich die zwei Stücke Entenbrust in einer Gemüsebrühe 45 Minuten vorgaren, diese abkühlen lassen, dann mit Honig bestreichen und zu guter letzt im heissen Öl frittieren. Daneben galt es das frische Gemüse zuzubereiten und um den gebratenen Reis musste ich ja auch noch zeitgerecht hinkriegen. Das alles brauchte meine volle Aufmerksamkeit und hat mich gut eineinhalb Stunden beschäftigt.  

Leider ist das Foto nicht ganz so gut geworden, wie es geschmeckt hat. Die Entenbrust war vielleicht eine Spur zu stark gegart, die Knusperkruste war aber ganz ausgezeichnet. Beim Gemüse hat mir etwas der Grünton gefehlt. Vielleicht hätte ich da etwas mehr vom Grünen der Frühlingszwiebeln verwenden sollen. Aber ich will nicht zu kritisch sein, denn für den ersten Versuch fand ich es schon sehr gut gelungen. Es ist auch heute nichts übrig geblieben und alles aufgegessen worden. Schön so. Dieses Gericht habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal gekocht.

Erholungswochenende

Am Samstagmorgen besuchte ich eine Stunde Rückenfit im Fitnesscenter. Schon in der Nacht hatte es leicht geschneit, doch als ich während der Lektion mal nach draussen schaute, vernahm ich einen regelrechten Schneesturm. Innert einer knappen Stunde lagen hier im Flachland an die 10cm nasser Neuschnee, der die Strassen in wahre Rutschbahnen verwandelte. Für den Rückweg nach Hause brauchte ich dann fast eine Stunde. Viele Strassen waren durch querstehende Autos oder LKWs blockiert. So habe ich dann am Nachmittag nur noch kurz vor dem Haus den Schnee weggeräumt und bin den Rest des Tages drinnen, in der warmen Stube, geblieben.

Heute bin ich zeitig aufgestanden, damit ich nach einem Minifrühstück Zeit hatte um zum Abstimmungslokal zu spazieren und unsere Stimmen zu den drei nationalen Abstimmungen abzugeben. Danach wollte ich gemütlich heimgehen, doch aus gemütlich wurde nichts. Ein stetiger und starker Nordwind blies mir entgegen und die Null Grad fühlten sich dadurch viel kälter an. Der Wind blies immer wieder Schnee von den Feldern durch die Luft - ziemlich unangenehm. Da bleibe ich wohl auch heute besser zu Hause...

Ich habe die drei ruhigen Tage sehr genossen. Wann habe ich denn das letzte Mal stundenlang gelesen ohne das Gefühl zu haben, etwas Aktiveres, Spannenderes zu versäumen? Das ist schon lange her. Nun fühle ich mich wieder erholt und bereit für die neue Woche.

Garnelen mit Ingwer und Knoblauch

Schon gestern hatte ich mir ein Rezept für den Wok zurecht gelegt, welches ich heute Abend kochen wollte. Dazu brauchte es:

  • 400 g Garnelenschwänze
  • 100g Rüebli (Karotten)
  • 100g Chinakohl
  • 100g Soja- und andere frische -sprossen
  • 50g frischer Ingwer
  • 2 Frühlingszwiebeln  
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Gemüsebrühe, Fisch-, Austern- und Sojasauce, Sambal oelek, Pfeffer + Salz

Dazu machte ich eine Pfanne gebratener Reis. Das Resultat kann man auf den Bildern sehen. Geschmeckt hat es... asiatisch... speziell... ungewohnt aber fein. Wir sind uns die asiatische Küche halt nicht wirklich gewohnt und so lerne ich die neuen Gemacksnoten erst kennen. Die Garnelen (Crevetten) schmeckten ausgezeichnet und waren von der Konsistenz her genau richtig. Der Chinakohl und die verschiedenen Sprossen waren vielleicht einen Hauch zu lange in der Pfanne, die hätten noch eine Spur knackiger sein können. Wie auch immer, es hat uns wirklich gut geschmeckt und wir haben beide Pfannen leer geputzt. Aus diesem Kochbuch werde ich bestimmt noch einige andere Essen austesten und wieder davon berichten.

doch ganz anders

Um acht Uhr morgens fühlte ich mich wie vom Zug überfahren und deshalb verschob ich meine Biketour auf den späteren Vormittag und drehte mich nochmals um. Ich musste mich noch besser erholen und Schlaf ist dazu eine ausgezeichnete Möglichkeit. Um halb zehn Uhr bin ich dann wirklich aufgestanden und stellte mich erstmal unter die heisse Dusche. Ich fühlte mich leer und ausgelaugt. Nur schon rasieren fiel mir schwer. Die letzten Wochen waren etwas gar anstrengend und die Vorstellung einer 100 Kilometertour motivierte mich überhaupt nicht. Muss das wirklich auch noch sein?

Nein, muss es nicht! Überhaupt "muss" an diesem freien Freitag rein gar nichts!

Dafür mache ich etwas ausgedehntere Morgengymnastik und bewege meinen müden Körper ein. Dann fahre ich kurz mit dem Velo zu Bäckerei und kaufe ein frisches Brötchen zum Frühstück. Huh! Kalt heute! Zum Frühstück die Zeitung und einen Beat-Spezial Latte Macchiato. Fein. Das nenne ich doch mal Regeneration!

Wenn ich mich schon körperlich erhole, kann ich mich auch geistig etwas erholen und wieder einmal länger als nur ein paar Minuten in einem Buch lesen. Dazu überfliege ich die Buchrücken meiner "geistigen Ecke" des Bücherregals und bleibe bei "Yoga, Rückkehr zur Einheit" hängen. Der Buchrücken ist schon ziemlich verblasst, es muss schon ewig her sein, als ich dieses Buch gekauft habe. Damit ziehe ich mich in die Leseecke zurück und schon bald gesellt sich auch unser Kater hinzu. Schön, wenn man so Zeit hat.

Weil draussen aber doch meistens die Sonne scheint und der Wetterbericht für Morgen Schnee angesagt hat, entschliesse ich mich um halb Zwei Uhr doch noch dazu, eine flache Bikerunde zu drehen und das Wetter noch etwas zu geniessen. Sonne und Wolken wechseln sich ab, bei leicht böigem Nordwind und knappen drei oder vier Grad über Null. Es war also schön, aber frisch. Genau richtig um an die zwei Stunden ganz locker zu kurbeln, frische Luft in den Körper zu bringen und etwas den edlen Gedanken nachhängen, die ich zuvor gelesen hatte. Das fand ich tip top und habe während der Bikerunde noch selten so wenig auf den Tacho gesehen. Das war mir nicht wichtig. Ich wollte eher den Gleichklang von Atmung, Bewegung und Belastung finden. Dazu eignen sich flache Runden sehr gut, weil man da einfacher die Belastung steuern kann. Ja, war schön und interessant. Heute reichten mir etwas mehr als 40 Kilometer. Die angedachte 100km-Tour wäre wohl eine Tortour geworden. So war es bestimmt besser. Das GPS sagt: 44 km., 1:54 Std., 300 Hm.

was los

In letzter Zeit ist durch meine neuen Fitnessgeschichten immer viel los und die Zeit die ich dafür verbrauche, geht fast vollständig von den Themen Fernseh/Zeitung und PC/Internet ab. Hinzu kommt, dass ich immer irgendwie etwas im Planungsstress bin. Ich habe mir vorgenommen, entweder Donnerstags oder Freitags jeweils eine tagesfüllende Ausdaueraktivität zu unternehmen und deshalb muss ich zu Beginn der Woche mich langsam auf einen der beiden Tage festlegen und auch eine Idee entwickeln, was ich denn konkret tun will.

Diese Woche sagte der Wetterbericht, dass es am Freitag etwas besser ist als am Donnerstag und im Westen der Schweiz ist die Chance auf Sonne am grössten. Hmmm... Ich könnte mit dem Velo rund um den Neuenburgersee... wie weit ist das? Kann man das eventuell mit Murten- oder Bielersee verbinden? Am Dienstagabend habe ich nach dem Squash spielen noch eine mögliche Route am PC gezeichnet. Neuenburger- und Murtensee zusammen ergeben etwas über 110 Kilometer. O.K. Ist machbar.

Nur... wenn ich zeitig in Murten starten will, erwische ich zwischen Zürich und Bern voll die Rush-Hour auf der Autobahn. Für eine Strecke schätze ich mal eineinhalb Stunden Auto-Fahrzeit, macht gesamthaft drei Stunden im Auto. Nur damit ich etwas tun kann, was ich genauso gut von zu Hause aus, mit Null Autokilometern auch tun könnte... und es soll ja lediglich eine ausgedehnte Trainingstour werden und nicht ein Highlight des Jahres, wo ich solche Anfahrtswege dann auch in Kauf nehme...

Deshalb habe ich vorhin wieder am PC gesessen und mir eine neue Tour gezeichnet. Ich fahre ins Zürcher Oberland, bezwinge die drei Hügel Chli-Bäretswil, Hulftegg, Sternenberg, und fahre dann möglichst flach wieder nach Hause zurück. Macht auch 110 Kilometer, mit knapp 1'500 Höhenmeter. Wenn ich das Morgen wirklich fahre, werde ich abends gut müde sein.

Übrigens: Heute Morgen war ich wieder einmal in einer Spinning-Lektion. Ich hatte das Pulsmessgerät dabei, doch leider vergass ich die Aufzeichnung zu starten. Während des heutigen Interwalltrainings mit insgesamt fünf Leistungsspitzen kam ich wieder auf Pulswerte über 175. Ich kann mich beim Spinning echt gut fordern und bin nach den 50 Minuten jeweils völlig durchgeschwitzt. Das tut wirklich gut. Nach der Lektion machte ich eine kurze Ess- und Trinkpause, bevor ich dann etwas über eine Stunde im Kraftraum arbeitete. Nach bisher sieben Trainings konnte ich heute erstmals die Gewichte erhöhen und somit stieg natürlich auch gleich die Anstrengung, so dass ich auch bald das zweite T-Shirt verschwitzte. Schön, wie mein Körper funktioniert. Ich rundete den Besuch im Fitnesscenter mit zwei Saunabesuchen und ausgedehnter Entspannung ab. Schön war's!

gesteigerte Fitness

Seit Mitte Januar treibe ich deutlich mehr Sport und den körperlichen Fortschritt kann ich nun anhand eines Pulsvergleichs belegen. Links ist die Pulskurve des Squashabends vom 12. Januar und rechts diejenige von Heute. Die 90 Minuten Belastung verlaufen beides Mal in etwa gleich. Nach dem Einspielen und einer ersten Partie folgt eine längere Pause. Dann kommen noch fünf weitere Games, die nur durch kurze Unterbrüche (trinken, Spielerwechsel) getrennt sind. Folgende Werte kann ich vergleichen:

  • Maximalpuls: 172 zu 168 (-4)
  • Durchschnittspuls: 144 zu 139 (-5)
  • Puls in grösserer Pause: 108 zu 100 (-8)

Das heisst also: Mein Herz musste für die gleiche Leistung während der 90 Minuten ingesamt 450x weniger schlagen. Ein klares Indiz, für eine verbesserte Fitness. Gut so. Dran bleiben.

Hammer-Februar!

Ich habe vorhin die Statistik aktualisiert und tat dies mit etwas Stolz. Nein, nicht mit Stolz, sondern eher mit Genugtuung. Die 266 Velokilometer (4 Touren) sind nicht wirklich erwähnenswert, doch beachtlich finde ich die Summe von 36 Stunden Alternativsport in 28 Tagen. An 13 Tagen machte ich mindestens 20 Minuten Morgengymnastik und an gleich vielen Tagen war ich im Fitnesscenter, besuchte 8 Lektionen Group-Fitness, war 7x im Kraftraum und spielte an den 4 Dienstagen jeweils noch Squash. Wenn ich die Gesamtaktivität von 50 Stunden durch die 28 Februartage teile, erhalte ich einen Bewegungsdurchschnitt von 1 Std 47 Min. pro Tag. Das finde ich wirklich beachtlich.

Es versteht sich von selbst, dass ich diesen Rhythmus nicht über lange Zeit werde halten können/wollen. Sobald im Frühling das Wetter wieder besser wird, werden es automatisch weniger Besuche im Fitnesscenter werden. Ich erachte es jedoch ganz bestimmt als einen guten Formaufbau (und so gesehen freue ich mich schon jetzt auf die sich konkretisierende Bikewoche in Ligurien, Anfang Mai).