ruhiger Freitag

Morgens hatte ich noch heftig müde Beine und so liess ich den Tag ruhig angehen. Diese Tage ist richtig schönes Wetter und endlich ist es auch entsprechend warm. Sehr, sehr angenehm.

Später putzte ich das neue Bike und bemerkte dabei, dass die Kette bergrunter scheinbar gegen den kleinen Verbindungssteg zwischen Ketten- und Sitzstrebe schlägt und da die orange Lackierung beschädigt. Ich baute also das Hinterrad aus, reinigte die Stelle und klebte etwas Schutzfolie auf. So um Bike zu schleichen machte natürlich Lust auf eine kleine Runde... und das Wetter war wirklich einladend. Zeit hatte ich auch. Sehr gut. Ich entschied mich für eine erholsame Strassentour und rollte gemütlich durch den schönen Nachmittag... dabei legte ich den dreitausendsten Kilometer im aktuellen Jahr zurück. Der Tacho sagt: 43 km., 1:58 Std., 400 Hm.

gewichtige Sache

Die Grafik zeigt die nackte Wahrheit. Immer nachts, vor dem zu Bett gehen steige ich auf die Digitalwaage und notiere mein Gewicht auf einem Zettel. Die Daten übertrage ich in SportTracks, was auch die Grafik produziert. Am 1. Januar 2010 wog ich 99 Kilo, gestern dann 91 Kilogramm. Bis Mitte April habe ich acht Kilo reduziert, seither pendle ich zwischen 91 und 93 Kilo (bei 1,92m Grösse).

Eigentlich würde ich gerne noch ein paar Kilos runter, doch auch hier gilt: In letzter Zeit war ich zu faul. Meine Bemühungen haben nachgelassen. Ich vernachlässigte meine Gymnastik und auch beim Essen nahm ich es in den letzten zwei Monaten nicht mehr so genau. Und so geht natürlich nichts. Ich bin froh, die ca. 92 Kilo zu halten, das finde ich schon recht gut. Wenn ich jedoch bis Anfang August, bis zum Start der Graubünden-Biketour noch die 90 Kilogrenze knacken könnte, wär's natürlich super. Mal schaun.

Wochenrückblick

Es ist Freitagabend und ich habe in dieser Woche noch keinen Blogeintrag geschrieben. Das hat mehrere Gründe, doch hauptsächlich war ich zu faul. Ganz einfach.

Am Montagabend besuchten Karin und ich wie gewohnt eine Lektion Pilates im Fitnesscenter. Am Dienstagabend drehte ich mit Jürg eine kurze Feierabendrunde und danach gingen wir Essen. Mittwochs wäre eigentlich Power-Yoga gewesen, doch die Stunde fiel kurzfristig aus. Gestern Abend war ich dann mit Peter verabredet und wir wollten eine trockene Feierabendrunde fahren. Wollten... wir wurden ganz heftig verregnet und bis auf die Knochen nass...

Dies bringt mich dann zum Thema Wetter. Hmmm... dieses Jahr ist bei uns das Wetter irgendwie nicht normal. Diese Woche sah man fast nie die Sonne. Es war oft trüb, grau und wolkenverhangen. Manchmal wollte es kaum richtig Tag werden, obwohl wir ja rein kalendarisch schon nahe am längsten Tag sind. Ich finde komisch und irgendwie schlägt es mir auch etwas auf´s Gemüth. Ob das etwas mit dem isländischen Vulkanausbruch im April zu tun hat? Und seit gestern nun dieser Regen... Schnee bis 1'800 M.ü.M.... und das Mitte Juni... auch für das kommende Wochenende sieht es nicht besser aus.

Erholungstag

Das erste Mal aufstehen fühlte sich heute gar nicht gut an. Ich hatte dicke, plumpe Beine und spürte jeden der gestrigen 130 Kilometer... Trotzdem bin ich zeitig aufgestanden und habe mir ein frisches Früchte-Birchermüesli zusammen geschnitzt. Dazu holte ich die Zeitung aus dem Briefkasten und liess so den Tag gemütlich mit einem ausgedehnten Info-Frühstück beginnen. Heute stand "Haushalt" auf dem Programm. Aufräumen, abstauben, Küche, Bad und WC putzen und überall Staub saugen. Dusche schrubben, Bettwäsche wechseln, PET und Altglas entsorgen, einkaufen, Küchenbeleuchtung reparieren, ja, das war so in etwa mein Tagesprogramm. Der Vorteil von Haus- zu Büroarbeit ist, dass man sich im Haushalt viel mehr bewegt. Und wenn man zum Putzen gute Musik auflegt, kann man schon fast Aerobic-mässig staubsaugen oder Flächen reinigen. ;-) . Heute begleitete mich Dire Straits mit einer Live-Doppel-CD durch den Morgen. Diese Bewegung motivierte mich dazu, mich für über eine Stunde in den Keller zu verziehen und mich ganz konsequent mir, meinem Körper und meinem Geist zu widmen. Ich verfügte heute über ein gutes Körpergefühl und so wählte ich Bewegungen und Haltungen, die bereits beanspruchte Muskeln dehnten und lockerten, während weniger beanspruchte Muskelgruppen stärker beansprucht wurden. Somit konnte ich mich gut ausgleichen oder ausbalancieren, wie man will. Auf alle Fälle tat es mir gut und verschaffte mir ein rundes, vollständiges Körpergefühl. Dann versuchte ich mich an ein paar Atemübungen, bevor ich (seit langem wieder einmal) einen Meditationsversuch startete. Hmmm... das kriege ich einfach (noch) nicht hin. Ich bin noch immer viel zu gefangen in meinen auseinander treibenden Gedanken oder in störenden Sinnes- und Körperempfindungen. Keine Spur von innerer Ruhe... Abends war dann ein Treffen der Vitaltrainer/innen 2008+09 angesagt. Wir trafen uns bei einer Freundin zum Grillen im Garten. Das Wetter dazu war wirklich zu 99% perfekt. Es war über 25° Grad warm und windete kaum. Nur die Sonne schien nicht, sonst war es wirklich ideal um draussen zu sitzen, gemeinsam zu essen und sich in die Nacht hinein zu unterhalten. Wir haben angeregt diskutiert und es war schön, viele der Frauen wieder zu sehen. Einige von ihnen sind in der Zwischenzeit aktiv geworden und geben Vitaltrainer-Unterricht in irgend einer Form. Aqua-Fit ist sehr gefragt und drei oder vier von ihnen stehen nun regelmässig am Bassinrand und animieren Menschen zu gesunder Bewegung im Wasser. Nordic-Walking scheint nicht zu funktionieren. Hier finden sich kaum zahlungswillige Kunden. Andere geben Ernährungsvorträge oder Bewegungslektionen im Reha-Bereich. Wirklich sehr interessant. Und klarerweise kommt da die Frage: "Beat, was machst Du denn so?" "Ähmm... ich... ? nichts... ? Ich bevitaltrainere mich selbst. Seit Anfang Jahr versuche ich viel von dem Gelernten an mir selbst aus. Ich bewege mich viel, achte vermehrt auf eine gesunde, natürliche Ernährung und schaue für ausreichend Entspannung. Tja, das ist es." Das regt natürlich zur Reflexion an. Wie so viele Andere habe ich die meiste Zeit meines Lebens fünf Tage die Woche gearbeitet und hatte zwei Tage frei. Wenn ich´s mir recht überlege, ziemlich genau 30 Jahre lang. Von 15 bis 45... Seit Anfang Jahr hat meine Standard-Woche nun nur noch drei Arbeitstage und dafür vier freie Tage. Und was das wirklich heisst, bin ich am erfahren. Es birgt eine unglaubliche Lebensqualität, wenn man über mehr freie Tage als Arbeitstage verfügt. Es gibt mir das Gefühl, Herr über den grössten Teil meiner Lebenszeit zu sein. Und das ist neu und eröffnet mir ganz neue Perspektiven. Ich kann tun und lassen was ich will und muss dabei Null Einkommen generieren. Solange ich nicht über die Stränge schlage, reicht mein 60% Gehalt. Es besteht also kein Druck um an der momentanen Situation etwas zu ändern. Ich bin fast geneigt zu sagen: Besser kann´s ja kaum noch kommen. Natürlich will ich mich längerfristig in den Trainings- und Gesundheitsbereich verlagern, doch momentan will ich halt eben vor allem mal mich selbst trainieren und auf Vordermann bringen. Im Zuge dieser Anstrengungen mache ich ja auch viele neue Erfahrungen und ich denke immer wieder, dass es mir eben genau daran mangelt. An der Erfahrung, an der Selbsterfahrung. Deshalb nehme ich mir nun diese Zeit um die gelernten Themen an mir selbst auszuprobieren und eben Erfahrungen zu sammeln. Und das braucht Zeit. Zeit die ich jetzt habe und deshalb jetzt dafür einsetze. Deshalb kann ich Vitaltrainermässig so "Nichts" vorweisen.

sonniger Sonntag

Ein Patenkind meiner Frau feierte heute Konfirmation und so machten wir uns an diesem sonnigen Morgen auf den Weg in eine Kirche, zum entsprechenden Konfirmationsgottesdienst. Ich erinnere mich kaum daran, wann ich das letzte Mal einen protestantischen Gottesdienst miterlebt habe. Ist schon lange her. Ich war trotzdem etwas überrascht, wie viel Rummel heutzutage in volksnahen Kirchen veranstaltet wird. Wobei mir schon klar ist, dass eine Konfirmation, mit zehn Teenagern und ihren Familien und Freunden wohl wenig repräsentativ ist. Auf alle Fälle war viel los.

Nach der Konfirmation wurde von der Kirchgemeinde ein Stehapéro im Vorgarten der Kirche offeriert und das herrliche Wetter lud wirklich zum Plaudern, Verweilen und Fotografieren ein. Später offerierten die Eltern des Konfirmanden ein leckeres thailändisches Essen in einem schönen Vorgarten eines kleinen Restaurants, wo wir noch lange siessen und uns unterhielten...

Als wir dann gegen Abend nach Hause kamen, fühlte ich mich ziemlich satt und pampig. Sollte ich nun noch etwas Fernsehsport treiben? Der Himmel bedeckte sich zunehmend, wie vom Wetterbericht vorhergesagt. Am späten Abend sollten verbreitet Gewitter und Regen aufkommen. Hmm... Ich hätte noch etwa zwei Stunden Zeit... also los! Umziehen und auf's Bike!

Gegen halb sechs Uhr starte ich zu einer kleinen Bike-Verdauungsrunde mit dem Ziel Irchelturm. Die Wolken werden zwar immer dunkler, doch es war noch immer über 25° Grad warm. Herrlich. Bald begann ich zu schwitzten und mein inneres Reinigungsprogramm konnte starten. Die etwa 25 minütige Steigung hoch zum Irchelturm bin ich deshalb eher gemütlich gefahren. Mein Organismus sollte gleichmässig arbeiten und Schadstoffe ausschwitzen. Schnell war gar nicht nötig.

Oben machte ich dann den einzigen kurzen Halt um mein Standardfoto zu knipsen. Dann fuhr ich weiter der Westflanke des Irchels entlang und nahm viele schöne Singletrails mit. Um diese Zeit war natürlich niemand unterwegs und ich konnte somit zügig zufahren. Das war echt Spitze und machte mir so viel gute Laune, dass ich gar nicht flach nach Hause fahren wollte, sondern lieber auf der Gegenseite noch einen Hügel mitnahm. Ja, ich wollte den Abend auskosten und auf +/- 30 Minuten kam es nicht drauf an. Das war richtig schön.

Kurz vor der Garage bemerkte ich dann die ersten Regentropfen. Super Timing! Als ich fünf Minuten später unter der Dusche stand, regnete es schon heftig auf's Dachfenster. Das GPS sagt: 30 km., 1:46 Std. 750 Hm.

Das war ein schöner Sommersonntag. Heute zuerst mit einem langen gemütlichen Teil und dann am Abend einen kurzen sportlichen Teil. Ideal, wenn Beides Platz hat.