Mai - schon vorbei

Schon ist wieder der Letzte des Monats und ich kann die Statistik meiner Aktivitäten überarbeiten. Im Mai ergab sich folgendes Bild:

  • 11x Velo fahren (-5 zu April)
  • 4x Krafttraining (+2 zu April)
  • 3x Power-Yoga (-1 zu April)
  • 2x Pilates (-3 zu April)
  • 1x Nordic Walking

Der Aktivitätsdurchschnitt pro Tag liegt bei einer Stunde und 40 Minuten und liegt damit auf dem Niveau vom Februar (1:47) oder März (1:42). Der April war mit 2:09 schon einmalig hoch.

Anfügen möchte ich noch, dass ich die vier Tage in Paris über Pfingsten zwar schon aktiv war, in dem Sinne jedoch nichts für die Statistik tun konnte. Zudem war dieser Mai wettermässig eher kühl und nass. So bin ich ausser der Woche in Ligurien nur noch vier Mal auf dem Bike gesessen.

Etwas zu denken gibt mir, dass die Alternativtätigkeiten etwas zurückgehen. Ich konnte mich wenig für meine Morgengymnastik motivieren und sollte da wieder mehr dran bleiben. Oft bin ich einfach zu faul um aufzustehen…

10'000 km mit dem Intense Spider29

Auf der gestrigen Trainingstour fuhr ich mit dem Intense Spider29 den zehntausendsten Kilometer. Grund genug, heute das Bike sauber zu putzen und nun einen Jubiläumsbericht zu schreiben.

Die Daten der Statistik: 10'033 Kilometer, 214'920 Höhenmeter, 668 Stunden Fahrzeit in drei Jahren, insgesamt 229 Einsätze (Schnitt = 44 km., 940 Hm., 3 Std.). Man darf das nicht einfach so rasch überlesen sondern es lohnt sich, kurz darüber nachzudenken. Die über 200'000 Höhenmeter zeigen klar, dass dieses Bike wirklich in bergigem Land bewegt wurde. Da gab es viele sehr schöne und auch schwere Trails und Downhills, die dem Material ganz schön zusetzten. Man darf nicht vergessen, dass ich fahrfertig mit Rucksack, Schuhen und Helm knapp über 100 Kilo auf die Waage bringe.

Nun hat das Bike so langsam das Ende seines Lebenszyklus erreicht. Seit ein paar Monaten fahre ich mir einem Riss im Rahmen herum, der ganz langsam grösser wird und der dem Rahmen ein baldiges Ende ankündigt. Intense hat mir nun angeboten, das vordere Rahmendreieck für 900 Franken zu ersetzen, doch ich weiss noch nicht, wie ich diesbezüglich entscheiden soll. Mit der Bestellung des Santa Cruz Tallboy ist mein zukünftiges Bike ja schon festgelegt und dieses Bike sollte bis Ende Juni eigentlich auch eintreffen. Bis dahin fahre ich das Intense weiter und bis dann werde ich auch entschieden haben, wie es diesbezüglich weitergeht.

Ich muss gestehen, dass ich wirklich mit einem weinenden Auge das Intense betrachte. Die Fahreigenschaften überzeugen mich immer wieder und seit ich dieses Bike fahre, bin ich nie mehr nennenswert gestürtzt. Vor allem, nie mehr nach vorne über den Lenker, weil das Vorderrad irgendwo einsteckte. Dank 29er-Laufrädern und der gelungenen Geometrie ist das nur noch ein Thema aus der Vergangenheit.

Man kann jedoch auch feststellen, dass die Entwicklung bereits vier Jahre her ist und dass heutige Produkte ein paar Schwächen oder Eigenheiten dieses Rahmens nicht mehr haben. So ist der Intense-Hinterbau schon ziemlich weich und wenig seitensteif (in steilen Uphills verwindet sich der Rahmen so, dass der Reifen unter Last am Umwerfer streift), oder der Lenkwinkel ist mit 73° Grad heftig steil (was auf schnellen Downhills eine ruhige Hand erfordert). Wie auch immer. Das Intense Spider29 war ein gutes Bike, welches ich in guter Erinnerung halten werde.

kurze Trainingsrunde

Die üblichen Verdächtigen trafen sich heute morgen um halb zehn Uhr bei mir für eine Samstagstrainingsrunde. Da Einige im Laufe des Nachmittags noch andere Verpflichtungen hatten, entschieden wir uns für eine leicht verkürzte Standardrunde. 

Der Boden war vom gestrigen Regen zwar oberflächlich nass, doch viele Waldpassagen waren dennoch gut zu fahren. Der Himmel war zwar bewölkt, doch die Temperatur war schon recht angenehm. Soweit also gute Bedingungen.

Weil wir nicht unbegrenzt Zeit hatten, fuhren wir heute alle etwas schneller als sonst. So kam es mir jedenfalls vor, denn ich musste trotz meiner an sich guten Form zusehen, dass ich berghoch mithalten konnte. Das ist irgendwie fies. Nicht nur ich werde fitter, gleichzeitig werden auch meine Bikekumpels fitter und so ändert sich nur wenig an den bekannten Stärkenverhältnissen. Wir fahren einfach alle etwas schneller.

Eigentlich wollten wir an der Besenbeiz bei der Tössegg unseren Verpflegungshalt machen, doch die hatte heute gar nicht offen. Zu unsicher die Wetterlage. Schade. Rasch hatten wir einen guten Alternativvorschlag und packten die letzten Hügel bis Sinalco, Nussgipfel und Kaffee. Von da weg war es dann nur noch eine halbe Stunde bis nach Hause und so konnte auch ich mich heute Nachmittag noch anderen Dingen widmen (wie z.B. Bad putzen, Wohnung staubsaugen)... Das GPS sagt: 38 km., 2:28 Std., 950 Hm.

Ibergeregg

Gestern Abend entschied ich mich, heute mit dem Kish eine schöne Strassenrunde zu fahren. Ich suchte mir im Internet eine Rennradrunde heraus, in der es einen Anstieg von mehr als 700 Höhenmeter am Stück gibt. Das heisst, ich wollte mal länger als eine Stunde lang nur berghoch fahren und somit meinen Organismus stetig belasten, ohne Ausruhzeiten bei Flachstücken oder Abfahrten. Für diese Tour habe ich mich dann entschieden.

Ich fuhr also am Morgen mit dem Auto nach Zug und versuchte da mein Auto gebührenfrei abzustellen, was gar nicht so einfach war, denn in Zug gibt es Parkhäuser aber keine Parkplätze und Parkhäuser kosten nun mal. Das hat ein paar Minuten gedauert, doch ich fand bald ein geeignetes Plätzchen, packte das Bike aus dem Kofferraum und machte mich abfahrbereit.

Zuerst ging es flach entlang des Zugersees und von da via Art und Golda nach Lauerz, an den Lauerzersee. Nach etwa 20 Kilometern machte ich dieses Bild von der Insel Schwanau im Lauerzersee. Am Ende des kleinen Sees, bei Seewen (Sz) war dann Schluss mit flach und gemütlich. Ab Schwyz startete die Strasse hoch zur Ibergeregg und unten ist eine Hinweistafel für Radfahrer angebracht. Darauf steht: "Strasse steigt um 870 Meter auf 9,5 km". Et voilà! Ich habe es so gewollt...

Ich halte kurz an und verstaue die leichte Jacke im Rucksack. Der Himmel ist ziemlich stark bewölkt, doch es ist mit über 20° Grad angenehm warm. Die Steigung beginnt recht angenehm und ich finde rasch einen guten Rhythmus. Ich halte den Puls unter 140 Schlägen und kurble gleichmässig hoch. Ich versuche den Mund zu schliessen und nur durch die Nase zu atmen, doch es gelingt mir nicht. Die Anstrengung ist zu gross. Bald tropft der Schweiss in regelmässigen Abständen vom Kinn. Ich fahre in einem Stück hoch bis zur Passhöhe und brauche dafür etwa 75 Minuten. Das ist für mich normal schnell und entspricht den angenommenen 700 Höhenmeter Steigleistung pro Stunde.

Ab etwa der Mitte der Steigung kriegte ich langsam Hunger und mir war klar, dass ich im Restaurant auf der Passhöhe der Ibergeregg eine Pause machen und im Restaurant etwas Essen werde. Zu meiner Überraschung war ich der einzige Gast, als ich das Restaurant betrat und die Bedienung fand es ziemlich mutig, dass ich draussen auf der Terasse sitzen wollte. "Das kommt bestimmt bald regnen." meinte sie, doch als prinzipieller Optimist blieb ich Draussen und bestellte mir heissen Käsekuchen mit einem grünen Salat. Dazu einen halben Liter Apfelschorle und zum Abschluss ein Caffé Crème.

Die Wolkendecke wurde wirklich immer dichter und es sah vor allem auf der Nordseite, da wo ich hin wollte, gar nicht gut aus. Ich wollte nicht mehr länger zuwarten, bezahlte und schwang mich in den Sattel für die rasante Abfahrt bis nach Oberiberg. Doch der Zeitpunkt war schlecht gewählt, denn nach ein paar ersten, zaghaften Regentropfen kam ich in ein richtiges Gewitter. Rasch zog ich die Regenjacke an und packte den Rucksack in die Regenhülle. Mehr hatte ich nicht dabei und so spritzte mir auf der schönen Abfahrt immer mehr Wasser in die Schuhe und schon bald war ich völlig durchnässt. Das hätte nicht unbedingt sein sollen. Egal. Schon wenige Kilometer später hellte sich der Himmel wieder auf und die Strassen waren wieder trocken. Das war wirklich nur ein lokaler Schauer. Also wieder anhalten und die Regenjacke einpacken, damit ich die Kleider an der Luft trocknen konnte. In den Schuhen stand das Wasser...

Die Übung mit den Regenkleidern musste ich dann kurz nach Biberbrugg nochmals durchziehen. Wieder regnete es zwar kurz aber heftig. Diesmal beschloss ich unter einem Vordach Schutz zu suchen und zu warten, bis der gröbste Schauer vorbei ist. Kaum zehn Minuten später konnte ich dann weiterfahren und ich freute mich, schon bald zurück beim Auto zu sein. So langsam spürte ich ein Ziehen in den Kniekehlen und die Beine wurden auch zunehmend müde. Als ich beim Auto dann die Tourdaten angesehen habe, war alles wie geplant. Mein GPS zeigte bis auf ein paar wenige Meter genau die selbe Streckenlänge und Höhendifferenz an, die der Track auf gpsies.com angegeben hatte. Das GPS sagt: 86 km., 4:08 Std., 1'400 Hm.

Abends um sechs Uhr war ich dann noch mit Andrea, eine Vitaltrainer-Kammeradin, auf eine Rund Nordic Walking verabredet. Nach der Dusche zu Hause blieb also nicht viel Zeit und ich machte mich auf zum Treffpunkt. Andrea hat dann ein knackiges Tempo angeschlagen und obwohl die Strecke mehrheitlich flach war, war ich gut gefordert. Ich genoss die Schulterbewegung und den Armschwung. Wir haben die Belastung gemäss Richtlinien gewählt: So, dass man noch reden kann. ;-) So konnten wir uns während des Laufens gegenseitig etwas informieren über all die Dinge, die derzeit so los sind. Das war sehr angenehm und die schöne Abendstimmung trug auch noch ihren Teil dazu bei. Das war wirklich eine schöne Stunde. Das GPS sagt: 6,1km., 1:00 Std., 80 Hm.

Heute erlebte ich einen schönen Sporttag und ich werde bestimmt gut schlafen...

Abendsonne

Heute Morgen musste ich arbeiten und als ich am Nachmittag ins Fitnesscenter fuhr, regnete es ziemlich heftig. Das richtige Wetter für eine Runde Krafttraining und danach zwei Saunagänge. Das hat gut getan.

Abends besserte sich das Wetter zusehens und so entschied ich mich kurzerhand noch für eine kurze Runde an der frischen Luft. Die Forststrassen waren noch ziemlich nass, doch ich hatte ja Zeit und musste nicht schnell fahren. Es ging mir mehr darum, die frisch gewaschene Luft zu atmen und überhaut draussen, in der Natur zu sein. Das hat einfach ganz andere Qualität, als Hallensport. Die tiefstehende Abendsonne zaubert herrliche Farben, an den Grashalmen funkeln Wassertropfen wie Diamanten, das Regenwasser versickert und verdampft, die Wiesen blühen. Alles steht im Saft. Eine herrliche Jahreszeit.

Welcome back Runde

Diese Woche muss ich am Donnerstagmorgen arbeiten und deshalb konnte ich heute Nachmittag frei nehmen und eine schöne Biketour fahren. Das Wetter war einfach herrlich! Ein Sommertag, mit über 25° Grad, an dem man die Sonnencreme nicht vergessen durfte.

Ich entschied mich, zuerst entlang des Rheins bis nach Kaiserstuhl zu fahren und von da sündwärts in Richtung Lägern Hochwacht zu halten. Eine mir bekannte Strecke, von geschätzten 60 Kilometern. Genau richtig, für einen unverhofft freien Nachmittag.

Die Wälder sind nun dicht belaubt und starke Farben und Gerüche begleiten einem während der Fahrt. Wirklich sehr schön. Ich konnte während der Tour gut entspannen und den Kopf durchlüften. Es gab so einige Gedankenfetzen der letzten Tage, die noch verarbeitet und dann losgelassen werden wollten. Dafür war diese Tour wirklich ideal. Auf der Aussichtsplattform bei der Lägern-Hochwacht habe ich dann das einzige Foto des Tages gemacht. Dabei hab ich wohl nur ganz knapp ins Bild gepasst... ;-)

Auf dem Nachhauseweg hatte ich mich mit Jürg zum Nachtessen in einem Gartenrestaurant verabredet. Wir liessen diesen schönen Tag bei guten Gesprächen und einem feinen Essen stilvoll ausklingen. Sehr schön war's. Danke. Das GPS sagt: 72 km., 4:08 Std., 1'310 Hm.

Pfingsten in Paris

Wir haben ein unglaubliches Wochenende hinter uns. Am Freitagmorgen starteten wir zu viert in Zürich und fuhren mit dem TGV nach Paris, wo uns herrliches Frühlingswetter erwartete. Dann folgten drei Tage mit vielen Highlights. Unter Anderem waren wir zuoberst auf dem Eiffelturm und besuchten eine Aufführung im Variété Moulin Rouge. Karin und ich waren dabei eigentlich "nur" die Begleitung meiner Eltern, die diese Reise zu ihrem 50. Hochzeitstag von allen Freunden und Verwandten geschenkt bekamen. Das war ein richtig tolles Geschenk, welches wir an diesem Prachtswochenende einlösen konnten. Heute Montagabend sind wir dann mit dem TGV wieder zurück gekommen und nun sind wir müde und voller einmaliger Eindrücke, an die wir uns bestimmt noch lange erinnern werden.

hin und her

In den letzten Tagen bin ich innerlich etwas hin und her gerissen und deshalb war es hier auch eher ruhig. Das hat mit dem veränderten Berufsumfeld zu tun, doch darauf möchte ich hier nicht näher eingehen. Denn wer weiss, vielleicht liest der Chef ja mit...

Wie auch immer. Jetzt ist Mittwochabend (-nacht) und morgen würde ich gerne eine Runde biken. Was sagt denn der Wetterbericht dazu? Hmm... regnerisch... na ja, dann halt ins Fitnesscenter und in die Sauna. Zudem gibt es im und ums Haus noch einiges zu tun und das wirklich zu tun fällt mir bei schlechtem Wetter doch etwas einfacher. Ich wende also das alt bewährte Programm an: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Ich freue mich schon auf das Vergnügen... ;-)