10'000 km mit dem Intense Spider29

Auf der gestrigen Trainingstour fuhr ich mit dem Intense Spider29 den zehntausendsten Kilometer. Grund genug, heute das Bike sauber zu putzen und nun einen Jubiläumsbericht zu schreiben.

Die Daten der Statistik: 10'033 Kilometer, 214'920 Höhenmeter, 668 Stunden Fahrzeit in drei Jahren, insgesamt 229 Einsätze (Schnitt = 44 km., 940 Hm., 3 Std.). Man darf das nicht einfach so rasch überlesen sondern es lohnt sich, kurz darüber nachzudenken. Die über 200'000 Höhenmeter zeigen klar, dass dieses Bike wirklich in bergigem Land bewegt wurde. Da gab es viele sehr schöne und auch schwere Trails und Downhills, die dem Material ganz schön zusetzten. Man darf nicht vergessen, dass ich fahrfertig mit Rucksack, Schuhen und Helm knapp über 100 Kilo auf die Waage bringe.

Nun hat das Bike so langsam das Ende seines Lebenszyklus erreicht. Seit ein paar Monaten fahre ich mir einem Riss im Rahmen herum, der ganz langsam grösser wird und der dem Rahmen ein baldiges Ende ankündigt. Intense hat mir nun angeboten, das vordere Rahmendreieck für 900 Franken zu ersetzen, doch ich weiss noch nicht, wie ich diesbezüglich entscheiden soll. Mit der Bestellung des Santa Cruz Tallboy ist mein zukünftiges Bike ja schon festgelegt und dieses Bike sollte bis Ende Juni eigentlich auch eintreffen. Bis dahin fahre ich das Intense weiter und bis dann werde ich auch entschieden haben, wie es diesbezüglich weitergeht.

Ich muss gestehen, dass ich wirklich mit einem weinenden Auge das Intense betrachte. Die Fahreigenschaften überzeugen mich immer wieder und seit ich dieses Bike fahre, bin ich nie mehr nennenswert gestürtzt. Vor allem, nie mehr nach vorne über den Lenker, weil das Vorderrad irgendwo einsteckte. Dank 29er-Laufrädern und der gelungenen Geometrie ist das nur noch ein Thema aus der Vergangenheit.

Man kann jedoch auch feststellen, dass die Entwicklung bereits vier Jahre her ist und dass heutige Produkte ein paar Schwächen oder Eigenheiten dieses Rahmens nicht mehr haben. So ist der Intense-Hinterbau schon ziemlich weich und wenig seitensteif (in steilen Uphills verwindet sich der Rahmen so, dass der Reifen unter Last am Umwerfer streift), oder der Lenkwinkel ist mit 73° Grad heftig steil (was auf schnellen Downhills eine ruhige Hand erfordert). Wie auch immer. Das Intense Spider29 war ein gutes Bike, welches ich in guter Erinnerung halten werde.

kurze Trainingsrunde

Die üblichen Verdächtigen trafen sich heute morgen um halb zehn Uhr bei mir für eine Samstagstrainingsrunde. Da Einige im Laufe des Nachmittags noch andere Verpflichtungen hatten, entschieden wir uns für eine leicht verkürzte Standardrunde.  

Der Boden war vom gestrigen Regen zwar oberflächlich nass, doch viele Waldpassagen waren dennoch gut zu fahren. Der Himmel war zwar bewölkt, doch die Temperatur war schon recht angenehm. Soweit also gute Bedingungen.

Weil wir nicht unbegrenzt Zeit hatten, fuhren wir heute alle etwas schneller als sonst. So kam es mir jedenfalls vor, denn ich musste trotz meiner an sich guten Form zusehen, dass ich berghoch mithalten konnte. Das ist irgendwie fies. Nicht nur ich werde fitter, gleichzeitig werden auch meine Bikekumpels fitter und so ändert sich nur wenig an den bekannten Stärkenverhältnissen. Wir fahren einfach alle etwas schneller.

Eigentlich wollten wir an der Besenbeiz bei der Tössegg unseren Verpflegungshalt machen, doch die hatte heute gar nicht offen. Zu unsicher die Wetterlage. Schade. Rasch hatten wir einen guten Alternativvorschlag und packten die letzten Hügel bis Sinalco, Nussgipfel und Kaffee. Von da weg war es dann nur noch eine halbe Stunde bis nach Hause und so konnte auch ich mich heute Nachmittag noch anderen Dingen widmen (wie z.B. Bad putzen, Wohnung staubsaugen)... Das GPS sagt: 38 km., 2:28 Std., 950 Hm.

Ibergeregg

Gestern Abend entschied ich mich, heute mit dem Kish eine schöne Strassenrunde zu fahren. Ich suchte mir im Internet eine Rennradrunde heraus, in der es einen Anstieg von mehr als 700 Höhenmeter am Stück gibt. Das heisst, ich wollte mal länger als eine Stunde lang nur berghoch fahren und somit meinen Organismus stetig belasten, ohne Ausruhzeiten bei Flachstücken oder Abfahrten. Für diese Tour habe ich mich dann entschieden.

Ich fuhr also am Morgen mit dem Auto nach Zug und versuchte da mein Auto gebührenfrei abzustellen, was gar nicht so einfach war, denn in Zug gibt es Parkhäuser aber keine Parkplätze und Parkhäuser kosten nun mal. Das hat ein paar Minuten gedauert, doch ich fand bald ein geeignetes Plätzchen, packte das Bike aus dem Kofferraum und machte mich abfahrbereit.

Zuerst ging es flach entlang des Zugersees und von da via Art und Golda nach Lauerz, an den Lauerzersee. Nach etwa 20 Kilometern machte ich dieses Bild von der Insel Schwanau im Lauerzersee. Am Ende des kleinen Sees, bei Seewen (Sz) war dann Schluss mit flach und gemütlich. Ab Schwyz startete die Strasse hoch zur Ibergeregg und unten ist eine Hinweistafel für Radfahrer angebracht. Darauf steht: "Strasse steigt um 870 Meter auf 9,5 km". Et voilà! Ich habe es so gewollt...

Ich halte kurz an und verstaue die leichte Jacke im Rucksack. Der Himmel ist ziemlich stark bewölkt, doch es ist mit über 20° Grad angenehm warm. Die Steigung beginnt recht angenehm und ich finde rasch einen guten Rhythmus. Ich halte den Puls unter 140 Schlägen und kurble gleichmässig hoch. Ich versuche den Mund zu schliessen und nur durch die Nase zu atmen, doch es gelingt mir nicht. Die Anstrengung ist zu gross. Bald tropft der Schweiss in regelmässigen Abständen vom Kinn. Ich fahre in einem Stück hoch bis zur Passhöhe und brauche dafür etwa 75 Minuten. Das ist für mich normal schnell und entspricht den angenommenen 700 Höhenmeter Steigleistung pro Stunde.

Ab etwa der Mitte der Steigung kriegte ich langsam Hunger und mir war klar, dass ich im Restaurant auf der Passhöhe der Ibergeregg eine Pause machen und im Restaurant etwas Essen werde. Zu meiner Überraschung war ich der einzige Gast, als ich das Restaurant betrat und die Bedienung fand es ziemlich mutig, dass ich draussen auf der Terasse sitzen wollte. "Das kommt bestimmt bald regnen." meinte sie, doch als prinzipieller Optimist blieb ich Draussen und bestellte mir heissen Käsekuchen mit einem grünen Salat. Dazu einen halben Liter Apfelschorle und zum Abschluss ein Caffé Crème.

Die Wolkendecke wurde wirklich immer dichter und es sah vor allem auf der Nordseite, da wo ich hin wollte, gar nicht gut aus. Ich wollte nicht mehr länger zuwarten, bezahlte und schwang mich in den Sattel für die rasante Abfahrt bis nach Oberiberg. Doch der Zeitpunkt war schlecht gewählt, denn nach ein paar ersten, zaghaften Regentropfen kam ich in ein richtiges Gewitter. Rasch zog ich die Regenjacke an und packte den Rucksack in die Regenhülle. Mehr hatte ich nicht dabei und so spritzte mir auf der schönen Abfahrt immer mehr Wasser in die Schuhe und schon bald war ich völlig durchnässt. Das hätte nicht unbedingt sein sollen. Egal. Schon wenige Kilometer später hellte sich der Himmel wieder auf und die Strassen waren wieder trocken. Das war wirklich nur ein lokaler Schauer. Also wieder anhalten und die Regenjacke einpacken, damit ich die Kleider an der Luft trocknen konnte. In den Schuhen stand das Wasser...

Die Übung mit den Regenkleidern musste ich dann kurz nach Biberbrugg nochmals durchziehen. Wieder regnete es zwar kurz aber heftig. Diesmal beschloss ich unter einem Vordach Schutz zu suchen und zu warten, bis der gröbste Schauer vorbei ist. Kaum zehn Minuten später konnte ich dann weiterfahren und ich freute mich, schon bald zurück beim Auto zu sein. So langsam spürte ich ein Ziehen in den Kniekehlen und die Beine wurden auch zunehmend müde. Als ich beim Auto dann die Tourdaten angesehen habe, war alles wie geplant. Mein GPS zeigte bis auf ein paar wenige Meter genau die selbe Streckenlänge und Höhendifferenz an, die der Track auf gpsies.com angegeben hatte. Das GPS sagt: 86 km., 4:08 Std., 1'400 Hm.

Abends um sechs Uhr war ich dann noch mit Andrea, eine Vitaltrainer-Kammeradin, auf eine Rund Nordic Walking verabredet. Nach der Dusche zu Hause blieb also nicht viel Zeit und ich machte mich auf zum Treffpunkt. Andrea hat dann ein knackiges Tempo angeschlagen und obwohl die Strecke mehrheitlich flach war, war ich gut gefordert. Ich genoss die Schulterbewegung und den Armschwung. Wir haben die Belastung gemäss Richtlinien gewählt: So, dass man noch reden kann. ;-) So konnten wir uns während des Laufens gegenseitig etwas informieren über all die Dinge, die derzeit so los sind. Das war sehr angenehm und die schöne Abendstimmung trug auch noch ihren Teil dazu bei. Das war wirklich eine schöne Stunde. Das GPS sagt: 6,1km., 1:00 Std., 80 Hm.

Heute erlebte ich einen schönen Sporttag und ich werde bestimmt gut schlafen...

Abendsonne

Heute Morgen musste ich arbeiten und als ich am Nachmittag ins Fitnesscenter fuhr, regnete es ziemlich heftig. Das richtige Wetter für eine Runde Krafttraining und danach zwei Saunagänge. Das hat gut getan.

Abends besserte sich das Wetter zusehens und so entschied ich mich kurzerhand noch für eine kurze Runde an der frischen Luft. Die Forststrassen waren noch ziemlich nass, doch ich hatte ja Zeit und musste nicht schnell fahren. Es ging mir mehr darum, die frisch gewaschene Luft zu atmen und überhaut draussen, in der Natur zu sein. Das hat einfach ganz andere Qualität, als Hallensport. Die tiefstehende Abendsonne zaubert herrliche Farben, an den Grashalmen funkeln Wassertropfen wie Diamanten, das Regenwasser versickert und verdampft, die Wiesen blühen. Alles steht im Saft. Eine herrliche Jahreszeit.

Welcome back Runde

Diese Woche muss ich am Donnerstagmorgen arbeiten und deshalb konnte ich heute Nachmittag frei nehmen und eine schöne Biketour fahren. Das Wetter war einfach herrlich! Ein Sommertag, mit über 25° Grad, an dem man die Sonnencreme nicht vergessen durfte.

Ich entschied mich, zuerst entlang des Rheins bis nach Kaiserstuhl zu fahren und von da sündwärts in Richtung Lägern Hochwacht zu halten. Eine mir bekannte Strecke, von geschätzten 60 Kilometern. Genau richtig, für einen unverhofft freien Nachmittag.

Die Wälder sind nun dicht belaubt und starke Farben und Gerüche begleiten einem während der Fahrt. Wirklich sehr schön. Ich konnte während der Tour gut entspannen und den Kopf durchlüften. Es gab so einige Gedankenfetzen der letzten Tage, die noch verarbeitet und dann losgelassen werden wollten. Dafür war diese Tour wirklich ideal. Auf der Aussichtsplattform bei der Lägern-Hochwacht habe ich dann das einzige Foto des Tages gemacht. Dabei hab ich wohl nur ganz knapp ins Bild gepasst... ;-)

Auf dem Nachhauseweg hatte ich mich mit Jürg zum Nachtessen in einem Gartenrestaurant verabredet. Wir liessen diesen schönen Tag bei guten Gesprächen und einem feinen Essen stilvoll ausklingen. Sehr schön war's. Danke. Das GPS sagt: 72 km., 4:08 Std., 1'310 Hm.

Feierabendrunde

Ich musste heute Abend unbedingt aufs Bike und meinen Kopf etwas auslüften. Das hat bei den kühlen Temperaturen dann auch gut geklappt. Das Grün der jungen Buchenblätter leuchtet einem derzeit förmlich entgegen. Die Farben sind intensiv und kräftig. Das GPS sagt: 33 km., 2:00 Std., 800 Hm.

letzter Tag - endlich Sonne

Heute sind wir eine sehr schöne Tour gefahren. Zuerst der Küste entlang bis nach Savona, von da weg ins Hinterland bis Altara und von da hoch knapp zum Pian dei Corsi. Es war eine sehr schöne Tour, die ich später noch genauer beschreiben werde. Hier vorab mal die zwei schönsten Bilder des Tages. Das GPS sagt: 83 km., 5:20 Std., 1'590 Hm.

doch noch Regen

Als ich kurz nach sieben Uhr aufwachte, schien draussen herrlich die Sonne und ich rechnete, trotz wechselhaftem Wetterbericht, mit einem schönen Biketag. Doch schon während des Frühstücks verdichtete sich die Bewölkung und als wir gegen halb zehn Uhr starteten, war es schon ziemlich bedeckt.

Wir waren dann noch keine Stunde unterwegs, als wir mitten in einem dichten Wald bemerkten, dass es zu regnen beginnt. Wir zogen also unsere Regenjacken an und dachten/hofften, dass es nur ein kurzer Regenschauer ist. Dem war aber nicht so. Es entlud sich ein ziemlich starkes Gewitter und bald war uns klar, dass wir die Tour nicht wie geplant werden fahren können/wollen. Was tun? Nach einer kurzen Beratung entschieden wir uns, ans Meer zu fahren, da aus unserer bisherigen Erfahrung das Wetter an der Küste doch deutlich besser war, als im Hinterland.

So war es denn auch heute. Bis zum Strand waren es zwar nur acht Kilometer, doch innert dieser acht Kilometer hörte es auf zu regenen, die Strassen wurden trocken und an der Küste schien die Sonne. Wir wärmten uns im erstbesten Lokal mit einem Cappuchino etwas auf und verteilten unsere nassen Kleider um sie etwas zu trocknen. Wir genossen richtig die Sonne und tankten dankbar deren Wärme.

Später wollten wir dann doch noch etwas radfahren und entschieden uns, der Küste entlang nach Varigotti zu fahren und von da die steile Strasse hoch nach Le Manie zu nehmen, damit wir zum Schluss von oben her kommend zu unserem Hotel fahren konnten. Das GPS sagt: 40 km., 3:04 Std., 940 Hm

Abends war ich etwas enttäuscht und leicht gefrustet. Anfang Jahr entschied ich mich im Mai und nicht schon im April nach Ligurien zu fahren, in der Hoffnung, dass wir etwas besseres und wärmeres Wetter kriegen, als letztes Jahr. Dem war leider nicht so, Bisher war es vorwiegend wolkig, neblig und ziemlich kühl und auch die Singletrails machen trocken bestimmt doppelt so viel Spass, wie wenn man dauernd Pfützen ausweichen muss... Na ja, man kann nicht alles haben. Das feine Abendessen und der gute Wein konnten dann meine Laune wieder etwas aufhellen. Fotos gab es keine, weil der Apparat nach dem Gewitter ziemlich nass war und ich ihn erst im Hotelzimmer trocknen wollte.

Passo di Melogno im Nebel

Das Wetter ist hier immer etwa gleich, nämlich stark bewölkt, bei 15-18 Grad. Es sind zwar Regenschauer angesagt und es sieht auch oft bedrohlich nach Regen aus, doch bisher blieben wir glücklicherweise davon verschont. Am besten ist das Wetter eigentlich direkt an der Küste, doch da kann man ja nicht biken. Sobald man aber etwas in die Höhe kommt, werden die Wolken dichter und heute fuhren wir schon ab etwa 600 Metern über Meer in die Wolken, oder in den Nebel.Beim Restaurant am Passo di Melogno auf 940 Metern über Meer war die Sicht etwa 20 bis 30 Meter, keine Spur von Aus- oder Fernsicht. Schade...

Das Restaurant wurde mit einem alten gusseisernen Holzofen beheizt, der in der Mitte des Raumes stand und eine angenehme Wärme verbreitete. Das konnten wir gut gebrauchen, denn von frühlingshaften Bedingungen konnte wirklich nicht gesprochen werden. Wir verpflegten uns bei Minestrone und Pasta, bevor wir sämtliche Kleider anzogen, die unsere Rucksäcke hergaben, um uns für die Abfahrt zu rüsten. Im oberen Teil waren die Trails nass, aufgeweicht und rutschig. Viele nasse Wurzeln und tiefe Pfützen galt es zu umfahren. Dazwischen gab es immer wieder steinige Passagen und enge Erosionsfurchen, durch die der Weg ins Tal führte. Das war richtig anspruchsvoll, brauchte viel Konzentration und Gefühl für den Untergrund. Ein paar Mal mussten wir absteigen und schieben, weil wir keine Stürze riskieren wollten. Das ist zeitweise wirklich heftig.

Da möchte man gerne einmal Einheimische sehen, wie die da runter fahren. Je weiter nach unten man kam, desto trockener wurde die Strecke und desto mehr Fluss bekam das Ganze. Das machte dann nochmals richtig Spass. Den letzten Abschnitt rollten wir auf der Strasse zurück, bevor wir dann erstmals zum Tourende ein italienisches Eis auf der Piazza in Finalborgo essen konnten. Da schien dann auch ganz nett die Sonne und wir konnten die Jacken wieder im Rucksack verstauen. Nach der Rückfahrt zum Hotel und dem Bikeputzen fuhren wir mit dem Auto nochmals runter ins Ortszentrum um etwas zu flanieren und das lokale Angebot kennen zu lernen. Wie magnetisch landeten wir zum Schluss dann wieder im Caffé an der Piazza, wo wir schon all die Tage zuvor eingekehrt waren. Es scheint, wir sind Gewohnheitstiere...

Die heutige Tour beurteile ich als "ja, aber"-Tour. Ja, es war eine schöne und interessante Tour, aber wie viel schöner wäre es gewesen, wenn es trocken und warm gewesen wäre? Wenn die Trails staubig statt rutschig gewesen wären... (jammern auf hohen Niveau)... Das GPS sagt: 44 km., 3:56 Std., 1'330 Hm.

Pian dei Corsi im Nebel

Man kann vieles planen für die Ferien, doch das Wetter lässt sich halt leider nicht bestellen.  

Schon beim Frühstück war es stark bewölkt und man wusste nicht, wann es denn zu regnen beginnt. Wir beredeten die Situation und entschieden uns einfach mal loszufahren und wenn es dann schlechter werden würde, würden wir halt umdrehen und möglichst direkt zum Hotel zurück fahren. Gegen halb zehn Uhr begann es dann wirklich kurz zu tropfen und wir überlegten nochmals, ob wir überhaupt losfahren sollen. Was soll's, sind ja nur ein paar Tropfen...

Wir wollten heute zur verlassenen Nato-Basis auf dem Pian dei Corsi hochfahren und entschieden uns für die einfachere Auffahrtsvariante über kleine Asphaltnebenstrassen. Nach ein paar nur leicht ansteigenden Einrollkilometern zweigt man in Feligno links ab und dann beginnt die etwa 10 Kilometer lange Steigung von 250 auf 1'070 Meter über Meer. Schon nach den ersten Kehren kommen wir an eine auffällige, weisse Kirche und deren Fassade reizt mich für ein Foto mit Selbstauslöser. Man sieht, dass es trocken war und dass wir unsere Regenjacken im Rucksack verstauen konnten.

Ab etwa 800 Metern über Meer war dann leider wieder Schluss mit Aussicht. Wir fuhren in dichten Wolken, die wie Nebel an den Hügeln klebten. Das war natürlich schade und so war auch nichts mit der visuellen Belohnung, dem eigentlich fantastischen Panorama. Etwas wehmütig erinnerte ich mich an letztes Jahr, wo wir für diese Tour perfekte Bedingungen hatten. Heute war doch vieles Anders... Die feuchten und rutschigen Trails boten eine Extralektion Fahrtechnik.

Die Rückfahrt, sprich der Downhill, vom Pian dei Corsi bis nach Finale Ligure ist wirklich ein Highlight und die Tour werde ich vermutlich/hoffentlich wieder einmal fahren. Die 1'200 Höhenmeter runter bis ans Meer verlaufen zu etwa 80% auf Bikestrecken und Singletrails. 16 Kilometer Spass, Spannung und Herausforderung. Der Lohn, für die Mühen des Aufstiegs.

In Finale Ligure taten wir etwas gegen den kleinen Hunger, bevor wir dann wieder in unser tägliches Caffé zum obligaten Cappuchino fuhren. Eigentlich wollten wir noch etwas an der Sonne sitzen, doch das klappte nicht wirklich lange, denn schon bald zog es zu und es drohten vereinzelte Regentropfen. Also, lass uns bezahlen und zurück zum Hotel fahren. Die verdreckten Bikes müssen ja auch noch gepflegt werden.... Das GPS sagt: 46 km., 4:06 Std. 1'370 Hm.